Gift im Garten
Hallo NG,
ich schrieb doch neulich, dass ich meinte, meine Fische seien alle
gestorben. Vorgestern habe ich viele Totgeglaubte wiedergesehen :-).
Keine Ahnung, wo die gesteckt haben..
Dann noch was zum Betreff: ich lese, dass viele von Euch - scheinbar
auch nicht zögerlich - Unkrautvernichtungsmittel etc. einsetzen. Also
ich habe einen naturnahen Garten und mir fällt es ehrlich gesagt nicht
ein, auf jedes spriessende Unkraut Gift raufzuschütten. Ich pule alles -
mit mehr oder weniger Erfolg - mit der Hand raus. Was macht Ihr denn mit
Euren Kindern und/oder Haustieren? Solange von den verseuchten Flächen
ferhalten? Muss der Garten denn überall so arschglatt aussehen? Also
meiner muss das nicht..
Grüsse
Claudia
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm wrote:
> Hallo NG,
>
> ich schrieb doch neulich, dass ich meinte, meine Fische seien alle
> gestorben. Vorgestern habe ich viele Totgeglaubte wiedergesehen :-).
> Keine Ahnung, wo die gesteckt haben..
>
> Dann noch was zum Betreff: ich lese, dass viele von Euch - scheinbar
> auch nicht zögerlich - Unkrautvernichtungsmittel etc. einsetzen. Also
> ich habe einen naturnahen Garten und mir fällt es ehrlich gesagt
> nicht ein, auf jedes spriessende Unkraut Gift raufzuschütten. Ich
> pule alles - mit mehr oder weniger Erfolg - mit der Hand raus. Was
> macht Ihr denn mit Euren Kindern und/oder Haustieren? Solange von
> den verseuchten Flächen ferhalten? Muss der Garten denn überall so
> arschglatt aussehen? Also meiner muss das nicht..
>
Also bei mir kommt kein Gift in den Garten. Gift schadet, egal ob
Mensch, Tier oder Pflanze. Wenn eine Pflanze von Ungeziefer befallen
ist, wird sie entsorgt.
Gruß Peter
--
Eigentlich bin ich ganz anders - ich komme nur selten dazu.-
(Ödön von Horváth)
Re: Gift im Garten
> Also bei mir kommt kein Gift in den Garten. Gift schadet, egal ob
> Mensch, Tier oder Pflanze. Wenn eine Pflanze von Ungeziefer befallen
> ist, wird sie entsorgt.
Ich sehe das eigentlich auch so. Auch wenn man das Unkraut dann mit Gift
ein Jahr/eine Saison im Griff hat, ist es doch nächstes Jahr trotzdem
wieder da. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man z.B. Löwenzahn,
Quecke und Co. nachhaltig los wird.
Ich hatte vor zwei Jahren mal Borretsch im Garten, der war komplett
verlaust. Hab ich rausgerissen und fertig.
Claudia
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm schrieb:
> ein, auf jedes spriessende Unkraut Gift raufzuschütten. Ich pule alles -
> mit mehr oder weniger Erfolg - mit der Hand raus. Was macht Ihr denn mit
> Euren Kindern und/oder Haustieren? Solange von den verseuchten Flächen
> ferhalten? Muss der Garten denn überall so arschglatt aussehen? Also
> meiner muss das nicht..
Das Auskratzen von Unkraut schadet Kindern doch auch nicht, oder? Also versuch
doch nurmal dir vorzustellen, es gebe Substanzen, die Kindern ebensowenig
schaden wie ein Kratzmesser im Garten. Ist vielleicht schwer zu glauben, aber
wenn Du dich mal z.B. mit der Unverträglichkeit verschiedener Pflanzen
miteinander befasst, kommst Du der Idee eines naturnahen Giftes vielleicht näher.
Ich z.B. bekämpfe isolierten Löwenzahn mit Essig. Kinder essen den im Salat.
Es gibt sicher auch härtere Stoffe, aber nicht jedes Unkrautvernichtungsmittel
ist eine Umweltsauerei.
Denk mal etwas ganzheitlicher - was glaubst Du, welche Unterlassungen, die Du
unmerklich in deinem Garten hast, einen größeren Schaden im Tier- und
Pflanzenreich anrichten als ein bißchen RoundUp auf Unkraut? Jeder deiner
Schritte auf der Wiese kann mehr Lebewesen töten als eine Ladung RoundUp
verantwortlich eingesetzt.
- Carsten
Re: Gift im Garten
C.P Kurz wrote:
> Claudia Grimm schrieb:
>
>> ein, auf jedes spriessende Unkraut Gift raufzuschütten. Ich pule alles
>> - mit mehr oder weniger Erfolg - mit der Hand raus. Was macht Ihr denn
>> mit Euren Kindern und/oder Haustieren? Solange von den verseuchten
>> Flächen ferhalten? Muss der Garten denn überall so arschglatt
>> aussehen? Also meiner muss das nicht..
>
>
> Das Auskratzen von Unkraut schadet Kindern doch auch nicht, oder? Also
> versuch doch nurmal dir vorzustellen, es gebe Substanzen, die Kindern
> ebensowenig schaden wie ein Kratzmesser im Garten. Ist vielleicht schwer
> zu glauben, aber wenn Du dich mal z.B. mit der Unverträglichkeit
> verschiedener Pflanzen miteinander befasst, kommst Du der Idee eines
> naturnahen Giftes vielleicht näher.
>
> Ich z.B. bekämpfe isolierten Löwenzahn mit Essig. Kinder essen den im
> Salat.
>
> Es gibt sicher auch härtere Stoffe, aber nicht jedes
> Unkrautvernichtungsmittel ist eine Umweltsauerei.
>
> Denk mal etwas ganzheitlicher - was glaubst Du, welche Unterlassungen,
> die Du unmerklich in deinem Garten hast, einen größeren Schaden im Tier-
> und Pflanzenreich anrichten als ein bißchen RoundUp auf Unkraut? Jeder
> deiner Schritte auf der Wiese kann mehr Lebewesen töten als eine Ladung
> RoundUp verantwortlich eingesetzt.
Das ist Idiotie.
Oder Italowestern.
Re: Gift im Garten
Matthias Voss schrieb:
> Das ist Idiotie.
> Oder Italowestern.
3.) geistige Verwahrlosung.
- Carsten
Re: Gift im Garten
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: Gift im Garten
> Ich z.B. bekämpfe isolierten Löwenzahn mit Essig. Kinder essen den im
> Salat.
Das meine ich aber nicht, Essig ist zwar offenbar wirksam gegen Deinen
Löwenzahn, aber eben kein Unkrautvernichtungsmittel wie z.B. Round Up.
>
> Es gibt sicher auch härtere Stoffe, aber nicht jedes
> Unkrautvernichtungsmittel ist eine Umweltsauerei.
>
> Denk mal etwas ganzheitlicher - was glaubst Du, welche Unterlassungen,
> die Du unmerklich in deinem Garten hast, einen größeren Schaden im Tier-
> und Pflanzenreich anrichten als ein bißchen RoundUp auf Unkraut?
Welche denn? Das musst Du schon mal konkretisieren.
Claudia
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm schrieb:
>> Denk mal etwas ganzheitlicher - was glaubst Du, welche Unterlassungen,
>> die Du unmerklich in deinem Garten hast, einen größeren Schaden im
>> Tier- und Pflanzenreich anrichten als ein bißchen RoundUp auf Unkraut?
>
> Welche denn? Das musst Du schon mal konkretisieren.
Dein Garten ist, so naturbelassen er sein mag, nunmal künstlich angelegt. Wenn
Du einen Löwenzahn oder ein paar Löwenzähne mit RoundUp bepinselst, verursacht
das vermutlich weniger Schaden als wenn Du deinen Spaten auch nur einmal ins
Erdreich versenkst.
Ich will damit ja nicht wahllosem Versprühen von Unkraut-Ex das Wort reden. Die
meisten zugelassenen Mittel sind ziemlich optimiert was Kollateralschäden
angeht. Fährst Du Auto, oder fliegst Du in den Urlaub? Wie hoch ist der
Schadstoffausstoß deiner Heizung? In welchem Verhältnis steht das zu ein paar
ml RoundUp da, wo es hilfreich ist?
- Carsten
Re: Gift im Garten
Am Sat, 06 May 2006 19:08:37 +0200 schrieb Claudia Grimm:
Hallo,
>ich schrieb doch neulich, dass ich meinte, meine Fische seien alle
>gestorben. Vorgestern habe ich viele Totgeglaubte wiedergesehen :-).
da siehst du mal, wie man sich täuschen kann.
>Dann noch was zum Betreff: ich lese, dass viele von Euch - scheinbar
>auch nicht zögerlich - Unkrautvernichtungsmittel etc. einsetzen.
Könnte es sein, dass du dich da schon wieder täuscht?
Erstens sind hier viele - genau so wie du - am naturnahen Gärtnern und
versuchen, ohne Unkrautvernichtungsmittel auszukommen und
zweitens findest du hier kaum jemanden, der "nicht zögerlich"
irgendwelche Pflanzenschutzmittel einsetzt.
Ausreißer gibt es selbstverständlich überall. So wie es so genannte
Biogärtner gibt, die mit Kompost und organischem Dünger überdüngen,
gibt es auch welche, die ungekonnt mit Pflanzenschutzmitteln umgehen.
Über beides wird sich hier ausgetauscht. Hoffentlich nicht ohne
Erfolg.
>Also
>ich habe einen naturnahen Garten und mir fällt es ehrlich gesagt nicht
>ein, auf jedes spriessende Unkraut Gift raufzuschütten.
Aber es fällt dir ein, pauschal anderen zu unterstellen, dass sie "auf
jedes sprießende Unkraut Gift raufschütten".
Könntest du bitte etwas konkreter werden, bevor du so unqualifiziert
um dich haust?
Übrigens: einen naturnahen Garten haben hier viele. Es weiß aber
keiner, was der andere jeweils konkret darunter versteht, denn der
Begriff ist mehr als dehnbar. Genau genommen, kann "naturnah" für
einen Garten ganz schön weit hergeholt sein, es sei denn, man weiß
nicht was Natur wirklich ist.
>Ich pule alles -
>mit mehr oder weniger Erfolg - mit der Hand raus.
Und, wer hindert dich daran? Und wer hindert dich daran, davon
auszugehen, dass das viele, wenn nicht alle anderen auch tun,
eimerweise und immer wieder?
Und wenn du mal mit den Brombeeren, den Winden und dem Giersch und dem
Moos per Handarbeit nicht mehr zurecht kommen solltest, kannst du dich
mit dem Problem immer noch hier melden.
>Was macht Ihr denn mit Euren Kindern und/oder Haustieren?
>Solange von den verseuchten Flächen ferhalten?
Könnte es sein, dass du deutlich weniger Ahnung von
Pflanzenschutzmitteln hast, als du hier laut bist?
Könnte es z.B. sein, dass du dir und deinen Kindern bisweilen Milch
oder Milchprodukte vorsetzt? Dann tust du das sicher, weil du nicht
weißt, dass es z.B. Landwirten erlaubt ist, den Bewuchs von
Stilllegungsflächen mit Roundup zu stoppen und den behandelten
Aufwuchs an ihre Kühe zu verfüttern. Nach deiner Diktion verfüttern
die verseuchtes Futter und produzieren damit verseuchte Milch...
Außerdem scheinst du hier nicht mitzulesen, sonst wäre dir nicht
entgangen, dass erst vor wenigen Tagen darüber diskutiert wurde, ob
man z.B. den Hund auf mit Banvel behandelten Rasen lassen kann.
Das Ergebnis war: man kann, sobald das Mittel auf den Pflanzen
eingetrocknet ist.
Na ja, es wird ja auch kaum einer auf die Idee kommen, den soeben
gespritzten Rasen gleich wieder mit dem Boptail trocken zu wischen.
>Muss der Garten denn überall so arschglatt aussehen? Also
>meiner muss das nicht..
Selbst "arschglatt" ist nicht für alle gleich. Seltsam ist nur, dass
du anderen verbieten willst, für mehr Glätte zu sein, nur weil du für
weniger bist.
Aber das war hier auch schon immer so, die mit mehr Glätte haben
offensichtlich die tolerantere Lebenseinstellung. Sie wollen niemanden
zur Glätte bekehren. Andersrum ist das immer wieder mal anders. Siehe
dein Posting.
Die eingeschriebenen Bios hier, die soooo naturnah gärntern, jaulen
nach meinen Beobachtungen übrigens erst dann auf, wenn ihnen die
Nachbarn zeigen, dass man auch "naturnah" beliebig steigern kann.
Neben so viel Natur möchten sie dann auch wieder nicht hausen.
Seltsam.
Beste Grüße G e r h a r d
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm schrieb:
>> Also bei mir kommt kein Gift in den Garten. Gift schadet, egal ob
>> Mensch, Tier oder Pflanze. Wenn eine Pflanze von Ungeziefer befallen
>> ist, wird sie entsorgt.
>
> Ich sehe das eigentlich auch so. Auch wenn man das Unkraut dann mit Gift
> ein Jahr/eine Saison im Griff hat, ist es doch nächstes Jahr trotzdem
> wieder da. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man z.B. Löwenzahn,
> Quecke und Co. nachhaltig los wird.
>
> Ich hatte vor zwei Jahren mal Borretsch im Garten, der war komplett
> verlaust. Hab ich rausgerissen und fertig.
Hallo
Wenn bestimmte Pflanzen von Schädlingen befallen sind, ist es
vielleicht garnicht unbedingt klug, diese Futterplätze rauszureißen.
Angeblich ist es eine olle "Indianerregel" dass man immer ein paar
Pflanzen den Schädlingen überlässt und die anderen weiterhin pflegt und
stärkt. (z.B. mit Brennesseljauche düngen um die Zellwände zu stärken)
Die Läuse lieben es auch bequem und saugen lieber aus weniger
anstrengenden Gewächsen.
Wie gesagt: "angeblich" ausprobiert habe ich das noch nicht. Wenn
Raupen am Kohl auftauchen, spritze ich mit bacillus thuringensis - das
ist ungiftig und betrifft nur die Raupen. Gift verwende ich nur in Form
von Kupferkalk um gegen die Kraut- und Knollenfäule vorzubeugen. Nach
meiner Erfahrung haben wir sonst 100% Ausfälle und das ist mir dann doch
zuviel. Ganz "ohne" wäre es mir lieber aber dazu müsste man mit dem
Garten umziehen.
gh
--
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Re: Gift im Garten
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Re: Gift im Garten
C.P Kurz wrote:
> Claudia Grimm schrieb:
>
>>> Denk mal etwas ganzheitlicher - was glaubst Du, welche
>>> Unterlassungen, die Du unmerklich in deinem Garten hast, einen
>>> größeren Schaden im Tier- und Pflanzenreich anrichten als ein bißchen
>>> RoundUp auf Unkraut?
>>
>>
>> Welche denn? Das musst Du schon mal konkretisieren.
>
>
>
> Dein Garten ist, so naturbelassen er sein mag, nunmal künstlich
> angelegt. Wenn Du einen Löwenzahn oder ein paar Löwenzähne mit RoundUp
> bepinselst, verursacht das vermutlich weniger Schaden als wenn Du deinen
> Spaten auch nur einmal ins Erdreich versenkst.
>
> Ich will damit ja nicht wahllosem Versprühen von Unkraut-Ex das Wort
> reden. Die meisten zugelassenen Mittel sind ziemlich optimiert was
> Kollateralschäden angeht. Fährst Du Auto, oder fliegst Du in den Urlaub?
> Wie hoch ist der Schadstoffausstoß deiner Heizung? In welchem Verhältnis
> steht das zu ein paar ml RoundUp da, wo es hilfreich ist?
Hülfe!!! Ein Gutmensch.
Wieviel Bakterien der wohl jedes mal beim Zähneputzen
brutalst vernichtet...
Matthias
Re: Gift im Garten
Kathinka Wenz wrote:
> Ich denke da mit Grauen an die Leute, die erklären, dass ihnen niemals
> Chemie in den Garten käme und im nächsten Satz die Wirkungsweise von
> selbstgepantschter Nikotinbrühe über den Klee loben. Dass sie da mit dem
> Nikotin ein hochwirksamen Nervengift in unbekannter Dosis versprühen,
> ist ihnen nicht bewußt.
Nikotin hilft gegen Klee? Auch gegen Weißklee? ;-)
Gruß
Matthias
Re: Gift im Garten
> Wenn Du einen Löwenzahn oder ein paar Löwenzähne mit RoundUp
> bepinselst, verursacht das vermutlich weniger Schaden als wenn Du deinen
> Spaten auch nur einmal ins Erdreich versenkst.
Das glaube ich allerdings nicht.
Claudia
Re: Gift im Garten
"Matthias Voss" <spammat.voss [at] gmx.de> schrieb
> Nikotin hilft gegen Klee? Auch gegen Weißklee? ;-)
Ja, aber sicher doch. Oder hast Du schonmal einen
starken Raucher gesehen, dem der Klee aus den Ohren
gewachsen ist? ;-)
Noch wirksamer ist das Nikotin, wenn Du es mit einer
glühenden Zigarettenspitze direkt auf die einzelnen
Kleeblätter applizierst.
Re: Gift im Garten
> Gehörst du etwas auch zu den Idioten, die denken, das alles, solange es
> nicht aus dem Giftschrank im Gartenhandel kommt, gut ist?
Musst ja nicht gleich unflätig werden ;-). Wunden Punkt getroffen?
> Ich denke da mit Grauen an die Leute, die erklären, dass ihnen niemals
> Chemie in den Garten käme und im nächsten Satz die Wirkungsweise von
> selbstgepantschter Nikotinbrühe über den Klee loben. Dass sie da mit dem
> Nikotin ein hochwirksamen Nervengift in unbekannter Dosis versprühen,
> ist ihnen nicht bewußt.
Mach ich nicht.
> Gift ist immer relaiv. Salz und Essig sind für den Menschen in der
> richtigen Dosis ungiftig. In der Natur können sie verherende Schäden
> anrichten. Und auf dem Beipackzettel von solchen Hausmittelchen steht
> eben nicht drauf, welche Dosierung man verwenden soll, wie lange es
> braucht, um sich zu zersetzen und wie die Wartezeiten sind. Warum
> sollten solche Hausmittelchen dann besser sein als die gekaufte,
> kontrollierte und zugelassene Chemie aus dem Gartenfachmarkt? Nur weil
> sie subjektiv als ungefährlich empfunden werden, weil kein Totenkopf auf
> der Packung aufgedruckt ist?
Das mag alles stimmen. Mir ist nur aufgefallen, dass sich viele Leute um
eine einzelne Biene sorgen, um die Libellenlarve im Teich, dann aber
zur Chemiekeule greifen, wenn sich irgendwo ein Löwenzahn o.ä. blicken
lässt. Wie gesagt, mir fiel das halt nur auf und schien _für mich_ nicht
recht zusammenzupassen. Aber dem ist wohl nicht so.
Und wer lesen kann, hat auch gemerkt, dass ich niemanden deswegen
angegriffen habe.
Claudia
Re: Gift im Garten
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: Gift im Garten
Hi Gerhard,
> Könnte es sein, dass du dich da schon wieder täuscht?
> Erstens sind hier viele - genau so wie du - am naturnahen Gärtnern und
> versuchen, ohne Unkrautvernichtungsmittel auszukommen und
> zweitens findest du hier kaum jemanden, der "nicht zögerlich"
> irgendwelche Pflanzenschutzmittel einsetzt.
Ok, dann hat mein Eindruck wohl getäuscht.
> Aber es fällt dir ein, pauschal anderen zu unterstellen, dass sie "auf
> jedes sprießende Unkraut Gift raufschütten".
Ja, das war allerdings mein Eindruck. Es kam nämlich von keiner Seite
der Rat, den Löwenzahn (als Beispiel) einfach mal stehen zu lassen.
Soviel Unheil wird er wohl nicht anrichten. Und ja, ich weiss wie er
sich verbreitet, habe selbst genug davon.
> Übrigens: einen naturnahen Garten haben hier viele. Es weiß aber
> keiner, was der andere jeweils konkret darunter versteht, denn der
> Begriff ist mehr als dehnbar. Genau genommen, kann "naturnah" für
> einen Garten ganz schön weit hergeholt sein, es sei denn, man weiß
> nicht was Natur wirklich ist.
Wahrscheinlich definiert hier jeder "naturnah" unterschiedlich. Ich habe
mal was aus meinem Gartenbuch kopiert, wie dort ein Naturgarten
definiert wird.
"biologische Produktion, Vernetzung und vor allem die Verwendung
robuster, bewährter Kulturpflanzen im Nutzgarten beziehungsweise
heimischer Wildpflanzen bei Verzicht auf Zuchtformen und exotischer
Pflanzen im Ziergarten.
Große Bedeutung haben hier Naturwege, Plätze, Natursteintreppen und
Trockenmauern, zu denen jeweils passende Bepflanzungsbeispiele gegeben
werden. Wildblumenbeete, -säume und -wiesen werden getrennt nach ihren
Nährstoff- und Standortbedürfnissen vorgestellt. Einzelgehölze, Hecken,
naturnahe Gartenrosen, Zäune und Flechtzäune, Kletterpflanzen und
natürlich Naturteiche.."
Brennesseln und Disteln gehören wohl auch dazu. Ich habe sie jedenfalls
in meinem Garten. Ich kann nun nicht unbedingt behaupten, dass ich
Brennesseln soo toll finde, habe sie auch in meinem ersten Gartenjahr
(2003) alle rausgerissen. Natürlich sind es dann jedes Jahr mehr
geworden. Jetzt bleiben sie halt stehen.
> Und, wer hindert dich daran?
Na, zum Glück keiner.. ;-).
> Und wenn du mal mit den Brombeeren, den Winden und dem Giersch und dem
> Moos per Handarbeit nicht mehr zurecht kommen solltest, kannst du dich
> mit dem Problem immer noch hier melden.
S.o. Brennesseln. Ich habe da eben kein Gift raufgekippt, wäre mir nicht
im Traum eingefallen. Moos habe ich auch genug. Na und? Wird abgesammelt
wie z.B. Schnecken. Und trotzdem kommt dieser Mist jedes Jahr wieder, ob
nun mit Gift oder ohne. Da lass ich es gleich weg.
> Könnte es sein, dass du deutlich weniger Ahnung von
> Pflanzenschutzmitteln hast, als du hier laut bist?
Gut erkannt, könnte durchaus sein :-).
> Könnte es z.B. sein, dass du dir und deinen Kindern bisweilen Milch
> oder Milchprodukte vorsetzt?
Nee, lactoseintolerant.
> Außerdem scheinst du hier nicht mitzulesen, sonst wäre dir nicht
> entgangen, dass erst vor wenigen Tagen darüber diskutiert wurde, ob
> man z.B. den Hund auf mit Banvel behandelten Rasen lassen kann.
> Das Ergebnis war: man kann, sobald das Mittel auf den Pflanzen
> eingetrocknet ist.
Würde ich trotzdem nicht machen.
> Selbst "arschglatt" ist nicht für alle gleich. Seltsam ist nur, dass
> du anderen verbieten willst, für mehr Glätte zu sein, nur weil du für
> weniger bist.
Das hast Du jetzt aber rein interpretiert. Verbieten will ich doch
niemandem irgendetwas. Es macht doch sowieso jeder was er will. Ich
möchte nur verstehen, warum es so schlimm ist, wenn irgendwo Unkräuter
im Garten sind. Nochmal: ich finds auch nicht toll. Aber wenn ich dann
hier von Zubetonieren etc. lese, finde _ich_ das seltsam. Aber es hat
doch gar keine Relevanz, was ich finde. Es ist mir nur aufgefallen.
> Aber das war hier auch schon immer so, die mit mehr Glätte haben
> offensichtlich die tolerantere Lebenseinstellung. Sie wollen niemanden
> zur Glätte bekehren. Andersrum ist das immer wieder mal anders. Siehe
> dein Posting.
Dein Problem, wenn Du Dich bekehrt fühlst. Das lag mir völlig fern. Ich
finde es allerdings eher tolerant, wenn man das eine oder andere
Pflänzchen (auch wenn es nicht in die Reihe passt) stehen lässt bzw. ihm
nicht mit Gift zu Leibe rückt. Vielleicht war der Begriff "arschglatt"
etwas zu flapsig. "Ordentlich" und "auf Kante" trifft es wohl besser.
Aber Du hast schon recht, jeder nach seiner Fasson. Meins ist das eben
nicht.
> Die eingeschriebenen Bios hier, die soooo naturnah gärntern, jaulen
> nach meinen Beobachtungen übrigens erst dann auf, wenn ihnen die
> Nachbarn zeigen, dass man auch "naturnah" beliebig steigern kann.
> Neben so viel Natur möchten sie dann auch wieder nicht hausen.
> Seltsam.
Ja, das sind Deine Beobachtungen. Ich erlebe das anders.
Grüsse
Claudia
Re: Gift im Garten
>(z.B. mit Brennesseljauche düngen um die Zellwände zu stärken)
Das habe ich mal bei meinen Stockrosen versucht, hat nichts genützt.
Claudia
Re: Gift im Garten
> Nein, kein wunder Punkt, nur ein fester Standpunkt. Und wenn für dich
> "Idiot" schon unflätig ist, bist du eine ganz schöne Mimose. Höltst du
> dir die Ohren zu, wenn jemand in deiner Nähe "Arschloch" sage?
Nee, ich bin leider so erzogen und bezeichne fremde Leute nicht als
erstes als Idioten, auch wenn sie eine Ansicht äussern, die mir
vielleicht nicht gefällt. Dann könnte ich ja den ganzen Tag mit
Schimpfwörtern um mich schmeissen..
> Ich mag nicht drum herum reden. Und wenn ich denke, dass eine bestimmte
> Gruppe sich idiotisch benimmt, dann sage ich das auch.
Kannst Du ja auch, muss ich trotzdem nicht gut finden.
> Klar. Die Chemiekeule, die dann verwendet wird, ist weder bienen- noch
> libellenlarvenschädigend. Und wo ist jetzt dein Problem?
Mein Problem ist, dass ich diese Chemiekeulen generell nicht gut finde.
Ich kenne die Giftschränke in den Baumschulen, da gibts für jedes
Unkraut/Parasitenproblem die geeignete Lösung. Wenn ich mir hier einige
Leute in meiner Umgebung anschaue, dann finde ich, dass häufig mit
Kanonen auf Spatzen geschossen wird.
> Doch, hast du. Du hast einen pauschalen Rundumschlag gegen alle gemacht,
> die irgendwann einmal Chemie aus dem Giftschrank eingesetzt haben, ohne
> dabei zu differenzieren. Und das habe offensichtlich nicht nur im so
> empfunden.
Scheint ein heisses Eisen zu sein. Offenbar passen die Begriffe
naturnahes Gärtnern und Gift doch nicht recht zusammen. Irgendwie zieht
sich ja keiner den Schuh gern an.
> Und da die Geschichte mit der Kommunikation nun mal nur auf das Wert
> legt, was beim anderen ankommt, und das, was man gemeint hat, völlig
> unwichtig ist, hast du andere angegriffen.
Fragt sich nur, wer jetzt die Mimose ist..
Gruss
Claudia
Re: Gift im Garten
Am Sun, 07 May 2006 13:12:38 +0200 schrieb Claudia Grimm:
> Mein Problem ist, dass ich diese Chemiekeulen generell nicht gut finde.
Nein, dein Problem ist, dass du von "Chemie" sprichst, ohne einen Tau davon
zu haben. Klassische öko-Halbbildung, "Natur" ist immer gut, "Industrie"
ist immer böse.
Re: Gift im Garten
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: Gift im Garten
> Nein, dein Problem ist, dass du von "Chemie" sprichst, ohne einen Tau davon
> zu haben. Klassische öko-Halbbildung, "Natur" ist immer gut, "Industrie"
> ist immer böse.
Ich habe überhaupt keine Ökobildung, nicht mal eine halbe. Für mich
_scheint_ es nur so, dass es keinen Unterschied macht, ob ich z.B. den
Löwenzahn (mein Lieblingsbeispiel) rausrupfe oder vergifte. Er kommt
sowieso wieder. Wenn nicht an dieser, dann an einer anderen Stelle. Und
da entscheide ich mich eben eher für ersteres.
Warum lebe ich auf dem Land in der Natur, wenn ich es nicht verkrafte,
ein paar Unkräuter in meinem Garten zu haben? Irgendwie finde ich das
spiessig.
Gruss
Claudia
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm schrieb:
>> Nein, dein Problem ist, dass du von "Chemie" sprichst, ohne einen Tau davon
>> zu haben. Klassische öko-Halbbildung, "Natur" ist immer gut, "Industrie"
>> ist immer böse.
>
> Ich habe überhaupt keine Ökobildung, nicht mal eine halbe. Für mich
> _scheint_ es nur so, dass es keinen Unterschied macht, ob ich z.B. den
> Löwenzahn (mein Lieblingsbeispiel) rausrupfe oder vergifte. Er kommt
> sowieso wieder. Wenn nicht an dieser, dann an einer anderen Stelle. Und
> da entscheide ich mich eben eher für ersteres.
> Warum lebe ich auf dem Land in der Natur, wenn ich es nicht verkrafte,
> ein paar Unkräuter in meinem Garten zu haben? Irgendwie finde ich das
> spiessig.
Stimmt absolut! Leider schaffen es viele ihr Leben lang nicht, sich von
den Vorgaben der Werbeindustrie zu lösen. Nebenbei wohnen die
kaputtesten Familien in saubersten Gärten.
gh
Re: Gift im Garten
> Aber Essig ist gut?
Keine Ahnung, benutze ich nicht. Ich benutze gar nix ausser die
nichtwirkende Brennesseljauche im letzten Jahr. Dann sehen die
Stockrosen im Spätsommer eben scheisse aus.
> Ich rede davon, dass Hausmittelchen gut und Chemie verwerflich sein
> soll. Das ist der Punkt, den ich nicht mag.
Da ich weder Hausmittelchen (also ich war das nicht mit dem Essig) noch
Chemie benutze, weiss ich gar nicht, was ich dazu sagen soll. Was wären
denn Hausmittelchen (ausser Essig)?
Mir scheint es nur ein aussichtsloser Kampf gegen das Unkraut zu sein,
eventuell ist das ja in euren Gärten anders. Und da ich nicht einsehe,
in einem großen Garten dann eben auch größere Mengen an
Unkrautvernichtungsmitteln einzusetzen, bleiben die Sachen, die ich
nicht nachhaltig rausrupfen kann, eben da.
Die Frage, die mich ursprünglich eigentlich interessierte, ist, warum
Euch das Unkraut so stört. Ich hätte das vielleicht gleich anfangs so
fragen sollen..
Gruss
Claudia
Re: Gift im Garten
Kathinka Wenz schrieb:
>
>
> Doch, du hast Gift im Garten. Deine Scheinzypressen sind z.B. giftig. Du
> solltest sie ganz schnell fällen, wenn das doch so schädlich ist.
>
....Oleander, Blauregen, Vogelbeere, Liguster,.... ;-)
--
Mit elektronischen Grüßen!
Peter Badouin
Re: Gift im Garten
Am Sun, 07 May 2006 14:02:16 +0200 schrieb Günter Hackel:
> Stimmt absolut! Leider schaffen es viele ihr Leben lang nicht, sich von
> den Vorgaben der Werbeindustrie zu lösen. Nebenbei wohnen die
> kaputtesten Familien in saubersten Gärten.
> gh
So, Bojasch, du hast es wieder ins Killfile geschafft, ich dachte mir eine
Zeitlang, neuer Name verdient ausnahmsweise auch eine neue Chance, war wohl
nichts.
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm wrote:
> Dann sehen die
> Stockrosen im Spätsommer eben scheisse aus.
Kann man akzeptieren.
> Die Frage, die mich ursprünglich eigentlich interessierte, ist, warum
> Euch das Unkraut so stört.
Weil es scheisse aussieht.
Re: Gift im Garten
Am Sun, 07 May 2006 14:04:28 +0200 schrieb Claudia Grimm:
Hallo,
>Mir scheint es nur ein aussichtsloser Kampf gegen das Unkraut zu sein,
>eventuell ist das ja in euren Gärten anders.
der Kampf gegen das Unkraut ist - egal auf welche Art und Weise -
nicht aussichtslos, wenn das Ziel darin besteht, die Unkrautbestände
zumindest dort vorübergehend zu reduzieren, wo sie stören.
Wer meint, Unkraut - egal mit welchem Kampf - für immer und endgültig
los zu werden, der wird eines Besseren belehrt werden. Aber wer glaubt
so etwas schon.
>Und da ich nicht einsehe,
>in einem großen Garten dann eben auch größere Mengen an
>Unkrautvernichtungsmitteln einzusetzen, bleiben die Sachen, die ich
>nicht nachhaltig rausrupfen kann, eben da.
Tja, siehste, da bin ich dann doch wieder naturnaher ausgerichtet.
Ich habe nämlich zufällig nur gut 100 qm Gemüsefläche, mit ein paar
Beerensträuchern und Obstbäumen drin. Da brauche ich kein Unkraut.
Dann gibt es gut 100 qm Stauden, wieder mit ein paar Beerensträuchern
und Obstbäumchen drin. Da brauche ich auch kein Unkraut.
Und dann gibt es noch knappe 100 qm arschglatten Rasen, der in etwa so
aussieht, wie Rasen und auch so genutzt wird. Da brauche ich auch kein
Unkraut drin.
Aber: die restliche Fläche, die auf deinen großen Garten fehlt, habe
ich der Natur und allen anderen Leuten überlassen.
>Die Frage, die mich ursprünglich eigentlich interessierte, ist, warum
>Euch das Unkraut so stört. Ich hätte das vielleicht gleich anfangs so
>fragen sollen..
Vielleicht stört Unkraut auf wirklich gärtnerisch genutzten Flächen
mehr, als in eingezäunter Natur, die man dann als naturnahen Garten
verkaufen will.
Beste Grüße G e r h a r d
Re: Gift im Garten
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Re: Gift im Garten
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: Gift im Garten
Heidrun Kirchweger schrieb:
> Am Sun, 07 May 2006 14:02:16 +0200 schrieb Günter Hackel:
>> Stimmt absolut! Leider schaffen es viele ihr Leben lang nicht, sich von
>> den Vorgaben der Werbeindustrie zu lösen. Nebenbei wohnen die
>> kaputtesten Familien in saubersten Gärten.
>> gh
>
> So, Bojasch, du hast es wieder ins Killfile geschafft, ich dachte mir eine
> Zeitlang, neuer Name verdient ausnahmsweise auch eine neue Chance, war wohl
> nichts.
Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich Dich getroffen habe ohne auf Dich zu
zielen! Niedlich! Immerhin hast Du, ohne es beabsichtigt zu haben, viel
verraten.
gh
Re: Gift im Garten
Heidrun Kirchweger schrieb:
> Am Sun, 07 May 2006 14:02:16 +0200 schrieb Günter Hackel:
>> Stimmt absolut! Leider schaffen es viele ihr Leben lang nicht, sich von
>> den Vorgaben der Werbeindustrie zu lösen. Nebenbei wohnen die
>> kaputtesten Familien in saubersten Gärten.
>> gh
>
> So, Bojasch, du hast es wieder ins Killfile geschafft, ich dachte mir eine
> Zeitlang, neuer Name verdient ausnahmsweise auch eine neue Chance, war wohl
> nichts.
So, Kirchweger, ich hatte ja keine Ahnung, dass ich Dich getroffen habe
ohne auf Dich zu zielen! Ich finds immer super, wenn sich Leute auf
diese Weise outen :)
gh
Re: Gift im Garten
Am Sun, 07 May 2006 16:20:23 +0200 schrieb Günter Hackel aka Lutz Bojasch:
> Heidrun Kirchweger schrieb:
>> Am Sun, 07 May 2006 14:02:16 +0200 schrieb Günter Hackel:
>>> Stimmt absolut! Leider schaffen es viele ihr Leben lang nicht, sich von
>>> den Vorgaben der Werbeindustrie zu lösen. Nebenbei wohnen die
>>> kaputtesten Familien in saubersten Gärten.
>>> gh
>>
>> So, Bojasch, du hast es wieder ins Killfile geschafft, ich dachte mir eine
>> Zeitlang, neuer Name verdient ausnahmsweise auch eine neue Chance, war wohl
>> nichts.
>
> So, Kirchweger, ich hatte ja keine Ahnung, dass ich Dich getroffen habe
> ohne auf Dich zu zielen! Ich finds immer super, wenn sich Leute auf
> diese Weise outen :)
> gh
Kaputt ist, wer vom Zustand des Gartens auf den Zustand der Familie
schließt, und das war's auch schon wieder, was ich zu dir zu sagen habe,
Lutz Bojasch, Ungustl vom Dienst des de.-Usenets.
Re: Gift im Garten
Claudia Grimm schrieb:
> Dann noch was zum Betreff: ich lese, dass viele von Euch - scheinbar
> auch nicht zögerlich - Unkrautvernichtungsmittel etc. einsetzen.
Bei mir gibts Leckerli für die Ameisen, die im und unmittelbar am Haus
wohnen wollen. Und ich hab mir einen Unkrautvernichter von Neudorf
zugelegt, um damit die Wege (halbwegs umweltfreundlich) zu bearbeiten.
Das wars - mehr Gift brauch ich nicht.
Unser Garten ist auch nicht klinisch gepflegt, es gibt sehr wohl
Unkraut. Aber da, wo das steht, fällt Chemie sowieso flach. So lange wir
es so weit in Schach halten, dass man es auf 4 m nicht sieht, ist die
Sache in Ordnung.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Re: Gift im Garten
C.P Kurz schrieb:
> Ich z.B. bekämpfe isolierten Löwenzahn mit Essig. Kinder essen den im
> Salat.
Wieviel Zucker musst du denn da draufhauen, damit Kinder dieses bittere
Zeug freiwillig zu sich nehmen?
Ina,
die wirklich gerne Wildkräuter nascht, aber Löwenzahn als ein Zeichen
von Entsagung ansieht.
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Re: Gift im Garten
C.P Kurz schrieb:
> Jeder
> deiner Schritte auf der Wiese kann mehr Lebewesen töten als eine Ladung
> RoundUp verantwortlich eingesetzt.
Die Wiese würde ich gern mal sehen.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Re: Gift im Garten
C.P Kurz schrieb:
>>> Denk mal etwas ganzheitlicher - was glaubst Du, welche
>>> Unterlassungen, die Du unmerklich in deinem Garten hast, einen
>>> größeren Schaden im Tier- und Pflanzenreich anrichten als ein bißchen
>>> RoundUp auf Unkraut?
>>
>> Welche denn? Das musst Du schon mal konkretisieren.
>
> Dein Garten ist, so naturbelassen er sein mag, nunmal künstlich
> angelegt. Wenn Du einen Löwenzahn oder ein paar Löwenzähne mit RoundUp
> bepinselst, verursacht das vermutlich weniger Schaden als wenn Du deinen
> Spaten auch nur einmal ins Erdreich versenkst.
Willkommen in der Welt des Wunschdenkens!
> Ich will damit ja nicht wahllosem Versprühen von Unkraut-Ex das Wort
> reden. Die meisten zugelassenen Mittel sind ziemlich optimiert was
> Kollateralschäden angeht. Fährst Du Auto, oder fliegst Du in den Urlaub?
> Wie hoch ist der Schadstoffausstoß deiner Heizung? In welchem Verhältnis
> steht das zu ein paar ml RoundUp da, wo es hilfreich ist?
Und was spricht dagegen, wenigstens den Schaden nicht anzurichten, den
man locker vermeiden kann?
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Re: Gift im Garten
Kathinka Wenz schrieb:
> Gehörst du etwas auch zu den Idioten, die denken, das alles, solange es
> nicht aus dem Giftschrank im Gartenhandel kommt, gut ist?
>
> Ich denke da mit Grauen an die Leute, die erklären, dass ihnen niemals
> Chemie in den Garten käme und im nächsten Satz die Wirkungsweise von
> selbstgepantschter Nikotinbrühe über den Klee loben. Dass sie da mit dem
> Nikotin ein hochwirksamen Nervengift in unbekannter Dosis versprühen,
> ist ihnen nicht bewußt.
Versuche mit Nikotin im Erwerbsgartenbau, wo locker mal eben SEHR
giftiges Zeug gespritzt wird, wurden eingestellt. Die Giftigkeit von
Nikotin ging den Testpersonen dann doch deutlich zu weit.
Und dann denke ich an die entfernte Nachbarin, die es albern fand, unter
der Hecke Unkraut zu ziehen - man muss doch einfach nur genug Kochsalz
streuen und weg isses. Ob ihr jemals aufgefallen ist, dass ihre Hecke
praktisch auch schon in die Kategorie "weg" einzustufen war, habe ich
nie ergründen können.
Ina
--
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