Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hallo zusammen!

So, die Erstellung unseres Gartens geht nun langsam in die finale Runde.
Der Terrassenbauer kommt mitte April und am Wochenende drauf möchte ich
den Rollrasen verlegen. Wenn der Boden vorbereitet ist, denke ich keine
Probleme zu haben, jedoch macht mir die Vorbereitung des Bodens etwas
Sorgen. Der Boden wird erstmalig mit Rasen bepflanzt. Eine Bodenanalyse
werde ich in den kommenden Tagen machen lassen und anschließend über =
Zugaben
von Dünger, Kalk etc. entscheiden. Wie der ideale Boden auszusehen hat,
ist ja weitläufig bekannt.

Die Vorbereitung des Bodens hatte ich mir so vorgestellt:

-21 Tage
Der komplette Boden wird mit einer Motorhacke umgegraben, Steine,
Unkraut etc entfernt, anschließend wird alles glattgezogen und mit
einer Gartenwalze planiert

Zwei Wochen lang lasse ich den Boden in Ruhe. Je nach Wetter wird der
Boden befeuchtet.

-7 Tage
Abhängig von der Bodenanalyse werde ich den Boden zu Ostern behandeln=
,
Unebenheiten werde ich dann nochmal ausgleichen
-1 Tag
Einen Tag vor dem Verlegen würde ich Startdünger aufbringen und ein=
haken.
Anschließend nochmal mit der Gartenwalze verdichten, Unebenheiten bes=
eitigen
Tag 0
Verlegen, ordentlich gießen


Macht dies Sinn, habe ich etwas vergessen? Wie gesagt, eine wirklich gute
Anleitung zur Bodenvorbereitung hatte ich nicht gefunden, viele sind mir
nicht detailliert genug und sagen nichtmal, dass sich der Boden setzen
muss.


Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 08:23 ] [ ID #107472 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 06:23:31 +0000 (UTC) schrieb Randolf Skerka:

Hallo,

>So, die Erstellung unseres Gartens geht nun langsam in die finale Runde.
>Der Terrassenbauer kommt mitte April und am Wochenende drauf möchte ich
>den Rollrasen verlegen. Wenn der Boden vorbereitet ist, denke ich keine
>Probleme zu haben, jedoch macht mir die Vorbereitung des Bodens etwas
>Sorgen. Der Boden wird erstmalig mit Rasen bepflanzt. Eine Bodenanalyse
>werde ich in den kommenden Tagen machen lassen und anschließend über Zugaben
>von Dünger, Kalk etc. entscheiden. Wie der ideale Boden auszusehen hat,
>ist ja weitläufig bekannt.

tja, den idealen Boden für Rasen kann man sich vielleicht schon
vorstellen. Er dürfte aber kaum mit Dünger und Kalk zu erreichen sein,
denn das sind ja nur noch Feinjustierungen.
Maßgeblich ist eher das Sand-Lehm-Ton-Schluff-Verhältnis und der
Humusgehalt. Die lassen sich aber nicht aus dem Düngersack regulieren.

Rasenqualität - Rollrasen...

>Die Vorbereitung des Bodens hatte ich mir so vorgestellt:
>
>-21 Tage
> Der komplette Boden wird mit einer Motorhacke umgegraben, Steine,
> Unkraut etc entfernt, anschließend wird alles glattgezogen und mit
> einer Gartenwalze planiert

Da die Notwendigkeit des Setzens des Bodens nicht unterschätzt werden
darf, wäre es günstiger gewesen, die Motorhacke schon im Herbst
einzusetzen. Leider ist das ja im Bautrubel häufig nicht rechtzeitig
möglich.
Ob überhaupt eine Motorhacke notwendig ist, hängt wieder vom Boden ab
und wie tief gefräst werden sollte auch. Eigentlich kann die
Motorhacke nicht tief genug gehen. Dann dauert aber auch das Setzen
länger.

Dass größere Steine entfernt werden und grobe Unkrautwurzeln auch, ist
angebracht. Mit der Motorhacke werden aber auch viele kleine
Wurzelschnipsel entstehen, die bei Dauerunkräutern dann umso
zahlreicher wieder austreiben. Und dazu kommen dann auch noch die
rumliegenden Samen. Wenn's ein unkrautfreier Rasen werden soll, wird
eine einmalige Unkrautbekämpfung also nicht zu vermeiden sein.

Die Gartenwalze wird den gelockerten Boden oberflächlich verdichten.
Das ist nicht unbedingt gut. Sie darf nur ein Leichtgewicht sein.
Früher hat man so etwas mit zwei an alte Schuhe genagelte Bretter
erledigt. Das kam vom Druck her gerade so hin.

>Zwei Wochen lang lasse ich den Boden in Ruhe. Je nach Wetter wird der
>Boden befeuchtet.

Zwei Wochen sind verdammt kurz.

>-7 Tage
> Abhängig von der Bodenanalyse werde ich den Boden zu Ostern behandeln,
> Unebenheiten werde ich dann nochmal ausgleichen

Na, dann lass uns mal die Ergebnisse der Bodenanalyse wissen.
Die Begutachtung der Bodenqualität als solcher kannst du jetzt schon
von einem Fachmann machen lassen.

>-1 Tag
> Einen Tag vor dem Verlegen würde ich Startdünger aufbringen und einhaken.
> Anschließend nochmal mit der Gartenwalze verdichten, Unebenheiten beseitigen

Den Startdünger halte ich für überflüssig. So viel, wie der noch nicht
wachsende Rasen die ersten Wochen braucht, ist eh im Boden vorhanden.
Und wenn er dann loslegt, dann muss gedüngt werden.

>Tag 0
> Verlegen, ordentlich gießen
>
>
>Macht dies Sinn, habe ich etwas vergessen?

Hm, vielleicht hast du vergessen zu erwähnen, welche Qualität bei der
Zusammensetzung der Rasengräser der Rollrasen haben wird oder haben
soll.
Gewöhnlich macht man sich bei der Aussaat von Rasen grundsätzliche
Gedanken darüber, wie der Rasen später einmal aussehen soll und
gepflegt werden wird. Da ist vom sehr kurz und häufig geschnittenen
Super-Zierrasen bis hin zum Gebrauchsrasen und zum selten
geschnittenen Grün viel Spielraum.
Allerdings kann man die Zusammensetzung der Rasengräsersorten der
künftigen Nutzung nur einmal anpassen, nämlich vor der Aussaat. Und
auch das geht nur dann, wenn man die Sortimente guter Rasenzüchter
sichtet und entsprechend auswählt.

Geht das inzwischen auch bei Rollrasen oder wird da Einheitsmischung
geliefert?

Und warum wird Rasen in mehr als 90 % der Fälle immer noch angesät und
warum meinst du mit Rollrasen besser zu fahren?

Es wird zwar spezielle Gründe haben, warum der Rollrasen der neuen
Allianz-Arena in München jetzt schon zum vierten Mal neu verlegt
werden muss. Von ausgesätem Rasen ist mir so ein Schlamassel aber noch
nicht zu Ohren gekommen.


Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 30 März 2006 10:15 ] [ ID #107482 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Do, 30 März 2006 10:33 ] [ ID #107485 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
> Ich bin sehr gespannt, ob Wolf Supra sein Geld wert und wirklich soviel=

> besser ist.

Wir haben hier im Bonner Umland diverse Rollrasenzüchter, die schwöre=
n auf
diesen Rasen, daher haben auch wir uns für das Zeug (als Rollrasen)
entschieden. Der Rasen sei sehr resistent gegen Moos und fühlt sich in =
der
Sonne und im Schatten wohl ... Aussage diverser Rasenschulen eben.

Ich bin mal gespannt, wie das Ergebnis bei uns werden wird.



Randolf

--
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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 11:16 ] [ ID #107486 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hallo Gerhard!


Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:
> tja, den idealen Boden für Rasen kann man sich vielleicht schon
> vorstellen. Er dürfte aber kaum mit Dünger und Kalk zu erreichen se=
in,
> denn das sind ja nur noch Feinjustierungen.

Hatte ich auch nicht angenommen, lediglich ein Mangel an Nährstoffen
würde ich entsprechend ausgleichen.

> Maßgeblich ist eher das Sand-Lehm-Ton-Schluff-Verhältnis und der
> Humusgehalt. Die lassen sich aber nicht aus dem Düngersack regulieren=
..

Was das anbelangt haben wir bereits im Herbst Sand an lehmigen Stellen
untergemischt. Ich hoffe, dass dies damals ausreichte.

> Da die Notwendigkeit des Setzens des Bodens nicht unterschätzt werden
> darf, wäre es günstiger gewesen, die Motorhacke schon im Herbst
> einzusetzen. Leider ist das ja im Bautrubel häufig nicht rechtzeitig
> möglich.
> Ob überhaupt eine Motorhacke notwendig ist, hängt wieder vom Boden =
ab
> und wie tief gefräst werden sollte auch. Eigentlich kann die
> Motorhacke nicht tief genug gehen. Dann dauert aber auch das Setzen
> länger.

Ok, ich habe in den Anleitungen immer "tiefgründig auflockern" gelesen.
Das haben wir im Herbst bei der Verfüllung machen lasse/selbst gemacht.
Ich gehe dann mal davon aus, dass wir dies nun nicht mehr benötigen.
Wir lockern derzeit wöchentlich den Boden und Steine Sammeln ist zur
Hauptbeschäftigung geworden ;-)

> Dass größere Steine entfernt werden und grobe Unkrautwurzeln auch, =
ist
> angebracht. Mit der Motorhacke werden aber auch viele kleine
> Wurzelschnipsel entstehen, die bei Dauerunkräutern dann umso
> zahlreicher wieder austreiben. Und dazu kommen dann auch noch die
> rumliegenden Samen. Wenn's ein unkrautfreier Rasen werden soll, wird
> eine einmalige Unkrautbekämpfung also nicht zu vermeiden sein.

Hmmmm, so ein Totalherbizid wollte ich nicht unbedingt einsetzen. Wie
lange braucht sowas eigentlich, bis man die Fläche wieder bewirtschafte=
n
kann? Von Herbiziden würde ich gerne die Finger lassen, dassist mir
eigentlich zu heikel ...

> Die Gartenwalze wird den gelockerten Boden oberflächlich verdichten.
> Das ist nicht unbedingt gut. Sie darf nur ein Leichtgewicht sein.
> Früher hat man so etwas mit zwei an alte Schuhe genagelte Bretter
> erledigt. Das kam vom Druck her gerade so hin.

Ok, ich habe noch reichlich Stücke altes Laminat im Keller ;-)

>>Zwei Wochen lang lasse ich den Boden in Ruhe. Je nach Wetter wird der
>>Boden befeuchtet.
>
> Zwei Wochen sind verdammt kurz.

Ok, ich lasse das mit der Motorhacke. Der Boden hat sich jetzt fast
4 Monate gesetzt, die letzten Wochen haben wir nur oberflächlich mit
einem Dreizack aufgelockert ... maximal 10cm, das dürfte sich schnell
setzen.

> Na, dann lass uns mal die Ergebnisse der Bodenanalyse wissen.
> Die Begutachtung der Bodenqualität als solcher kannst du jetzt schon
> von einem Fachmann machen lassen.

Der Gartenbauer unseres Nachbarn meinte der Boden hätte eine sehr
gute und ausgeglichene Qualität ... naja, was das auch immer bedeuten
mag.

> Den Startdünger halte ich für überflüssig. So viel, wie der noc=
h nicht
> wachsende Rasen die ersten Wochen braucht, ist eh im Boden vorhanden.
> Und wenn er dann loslegt, dann muss gedüngt werden.

Wie sieht es mit diesen Boden-Aktivatoren aus? Geldmacherei?

> Hm, vielleicht hast du vergessen zu erwähnen, welche Qualität bei d=
er
> Zusammensetzung der Rasengräser der Rollrasen haben wird oder haben
> soll.

Ah, ok. Also es wird ein Wolf Supra Rasen sein. Wir haben hier den
Vorteil, dass wir in/um Bonn diverse Rasenschulen haben und uns den
Rasen Vor-Ort ansehen können.

> Gewöhnlich macht man sich bei der Aussaat von Rasen grundsätzliche
> Gedanken darüber, wie der Rasen später einmal aussehen soll und
> gepflegt werden wird. Da ist vom sehr kurz und häufig geschnittenen
> Super-Zierrasen bis hin zum Gebrauchsrasen und zum selten
> geschnittenen Grün viel Spielraum.
> Allerdings kann man die Zusammensetzung der Rasengräsersorten der
> künftigen Nutzung nur einmal anpassen, nämlich vor der Aussaat. Und
> auch das geht nur dann, wenn man die Sortimente guter Rasenzüchter
> sichtet und entsprechend auswählt.

Haben wir hoffentlich berücksichtigt.

> Geht das inzwischen auch bei Rollrasen oder wird da Einheitsmischung
> geliefert?

Ich denke, wir haben hier einen Regionalvorteil, ansonsten sind die
Rasenschulen nicht sonderlich offen mit der Bekanntgabe der Mischungen.

> Und warum wird Rasen in mehr als 90 % der Fälle immer noch angesät =
und
> warum meinst du mit Rollrasen besser zu fahren?

Ein Tag und grün, das ist das Argument.

> Es wird zwar spezielle Gründe haben, warum der Rollrasen der neuen
> Allianz-Arena in München jetzt schon zum vierten Mal neu verlegt
> werden muss. Von ausgesätem Rasen ist mir so ein Schlamassel aber noc=
h
> nicht zu Ohren gekommen.

Hm, ich denke Rasen in Stadien sind ein spezielles Problem.



Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 11:29 ] [ ID #107487 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
> Ich gestehe, ich habe keine Lust, das ganze komplett neu anzulegen und
> nochmal Sand beischaffen zu lassen. Also werde ich langfristig mit dem
> Moos leben müssen. Aber ich hoffe, es wenigstens ewtas zu dezimieren.

Mir fällt gerade ein, dass Wolf so einen Rasenerneuerer hat:

http://www.wolf-garten.de/public/produkte/prod02a.hbs?articl e_id=3D951361=
949

Keine Ahnung, ob der hält, was er verspricht.

Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 11:37 ] [ ID #107490 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

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Notifier Deamon [ Do, 30 März 2006 11:42 ] [ ID #107491 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
> Naja, das ist nur Supra und Rasendünger. Da nehme ich lieber den
> billigen Dünger von Aldi und gebe nur für Supra so enorm viel Geld =
aus.

Wer lesen kann spart Geld ... ist mir garnicht aufgefallen, sorry.



Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 11:54 ] [ ID #107492 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hallo Randolf,

> Die Vorbereitung des Bodens hatte ich mir so vorgestellt:
>
> -21 Tage
> Der komplette Boden wird mit einer Motorhacke umgegraben, Steine,
> Unkraut etc entfernt, anschließend wird alles glattgezogen und mit
> einer Gartenwalze planiert

Glattziehen ist ok. Eine Gartenwalze hat aber mit Planie nichts zu tun !
>
> Zwei Wochen lang lasse ich den Boden in Ruhe. Je nach Wetter wird der
> Boden befeuchtet.

Einfach setzten lassen, nix befeuchen.
>
> -7 Tage
> Abhängig von der Bodenanalyse werde ich den Boden zu Ostern behandeln,
> Unebenheiten werde ich dann nochmal ausgleichen

Wichtig ist einzig, dass der Boden gesetzt und trittfest ist. Wenn du
beim drüberlaufen noch wesentliche Fussabrücke hinterlässt , ist er noch
zu locker.

> -1 Tag
> Einen Tag vor dem Verlegen würde ich Startdünger aufbringen und einhaken.
> Anschließend nochmal mit der Gartenwalze verdichten, Unebenheiten beseitigen
> Tag 0
> Verlegen, ordentlich gießen
>
Nein: Ganz einfach evtl. Dünger ausstreuen, die Oberfläche leicht mit
der Harke aufrauhen, Rollrasen verlegen, zwecks Bodenschluss leicht
anwalzen und dann erst regnen.

>
> Macht dies Sinn, habe ich etwas vergessen?

Du hast nichts vergessen, sondern neigst eher dazu die Sache zu
verkomplizieren.


Grüsse


Stephan Romahn
--
Der Dachbegrünungsprofi freut sich über einen Besuch auf www.srgruenhaus.de
Stephan Romahn [ Do, 30 März 2006 13:28 ] [ ID #107498 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

"SR Grünhaus, Stephan Romahn" <stephan.romahn [at] srgruenhaus.de> wrote:
> Du hast nichts vergessen, sondern neigst eher dazu die Sache zu
> verkomplizieren.

Komisch, das werfe ich in Sachen Garten immer meiner Frau vor ;-)

Also von der ganzen Bodenauflockerung werde ich erstmal Abstand nehmen,
da sich der Boden die letzten vier Monate gut gesetzt haben müsste. Den
Boden plan ziehen musste ich ohnehin machen, von daher ist KISS* die
beste Lösung.

* KISS =3D Keep It Small and Simple


Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 13:46 ] [ ID #107500 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 10:33:55 +0200 schrieb Kathinka Wenz:

Hallo Kathinka,

>Wir haben vor vier Jahren mit der Motorhacke den sehr lehmigen Boden
>umgegraben und dabei scharfen Sand und Holzhäcksel untergemischt. Das
>ganze ein wenig geglättet und irgendwann später (sicher noch zu früh)
>Berliner Tiergarten (hurra) gesät. Der Rasen liegt halbschattig bis
>sonnig.

bei dem "hurra" gehe ich voll mit. :-)
Der Sand hat sicher geholfen, je mehr umsomehr. Bei sehr lehmigen
Boden gilt hier ausnahmsweise: viel hilft viel.
Die Holzhäcksel dürften inzwischen ihre zunächst lockernde Wirkung
eingebüßt haben, weil sie letztlich verrotten.
Was weiter hilft, wäre immer wieder mal eine dünne Sandschicht
aufzubringen und in den Rasen einzukehren.

>Tja, nun - vier Jahre später - nachdem ich zumindest den Klee mit Chemie
>erfolgreich bekämpft habe, besteht die Fläche zu ca. 80% aus Moos.

Och, da kannst du dich ja bei der hier bisweilen zu lesenden
Moosfraktion anmelden, den ersten Preis machen und dich über den
weichen Moosgrund beim Barfußlaufen freuen. Musst halt aufpassen, dass
du dir bei Nässe ein paar Spikes zwischen die Zehen klemmst, sonst
kriegst du die Kurve nicht. :-)

>Klar,
>der Boden ist immer noch zu lehmig. Im Sommer geht es wegen der
>Trockenheit, die meist bei uns herscht (ich weigere mich auch, den Rasen
>zu gießen), aber im Herbst und Winter feiert das Moos natürlich Parties.

Tja, die Weigerung, Rasen zu gießen, wenn er Wassernot leidet, hat
natürlich die Konsequenz, dass bei mangelnder Bodenfeuchtigkeit gar
nix mehr geht, denn alle Nährstoffaufnahme ist an Bodenfeuchte
gebunden. Und je geringer die Feuchte, umso konzentrierter die
gelösten Salze.

>Ich gestehe, ich habe keine Lust, das ganze komplett neu anzulegen und
>nochmal Sand beischaffen zu lassen. Also werde ich langfristig mit dem
>Moos leben müssen. Aber ich hoffe, es wenigstens ewtas zu dezimieren.
>
>Deswegen habe ich mir jetzt folgendes überlegt:
>
>Wir haben uns einen Vertikutierer zugelegt (bisher habe ich mit Rechen
>und Harke gearbeitet), Rasendünger und 2kg Wolf Supra.
>
>Als erstes werde ich also am Wochenende mal vertikutieren (sofern es
>aufhört zu regnen).

Es reicht keinesfalls, dass es aufhört zu regnen. Der Boden muss zum
Vertikutieren auch abgetrocknet sein und zwar wenigstens so tief, wie
der Vertikutierer vertikutiert. Feuchter Boden schmiert, auch bei
dieser Bearbeitung.

>Wenn es dann warm genug ist, werde ich den neuen
>Rasen säen und ihn anschließend mehrmals im Jahr nach Anleitung düngen.

Warm genug wäre es schon zwei Wochen.

>Ich bin sehr gespannt, ob Wolf Supra sein Geld wert und wirklich soviel
>besser ist.
>
>Gibt es dazu irgendwelche Anmerkungen? Habe ich vielleicht einen
>Denkfehler gemacht?

Nein, wohl nicht. Aber du könntest mir mal auf die Sprünge helfen. Du
weißt, dass ich eine ziemlich umfangreiche gärtnerische Datensammlung
habe. Jetzt finde ich aber über Jahre nix zu Supra und dann nur aus
1997 folgenden Anzeigentext. Das in Klammern kannst du dir weg denken,
weil von mir:
"Mitte August bis Ende September läßt sich problemlos Rasen neu
anlegen (das ist ja nu wirklich nix neues) mit dem Rasensamen "Supra"
von Wolf (ach wirklich nur mit dem? Gab es keine Rasensaat vor
Supra?). Diese Züchtung (Züchtung bezog sich meines Wissens bisher
nicht auf eine Samenmischung, sondern auf einzelne Gräsersorten)
wächst im Schatten genausogut wie in der Sonne (tja, es bestand schon
immer der Verdacht, dass es gar keinen Schattenrasen gibt) und wird so
dicht, daß er Moos und Unkraut verdrängt (ach? Wohin verdrängt der das
Moos und wer gewinnt, der Breitwegerich und der Löwenzahn oder
Supra?). Wolf"

Wenn ich so etwas lese, schwillt mir der Kamm. Aber bitte, ich muss
die Anzeige ja nicht zahlen. :-)

Tja, dann lasse mal dein Moos schön verdrängen und gib uns Bescheid,
wenn die Nachbarn auf die Palme gehen, weil das Moos und das Unkraut
zu denen hinüber verdrängt wird. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 30 März 2006 15:33 ] [ ID #107505 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 09:16:33 +0000 (UTC) schrieb Randolf Skerka:

Hallo,

>> Ich bin sehr gespannt, ob Wolf Supra sein Geld wert und wirklich soviel
>> besser ist.

also eins steht fest: bei dem Preis darf er schon mal nicht schlecht
sein.

>Wir haben hier im Bonner Umland diverse Rollrasenzüchter, die schwören auf
>diesen Rasen, daher haben auch wir uns für das Zeug (als Rollrasen)
>entschieden.

Hm, soll das heißen, die haben sich, was Rollrasen angeht, auf eine
Rasenmischung bzw. -sorte beschränkt?

Frage ja nur, weil mir bisher nur bekannt ist, dass es
unterschiedliche Böden, unterschiedliche Belichtungsverhältnisse und
unterschiedliche Wunschvorstellungen gibt, was Rasenflächen und deren
Gebrauch und Pflegeansprüche gibt.
Da will es mir halt nicht in den Kopf, dass plötzlich einer verkündet,
er habe das Ei des Columbus für alle Rasenfälle bestmöglichst gelöst.
Gibt es dazu vielleicht noch mehr Informationen, außer der Werbung?

Ich kenne bisher nur Rollrasen-Produzenten, die ein ganzes Sortiment
von Rasentypen anbieten, halt je nach künftiger Verwendung.
Zu den verwendeten Gräsersorten, die sonst auf allen guten
Rasenmischungen deklariert sind, finde ich bei den Rollrasen-Angeboten
allerdings eher nix. Und das ist unakzeptable Bauernfängerei.

Und dann würde ich mich bei einem Rollrasenlieferanten mal umsehen, ob
da lauter Samensäcke mit genau dem gesuchten Logo rumliegen. :-)

>Der Rasen sei sehr resistent gegen Moos und fühlt sich in der
>Sonne und im Schatten wohl ... Aussage diverser Rasenschulen eben.

Bei solchen Sprüchen zieht es mir zunächst mal die Schuhe aus.
Sind Schuhe, die schon Jahre lang in Gärten rumgekommen sind. :-)

>Ich bin mal gespannt, wie das Ergebnis bei uns werden wird.

Ich wäre eher daran interessiert, wie Suprarasenbesitzer den
Wahrheitsgehalt der Werbung beurteilen.
Es müsste ja schon diverse Superrasenflächen mit verdrängtem Moos und
verdrängtem Unkraut geben, denn das Superprodukt gibt es inzwischen
schon länger als zehn Jahre.

Und dann wäre ich noch an einer Quelle interessiert, die mir die
Gräsersorten und ihrer Anteile in der Supermischung deklariert, so wie
das bei seriösen Informationen üblich ist, die ich aber selbst auf der
Wolf'schen Website nicht finden konnte. :-(

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 30 März 2006 15:33 ] [ ID #107506 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 09:29:41 +0000 (UTC) schrieb Randolf Skerka:

Hallo,

>> Dass größere Steine entfernt werden und grobe Unkrautwurzeln auch, ist
>> angebracht. Mit der Motorhacke werden aber auch viele kleine
>> Wurzelschnipsel entstehen, die bei Dauerunkräutern dann umso
>> zahlreicher wieder austreiben. Und dazu kommen dann auch noch die
>> rumliegenden Samen. Wenn's ein unkrautfreier Rasen werden soll, wird
>> eine einmalige Unkrautbekämpfung also nicht zu vermeiden sein.
>
>Hmmmm, so ein Totalherbizid wollte ich nicht unbedingt einsetzen. Wie
>lange braucht sowas eigentlich, bis man die Fläche wieder bewirtschaften
>kann? Von Herbiziden würde ich gerne die Finger lassen, dassist mir
>eigentlich zu heikel ...

an ein Totalherbizid habe ich keinesfalls gedacht. Hilft ja auch nicht
gegen die rumliegenden Samen.
Unkrautbekämpfung im Rasen erfolgt mit einem Herbizid, das die
zweikeimblätterigen Grünpflanzen killt und die einkeimblätterigen,
also die Gräser, leben lässt.

>>>Zwei Wochen lang lasse ich den Boden in Ruhe. Je nach Wetter wird der
>>>Boden befeuchtet.
>>
>> Zwei Wochen sind verdammt kurz.
>
>Ok, ich lasse das mit der Motorhacke. Der Boden hat sich jetzt fast
>4 Monate gesetzt, die letzten Wochen haben wir nur oberflächlich mit
>einem Dreizack aufgelockert ... maximal 10cm, das dürfte sich schnell
>setzen.

Jo, könnte brauchbar werden.

>> Na, dann lass uns mal die Ergebnisse der Bodenanalyse wissen.
>> Die Begutachtung der Bodenqualität als solcher kannst du jetzt schon
>> von einem Fachmann machen lassen.
>
>Der Gartenbauer unseres Nachbarn meinte der Boden hätte eine sehr
>gute und ausgeglichene Qualität ... naja, was das auch immer bedeuten
>mag.

Das ist schon mal besser als jede Horrormeldung über bodenmäßige
Schlechtigkeiten, die einem dann auch noch ewig bleiben.

>> Den Startdünger halte ich für überflüssig. So viel, wie der noch nicht
>> wachsende Rasen die ersten Wochen braucht, ist eh im Boden vorhanden.
>> Und wenn er dann loslegt, dann muss gedüngt werden.
>
>Wie sieht es mit diesen Boden-Aktivatoren aus? Geldmacherei?

Tja, auf inaktiven Böden, wo's immer die gibt, könnte man die schon
mal testen. Du aber hast gut humosen Boden. Daraus kann man
wahrscheinlich Boden-Aktivatoren recyceln.

>> Hm, vielleicht hast du vergessen zu erwähnen, welche Qualität bei der
>> Zusammensetzung der Rasengräser der Rollrasen haben wird oder haben
>> soll.
>
>Ah, ok. Also es wird ein Wolf Supra Rasen sein. Wir haben hier den
>Vorteil, dass wir in/um Bonn diverse Rasenschulen haben und uns den
>Rasen Vor-Ort ansehen können.

Wäre es nicht angebracht, sich von denen mal Rasenflächen zeigen zu
lassen, die sie mit genau diesem Samen vor 10 Jahren angelegt haben?

>> Gewöhnlich macht man sich bei der Aussaat von Rasen grundsätzliche
>> Gedanken darüber, wie der Rasen später einmal aussehen soll und
>> gepflegt werden wird. Da ist vom sehr kurz und häufig geschnittenen
>> Super-Zierrasen bis hin zum Gebrauchsrasen und zum selten
>> geschnittenen Grün viel Spielraum.
>> Allerdings kann man die Zusammensetzung der Rasengräsersorten der
>> künftigen Nutzung nur einmal anpassen, nämlich vor der Aussaat. Und
>> auch das geht nur dann, wenn man die Sortimente guter Rasenzüchter
>> sichtet und entsprechend auswählt.
>
>Haben wir hoffentlich berücksichtigt.

Bisher sprichst du nur von einer Sorte Rollrasen, von der ich bisher
nicht einmal die verwendeten Gräsersorten habe rausbekommen können.
Aber es ist auf jeden Fall Rasen mit sehr vielversprechender Werbung.

>> Geht das inzwischen auch bei Rollrasen oder wird da Einheitsmischung
>> geliefert?
>
>Ich denke, wir haben hier einen Regionalvorteil, ansonsten sind die
>Rasenschulen nicht sonderlich offen mit der Bekanntgabe der Mischungen.

Ach? Mit einem Rollrasenlieferanten, der die verwendeten
Rasenmischungen mit ihren sämtlichen Sorten und deren Anteilen nicht
deklariert, käme ich nicht ins Geschäft. Er mit mir aber auch nicht.

Guck dir mal die Rasenmischungen in verschiedenen Gartencentern und
Baumärkten an. Warum die wohl deklarieren, was drin ist?
Aber man kann natürlich auch an die Werbung mit dem verdrängten Moos
und den verdrängten Unkräutern glauben, sowohl in der Sonne wie im
Schatten und wahrscheinlich auch bei Mondenschein. :-)

>> Und warum wird Rasen in mehr als 90 % der Fälle immer noch angesät und
>> warum meinst du mit Rollrasen besser zu fahren?
>
>Ein Tag und grün, das ist das Argument.

Tja, das hat was. Es hat aber auch mehr als den zehnfachen
(Abhol-)Preis oder habe ich da was versäumt?

>> Es wird zwar spezielle Gründe haben, warum der Rollrasen der neuen
>> Allianz-Arena in München jetzt schon zum vierten Mal neu verlegt
>> werden muss. Von ausgesätem Rasen ist mir so ein Schlamassel aber noch
>> nicht zu Ohren gekommen.
>
>Hm, ich denke Rasen in Stadien sind ein spezielles Problem.

Tja, und leider werden speziell Rasen in Hobbygärten manchmal auch zu
einem, egal ob Roll oder Nicht-Roll. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 30 März 2006 15:33 ] [ ID #107507 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Do, 30 März 2006 15:55 ] [ ID #107509 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:
>>Wir haben hier im Bonner Umland diverse Rollrasenzüchter, die schwö=
ren auf
>>diesen Rasen, daher haben auch wir uns für das Zeug (als Rollrasen)
>>entschieden.
>
> Hm, soll das heißen, die haben sich, was Rollrasen angeht, auf eine
> Rasenmischung bzw. -sorte beschränkt?

Nö, die meisten bieten 3-4 Sorten an. Sport&Spiel, Schatten, Zierrasen
und Landschaftsrasen.

> Frage ja nur, weil mir bisher nur bekannt ist, dass es
> unterschiedliche Böden, unterschiedliche Belichtungsverhältnisse un=
d
> unterschiedliche Wunschvorstellungen gibt, was Rasenflächen und deren
> Gebrauch und Pflegeansprüche gibt.

Hm, also die Rasenschulen geben immer an, der Rasen würde auf DIN
schlagmichtod-Boden kultiviert werden.

> Da will es mir halt nicht in den Kopf, dass plötzlich einer verkünd=
et,
> er habe das Ei des Columbus für alle Rasenfälle bestmöglichst gel=
öst.
> Gibt es dazu vielleicht noch mehr Informationen, außer der Werbung?

Nö, ist ja leider für Endverbraucher aufbereitet ;-)

> Ich kenne bisher nur Rollrasen-Produzenten, die ein ganzes Sortiment
> von Rasentypen anbieten, halt je nach künftiger Verwendung.
> Zu den verwendeten Gräsersorten, die sonst auf allen guten
> Rasenmischungen deklariert sind, finde ich bei den Rollrasen-Angeboten
> allerdings eher nix. Und das ist unakzeptable Bauernfängerei.

Jo, ich hatte mal einige in den nahen Niederlanden angefragt, die machten
keine Aussage zu verwendeten Gräsermischung ...

> Und dann würde ich mich bei einem Rollrasenlieferanten mal umsehen, o=
b
> da lauter Samensäcke mit genau dem gesuchten Logo rumliegen. :-)

Hihi ;-)

> Ich wäre eher daran interessiert, wie Suprarasenbesitzer den
> Wahrheitsgehalt der Werbung beurteilen.
> Es müsste ja schon diverse Superrasenflächen mit verdrängtem Moos=
und
> verdrängtem Unkraut geben, denn das Superprodukt gibt es inzwischen
> schon länger als zehn Jahre.

Nach Erfahrungen zum Rasen suche ich nun auch schon Wochen, ist aber
nix zu finden. Aber meine Rasenschule hat mir Referenzen genannt ...
natürlich ausgesuchte ;-)

>
> Und dann wäre ich noch an einer Quelle interessiert, die mir die
> Gräsersorten und ihrer Anteile in der Supermischung deklariert, so wi=
e
> das bei seriösen Informationen üblich ist, die ich aber selbst auf =
der
> Wolf'schen Website nicht finden konnte. :-(

Ich meine mich zu erinnern, dass die auf der Packung genannt sind. Aber
da ich in den letzten Wochen diverse in den Fingern hatte, mag ich da
nicht eine Tüte Gummibären für verwetten.



Randolf

--
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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 16:17 ] [ ID #107511 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 15:55:11 +0200 schrieb Kathinka Wenz:

Hallo,

>> Was weiter hilft, wäre immer wieder mal eine dünne Sandschicht
>> aufzubringen und in den Rasen einzukehren.
>
>Jo, und woher soll ich den Sand nehmen? Ich bin froh, wenn ich mal einen
>Mörtelkübel voll ergattere.

also mein Filius hat voriges Jahr einfach bei der Sandgrube angerufen
und sich 1,1 cbm für den Sandkasten bestellt. Kein Problem.
Nur beim Abladen sah der Fahrer ein Problem, weil er nicht wusste, wie
er die 11 cbm auf die kleine Plastikfolie kippen sollte. :-)

Er hat dann halt so einen Schwupp mit 2 cbm runter gelassen und die
Nachbarn, die vorher alle keinen Sand brauchten, machten dann auf
Eimerstafette. :-)

>Sand hat den Nachteil, ziemlich schwer zu sein und es lohnt sich nur,
>ihn liefern zu lassen, wenn man große Mengen abnimmt. Die wiederum kann
>ich nicht lagern, mal davon abgesehen, dass ein LWK nicht an under
>Grundstück rankommt.

Du wohnst aber idyllisch. :-)
Und du hast keinen Bekannten mit einem PKW-Anhänger?

>> Och, da kannst du dich ja bei der hier bisweilen zu lesenden
>> Moosfraktion anmelden, den ersten Preis machen und dich über den
>> weichen Moosgrund beim Barfußlaufen freuen. Musst halt aufpassen, dass
>> du dir bei Nässe ein paar Spikes zwischen die Zehen klemmst, sonst
>> kriegst du die Kurve nicht. :-)
>
>Eben. Ich hätte ja nix gegen Moos, wenn es nicht a) immer einen nassen
>Hintern gäb, wenn man sich hinsetzt und b) es im Sommer noch mehr leiden
>würde als der Rasen. ;-)

Komisch, von den Moosfans dieser group habe ich bisher nur Positives
vernommen. :-)

>> Tja, die Weigerung, Rasen zu gießen, wenn er Wassernot leidet, hat
>> natürlich die Konsequenz, dass bei mangelnder Bodenfeuchtigkeit gar
>> nix mehr geht, denn alle Nährstoffaufnahme ist an Bodenfeuchte
>> gebunden. Und je geringer die Feuchte, umso konzentrierter die
>> gelösten Salze.
>
>Naja, im Sommer, wenn der Rasen eh nicht wächst, dünge ich auch nicht.
>Und klar ist das nicht die optimale Behandlung des Rasens, aber er muss
>ja gar nicht perfekt sein. Ständig gießen wird mir einfach zu teuer.
>Gegossen wird bei mir nur das Gemüse und alles, was neu ist oder die
>Blätter demonstrativ hängen läasst. ;-)

Jo, lass dich nicht verrückt machen. Ich gieße auch erst, wenn's denn
sein muss. Leider muss es bei meinem lehmigen Untergrund bei längeren
Hitzeperioden sein, weil der Lehm auch von untern kaum Feute
nachkommen lässt, zumindest nicht annähernd genug. Und verbrennen will
ich ihn nicht lassen.

>>> Als erstes werde ich also am Wochenende mal vertikutieren (sofern es
>>> aufhört zu regnen).
>
>> Es reicht keinesfalls, dass es aufhört zu regnen. Der Boden muss zum
>> Vertikutieren auch abgetrocknet sein und zwar wenigstens so tief, wie
>> der Vertikutierer vertikutiert. Feuchter Boden schmiert, auch bei
>> dieser Bearbeitung.
>
>Ok. Ich habe noch nie vertikutiert, daher frage ich ja. Also verschiebe
>ich das wohl noch eine Woche, mal sehen, wie das Wetter sich entwickelt.

Es gibt doch ohnehin kaum etwas schöneres, als Arbeit zu verschieben.
Die wird eh zunehmend rarer. :-)

>> Nein, wohl nicht. Aber du könntest mir mal auf die Sprünge helfen. Du
>> weißt, dass ich eine ziemlich umfangreiche gärtnerische Datensammlung
>> habe. Jetzt finde ich aber über Jahre nix zu Supra und dann nur aus
>> 1997 folgenden Anzeigentext.
>
>Und inwiefern soll ich dir jetzt auf die Sprünge helfen?

Tja, vielleicht findest du etwas zu den im Supra steckenden
Gräsersorten oder etwas zu Vergleichssaaten, die möglichst objektiv
beurteilt wurden.

>Falls dich die Mischung interessiert, kann ich nachher mal auf der
>Packung schauen. Und ich kann auch gerne berichten, ob Supra wirklich so
>toll ist. Besser als der Berliner Tiergarten wird er aber wohl sein,
>nehme ich an...

Auf jeden Fall ist er schon mal deutlich kostbarer.
Also, dann lass' bitte mal die Deklaration auf der Packung
rüberwachsen. Vielleicht sind wir dann schlauer.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 30 März 2006 16:21 ] [ ID #107512 ]

Wolf Supra (War: Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung)

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:
> Tja, vielleicht findest du etwas zu den im Supra steckenden
> Gräsersorten oder etwas zu Vergleichssaaten, die möglichst objektiv
> beurteilt wurden.

So, ich habe was gefunden:

Zusammensetzung von Wolf "Supra"in Gewichtsprozenten:
40 % Lolium perenne "Loretta"
20 % Festuca rubra Commutata "Koket"
15 % Lolium perenne "Lorina"
15 % Festuca rubra trichoph "Estika"
5 % Poa pratensis "Saakis"
5 % Poa supina "Supra"
Reinheitsgrad: 96 % Keimfaehigkeit: 82 %

In einem de.rec.garten-Posting von 1999 ;-) Google ist mein Freund!

http://groups.google.de/group/de.rec.garten/msg/2b73a870998f 6009



Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 16:44 ] [ ID #107513 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

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Notifier Deamon [ Do, 30 März 2006 18:25 ] [ ID #107515 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
> Das ist ja etwas völlig anderes, spannend. Was sagt uns das jetzt?

Die haben dann wohl die Zusammensetzung geändert, aber den Namen beibeh=
alten.
Tja, also keine Erfahrungswerte möglich :-(



Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 30 März 2006 19:05 ] [ ID #107518 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

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Notifier Deamon [ Do, 30 März 2006 19:42 ] [ ID #107521 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 18:25:50 +0200 schrieb Kathinka Wenz:

Hallo,

>> Auf jeden Fall ist er schon mal deutlich kostbarer.
>> Also, dann lass' bitte mal die Deklaration auf der Packung
>> rüberwachsen. Vielleicht sind wir dann schlauer.
>
>20% Lolium perenne Lorettanova
>30% Lolium perenne Loretta
>10% Lolium perenne Renoir

tja, Deutsches Weidelgras, der beliebte Füllstoff in der Rasentüte
(1 g = ca. 800 Korn).
Lolium perenne ist das Gras, das am schnellsten keimt, schon nach 6 -
7 Tagen, und am schnellsten begrünt. So recht gemacht für den Hektiker
im Garten.
Es hat leider die Eigenschaft, diese rekordverdächtige Geschwindigkeit
lebenslang nicht zu vergessen. Kurzen Zierrasen schafft man damit
nicht.
Davon sind stattliche 50 % enthalten. Im preiswerterem Teppichrasen
von Kiepenkerl sind davon gerade mal 20 % zugemischt.

>15% Festuca rubra comm. Lifalia
>10% Festuca rubra trichoph. Dawson

(1g = ca. 1000 Korn)

>12% Poa pratensis Limousine

(1 g = ca. 3300 Korn)

> 3% Poa supina (RH: 87/KF 88%) Supranova

Gräser aus der Famile Poa (und Agrostis, die ich hier gar nicht finde)
keimen erst nach 10 bis 24 Tagen. Ihre Ausläuferbildung führt zu
dichtem, trittfestem und langsam wachsenden Rasen. Das anfallende
Schnittgut ist etwa ein Drittel von Lolium - lebenslänglich. Davon
könnte gut und gern doppelt so viel drin sein.
Für Schattenrasen ist der Anteil von Poa supina leider zu mickerig.
Es wäre nämlich das beste Schattengras.

Was mir zu einem Zierrasen gänzlich fehlt, falls das in etwa die
Zielrichtung war, wäre die Familie Agrostis = Straußgras (1 g = ca.
15000 Korn).
Bei nur 5 g Zumischung sind das 75000 Korn, 5 g Lolium sind gerade mal
4000 Korn. Merkste was?

Vergleichende Aussaaten haben nämlich ergeben, dass die feinkörnigen
Sorten in der gleichen Zeit nur etwa ein Sechstel der Grünmasse
produzierten, wie die grobkörnigen. Wer also das teuere, feine Saatgut
kauft, muss zwar nach der Aussaat ein paar Wochen länger bis zur
vollen Begrünung und Trittfestigkeit warten, er muss aber auch auf
immer nur einen Bruchteil der Grünmasse wegmähen und unterbringen oder
entsorgen.
Und Qualität, die in diese Richtung geht, habe ich wiederum bei
Rollrasen bisher noch nicht gefunden. Die sagen lieber zur
Sortenmischung gar nix, Betriebsgeheimnis... :-)

>Immerhin können sie rechnen. ;-)

tja, tatsächlich. Aber trotz des heftigen Preises kommen sie auch
nicht über die gewöhnlichen 100 %. :-)

>Nochmal zu direkten Vergleich das von Randolf:
>| Zusammensetzung von Wolf "Supra"in Gewichtsprozenten:
>| 40 % Lolium perenne "Loretta"
>| 20 % Festuca rubra Commutata "Koket"
>| 15 % Lolium perenne "Lorina"
>| 15 % Festuca rubra trichoph "Estika"
>| 5 % Poa pratensis "Saakis"
>| 5 % Poa supina "Supra"
>| Reinheitsgrad: 96 % Keimfaehigkeit: 82 %
>
>Das ist ja etwas völlig anderes, spannend. Was sagt uns das jetzt?

Das sagt uns, dass die Randolf'sche Zusammensetzung vor 10 oder 15
Jahren aktuell war, inzwischen aber überholt ist.

>Poa pratensis (Wiesenrispe) - Vegetative Ausbreitung durch Ausläufer,
>Relativ trockenheitsverträgliches Rasensaatgut, Trittfester und
>belastbarer Rasensamen, Gutes Regenerationsvermögen und schnelles
>Schließen von Lücken (optimal für stark beanspruchte Rasenflächen),
>Wächst relativ langsam nach der Aussaat (Rasenneuanlage - langsame
>Anfangsentwicklung),Benötigt regelmäßige Düngungen da hoher
>Stickstoffbedarf: 25 - 35 g N/m2 u. Jahr
>
>Das letzte gefällt mir bisher am besten... Gut, dass ich davon
>wenigstens 12 % habe. ;-)

Zustimm. Der beste Anteil.

>Poa supina (Lägerrispe) - Kurzes, breites und helles Blatt. Hellgrüne
>Winterfärbung. Beste Schattenverträglichkeit auch bei regelmäßigem
>Schnitt. Sehr stark belastbar und schnittverträglich (auch Tiefschnitt).
>Hoher Nährstoff- und Wasserbedarf, sehr konkurrenzstark. Bildet
>oberirdische Ausläufer, Scherfestigkeit mäßig. Anfällig für
>Schneeschimmel.

Die Lägerrispe ist das beste Schattengras. Die Anfälligkeit für
Schneeschimmel muss man der Sorte nicht sonderlich vorwerfen. Andere
Gräser bekommen Schneeschimmel schon deshalb nicht, weil sie gar nicht
mehr da sind. :-)

>Na gut, da haben wir also das "Schattengras". Immerhin bei mir doch 3%,
>auf die ich aber auch verzichten könnte.

Falls du schattige Rasenpartien dabei hast, ist das immerhin ein guter
Ansatz. Schließlich wird sich die Poa supina im Schatten mehren,
während die anderen Gräser zurück gehen.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 30 März 2006 20:49 ] [ ID #107524 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Do, 30 März 2006 21:33 ] [ ID #107531 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Randolf Skerka schrieb:

> Der Rasen sei sehr resistent gegen Moos und fühlt sich in der
> Sonne und im Schatten wohl ... Aussage diverser Rasenschulen eben.

Da würde ich doch eher der Werbung "Unser Waschmittel wäscht weißer!"
glauben. Weil waschen können die alle. Dass das aber irgendein Rasen
schafft, hab ich noch nie gehört.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Do, 30 März 2006 21:35 ] [ ID #107533 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hi, Kathinka
>
>> Allerdings kann man die Zusammensetzung der Rasengräsersorten der
>> künftigen Nutzung nur einmal anpassen, nämlich vor der Aussaat. Und
>> auch das geht nur dann, wenn man die Sortimente guter Rasenzüchter
>> sichtet und entsprechend auswählt.
>
"RSM" heißt das Zauberwort, das auf der Packung stehen sollte !
>
>
> Tja, nun - vier Jahre später - nachdem ich zumindest den Klee mit Chemie
> erfolgreich bekämpft habe, besteht die Fläche zu ca. 80% aus Moos. Klar,
> der Boden ist immer noch zu lehmig.

Klee sollte man damit bekämpfen, dass man die Gräser richtig "füttert".
Klee kommt mämlcih vor allem hoch, wenn zu wenig Stickstoff da ist.
Wenn genug da ist, dann gefällt es dem Klee nciht so gut, aber den
Gräsern ;-)

> Im Sommer geht es wegen der
> Trockenheit, die meist bei uns herscht (ich weigere mich auch, den Rasen
> zu gießen), aber im Herbst und Winter feiert das Moos natürlich Parties.

Anzeichen von Schäden an der Bodenstruktur.
>
> Ich gestehe, ich habe keine Lust, das ganze komplett neu anzulegen und
> nochmal Sand beischaffen zu lassen. Also werde ich langfristig mit dem
> Moos leben müssen. Aber ich hoffe, es wenigstens ewtas zu dezimieren.

Versuchs doch mal mit Rasen düngen ;-)
>
> Deswegen habe ich mir jetzt folgendes überlegt:
>
> Wir haben uns einen Vertikutierer zugelegt (bisher habe ich mit Rechen
> und Harke gearbeitet), Rasendünger und 2kg Wolf Supra.
>
> Als erstes werde ich also am Wochenende mal vertikutieren (sofern es
> aufhört zu regnen). Wenn es dann warm genug ist, werde ich den neuen
> Rasen säen und ihn anschließend mehrmals im Jahr nach Anleitung düngen.

Genau. Muss allerdings ncht Rasendünger heißen und teuer sein.
Hauptsache Stickstoff.
>
> Ich bin sehr gespannt, ob Wolf Supra sein Geld wert und wirklich soviel
> besser ist.
>
Das teure ist wohl der Name ;-) Unsereiner kauft sich einen speil- und
Gebruachsrasen, wo irgendwo das Wort RSM (Regelsaatgutmishung) auftaucht.

Grüsse


Stephan Romahn
--
Der Dachbegrünungsprofi freut sich über einen Besuch auf www.srgruenhaus.de
Stephan Romahn [ Fr, 31 März 2006 09:38 ] [ ID #107546 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hallo,
>>
>>Hm, soll das heißen, die haben sich, was Rollrasen angeht, auf eine
>>Rasenmischung bzw. -sorte beschränkt?
>
>
> Nö, die meisten bieten 3-4 Sorten an. Sport&Spiel, Schatten, Zierrasen
> und Landschaftsrasen.

Für den normalen Hausgarten kommt da nur "Sport& Spiel" in Frage. Auf
einer Saagtugpackung würde da was von Spiel- und Gebrauchtsrasen (RSM)
o. Ä. stehen. Siehe z.B.
http://www.fachschule-gartenbau.de/rsm2005.htm
>
>
>>Frage ja nur, weil mir bisher nur bekannt ist, dass es
>>unterschiedliche Böden, unterschiedliche Belichtungsverhältnisse und
>>unterschiedliche Wunschvorstellungen gibt, was Rasenflächen und deren
>>Gebrauch und Pflegeansprüche gibt.
>
>
> Hm, also die Rasenschulen geben immer an, der Rasen würde auf DIN
> schlagmichtod-Boden kultiviert werden.
>
Das ist richtig und wichtig, weil Rollrasen hauptsächlich für
Sportplätze kultiviert und eingesetzt wird. In den Entsprechenden
DIN.-Normen steht was von definiertem sandigem Boden.
>
>>Da will es mir halt nicht in den Kopf, dass plötzlich einer verkündet,
>>er habe das Ei des Columbus für alle Rasenfälle bestmöglichst gelöst.
>>Gibt es dazu vielleicht noch mehr Informationen, außer der Werbung?
>
Es gibt nicht den für alles und ewig ohne Pflege und Mähen haltbar Rasen
! Werbung ist geduldig und viele Käufer leider leichtgläubigt doof.
>
> Nö, ist ja leider für Endverbraucher aufbereitet ;-)
>
>
>>Ich kenne bisher nur Rollrasen-Produzenten, die ein ganzes Sortiment
>>von Rasentypen anbieten, halt je nach künftiger Verwendung.
>>Zu den verwendeten Gräsersorten, die sonst auf allen guten
>>Rasenmischungen deklariert sind, finde ich bei den Rollrasen-Angeboten
>>allerdings eher nix. Und das ist unakzeptable Bauernfängerei.
>
Es wird keinen seriösen Rollrasenproduzenten geben, der dir nicht auf
Anfrage die verwendete Regelsaatgutmischung nennt !
>
> Jo, ich hatte mal einige in den nahen Niederlanden angefragt, die machten
> keine Aussage zu verwendeten Gräsermischung ...
>
>
>>Und dann würde ich mich bei einem Rollrasenlieferanten mal umsehen, ob
>>da lauter Samensäcke mit genau dem gesuchten Logo rumliegen. :-)
>
Frag den mal nach der verwendeten RSM ! Keiner kann auf dem Markt
bestehen, der "irgendwas" aussäht "

>
>>Ich wäre eher daran interessiert, wie Suprarasenbesitzer den
>>Wahrheitsgehalt der Werbung beurteilen.
>>Es müsste ja schon diverse Superrasenflächen mit verdrängtem Moos und
>>verdrängtem Unkraut geben, denn das Superprodukt gibt es inzwischen
>>schon länger als zehn Jahre.
>
;-)) Bei so was lache ich immer laut auf :-)
>
> Nach Erfahrungen zum Rasen suche ich nun auch schon Wochen, ist aber
> nix zu finden. Aber meine Rasenschule hat mir Referenzen genannt ...
> natürlich ausgesuchte ;-)
>
>
>>Und dann wäre ich noch an einer Quelle interessiert, die mir die
>>Gräsersorten und ihrer Anteile in der Supermischung deklariert, so wie
>>das bei seriösen Informationen üblich ist, die ich aber selbst auf der
>>Wolf'schen Website nicht finden konnte. :-(
>
Auf jedem Saatgutsack steht, was genau an Arten, Sorten und Anteilen
drin ist. Sollte cigentlich auf irgendow auf den Wolf-Schachteln stehen.

Grüsse

Stephan Romahn
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Der Dachbegrünungsprofi freut sich über einen Besuch auf www.srgruenhaus.de
Stephan Romahn [ Fr, 31 März 2006 09:48 ] [ ID #107547 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hallo,
>
> Tja, die Weigerung, Rasen zu gießen, wenn er Wassernot leidet, hat
> natürlich die Konsequenz, dass bei mangelnder Bodenfeuchtigkeit gar
> nix mehr geht, denn alle Nährstoffaufnahme ist an Bodenfeuchte
> gebunden. Und je geringer die Feuchte, umso konzentrierter die
> gelösten Salze.

Theoretisch richtig ;-) Praktisch ist jedoch in diesem Fall Klee in
Massen (="Säufer " ! ) und Moos nciht gerade ein Anzeichen von
Wassermangel. Eher würde ich da mal an Düngung mit Stickstoff denken

Grüsse


Stephan Romahn
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Stephan Romahn [ Fr, 31 März 2006 09:52 ] [ ID #107548 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Hallo,

>>>Auf jeden Fall ist er schon mal deutlich kostbarer.
>>>Also, dann lass' bitte mal die Deklaration auf der Packung
>>>rüberwachsen. Vielleicht sind wir dann schlauer.
>>
>>20% Lolium perenne Lorettanova
>>30% Lolium perenne Loretta
>>10% Lolium perenne Renoir
>
>
> tja, Deutsches Weidelgras, der beliebte Füllstoff in der Rasentüte
> (1 g = ca. 800 Korn).
> Lolium perenne ist das Gras, das am schnellsten keimt, schon nach 6 -
> 7 Tagen, und am schnellsten begrünt. So recht gemacht für den Hektiker
> im Garten.

Merken: Je mehr Lolium perenne, deste "billiger" ist der Rasen. Auch
wenn er teuer als Marklenware verkauft wird !

> Es hat leider die Eigenschaft, diese rekordverdächtige Geschwindigkeit
> lebenslang nicht zu vergessen. Kurzen Zierrasen schafft man damit
> nicht.

Aber man ist dauernd mit dem Mäher unterwegs ;-(

> Davon sind stattliche 50 % enthalten. Im preiswerterem Teppichrasen
> von Kiepenkerl sind davon gerade mal 20 % zugemischt.
>
>
>>15% Festuca rubra comm. Lifalia
>>10% Festuca rubra trichoph. Dawson
>
>
> (1g = ca. 1000 Korn)
>
>
>>12% Poa pratensis Limousine
>
>
> (1 g = ca. 3300 Korn)
>
>
>>3% Poa supina (RH: 87/KF 88%) Supranova
>

Das ist eine wesentlich hochwertigere Mischung !
>

> Gräser aus der Famile Poa (und Agrostis, die ich hier gar nicht finde)
> keimen erst nach 10 bis 24 Tagen.

Was heißt "erst" ?
2. Merkstatz: Je schneller der Rasen keimt und grünt, desto "billiger"
ist er !

> Ihre Ausläuferbildung führt zu
> dichtem, trittfestem und langsam wachsenden Rasen. Das anfallende
> Schnittgut ist etwa ein Drittel von Lolium - lebenslänglich. Davon
> könnte gut und gern doppelt so viel drin sein.
> Für Schattenrasen ist der Anteil von Poa supina leider zu mickerig.
> Es wäre nämlich das beste Schattengras.
>
> Was mir zu einem Zierrasen gänzlich fehlt, falls das in etwa die
> Zielrichtung war, wäre die Familie Agrostis = Straußgras (1 g = ca.
> 15000 Korn).

Zierrasen/ Golfrasen sind eben eine ganz andere Sache als Spiel- und
Gebrauchsrasen. Die Universalmischung gibt es nicht.

> Bei nur 5 g Zumischung sind das 75000 Korn, 5 g Lolium sind gerade mal
> 4000 Korn. Merkste was?
>
> Vergleichende Aussaaten haben nämlich ergeben, dass die feinkörnigen
> Sorten in der gleichen Zeit nur etwa ein Sechstel der Grünmasse
> produzierten, wie die grobkörnigen. Wer also das teuere, feine Saatgut
> kauft, muss zwar nach der Aussaat ein paar Wochen länger bis zur
> vollen Begrünung und Trittfestigkeit warten, er muss aber auch auf
> immer nur einen Bruchteil der Grünmasse wegmähen und unterbringen oder
> entsorgen.

Ein bisschen Lolium ist aber für die Belastbarkeit und Regeneration
unentbehrlich.

> Und Qualität, die in diese Richtung geht, habe ich wiederum bei
> Rollrasen bisher noch nicht gefunden. Die sagen lieber zur
> Sortenmischung gar nix, Betriebsgeheimnis... :-)
>
Wer wirklich was verkaufen will, sagt auch, was er verkauft !
Es machen eben wenige bis gar keine einen Rollrasen, der in Richtung
Zier-Gebrauchsrasen gibt. Der Massenabsatz geht auf die Sportplätze und
als Landschaftsrasen zur ERosionssicherung in den Landschaftsbau.
>
>
Grüsse


Stephan Romahn
--
Der Dachbegrünungsprofi freut sich über einen Besuch auf www.srgruenhaus.de
Stephan Romahn [ Fr, 31 März 2006 10:02 ] [ ID #107549 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

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Notifier Deamon [ Fr, 31 März 2006 10:06 ] [ ID #107551 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Fr, 31 März 2006 10:08 ] [ ID #107552 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Thu, 30 Mar 2006 21:33:00 +0200 schrieb Kathinka Wenz:

Hallo,

>> Gräser aus der Famile Poa (und Agrostis, die ich hier gar nicht finde)
>> keimen erst nach 10 bis 24 Tagen. I
>
>Bedeutet dass, dass ich den frisch gesäten Rasen vier Wochen oder mehr
>nicht betreten darf? *wah* Das halte ich im Leben nicht durch.

daraus können leicht auch 6 Wochen oder werden, denn auf frisch
gekeimten Rasen rumzulatschen macht ein paar Wochen lang eh keinen
Spaß.
Deshalb wollen ja alle Leute Rasen, der schnell grün macht und dann
die Wachstumsbremse zieht.

>Egal, ich habe es gekauft, es wird gesät und ich werde es beobachten.

Na klar wirst du säen was du gekauft hast, warum auch nicht. Wird
schon werden.

>Vielleicht stimme ich dann in zwei oder drei Jahren auch in den
>Lobgesang der Supra-Anhänger ein (das wurde hier schließlich schon oft
>gelobt, daher habe ich es gekauft).

Hm, "Lobgesang", habe ich da was verpasst? Ich habe doch vergeblich
gebeten, dass sich ein paar Supra-Besitzer mit ihren praktischen
Erfahrungen melden. Daran wäre ich immer noch interessiert, speziell
zur versprochenen Verdrängung von Moos und Unkraut.

Alles was ich in letzter Zeit als "Lobgesang" finde, sind Auszüge aus
der gut gemachten Werbung und Berichte zu künftigen Aussaaten.

>Vielleicht frage ich dann auch dich
>vorher, was du empfehlen würdest und probiere halt das nächste.

Du wirst doch nicht alle paar Jahre neuen Rasen säen wollen. Wozu
auch. Der sollte doch eigentlich dauerhaft halten und immer dichter
und schöner werden.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Fr, 31 März 2006 10:37 ] [ ID #107554 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

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Notifier Deamon [ Fr, 31 März 2006 11:02 ] [ ID #107556 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

SR Grünhaus, Stephan Romahn <stephan.romahn [at] srgruenhaus.de> wrote:
> Wer wirklich was verkaufen will, sagt auch, was er verkauft !

Kann ich bestätigen, ich habe gerade folgende Info zum Schattenraren vo=
n
einem Rollrasenhändler erhalten:

30% Lolium perenne
25% Poa pratensis
25% Festuca rubra trichophylla
20% Poa supina

Muss mich nun mal auf die Suche begeben ;-)



Randolf

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Randolf Skerka [ Fr, 31 März 2006 12:41 ] [ ID #107561 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Kathinka Wenz schrieb:
> SR Grünhaus, Stephan Romahn <stephan.romahn [at] srgruenhaus.de> wrote:
>
>> Das ist eine wesentlich hochwertigere Mischung !
>
>
> Äh? Willst du damit sagen, die Wolf-Supra-Mischung ist in Ordnung und
> ihr Geld zumindest einigermaßen wert (von dem Zuschlag für den Namen mal
> abgesehen)?

Nö, die über Kiepenkerl vertriebene Mischung ist hochwertiger !

> Ist also gewichtsmäßig 50% Lolium perenne in Ordnung, wenn der Rast
> hochwertig ist?

.... kommt immmer drauf an, was man haben will ! Je mehr Lolium perenne,
desto "billiger" ist eigentlich so eine Mischung.

Grüsse


Stephan Romahn
--
Der Dachbegrünungsprofi freut sich über einen Besuch auf www.srgruenhaus.de
Stephan Romahn [ Fr, 31 März 2006 14:31 ] [ ID #107566 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Fri, 31 Mar 2006 10:02:34 +0200 schrieb SR Grünhaus, Stephan
Romahn:

Hallo,

>>>20% Lolium perenne Lorettanova
>>>30% Lolium perenne Loretta
>>>10% Lolium perenne Renoir

>> tja, Deutsches Weidelgras, der beliebte Füllstoff in der Rasentüte
>> (1 g = ca. 800 Korn).
>> Lolium perenne ist das Gras, das am schnellsten keimt, schon nach 6 -
>> 7 Tagen, und am schnellsten begrünt. So recht gemacht für den Hektiker
>> im Garten.
>
>Merken: Je mehr Lolium perenne, deste "billiger" ist der Rasen. Auch
>wenn er teuer als Marklenware verkauft wird !

endlich einer, der mit ins gleiche Horn bläst.
Ich dachte schon langsam, nur ich sei auf dem Holzweg. :-)

Und wer sich nicht bis ins letzte Detail mit den verschiedenen
Rasensamenmischungen befassen will, der kann sich durchaus auch noch
nach der Faustregel richten:
Je weniger kg der Hersteller für 100 qm Rasen vorsieht bzw.
je mehr qm man lt. Empfehlung auf der Packung mit einem kg
Samenmischung ansäen kann, umso besser die Mischung - auf lange Sicht
gesehen.

>> Es hat leider die Eigenschaft, diese rekordverdächtige Geschwindigkeit
>> lebenslang nicht zu vergessen. Kurzen Zierrasen schafft man damit
>> nicht.
>
>Aber man ist dauernd mit dem Mäher unterwegs ;-(

Tja, und es gibt auch noch deutlich mehr Mähgut, mit dem die Leute
nicht wissen wohin.
Also halten sie es für idiotisch, den Rasen auch noch zu düngen, um
dann noch öfter und mehr zu mähen.
Dann lassen sie das Düngen um sich dann über den Hungerkünstler Klee
zu beschweren... Ein ewiges Thema. :-)

>> Davon sind stattliche 50 % enthalten. Im preiswerterem Teppichrasen
>> von Kiepenkerl sind davon gerade mal 20 % zugemischt.

Es wäre besser, die Samenmischungen hätten nur Nummern.
Die Leute lassen sich ja schon von den hochtrabenden Namen vom Denken
abhalten und kaufen gierig.

>> Gräser aus der Famile Poa (und Agrostis, die ich hier gar nicht finde)
>> keimen erst nach 10 bis 24 Tagen.
>
>Was heißt "erst" ?
>2. Merkstatz: Je schneller der Rasen keimt und grünt, desto "billiger"
>ist er !

Ich weiß, ich weiß, aber wer glaubt mir schon was. :-)

>> Ihre Ausläuferbildung führt zu
>> dichtem, trittfestem und langsam wachsenden Rasen. Das anfallende
>> Schnittgut ist etwa ein Drittel von Lolium - lebenslänglich. Davon
>> könnte gut und gern doppelt so viel drin sein.
>> Für Schattenrasen ist der Anteil von Poa supina leider zu mickerig.
>> Es wäre nämlich das beste Schattengras.
>>
>> Was mir zu einem Zierrasen gänzlich fehlt, falls das in etwa die
>> Zielrichtung war, wäre die Familie Agrostis = Straußgras (1 g = ca.
>> 15000 Korn).
>
>Zierrasen/ Golfrasen sind eben eine ganz andere Sache als Spiel- und
>Gebrauchsrasen. Die Universalmischung gibt es nicht.

Da liegt das Problem. Die Hobbygärtner wollen aber das universelle
Ergebnis:
Der Rasen soll schnell, wenn nicht schnellstens keimen und trittfest
begrünen.
Dann aber soll man einen Schalter umlegen können, von "wüchsig" auf
"Erhaltungswuchs".
Er soll immer zierrasenmäßig kurz und gleichmäßig aussehen und das
anfallende Schnittgut soll vernachlässigbar minimal sein. Und das
möglichst bei einem viel zu groß gewählten Zier-Gebrauchs-Rasen, der
in seiner ganzen Fläche gar nicht gebraucht wird.

>> Bei nur 5 g Zumischung sind das 75000 Korn, 5 g Lolium sind gerade mal
>> 4000 Korn. Merkste was?
>>
>> Vergleichende Aussaaten haben nämlich ergeben, dass die feinkörnigen
>> Sorten in der gleichen Zeit nur etwa ein Sechstel der Grünmasse
>> produzierten, wie die grobkörnigen. Wer also das teuere, feine Saatgut
>> kauft, muss zwar nach der Aussaat ein paar Wochen länger bis zur
>> vollen Begrünung und Trittfestigkeit warten, er muss aber auch auf
>> immer nur einen Bruchteil der Grünmasse wegmähen und unterbringen oder
>> entsorgen.
>
>Ein bisschen Lolium ist aber für die Belastbarkeit und Regeneration
>unentbehrlich.

Jo, glaube ich auch. Ich denke, dass es eine Rasenmischung bis
herunter zum anspruchsvolleren Zierrasen ohne Lolium-Anteile gar nicht
gibt.

>> Und Qualität, die in diese Richtung geht, habe ich wiederum bei
>> Rollrasen bisher noch nicht gefunden. Die sagen lieber zur
>> Sortenmischung gar nix, Betriebsgeheimnis... :-)
>>
>Wer wirklich was verkaufen will, sagt auch, was er verkauft !
>Es machen eben wenige bis gar keine einen Rollrasen, der in Richtung
>Zier-Gebrauchsrasen gibt. Der Massenabsatz geht auf die Sportplätze und
>als Landschaftsrasen zur ERosionssicherung in den Landschaftsbau.

Hm, dann muss man sich halt doch die Zeit nehmen und die langsamer
keimende und wachsende Rasenmischung auswählen und aussäen.
Dann hat man das, was man wollte, wenn auch etwas später und hat auch
noch das Geld für das Bier der nächsten heißen Saison gespart. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Fr, 31 März 2006 15:45 ] [ ID #107576 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

On Fri, 31 Mar 2006 15:45:41 +0200, Gerhard Zahn wrote:

> endlich einer, der mit ins gleiche Horn bläst.
> Ich dachte schon langsam, nur ich sei auf dem Holzweg. :-)
>
> Und wer sich nicht bis ins letzte Detail mit den verschiedenen
> Rasensamenmischungen befassen will,

HIER! :)

Dann gib doch mal eine Empfehlung ab:

Teil 1, ca. 30qm, Nordseite des Hauses und mit Hecken umwachsen,
feucht. Wegen einer Wasserleitung per Bagger übel umgegraben. Was tun,
was sähen, wann? Faustformel: Grün, Wuchs egal (Motorsense regelt),
Günstig. Rennt eh keiner drauf rum.

Teil 2, Sitzplatz, Südseite, volle Sonne, trocken. Ca. 50qm. Derzeit
Obi Billigmischung (sehr große Körner, länglich, fast wie Reis
aussehend), gedüngt und trotzdem Klee. Einzelne Büschel starkwachsend.
Ich hätte gerne dichten Wuchs, und weniger Klee und andere Unkräuter.
Grünmassenmenge egal, großer Kompost ist vorhanden.

So, was tun?
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 50 Mm (Die Renndrecksau!)

cu [at] http://www.issle.de
Holger Issle [ Fr, 31 März 2006 18:07 ] [ ID #107584 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Am Fri, 31 Mar 2006 18:07:32 +0200 schrieb Holger Issle:

Hallo,

>> Und wer sich nicht bis ins letzte Detail mit den verschiedenen
>> Rasensamenmischungen befassen will,
>
>HIER! :)
>
>Dann gib doch mal eine Empfehlung ab:
>
>Teil 1, ca. 30qm, Nordseite des Hauses und mit Hecken umwachsen,
>feucht. Wegen einer Wasserleitung per Bagger übel umgegraben. Was tun,
>was sähen, wann? Faustformel: Grün, Wuchs egal (Motorsense regelt),
>Günstig. Rennt eh keiner drauf rum.

Günstig wird so etwas nur, wenn man so gut kauft, dass es auf lange
Sicht lohnt.
Bei einer so vollschattigen Lage würde ich nicht nur auf Rasen setzen,
sondern etliche qm am Haus mit schattenverträglichen Sträuchern und
Stauden besetzen.
Ein Rest Rasen ist aber trotzdem gut, weil er gestaltend wirkt und
alles andere drum rum in der Wirkung hebt.
Und da eignet sich dann die Rasenmischung, die am meisten Poa supina =
Lägerrispe enthält.
Musst du halt mal bei allen Samenhändlern in der Umgebung und im Web
nach Schattenrasen und die Inhalte vergleichen suchen.

>Teil 2, Sitzplatz, Südseite, volle Sonne, trocken. Ca. 50qm. Derzeit
>Obi Billigmischung (sehr große Körner, länglich, fast wie Reis
>aussehend), gedüngt und trotzdem Klee.

Gedüngt wäre schon mal gut, aber Klee spricht meist für zu wenig
gedüngt, speziell was den Stickstoff angeht. Nur ist man da halt etwas
gehemmt, wenn man sieht, wie das Super-Gras dann loslegt. Die sehr
großen Samenkörner lassen grüßen. :-)

Vielleicht wäre eine einmalige Behandlung mit Banvel M oder
dergleichen gegen den Klee hilfreich. Dann wäre er wenigstens mal weg.

>Einzelne Büschel starkwachsend.

Die Samen für auffallend starkwachsende Büschel können zwar auch noch
von OBI gestiftet worden sein. Oft sind das aber auch Altbestände von
Ungräsern, die wieder ausgetrieben haben und denen es jetzt prächtig
gut geht. Das einzige, was denen nicht gefällt, ist häufiger, kurzer
Schnitt.

Gegen die hilft auch kein Rasenunkrautvernichter, weil es sich dabei
ja auch um Gräser, also Einkeimblätterige handelt.
Wenn du dich ihrer gezielt zuwenden willst, dann lasse sie her
treiben, bis sie gut erkennbar sind, dann tupfe mittig etwas Roundup
auf die Büschel. Davon sterben diese Grasbüschel ab. Dann kannst du
sie rausrupfen, ebnen und nachsäen.

>Ich hätte gerne dichten Wuchs, und weniger Klee und andere Unkräuter.

Der Rasen wird etwas besser, durch häufigen Schnitt, Unkrautbekämpfung
und laufende Düngung mit einem Rasendünger. Aber Wunder kannst du von
solchen Reparaturen nicht erwarten.

Ansonsten wird die Veranstaltung leider recht aufwändig. Als erstes
müsstest du die Rasensoden abheben und auf einem Haufen kompostieren.
Das dauert. Wird aber dann prima Boden.
Dann brauchst du neue Humusauflage und Neusaat mit einem Rasen, der
mehr als Zierrasen, denn als Sport- und Spielrasen angeboten wird.
Und wie gesagt: je weniger Gramm auf 50 qm erforderlich sind, umso
besser sollte die Samenmischung sein.

>Grünmassenmenge egal, großer Kompost ist vorhanden.

Bei einem Rasen, der wirklich einer ist, wirst du von 50 qm nicht viel
Grünmasse ernten müssen. Öfter schon, aber immer recht wenig.

>So, was tun?

Musst dich für was entscheiden und schon kannst du anfangen! :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Fr, 31 März 2006 21:32 ] [ ID #107599 ]

Re: Rollrasen: Bodenvorbereitung

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Sa, 01 April 2006 09:51 ] [ ID #107608 ]

Fazit! (War: Rollrasen: Bodenvorbereitung)

Hallo zusammen!

So, am vergangenen Freitag haben wir unseren Rollrasen verlegt und ich
möchte mal ein kleines Fazit ziehen. Die beschriebene Bodenvorbereitung
hat sich gelohnt. Der Rasen in unserem Garten wächst super an und hat
auch schon etwas an Höhe gewonnen. Den Boden haben wir wir beschrieben
vorbereitet. Eine Woche vor dem Verlegen haben wir planiert, am Morgen
des verlegens aufgerauht und gedüngt, anschließend den Rasen direkt v=
erlegt.
Abends wurde ordentlich bewässert. Die Rasenfläche "hinten" ist damit
recht eben.
Bereits Samstag haben sich neue Wurzeln gebildet (ich konnte es mir nicht
verkneifen mal eine Rasensode anzuheben).

Da ich mich "leicht" in der Menge verschätzt habe, haben wir auch im
Vorgarten Rollrasen gelegt. Den Boden dort haben wir nicht so ordentlich
vorbereitet und es sind deutliche Unebenheiten erkennbar, da sich der
Boden unterschiedlich gesetzt hat ... aber das war zu erwarten. Der Aufwa=
nd
für "hinten" hat sich also gelohnt, auch wenn ich das nicht so "eng" se=
he.

Selbst ein 100%ig ebener Boden hätte nichts gebracht, da die Soden nich=
t
genau gleich dick sind, hierdurch bekommt man bereits Unebenheiten. Aber
das werde ich in den nächsten Jahren durch Sand ausgleichen.

Bezüglich der Rasenqualität kann ich derzeit nix sagen, ich habe mal
nach augenscheinlich unterschiedlichen Rasensorten geguckt und bilde
mir ein, dass ich zumindest vier unterschiedliche Sorten "sehen"
konnte ... aber das wage ich nicht wirklich zu beurteilen. Der Rasen
fühlt sich zumindes so an, wie wir ihn Vor-Ort angesehen hatten. Schö=
n
"flauschig" ;-)


Hier noch zwei Bilder:

http://www.skerka.dyndns.org/~randolf/rollrasen-vorne.jpg (165kB)
http://www.skerka.dyndns.org/~randolf/rollrasen-hinten.jpg (175kB)

Insgesamt haben wir etwa 80qm Rasen verlegt. Benötigt hatten wir dafü=
r
etwa 3 Stunden (inkl. Vor- und Nacharbeiten ... Walzen, Düngen, etc.)
und ich muss sagen es ist deutlich einfacher als Teppich oder Laminat
verlegen ;-)




Randolf

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Randolf Skerka [ Mi, 26 April 2006 11:02 ] [ ID #112725 ]

Re: Fazit! (War: Rollrasen: Bodenvorbereitung)

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Mi, 26 April 2006 17:06 ] [ ID #112744 ]

Re: Fazit!

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
> Schon schick, aber darf ich fragen, was du jetzt bezahlt hast? Denn das
> ist ja wohl der einzigen Nachteil, den Rollrasen hat, man muss ihn sich
> erst mal leisten können...

Der Gentleman schweigt und geniesst ;-)

Nein, ich habe 3,50 EUR/qm bezahlt. Ich muss zugeben, dasss ich, wenn wir
den Rollrasen nicht direkt in die Hauskalkulation mit eingeplant hätten=
,
Rasen normal gesäht hätte. Wie Gerhard schon bemerkt hat, kostet Roll=
rasen
locker das zehnfache zu guter Rasensaat und besonders kompliziert ist das
Anlegen ja eigentlich nicht.

Wenn ich mir die Brachfläche unserer Nachbarn angucke, überzeugt mich=
unsere
Entscheidung allerdings. Das Unkraut wuchert derart schnell, dass man nac=
h
einigen Wochen kaum noch zwischen gewolltem Rasen und Unkraut unterscheid=
en
kann. Naja, mal sehen, was so in den nächsten Jahren durch den Rasen ko=
mmt.

Wie ich hier schonmal beschrieben habe bin ich die letzten Wochen recht
konsequent gegen das Unkraut vorgegangen. Mit RoundUp habe ich gezielt
alle Winden, Ampfer und Diesteln eingesprüht. Nach einigen Wochen die
"Beete" mit Rindenmulch abgedeckt. Bisher ist nix durchgekommen. Lediglic=
h
am Hang und unter der Hecke grünt es wieder deutlich, aber da lasse ich
mir noch was einfallen. Ich hatte mal an bodendeckende Vergismeinnicht
gedacht.

Das Gartenprojekt läuft weiter, ich bin gerade den Teich am Planen, abe=
r
das ist eine andere NG ;-)



Randolf

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Randolf Skerka [ Mi, 26 April 2006 18:01 ] [ ID #112749 ]
Garden / Garten » de.rec.garten » Rollrasen: Bodenvorbereitung

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