Düngeempfehlung

Hallo Gärtner,
irgentwie hilft mir Tante Google nicht weiter,
Ich habe Hecken verschiedener Art und wüsste gerne, wie ich die dazu
überrede , schnell hoch und dicht zu werden. Alle wurden letztes Jahr
gepflanzt:
Glanzmispel
Bambus
Thuja
Kirschlorbeer

Gibt es Eine gute Seite oder Hinweise von Euch?
Danke und viele Grüße
Philipp
Philipp Reiss [ Mi, 03 Mai 2006 13:33 ] [ ID #113346 ]

Re: Düngeempfehlung

Philipp Reiss schrieb:
> Hallo Gärtner,
> irgentwie hilft mir Tante Google nicht weiter,
> Ich habe Hecken verschiedener Art und wüsste gerne, wie ich die dazu
> überrede , schnell hoch und dicht zu werden. Alle wurden letztes Jahr
> gepflanzt:
> Glanzmispel
> Bambus
> Thuja
> Kirschlorbeer
>
> Gibt es Eine gute Seite oder Hinweise von Euch?

Gute Gärtner macht vor allem eines aus: Geduld. Man kann Natur nicht
"zwingen" und man verliert auch jeden Kampf gegen sie. Wähle einfach
schnellwachsende Arten, vergesse aber dabei nicht, dass die dann nicht
aufhören zu wachsen, wenn Dir das Schneiden lästig wird. Mit Dünger muss
man schlechte Böden aufbessern, falsche oder zuviel Dünger schadet aber
und statt dichter Hecken bekommst Du auf Dauer empfindliche, lückenhafte
Gewächse. Das wichtigste ist wässern und regelmässiges, richtiges
Schneiden.
gh
search_for_signature [ Mi, 03 Mai 2006 18:20 ] [ ID #113364 ]

Re: Düngeempfehlung

Philipp Reiss <phreiss [at] gmx.de> wrote:

> irgentwie hilft mir Tante Google nicht weiter,
> Ich habe Hecken verschiedener Art und wüsste gerne, wie ich die dazu
> überrede , schnell hoch und dicht zu werden. Alle wurden letztes Jahr
> gepflanzt:
> Glanzmispel
> Bambus
> Thuja
> Kirschlorbeer

Geduld
Geduld
habe ich schon Geduld erwähnt?
ach ja: Geduld.

Aber im Ernst: sehr viel schneller werden Deine Hecken durch Dünger
nicht wachsen. Bei falscher Anwendung eines Mineraldüngers kann sich das
Wachstum sogar verlangsamen, oder die Sträucher werden unansehlich.

Seit 4 Jahren (so lange wohne ich hier) dünge ich meine Blühhecken im
Frühjahr und im späten Sommer mit einer halben Schubkarre pro m2 reifem
Kompost.

Ausserdem kann man viel mit dem richtigen Schnitt erreichen. Es ist zwar
gerade für den Heckenneuling oftmals eine grosse Überwindung, aber die
meisten Stäucher wachsen nach einem ordentlichen Rückschnitt oftmals
schneller, dichter, gleichmäsiger ... als, wenn man zu wenig schneidet.
Wie man speziell Deine Sträucher schneiden sollte, kann man Dir
sicherlich in einer Baumschule erklären, vielleicht sogar zeigen.

Servus,
MiB
michael_brendel [ Mi, 03 Mai 2006 21:25 ] [ ID #113378 ]

Re: Düngeempfehlung

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Notifier Deamon [ Mi, 03 Mai 2006 21:41 ] [ ID #113384 ]

Re: Düngeempfehlung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:

> Ähm, man kann auch mit Kompost überdüngen. Problemlos. Und wenn deine
> Schubkarre nicht verdammt klein ist, machst du das da gerade.

also meinen Hecken bekommt es prima :-)
michael_brendel [ Do, 11 Mai 2006 05:45 ] [ ID #119052 ]

Re: Düngeempfehlung

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Notifier Deamon [ Do, 11 Mai 2006 19:20 ] [ ID #119140 ]

Re: Düngeempfehlung

Am Thu, 11 May 2006 05:45:00 +0200 schrieb Michael Brendel:

Hallo,

>Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
>
>> Ähm, man kann auch mit Kompost überdüngen. Problemlos. Und wenn deine
>> Schubkarre nicht verdammt klein ist, machst du das da gerade.
>
>also meinen Hecken bekommt es prima :-)

es ist aber bestenfalls die zweitbeste Lösung, mit noch lebenden
Hecken oder sonst was auszutesten, um das wie Vielfache der P- oder
K-Gehalt im Boden überschritten werden kann, bis sie mickern.

Knifflicher wird es dann schon, das Problem wieder los zu werden.


Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 11 Mai 2006 20:09 ] [ ID #119147 ]

Re: Düngeempfehlung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:

> Es ist trotzdem nicht gerade fair, sowas weit zu empfehlen. Denn das
> bekommt ganz sicher nicht jeder Hecke mit jedem Kompost.

Ich wusste nicht, dass das falsch ist, sorry. Vielleicht ist auch mein
Kompost nicht all zu nährstoffreich (ich kompostiere hauptsächlich
Kaffeesatz, Küchenabfälle, etwas Laub, im Herbst Apfel und was ich so
von meinen Stauden abschneide. Fast nur krautiges Zeugs. Ich warte auch
so lange, bis der Kompost richtig feinkrümelig ist. Vielleicht sind bis
dahin schon viele Nährstoffe herausgewaschen)? Ich habe keine Ahnung.

Jedenfallst habe ich in keinster Weise Probleme mit der Blühfreudigkeit
und Wuchskraft meiner Blühsträucher (Forsytsie, Zierjohannisbeere,
Goldregen, Flieder, Spierstrauch und noch eine, deren Namen ich nicht
kenne).

Ich werde auf jeden Fall so weiterdüngen.

Servus,
MiB
michael_brendel [ So, 14 Mai 2006 10:05 ] [ ID #119367 ]

Re: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:

> >also meinen Hecken bekommt es prima :-)
>
> es ist aber bestenfalls die zweitbeste Lösung, mit noch lebenden
> Hecken oder sonst was auszutesten, um das wie Vielfache der P- oder
> K-Gehalt im Boden überschritten werden kann, bis sie mickern.

Bei meinen Hecken mickert nichts. Die Forsytsie ist (trotz jährlichem
rabiatem Rückschnitt auf ca. 50 bis 70cm) knapp 2m hoch, den Flieder
(ungeschnitten) schätze ich so auf 4 bis 5 Meter, der Goldregen (wird
nur einmal im Jahr "ausgemistet") ist immerhin ca. 3m hoch. Die Äste der
Zierjohannisbeere wachsen mir schon wieder meinen (viel zu schmalen) Weg
zu. Sobald die gar abgeblüht ist, muss ich da auch wieder viel
wegnehmen.

Wie gesagt: in *meinem* Fall scheint das mit dem Kompost ganz gut zu
klappen.

Ich muss noch dazu sagen, dass die Sträucher schon relativ alt sind und
mir mein Vormieter vor 4 Jahren den Tipp mit dem Kompost gegeben hat. Er
hat es angeblich schon seit mehreren Jahren so gehandhabt.

Servus,
MiB
michael_brendel [ So, 14 Mai 2006 10:05 ] [ ID #119368 ]

Re: Düngeempfehlung

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Notifier Deamon [ So, 14 Mai 2006 10:55 ] [ ID #119372 ]

Re: Düngeempfehlung

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Notifier Deamon [ So, 14 Mai 2006 10:56 ] [ ID #119373 ]

Re: Düngeempfehlung

Am Sun, 14 May 2006 10:05:59 +0200 schrieb Michael Brendel:

Hallo,

>Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:
>
>> >also meinen Hecken bekommt es prima :-)
>>
>> es ist aber bestenfalls die zweitbeste Lösung, mit noch lebenden
>> Hecken oder sonst was auszutesten, um das wie Vielfache der P- oder
>> K-Gehalt im Boden überschritten werden kann, bis sie mickern.
>
>Bei meinen Hecken mickert nichts. Die Forsytsie ist (trotz jährlichem
>rabiatem Rückschnitt auf ca. 50 bis 70cm) knapp 2m hoch, den Flieder
>(ungeschnitten) schätze ich so auf 4 bis 5 Meter, der Goldregen (wird
>nur einmal im Jahr "ausgemistet") ist immerhin ca. 3m hoch. Die Äste der
>Zierjohannisbeere wachsen mir schon wieder meinen (viel zu schmalen) Weg
>zu. Sobald die gar abgeblüht ist, muss ich da auch wieder viel
>wegnehmen.
>
>Wie gesagt: in *meinem* Fall scheint das mit dem Kompost ganz gut zu
>klappen.
>
>Ich muss noch dazu sagen, dass die Sträucher schon relativ alt sind und
>mir mein Vormieter vor 4 Jahren den Tipp mit dem Kompost gegeben hat. Er
>hat es angeblich schon seit mehreren Jahren so gehandhabt.

also irgendwie riecht mir deine Haltung etwas nach lernresistent.

Wie schriebst du doch kürzlich:
"Seit 4 Jahren (so lange wohne ich hier) dünge ich meine Blühhecken im
Frühjahr und im späten Sommer mit einer halben Schubkarre pro m2
reifem Kompost."

Das wäre dann jedes Jahr eine Schubkarre voll Kompost pro qm und eine
normale Schubkarre fasst allemal so an die 70 Liter, ohne großen
Haufen drauf.

Dann nehme ich halt zur Kenntnis, dass es dich einen feuchten Staub
schert, dass aktuell Kompostgaben von jährlich 2 bis 5 Litern
empfohlen werden. Damit soll vermieden werden, dass die P- und K-Werte
im Boden sich auf Dauer in unerträgliche Höhen schrauben, wie sie in
Privatgärten durch Bodenproben am laufenden Band nachgewiesen wurden.

Ich dachte, das hätten wir inzwischen hinter uns.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ So, 14 Mai 2006 13:48 ] [ ID #119392 ]

Re: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:

> also irgendwie riecht mir deine Haltung etwas nach lernresistent.

naja, bis jetzt habe ich mich wirklich nicht darum geschert, ob ich mit
Kompost überdüngen kann. Nachdem jetzt doch einige Komentare gekommen
sind, werde ich auf jeden Fall demnächst weniger nehmen.

Ganz so lernresistent bin ich natürlich auch nicht. Ich hab' mich halt
an den Tipp meines Vormieters gehalten. Der war scheinbar nicht ganz so
toll...

> Dann nehme ich halt zur Kenntnis, dass es dich einen feuchten Staub
> schert, dass aktuell Kompostgaben von jährlich 2 bis 5 Litern
> empfohlen werden.

das ist jetzt mein erstes Wort (ganz ehrlich). Ich dachte immer (aus dem
Bauch raus), dass man mit Kompost im Gegensatz zum Mineraldünger, nicht
allzuviel falsch machen kann.

Servus,
MiB
michael_brendel [ So, 14 Mai 2006 21:12 ] [ ID #119422 ]

Re: Düngeempfehlung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:

> > Bei meinen Hecken mickert nichts. Die Forsytsie ist (trotz jährlichem
> > rabiatem Rückschnitt auf ca. 50 bis 70cm) knapp 2m hoch,
>
> Autsch. Und dann blüht sie gut? Das glaube ich dir nicht. Forsythien
> werden ausgelichtet, nicht auf Stock gesetzt.

Naja, auf Stock setzen und auf 50 bis 70cm zurückschneiden, ist schon
ein Unterschied! Zumal die F. hauptsächlich am einjährigem Holz blüht.
Das was im Sommer nachwächst, blüht auch ziemlich zuverlässig im
nächsten Frühjahr.

Ich denke langsam, bei mir trifft der Spruch vom dümmsten Bauern mit den
grössten Kartoffeln super zu.

Servus,
MiB
michael_brendel [ So, 14 Mai 2006 21:12 ] [ ID #119423 ]

Re: Düngeempfehlung

Am Sun, 14 May 2006 21:12:09 +0200 schrieb Michael Brendel:

Hallo,

>das ist jetzt mein erstes Wort (ganz ehrlich). Ich dachte immer (aus dem
>Bauch raus), dass man mit Kompost im Gegensatz zum Mineraldünger, nicht
>allzuviel falsch machen kann.

hm, in der Natur fällt ein bisschen Laub, das gibt nicht einmal ein
paar Millimeter Kompostauflage nach dem Verrotten.

Der Unterschied zu 70 l Kompost je qm ist gewaltig.

Schließlich kann man auch im Garten nicht alle Jahre wieder so viel
Kompost aufbringen, dass mittelstark und starkzehrende Gemüse gut
wachsen. Kompost, zumal reifer, enthält nämlich relativ wenig
Stickstoff, aber jede Menge Phosphat und Kalium, die sich dann
anreichern, weil sie nicht gebraucht werden.

Wenn schon, dann ist es besser, nur ein paar Liter Kompost
auszubringen und den weiteren Stickstoffbedarf z.B. mit Hornprodukten
zu ergänzen. Sträucher brauchen das aber sicher nicht.


Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Mo, 15 Mai 2006 11:37 ] [ ID #119463 ]

Re: Düngeempfehlung

Am Sun, 14 May 2006 21:12:10 +0200 schrieb Michael Brendel:

Hallo,

>Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:
>
>> > Bei meinen Hecken mickert nichts. Die Forsytsie ist (trotz jährlichem
>> > rabiatem Rückschnitt auf ca. 50 bis 70cm) knapp 2m hoch,
>>
>> Autsch. Und dann blüht sie gut? Das glaube ich dir nicht. Forsythien
>> werden ausgelichtet, nicht auf Stock gesetzt.
>
>Naja, auf Stock setzen und auf 50 bis 70cm zurückschneiden, ist schon
>ein Unterschied! Zumal die F. hauptsächlich am einjährigem Holz blüht.
>Das was im Sommer nachwächst, blüht auch ziemlich zuverlässig im
>nächsten Frühjahr.

hm, egal, ob auf Stock, also weniger als kniehoch oder auf 50 bis 70
cm, an dem was stehen bleibt, blüht die Forsythie jedenfalls erst mal
nicht mehr.
Wenn man kräftig zurückschneidet, wachsen weniger neue Triebe, die
dafür um so länger. Da ist mehr als 2 m keine Kunst.

An den Neutrieben blüht sie sicher im Folgejahr. Aber nicht so toll,
wie bei richtigem Schnitt:

"Diese Gruppe (Forsythie, Weigelie) bildet lange, unverzweigte
Jungtriebe, die im zweiten Jahr in der Mitte der Triebe verzweigen. Am
schönsten blühen sie, wenn sich im zweiten Jahr Seitentriebe an den
Langtrieben entwickelt haben. Nach dem dritten Jahr vergreisen diese
Pflanzen sehr schnell, daher müssen ältere Triebe regelmäßig entfernt
werden. Bei diesen Sträuchern ist ein jährliches Auslichten notwendig,
da ständig neue Triebe wachsen. Am besten entnimmt man immer wieder
alte Triebe an der Basis und auch neue Jungtriebe, die schwach sind,
entfernt man. Alte Triebe können auch auf einen im unteren Teil
befindlichen Neutrieb abgeleitet werden."

>Ich denke langsam, bei mir trifft der Spruch vom dümmsten Bauern mit den
>grössten Kartoffeln super zu.

Jeder findet seinen Meister. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Mo, 15 Mai 2006 11:37 ] [ ID #119464 ]

Re: Düngeempfehlung

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Notifier Deamon [ Mo, 15 Mai 2006 12:55 ] [ ID #119471 ]

Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Hallo Gerhard,

ich hänge mich hier mal dran.

Unsere Obstwiese (Hochstämme) steht auf Kalkboden, ziemlich karstig. Das
Umweltamt fordert für diese Wiesen das Abräumen des Mähgutes (Förderung
der Magerrasens). Da würden die Bäume jedoch sehr schnell vergreisen,
also kompostiere ich und verwende sämtlichen Kompost für die Bäume.
Nun stehen sie aber in der Wiese - der Kompost düngt eher das Gras.

Was kann getan werden?
- Baumscheiben wären wohl eine Lösung (jedoch nicht im Sinne des Amtes).
Wie düngen? Gibt es eine Lösung ohne Mineraldünger?

- Wie die Bäume ohne Baumscheibe düngen? Habe keine Idee.

Grüße, Thomas
Thomas Haedrich [ Di, 16 Mai 2006 12:25 ] [ ID #119565 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Am Tue, 16 May 2006 12:25:47 +0200 schrieb Thomas Haedrich:

Hallo,

>Unsere Obstwiese (Hochstämme) steht auf Kalkboden, ziemlich karstig. Das
>Umweltamt fordert für diese Wiesen das Abräumen des Mähgutes (Förderung
>der Magerrasens).

wird das für die gesamte Fläche gefordert oder wären wenigstens
Baumstreifen oder Baumscheiben erlaubt?

>Da würden die Bäume jedoch sehr schnell vergreisen,

Dieses Problem habe ich mit der hiesigen Naturschutzbehörde auch schon
mal erörtert. Die wissen, dass ungedüngte und hungernde Obstbäume
schneller vergreisen. "Das nehmen > wir < in Kauf", hieß es damals.
Dabei handelte es sich aber um bezuschusste Pflanzungen von Streuobst.

>also kompostiere ich und verwende sämtlichen Kompost für die Bäume.
>Nun stehen sie aber in der Wiese - der Kompost düngt eher das Gras.

Na ja, da fragt es sich erst einmal, ob das Ausbringen von Kompost
unter den Bäumen im Sinne des Amtes ist. Der Kompost steht dem Ziel
Magerwiese, falls es dieses so gibt, entgegen.

Jedenfalls ginge es Obstbäumen bei mit Kompost gedüngtem Gras besser
besser als mit einem Filz aus konkurrierendem Magerrasen.
Aber du hast schon recht, das weitaus meiste frisst das Gras weg und
wird dann üppiger wachsen, als der angestrebte Magerrasen.

>Was kann getan werden?

Wenn es dem zuständigen Amt nach geht: gar nix. Die Bäume vergreisen
lassen...
Ziel von Streuobstwiesen scheint heute nicht mehr die Obsterzeugung zu
sein oder gesunde und wüchsige Hochstämme, die mal 80 Jahre alt
werden, sondern die schnellstmögliche Herstellung einer Reihe von
vergreisenden Bäumen, die angeblich der Vogelwelt und den Insekten
usw. am besten gefallen. Das Obst wird hier zum Teil gar nicht
geerntet und ansonsten landet es zum großen Teil bestenfalls in der
Saftpresse.

>- Baumscheiben wären wohl eine Lösung (jedoch nicht im Sinne des Amtes).

Siehste.

> Wie düngen? Gibt es eine Lösung ohne Mineraldünger?

Also mein Großvater hat regelmäßig im Frühjahr rund um die
Kronentraufe seiner Bäume zwei Spaten breit die Grassoden umgelegt.
In die Gräben wurden die Fäkalien aus der Odelgrube ausgebracht. Und
schon war ohne Mineraldünger gedüngt.

>- Wie die Bäume ohne Baumscheibe düngen? Habe keine Idee.

Theoretisch geht das mit jedem Flüssigdünger und einer so genannten
Düngelanze. Ist aber eine Sauarbeit und wohl auch wieder nicht im
Sinne des Amtes.

Wieso bestimmt eigentlich das Amt, dass die Obstbäume nicht angemessen
gedüngt werden? Ist die Einhaltung dieser amtlichen Vorgaben
freiwillig oder was ist der Grund dafür?

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Mi, 17 Mai 2006 09:15 ] [ ID #121715 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn schrieb:
> Am Tue, 16 May 2006 12:25:47 +0200 schrieb Thomas Haedrich:

>>Unsere Obstwiese (Hochstämme) steht auf Kalkboden, ziemlich karstig. Das
>>Umweltamt fordert für diese Wiesen das Abräumen des Mähgutes (Förderung
>>der Magerrasens).
>
> wird das für die gesamte Fläche gefordert oder wären wenigstens
> Baumstreifen oder Baumscheiben erlaubt?

Es wurde nur "Fläche" geschrieben, Baumscheiben wurden nicht erwähnt.


> Na ja, da fragt es sich erst einmal, ob das Ausbringen von Kompost
> unter den Bäumen im Sinne des Amtes ist. Der Kompost steht dem Ziel
> Magerwiese, falls es dieses so gibt, entgegen.

Bauernschlau: Ausmagern des Teiles, der Magerwiese ist. Bäume werden
gedüngt. (Die Obstwiese ist nicht voll mit Bäumen genutzt.)


> Ziel von Streuobstwiesen scheint heute nicht mehr die Obsterzeugung zu
> sein oder gesunde und wüchsige Hochstämme, die mal 80 Jahre alt
> werden, sondern die schnellstmögliche Herstellung einer Reihe von
> vergreisenden Bäumen, die angeblich der Vogelwelt und den Insekten
> usw. am besten gefallen.

Förderung von Totholz samt seinen Bewohnern?


>>- Baumscheiben wären wohl eine Lösung (jedoch nicht im Sinne des Amtes).

> Also mein Großvater hat regelmäßig im Frühjahr rund um die
> Kronentraufe seiner Bäume zwei Spaten breit die Grassoden umgelegt.
> In die Gräben wurden die Fäkalien aus der Odelgrube ausgebracht. Und
> schon war ohne Mineraldünger gedüngt.

Gülle müßte ich mir besorgen können. Ist es diese Jahr schon zu spät?

Übrigens, diese Hänge sind seit mindestens 400 Jahren Obstwiesen.
Wie wurde damals gedüngt? Schafe weiden lassen?


> Wieso bestimmt eigentlich das Amt, dass die Obstbäume nicht angemessen
> gedüngt werden? Ist die Einhaltung dieser amtlichen Vorgaben
> freiwillig oder was ist der Grund dafür?

Den rechtlichen Hintergrund muß ich noch erforschen. Zumindest mangelt
es an jeglicher Durchsetzung.

So unrecht ist mir ein Teil als Magerwiese nicht - die bis jetzt 13
Jahre ausmagern und einschürige Mahd haben einen enormen Zuwachs an
Kräutern und Orchideen gebracht.
Nur die Bäume haben es trotz meiner Düngebemühungen schwer. Unser
"Methusalem" trug schon 1897 Äpfel und ist jetzt noch unser bester
Mostapfel. Die alten Hochstämme möchte ich erhalten und die jungen
sollen nicht darben, sondern wachsen (will ja selber sehen, was wird).

Viele Grüße und Dank,
Thomas
Thomas Haedrich [ Mi, 17 Mai 2006 16:39 ] [ ID #121756 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Thomas Haedrich schrieb:

> So unrecht ist mir ein Teil als Magerwiese nicht - die bis jetzt 13
> Jahre ausmagern und einschürige Mahd haben einen enormen Zuwachs an
> Kräutern und Orchideen gebracht.
> Nur die Bäume haben es trotz meiner Düngebemühungen schwer. Unser
> "Methusalem" trug schon 1897 Äpfel und ist jetzt noch unser bester
> Mostapfel. Die alten Hochstämme möchte ich erhalten und die jungen
> sollen nicht darben, sondern wachsen (will ja selber sehen, was wird).

Ich mach mich langsam lächerlich damit, aber Düngen mit menschlichem Urin ist
bei Apfelbäumen eine durchaus erfolgversprechende Methode, wenn man den
entsprechenden Berichten Glauben schenkt. Es gibt Hersteller, die sogar
spezielle Trenntoiletten anbieten. Der Urin landet im Kanister und wird dann
mit Wasser verdünnt verwendet. Da der sehr flüssig ist, könnte man den mit
einer Art Spritze oder Injektionsstange sogar sehr weit ins Erdreich
applizieren. Bei Bäumen hätte ich im Unterschied zu Gemüsen dabei auch
keinerlei, sagen wir mal, fäkalethische, Bedenken mehr. Wenn ich den Bericht
richtig im Kopf habe, düngt man einmal im Jahr und fertig.

http://www.wdr.de/tv/service/wohnen/inhalt/20060504/b_1.phtm l
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke /16139/index.html

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Mi, 17 Mai 2006 17:02 ] [ ID #121757 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Thomas Haedrich wrote:


> Nur die Bäume haben es trotz meiner Düngebemühungen schwer. Unser
> "Methusalem" trug schon 1897 Äpfel und ist jetzt noch unser bester
> Mostapfel. Die alten Hochstämme möchte ich erhalten und die jungen
> sollen nicht darben, sondern wachsen (will ja selber sehen, was wird).

Bei der unteren Naturschutzbehörde anmelden/eintragen lassen
als Naturdenkmal/ Schützenswerte Einzelbäume.

Diese Magerwiesenfanatiker auf den Ämter sind schon manchmal
komisch.

Wir machten mal einen Straßenneubau im Rahmen einer
Flurbereinigung, die neue Trasse ging über eine Wiese. Beim
Ortstermin im Besiein des Amtes, Bürgermeister, Wasser- und
Boden verband, etc. etc. wurde die Trasse erläutert.

Die Tussi von der ULB meinte dann wir sollten aber die
Trockenrasenflächen schonen, darüber dürfe die Straße nicht
gehen..ob die nicht auf der anderen Seite von Knick usw..
Der Bürgermeister hatte schon soo einen Hals, und deutete
noch recht höflich den Sinn von Planungsbeschlüssen,
Unterschriften, Bauverträgen an.. Dann jammerte sie einen
Ingenieur an.. das seien die einzigen Trockenrasenflächen...
Der fiel ihr ins Wort... die sie kennen... Die Dame ist dann
bald abgefahren..

Gruß
Matthias
Matthias Voss [ Mi, 17 Mai 2006 17:13 ] [ ID #121758 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Am Wed, 17 May 2006 16:39:50 +0200 schrieb Thomas Haedrich:

Hallo,

>>>Unsere Obstwiese (Hochstämme) steht auf Kalkboden, ziemlich karstig. Das
>>>Umweltamt fordert für diese Wiesen das Abräumen des Mähgutes (Förderung
>>>der Magerrasens).
>>
>> wird das für die gesamte Fläche gefordert oder wären wenigstens
>> Baumstreifen oder Baumscheiben erlaubt?
>
>Es wurde nur "Fläche" geschrieben, Baumscheiben wurden nicht erwähnt.

na ja, von weitem ist es unschwierig das so auszulegen, dass die
gesamte Fläche der Magerwiese ausgemagert wird. Da Obstbäume und
Magerwiese aber selbst im ökologischsten Hirn nicht zusammengehen,
würde ich den jüngeren Bäumen Baumscheiben mit mäßiger Düngung gönnen.

>> Na ja, da fragt es sich erst einmal, ob das Ausbringen von Kompost
>> unter den Bäumen im Sinne des Amtes ist. Der Kompost steht dem Ziel
>> Magerwiese, falls es dieses so gibt, entgegen.
>
>Bauernschlau: Ausmagern des Teiles, der Magerwiese ist. Bäume werden
>gedüngt. (Die Obstwiese ist nicht voll mit Bäumen genutzt.)

Hm, da würde ich dann aber mineralisch düngen und zwar schon im
Februar. Dann wandert der größere Teil des Düngers durch die Grasnarbe
und kommt in den Wurzelbereich der Obstbäume. Das Gras wird auf den
gedüngten Kronenbereichen aber ebenfalls fetter werden und sich im
Laufe der Zeit von den magereren Teilen der Wiese unterscheiden. Ob
man die dann auch zwei- oder dreimal mähen muss, ist abzuwarten.

>> Ziel von Streuobstwiesen scheint heute nicht mehr die Obsterzeugung zu
>> sein oder gesunde und wüchsige Hochstämme, die mal 80 Jahre alt
>> werden, sondern die schnellstmögliche Herstellung einer Reihe von
>> vergreisenden Bäumen, die angeblich der Vogelwelt und den Insekten
>> usw. am besten gefallen.
>
>Förderung von Totholz samt seinen Bewohnern?

Ja schon, aber Obstbäume, die 80 Jahre stehen bieten m. E. trotzdem
mehr als zwei Pflanzungen, die nur 40 aushalten.

>>>- Baumscheiben wären wohl eine Lösung (jedoch nicht im Sinne des Amtes).
>
>> Also mein Großvater hat regelmäßig im Frühjahr rund um die
>> Kronentraufe seiner Bäume zwei Spaten breit die Grassoden umgelegt.
>> In die Gräben wurden die Fäkalien aus der Odelgrube ausgebracht. Und
>> schon war ohne Mineraldünger gedüngt.
>
>Gülle müßte ich mir besorgen können. Ist es diese Jahr schon zu spät?

Könnte schon noch passen. Die wird ja eh auch erst mit der zunehmenden
Bodenerwärmung umgesetzt. Sie aber schon im März/April auszubringen
dürfte besser sein.

>Übrigens, diese Hänge sind seit mindestens 400 Jahren Obstwiesen.
>Wie wurde damals gedüngt? Schafe weiden lassen?

Mineraldünger gab es damals nicht. Mist und Jauche waren kostbarer als
heute. Aber auch die menschlichen Fäkalien mussten irgendwo hin, so
sie denn getrennt gesammelt wurden. Da kamen Obstbäume durchaus als
Nutznießer in Frage. Jedenfalls wurde gedüngt, weil damals auch noch
das gesamte Obst bis zum letzten Apfel verwertet wurde und die
heimischen Äpfel noch viel wichtiger waren, als heutzutage.
Das Düngen von Streuobst wurde meines Wissens erst mit der Biowelle
verteufelt. Jetzt geht dann das Birnensterben einher und die alten und
jungen Bäume verabschieden sich schneller. Ich frage mich ob das sein
muss und ob den Befürwortern nicht auffällt, dass beerntbare Obstbäume
keine Wildbäume sind und schon deshalb höhere Ansprüche haben.

>> Wieso bestimmt eigentlich das Amt, dass die Obstbäume nicht angemessen
>> gedüngt werden? Ist die Einhaltung dieser amtlichen Vorgaben
>> freiwillig oder was ist der Grund dafür?
>
>Den rechtlichen Hintergrund muß ich noch erforschen. Zumindest mangelt
>es an jeglicher Durchsetzung.
>
>So unrecht ist mir ein Teil als Magerwiese nicht - die bis jetzt 13
>Jahre ausmagern und einschürige Mahd haben einen enormen Zuwachs an
>Kräutern und Orchideen gebracht.
>Nur die Bäume haben es trotz meiner Düngebemühungen schwer. Unser
>"Methusalem" trug schon 1897 Äpfel und ist jetzt noch unser bester
>Mostapfel. Die alten Hochstämme möchte ich erhalten und die jungen
>sollen nicht darben, sondern wachsen (will ja selber sehen, was wird).

Tja, wie so oft ist es eine der weitaus zweitschwersten Aufgabe, den
goldenen Mittelweg zu suchen, hier zwischen Magerwiese auf dem freien
Teil der Wiese und der Versorgung der Obstbäume auf ihren Standorten.

Und jetzt hast du wohl das Ziel, dass ein Baum, der bei dir heuer das
erste Mal trägt, dies auch im Jahr 2115 noch drauf hat, zwar nicht für
dich, aber immerhin. Dazu wünsche ich guten Erfolg. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Mi, 17 Mai 2006 19:14 ] [ ID #121767 ]

Re: Obstbäume düngen

Hallo Gerhard,

Gerhard Zahn schrieb:
> Am Wed, 17 May 2006 16:39:50 +0200 schrieb Thomas Haedrich:

> Hm, da würde ich dann aber mineralisch düngen und zwar schon im
> Februar. Dann wandert der größere Teil des Düngers durch die Grasnarbe
> und kommt in den Wurzelbereich der Obstbäume. Das Gras wird auf den
> gedüngten Kronenbereichen aber ebenfalls fetter werden und sich im
> Laufe der Zeit von den magereren Teilen der Wiese unterscheiden. Ob
> man die dann auch zwei- oder dreimal mähen muss, ist abzuwarten.

Die Wiese wurde unter den Bäumen schon durch den Kompost sichtbar
fetter. Da die Bäume aber doch vergreisten, bin ich bei meinen
"Lieblingen" wieder zu Baumscheiben übergegangen, gemulcht. Die
Wühlmäuse halten sich in Grenzen.


> Das Düngen von Streuobst wurde meines Wissens erst mit der Biowelle
> verteufelt. Jetzt geht dann das Birnensterben einher und die alten und
> jungen Bäume verabschieden sich schneller. Ich frage mich ob das sein
> muss und ob den Befürwortern nicht auffällt, dass beerntbare Obstbäume
> keine Wildbäume sind und schon deshalb höhere Ansprüche haben.

Ja, dieses "unbedingte Natur pur" ist in unserer über tausendjährigen
Kulturlandschaft ein reichlicher Blödsinn. Kulturpflanzen (Obstbäume)
benötigen eine Pflege.


> Und jetzt hast du wohl das Ziel, dass ein Baum, der bei dir heuer das
> erste Mal trägt, dies auch im Jahr 2115 noch drauf hat, zwar nicht für
> dich, aber immerhin. Dazu wünsche ich guten Erfolg. :-)

Danke. Mir würde es vollkommen reichen, gesunde Bäume zu haben.

Viele Grüße, Thomas
Thomas Haedrich [ Mi, 17 Mai 2006 21:09 ] [ ID #121781 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Matthias Voss schrieb:
> Thomas Haedrich wrote:
>
>
>> Nur die Bäume haben es trotz meiner Düngebemühungen schwer. Unser
>> "Methusalem" trug schon 1897 Äpfel und ist jetzt noch unser bester
>> Mostapfel. Die alten Hochstämme möchte ich erhalten und die jungen
>> sollen nicht darben, sondern wachsen (will ja selber sehen, was wird).
>
>
> Bei der unteren Naturschutzbehörde anmelden/eintragen lassen als
> Naturdenkmal/ Schützenswerte Einzelbäume.

Du meinst, das hilft dem Baum? Er wird "unberührt", also ungedüngt, sein
Leben fristen müssen. Welches deshalb nicht mehr allzulange dauern wird.

Eintragen lassen - da wird man gewichtige Argumente haben müssen. So
einfach auf Wunsch des Bürgers wird sich kaum etwas tun. Nun, vielleicht
doch auf Privatgrund, da stört es die Öffentlichkeit nicht.

Der Schutz ist übrigens nicht das Allheilmittel: In der Aue stand ein
riesiger Birnbaum, geschützt als Landschaftsprägender Baum - er fiel
trotzdem der Säge zum Opfer, m.E. gesund.

Grüße, Thomas
Thomas Haedrich [ Mi, 17 Mai 2006 21:15 ] [ ID #121783 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Hallo Carsten,

C.P Kurz schrieb:

> Ich mach mich langsam lächerlich damit, aber Düngen mit menschlichem
> Urin ist bei Apfelbäumen eine durchaus erfolgversprechende Methode, wenn
> man den entsprechenden Berichten Glauben schenkt. Es gibt Hersteller,
> die sogar spezielle Trenntoiletten anbieten. Der Urin landet im Kanister
> und wird dann mit Wasser verdünnt verwendet. Da der sehr flüssig ist,
> könnte man den mit einer Art Spritze oder Injektionsstange sogar sehr
> weit ins Erdreich applizieren. Bei Bäumen hätte ich im Unterschied zu
> Gemüsen dabei auch keinerlei, sagen wir mal, fäkalethische, Bedenken
> mehr.

Urin ist schon eine stickstoffreiche Sache, genau das, was meine Bäume
brauchen.
Im Garten halten wir uns aber auch auf, damit entfällt, zumindest für
mich, das Verteilen mit der Gießkanne. Und tagtäglich eine Düngelanze in
den Boden rammen, um den Urin in die Tiefe zu bringen?

Grüße, Thomas
Thomas Haedrich [ Mi, 17 Mai 2006 21:23 ] [ ID #121784 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Thomas Haedrich wrote:

> Matthias Voss schrieb:
>
>> Thomas Haedrich wrote:
>>
>>
>>> Nur die Bäume haben es trotz meiner Düngebemühungen schwer. Unser
>>> "Methusalem" trug schon 1897 Äpfel und ist jetzt noch unser bester
>>> Mostapfel. Die alten Hochstämme möchte ich erhalten und die jungen
>>> sollen nicht darben, sondern wachsen (will ja selber sehen, was wird).
>>
>>
>>
>> Bei der unteren Naturschutzbehörde anmelden/eintragen lassen als
>> Naturdenkmal/ Schützenswerte Einzelbäume.
>
>
> Du meinst, das hilft dem Baum? Er wird "unberührt", also ungedüngt, sein
> Leben fristen müssen. Welches deshalb nicht mehr allzulange dauern wird.

Ich weiß nicht, ob das nicht auf eine Verpflichtung zur
Pflege bedeuten könnte, oder ein Unterlassen alles Tuns, was
den Baümen schadet.

Wenn du nicht düngen darfst, streu doch einfach Vogelfutter.
Die düngen dann. Am besten was fürMöwen, die haben den
kürzesten Darm.

Gruß
Matthias



>
> Eintragen lassen - da wird man gewichtige Argumente haben müssen. So
> einfach auf Wunsch des Bürgers wird sich kaum etwas tun. Nun, vielleicht
> doch auf Privatgrund, da stört es die Öffentlichkeit nicht.
>
> Der Schutz ist übrigens nicht das Allheilmittel: In der Aue stand ein
> riesiger Birnbaum, geschützt als Landschaftsprägender Baum - er fiel
> trotzdem der Säge zum Opfer, m.E. gesund.
>
> Grüße, Thomas
Matthias Voss [ Mi, 17 Mai 2006 21:52 ] [ ID #121785 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Thomas Haedrich schrieb:

> Urin ist schon eine stickstoffreiche Sache, genau das, was meine Bäume
> brauchen.
> Im Garten halten wir uns aber auch auf, damit entfällt, zumindest für
> mich, das Verteilen mit der Gießkanne. Und tagtäglich eine Düngelanze in
> den Boden rammen, um den Urin in die Tiefe zu bringen?


Lies mal die Beiträge, der Urin ist 1:4 verdünnt mit Wasser, ich glaube nicht,
dass das nennenswert auffällt. Vielleicht kann man einen Versickerungsbehälter
verwenden. Außerdem wie gesagt - angeblich reicht es da, sehr selten zu düngen.
Such Dir halt feuchte Tage dafür aus.

Probier es halt mal aus. Wenn mich das mit der Gießkanne stören würde, würde
ich ein Rohr in den Boden rammen und dadurch düngen.

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Do, 18 Mai 2006 01:02 ] [ ID #121796 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Am Thu, 18 May 2006 01:02:22 +0200 schrieb C.P Kurz:

Hallo,

>Thomas Haedrich schrieb:
>
>> Urin ist schon eine stickstoffreiche Sache, genau das, was meine Bäume
>> brauchen.

ha? Genau das brauchen deine Bäume eher nicht. Den Gehölze, auch
Obstbäume brauchen von allen Nährstoffen etwas, also einen Volldünger.
Der muss oder sollte keineswegs stickstoffbetont sein. Eher wäre an
eine Zugabe von Magnesium und Spurenelementen zu denken.

>> Im Garten halten wir uns aber auch auf, damit entfällt, zumindest für
>> mich, das Verteilen mit der Gießkanne. Und tagtäglich eine Düngelanze in
>> den Boden rammen, um den Urin in die Tiefe zu bringen?

Wie viele Bäume wären denn das bei dir? Vielleicht müsstest du dann
gleich mal beim Biermann ein paar Kisten mehr bestellen, damit alle
Bäume versorgt werden können. :-)

>Lies mal die Beiträge, der Urin ist 1:4 verdünnt mit Wasser, ich glaube nicht,
>dass das nennenswert auffällt. Vielleicht kann man einen Versickerungsbehälter
>verwenden. Außerdem wie gesagt - angeblich reicht es da, sehr selten zu düngen.
>Such Dir halt feuchte Tage dafür aus.
>
>Probier es halt mal aus. Wenn mich das mit der Gießkanne stören würde, würde
>ich ein Rohr in den Boden rammen und dadurch düngen.

Ist ja eine etwas außergewöhnliche Anregung...
Hat denn schon mal jemand Angaben zur durchschnittlichen
Nährstoffzusammensetzung von Urin gefunden? Nicht dass ich der Methode
verfallen wollte, aber schließlich ist für die auszubringende Menge
maßgebend was drin ist und nicht, wie viel im Wohnblock anfällt.

Oder gilt bei allem Organischen kein Maß und kein Ziel?

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 18 Mai 2006 16:50 ] [ ID #122150 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn schrieb:

> Hat denn schon mal jemand Angaben zur durchschnittlichen
> Nährstoffzusammensetzung von Urin gefunden? Nicht dass ich der Methode
> verfallen wollte, aber schließlich ist für die auszubringende Menge
> maßgebend was drin ist und nicht, wie viel im Wohnblock anfällt.
>
> Oder gilt bei allem Organischen kein Maß und kein Ziel?

Na bei Urin gibts ja immerhin natürlich auferlegte Grenzen. Jedenfalls solange
man kein öffentliches Klo an seiner Grundstücksgrenze betreibt.

Was deine anderen Fragen angeht, folge den Links, es gibt einiges an
Untersuchungen zu den Düngerqualitäten von Urin.


- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Do, 18 Mai 2006 17:29 ] [ ID #122156 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Am Thu, 18 May 2006 17:29:37 +0200 schrieb C.P Kurz:

Hallo,

>Gerhard Zahn schrieb:
>
>> Hat denn schon mal jemand Angaben zur durchschnittlichen
>> Nährstoffzusammensetzung von Urin gefunden?

>Was deine anderen Fragen angeht, folge den Links, es gibt einiges an
>Untersuchungen zu den Düngerqualitäten von Urin.

meine Frage war viel einfacher: die durchschnittlichen
Nährstoffgehalte hätten mit interessiert.

Die habe ich aber - vermutlich wegen Tomaten auf den Augen - in den
angegebenen Links und auch anderswo nicht gefunden.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Do, 18 Mai 2006 18:10 ] [ ID #122165 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Hallo,

Gerhard Zahn schrieb:

>>Thomas Haedrich schrieb:
>>
>>
>>>Urin ist schon eine stickstoffreiche Sache, genau das, was meine Bäume
>>>brauchen.
>
>
> ha? Genau das brauchen deine Bäume eher nicht. Den Gehölze, auch
> Obstbäume brauchen von allen Nährstoffen etwas, also einen Volldünger.
> Der muss oder sollte keineswegs stickstoffbetont sein. Eher wäre an
> eine Zugabe von Magnesium und Spurenelementen zu denken.

Bist Du Dir da sicher? Der Boden ist sehr mager, Kalk-Hangschutt nach
einem halben Spatenstich. Die Flurbezeichnung "In den Halben Teilen"
sagt schon alles über den Bodenwert.
Nun ja, eine Bodenprobe wird es zeigen.


> Wie viele Bäume wären denn das bei dir? Vielleicht müsstest du dann
> gleich mal beim Biermann ein paar Kisten mehr bestellen, damit alle
> Bäume versorgt werden können. :-)

Da müßten schon alle meine Nachbarn mittrinken, damit jeder Baum was kriegt.

Viele Grüße, Thomasa
Thomas Haedrich [ Do, 18 Mai 2006 21:20 ] [ ID #122189 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Am Thu, 18 May 2006 21:20:45 +0200 schrieb Thomas Haedrich:

Hallo,

>>>>Urin ist schon eine stickstoffreiche Sache, genau das, was meine Bäume
>>>>brauchen.
>>
>> ha? Genau das brauchen deine Bäume eher nicht. Den Gehölze, auch
>> Obstbäume brauchen von allen Nährstoffen etwas, also einen Volldünger.
>> Der muss oder sollte keineswegs stickstoffbetont sein. Eher wäre an
>> eine Zugabe von Magnesium und Spurenelementen zu denken.
>
>Bist Du Dir da sicher?

ja, so lange mich keiner vom Gegenteil überzeugt. :-)

>Der Boden ist sehr mager, Kalk-Hangschutt nach
>einem halben Spatenstich. Die Flurbezeichnung "In den Halben Teilen"
>sagt schon alles über den Bodenwert.
>Nun ja, eine Bodenprobe wird es zeigen.

"Magerer" oder nährstoffarmer Boden hat nicht nur ein
Stickstoffdefizit, sondern üblicherweise auch zu wenig P, K, Mg usw
oder einen beliebigen Mix daraus.

Die Bodenprobe, die immer eine gute Basis fürs weitere Düngen ist,
wird sich ja nicht auf Stickstoff beziehen. Dafür wäre schade ums
Geld, da Stickstoff in verfügbarer Form sich immer auswäscht, soweit
er nicht von den vorhandenen Pflanzen aufgenommen wird.

Interessanter dürfte bei Kalk-Hangschutt der pH-Wert sein. Ist er zu
hoch, werden diverse Nährstoffe gebunden. Da wäre dann bei zu extremen
Werten sauerer Dünger angesagt.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Fr, 19 Mai 2006 09:25 ] [ ID #122221 ]

Re: Düngeempfehlung

Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> wrote:

> Ok, du schneidest also nach der Blüte, dann geht es ja schon mal. Aber
> wie Gerhard auch schreibt, noch besser wird es, wenn du auslichtest,
> statt auf Stock zu setzen.

gespeichert. Dieses Jahr ist es leider schon zu spät, ich habe schon die
Scheere geschwungen.

Servus,
MiB
michael_brendel [ Sa, 20 Mai 2006 12:46 ] [ ID #122335 ]

Re: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:

> Der Unterschied zu 70 l Kompost je qm ist gewaltig.

ich habe mal meinen Schubkarren ausgelittert. Bei meinem gehen bei
halber Befüllung gerade mal 3 Eimer je 10 liter rein. Er ist dann in
etwa 10 bis 15cm hoch gefüllt. Bis zum Rand bleiben dann immer noch ca.
10 cm.

Servus,
MiB
michael_brendel [ Sa, 20 Mai 2006 12:46 ] [ ID #122336 ]

Re: Düngeempfehlung

Am Sat, 20 May 2006 12:46:11 +0200 schrieb Michael Brendel:

Hallo,

>> Der Unterschied zu 70 l Kompost je qm ist gewaltig.
>
>ich habe mal meinen Schubkarren ausgelittert. Bei meinem gehen bei
>halber Befüllung gerade mal 3 Eimer je 10 liter rein. Er ist dann in
>etwa 10 bis 15cm hoch gefüllt. Bis zum Rand bleiben dann immer noch ca.
>10 cm.

na und. Du bringst doch zweimal eine halbe Schubkarre aus, dann sind
es immerhin schon 6 mal 10 Liter = 60 Liter.

Andererseits sind alle die Gartler, die den Schubkarren nur halb voll
machen, anstatt noch einen großen Haufen drauf zu häufen, eh schon
alle entlassen. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Sa, 20 Mai 2006 15:21 ] [ ID #122347 ]

Re: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> wrote:

> na und. Du bringst doch zweimal eine halbe Schubkarre aus, dann sind
> es immerhin schon 6 mal 10 Liter = 60 Liter.

nö, ich bringe wie erwähnt eine halbe Schubkarre = 30 ltr. pro m2 aus.
Inzwischen bin ich jedoch auch überzeugt, dass das viel zu viel ist.
Diesen Herbst lasse ich es ganz bleiben und nächstes Jahr werde ich
deutlich weniger Kompost aufbringen. Dadurch tu ich meinen Sträuchen was
gutes und spare mir noch Arbeit :-)
>
> Andererseits sind alle die Gartler, die den Schubkarren nur halb voll
> machen, anstatt noch einen großen Haufen drauf zu häufen, eh schon
> alle entlassen. :-)

nicht, wenn sie den Schubkarren eine Treppe mit 4 Stufen hochbugsieren
müssen ;-)

Servus,
MiB
michael_brendel [ So, 21 Mai 2006 09:28 ] [ ID #122380 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> schrieb:

>Am Thu, 18 May 2006 01:02:22 +0200 schrieb C.P Kurz:
>
>Hallo,

SNIP

>
>Ist ja eine etwas außergewöhnliche Anregung...
>Hat denn schon mal jemand Angaben zur durchschnittlichen
>Nährstoffzusammensetzung von Urin gefunden? Nicht dass ich der Methode
>verfallen wollte, aber schließlich ist für die auszubringende Menge
>maßgebend was drin ist und nicht, wie viel im Wohnblock anfällt.

Hallo Gerhard,

laut:
http://www.iwaponline.com/wst/04801/0037/048010037.pdf

Ciba Geigy (1977). Wissenschaftliche Tabellen Geigy, Teilband
Körperflüssigkeiten, 8. ed., Basel.

Nährstoffkonzentrationen im Urin eines Erwachsenen in Gramm/Kubikmeter

N 8180
P 670
K 2160
>
>Oder gilt bei allem Organischen kein Maß und kein Ziel?
>
>Beste Grüße G e r h a r d

Grüße zurück
Andrea

P.S. Ich frage, wenn es sein muss auch nochmal den Kollegen in der
Landwirtschaftlichen Fakultät nach den Konzentrationen weiterer
Inhaltsstoffe. Bitte dann aber genau sagen, was interessiert.
Andrea Rechenburg [ Mo, 22 Mai 2006 14:18 ] [ ID #122462 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Am Mon, 22 May 2006 14:18:30 +0200 schrieb Andrea Rechenburg:

Hallo Andrea,

sei bedankt für den Suchdienst.

>>Ist ja eine etwas außergewöhnliche Anregung...
>>Hat denn schon mal jemand Angaben zur durchschnittlichen
>>Nährstoffzusammensetzung von Urin gefunden? Nicht dass ich der Methode
>>verfallen wollte, aber schließlich ist für die auszubringende Menge
>>maßgebend was drin ist und nicht, wie viel im Wohnblock anfällt.

>laut:
>http://www.iwaponline.com/wst/04801/0037/048010037.pdf
>
>Ciba Geigy (1977). Wissenschaftliche Tabellen Geigy, Teilband
>Körperflüssigkeiten, 8. ed., Basel.
>
>Nährstoffkonzentrationen im Urin eines Erwachsenen in Gramm/Kubikmeter
>
>N 8180
>P 670
>K 2160

Hm, wenn ich das richtig sehe, dann hat ein urinierter Kubikmeter noch
immer seine 1000 Liter x 1000 ccm = 1 000 000 ccm, die überschlägig
mit Gramm gleichzusetzen sind.

Urin hätte danach ein N:P:K-Verhältnis von 0,8:0,06:0,2.
Das wäre zwar stickstoffbetont.
Wenn ich aber noch höre, dass Urin 1:4 oder 1:5 mit Wasser verdünnt
werden soll, dann bleiben 0,2 % N, 0,015 % P und 0,05 % K.

Als Dünger kann man so etwas wohl kaum mehr bezeichen.
Aber immerhin: der Urin bleibt im Garten und damit in der Familie. :-)

>P.S. Ich frage, wenn es sein muss auch nochmal den Kollegen in der
>Landwirtschaftlichen Fakultät nach den Konzentrationen weiterer
>Inhaltsstoffe. Bitte dann aber genau sagen, was interessiert.

Sei bedankt für das Angebot. Aber ich glaube, dem Urin gebührt
weiterhin der Platz, den er schon bisher hatte, auch wenn ein paar
Leute sich damit sehr wichtig nehmen. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Mo, 22 Mai 2006 20:38 ] [ ID #122492 ]

Re: Obstbäume düngen (war: Düngeempfehlung

Gerhard Zahn <gerhard.zahn [at] gmx.de> schrieb:

>Am Mon, 22 May 2006 14:18:30 +0200 schrieb Andrea Rechenburg:
>
>Hallo Andrea,
>
>sei bedankt für den Suchdienst.

War kein Suchen, hatte das hier rumliegen
>
>SNIP
>>
>>Nährstoffkonzentrationen im Urin eines Erwachsenen in Gramm/Kubikmeter
>>
>>N 8180
>>P 670
>>K 2160
>
>Hm, wenn ich das richtig sehe, dann hat ein urinierter Kubikmeter noch
>immer seine 1000 Liter x 1000 ccm = 1 000 000 ccm, die überschlägig
>mit Gramm gleichzusetzen sind.
>
>Urin hätte danach ein N:P:K-Verhältnis von 0,8:0,06:0,2.
>Das wäre zwar stickstoffbetont.
>Wenn ich aber noch höre, dass Urin 1:4 oder 1:5 mit Wasser verdünnt
>werden soll, dann bleiben 0,2 % N, 0,015 % P und 0,05 % K.
>
>Als Dünger kann man so etwas wohl kaum mehr bezeichen.
>Aber immerhin: der Urin bleibt im Garten und damit in der Familie. :-)

Genau. Man muss den auch nicht verdünnen, darf dann beim Giessen aber
nicht die Blätter benetzen (Verbrennungsgefahr).
Die Verwendung von Urin macht aber ansonsten in sofern Sinn, wenn man
den "kostenlosen" Düngewert und die Trinkwasserverschwendung im
Hinterkopf behält. Vielleicht nicht unbedingt so wichtig in vielen
Gebieten Deutschland, auch auch bei uns gibt es Wassermangelgebiete.
Und ich finde es dann schon reizvoll, giessen und düngen in der
Urinverwendung zu kombinieren und ausserdem weniger Wasser durch die
Kloschüssel zu jagen.
>
SNIP
>
>Beste Grüße G e r h a r d

Grüsse zurück
Andrea
Andrea Rechenburg [ Di, 23 Mai 2006 13:03 ] [ ID #122540 ]
Garden / Garten » de.rec.garten » Düngeempfehlung

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