Hallo Ihr Lieben!
Danke an alle, die mir hier in der ng oder privat geschrieben haben!
Ich denke mir, dass all Eure lieben Gedanken und vielleicht auch
Gebete an jemanden, der es dringender als ich brauchte, umgeleitet wurden.
Ja, ich wanderte am Ostermontag am Nachmittag ins Spital - Ihr könnt
Euch sicher meine Stimmung vorstellen und die meines Mannes auch - und
wurde dort mit folgender Tatsache konfrontiert: Der Pathologe hatte
nach der Übersendung des Befundes irgendwie Zweifel an seiner Diagnose
entwickelt, weil nicht alle Parameter entsprachen. Er schickte also
die Probe in ein Speziallabor, und dort wurde eindeutig festgestellt,
dass doch kein Krebs vorliegt. Solche Fälle gäbe es immer wieder, wenn
auch ganz selten. Und da die Spezialuntersuchung die höherwertige ist
(sehr aufwendig und kostenintensiv), brauchte ich nicht operiert zu
werden, brauche auch keine weiteren Behandlungen.
Der "Gag" bei dem ganzen war aber, dass der Oberarzt meinem Mann
bereits drei Tage vorher auf die Handy-Mailbox gesprochen hatte, aber
mein Mann hat wegen der Sorgen um mich einfach nicht abhören wollen.
So ist das ganze noch gut ausgegangen, aber die fünf Tage zwischen
Diagnose und Spitalseinrückung waren höllisch. Ich glaube aber, dass
das für mich doch auch recht gut war, denn ich habe in diesen Tagen
natürlich sehr viel nachgedacht und bin mir so richtig bewusst
geworden, wer oder was mir sehr viel bedeutet.
Natürlich habe ich dann am nächsten Tag endlich die Gartensaison
eröffnet, und wie erhofft ist drei Stunden Gartenarbeit (besonders
alle Arbeiten auf allen Vieren) mit weniger Schmerzen verbunden als
zehn Minuten Kochen. Heuer wird zwar vieles nicht mehr eingeholt
werden können, aber ich bemühe mich jetzt aufzuholen, was nur geht.
Ein Teil des Gemüsebeets ist vorbereitet und harrt der Pflänzchen. Da
ich auch kaum selbst Pflanzen gezogen habe, habe ich heute die erste
Ration Pflänzchen bei Dehner gekauft - Eisbergsalat, Weißkohl und
Blumenkohl - und werde sie morgen einsetzen. Auch die Tomaten (die hat
ausnahmsweise mein Mann vorgezogen) und die Gurken, Kürbisse und
Zucchine werden in den nächsten Tagen gepflanzt werden.
Ich genieße natürlich jetzt jede Stunde im Garten noch viel mehr als
bisher, und ich bin immer ziemlich grantig, wenn ich unbedingt
weggehen muss oder wenn das Wetter so schlecht ist wie am vergangenen
Wochenende, wo es ständig stark regnete. Unser neues Bassin hat dann
gegen unseren Willen schon ziemlich viel Wasser drinnen gehabt, und
die ersten Badegäste sind auch schon darin ertrunken. Ihr könnt Euch
gar nicht vorstellen, welche Mengen Regenwürmer ich aus dem Bassin
herausfischen musste. Die sind wegen der Sintflut aus der Erde
rundherum geflüchtet und prompt ins Bassin gefallen. Morgen soll das
Bassin in Betrieb genommen werden, und wir freuen uns natürlich schon
sehr darauf, dann hoffentlich bald darin baden zu können. Das Bassin
wurde gemauert und eine Folie eingeschweißt. Es ist 3,5 x 6 m groß,
hat eine Gegenstromanlage und wird auch noch eine Überdachung
bekommen. Wir haben uns das trotz der immensen Kosten geleistet, weil
wir beide sehr bedient sind mit unserem Rücken, sodass das eine
Investition in die Zukunft ist für uns.
Uff, das war aber jetzt ein langes Posting! Naja, ich muss ja
schließlich was nachholen. Natürlich hätte ich Euch schon früher
schreiben sollen, aber ich musste das ganze zuerst einmal verdauen.
Liebe Grüße
Waltraut