Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo zusammen!

Durch Abdecken mit Rindenmulch habe ich unser Unkrautproblem bisher recht
gut in den Griff bekommen. Stören tut uns das bischen Unkraut ohnehin n=
icht.
Die Tips, die ich hier in der Gruppe und auch von unserer Baumschule erha=
lten
habe wirken bisher wirklich gut. Dadurch haben wir den Ampfer und die Dis=
teln
gut in den Griff bekommen ... bisher. Am Hang, der nicht mit Rindenmulch
abgedeckt werden konnte, haben wir noch einige Probleme, aber durch Jäh=
ten
und gezieltes besprühen der Wurzelunkräuter mit Roundup scheint es gu=
t zu
funktionieren. Mein Ziel komplett auf Herbizide zu verzichten habe ich ja
bereits in der ersten Woche aufgegeben ;-)

Wir haben hier aber Probleme mit Ackerwinden. Auf einen m^2 Fläche komm=
en
bis zu 10 Triebe. Ausjähten nutzt wegen der Risome nicht viel, die trei=
ben
direkt wieder aus. Durch die Erdarbeiten befürchte ich, dass hier viele
Rizomsücke im Boden sind.

Ich wollte nun beginnen die Winden an einem Stock ranken zu lassen und da=
nn
gezielt mit Glyphosat einsprühen, wenn Sie ordentlich groß (ca 50cm) =
sind.
Ein Gärtner sagte mir nur so sei sichergestellt, dass das Glyphosat sic=
h
auch bis in alle Wurzelteile verbreitet und die Winde wirksam zerstört.=
Von
einer sofortigen Anwendung mit Glyphosat hatte er abgeraten, da dann nur
Teile des Wurzelwerks abgetötet würden.

Probleme bereiten mir aber die Winden, die sich bereits in unseren
Sträuchern breit machen. Ein Rhododendron und ein Arhorn wird gerade
umwickelt. Da ich hier natürlich nicht sprühen kann, hatte ich vor hi=
er
die Blätter der Winden mit RoundUp einzupinseln. Ist zwar mühsam, abe=
r
ich möchte ja die Sträucher nicht schädigen.


Ist zu der Strategie etwas hinzu zu fügen? Bin ich auf dem richtigen We=
g
oder soll ich der Ackerwinde meinen Garten kampflos überlassen ;-)




Randolf

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Randolf Skerka [ So, 07 Mai 2006 11:33 ] [ ID #118081 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Am Sun, 7 May 2006 09:33:36 +0000 (UTC) schrieb Randolf Skerka:

Hallo,

>Probleme bereiten mir aber die Winden, die sich bereits in unseren
>Sträuchern breit machen. Ein Rhododendron und ein Arhorn wird gerade
>umwickelt. Da ich hier natürlich nicht sprühen kann, hatte ich vor hier
>die Blätter der Winden mit RoundUp einzupinseln. Ist zwar mühsam, aber
>ich möchte ja die Sträucher nicht schädigen.

hm, Ackerwinden und Zaunwinden schafft Rounup nur, wenn sie genügend
Blattmasse haben. Da sollte man eigentlich bis zur Blüte warten.
Dann die Winden von ihren Klettergerüsten abwickeln. Dabei können
durchau ein paar Seitentriebe abreißen. Hauptsache der Haupttrieb mit
etlichen Blättern bleibt erhalten.

Dann legt man die Winden auf den Boden oder auf Pappe und streicht sie
mit einer Roundup-Streichlösung aus 1 Teil Roundup und 2 Teilen Wasser
ein.
Sobald sie abgetrocknet sind, kann man die Pappe entfernen.

Zum Einstreichen eignet sich ein kleines Stück Schwamm besser als ein
"spreidernder" Pinsel. Plastikhandschuhe sind bei dieser Arbeit
natürlich obligatorisch.

>Ist zu der Strategie etwas hinzu zu fügen? Bin ich auf dem richtigen Weg
>oder soll ich der Ackerwinde meinen Garten kampflos überlassen ;-)

Na ja, es gibt auch Leute, die gegen Unkraut nix tun, weil es ja eh
wieder kommt. Hm, vielleicht lässt du dich von denen mal umpolen. :-)

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ So, 07 Mai 2006 14:47 ] [ ID #118104 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

asl
orce [ So, 07 Mai 2006 15:18 ] [ ID #118113 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi!

Gerhard Zahn wrote:
> Zum Einstreichen eignet sich ein kleines Stück Schwamm besser als ein
> "spreidernder" Pinsel. Plastikhandschuhe sind bei dieser Arbeit
> natürlich obligatorisch.

Mal eine provokante Frage: Hier wird immer wieder betont, das RoundUp
für alles andere ausser Pflanzen gaaaaaaaaanz harmlos wäre. Ok, aber
wieso sind dann bei Arbeiten mit dem Zeug Handschuhe obligatorisch?

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Mo, 08 Mai 2006 12:42 ] [ ID #118729 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Randolf!

Randolf Skerka wrote:
> Ist zu der Strategie etwas hinzu zu fügen? Bin ich auf dem richtigen Weg
> oder soll ich der Ackerwinde meinen Garten kampflos überlassen ;-)

Bei uns wächst Ackerwinde unter einer Korkenzieherweide auf den
Erdaushub eines Teiches. Sie breitet sich nicht in den Rasen aus und der
Weide ist der Bodendecker auch schnurz egal. Darüber hinaus blüht
Ackerwinde, wie ich finde, im Sommer herrlich.

Also vielleicht nur da eindämmen, wo man sie nicht haben will
(Gemüsebeet) und unter Büschen etc. gewähren lassen? Man muß ja nicht
immer alles komplett aus seinem Garten vertreiben, nur weil es in
"Unkraut" eingestuft ist.

Ich seh hier immer, mit welchen Eifer die Leute den Löwenzahn aus ihren
Rasen stechen... und die sterben wohl jedesmal im späten Frühjahr
tausend Tode, wenn sie dann sehen wie auf den umliegenden Grünflächen
alles herrlich gelb ist durch lauter Löwenzahnblüten. :)

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Mo, 08 Mai 2006 12:45 ] [ ID #118730 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Mo, 08 Mai 2006 12:50 ] [ ID #118732 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet <daguenet [at] skygate.de> wrote:
> Hallo Randolf!
>
> Randolf Skerka wrote:
>> Ist zu der Strategie etwas hinzu zu fügen? Bin ich auf dem richtigen=
Weg
>> oder soll ich der Ackerwinde meinen Garten kampflos überlassen ;-)
>
> Bei uns wächst Ackerwinde unter einer Korkenzieherweide auf den
> Erdaushub eines Teiches. Sie breitet sich nicht in den Rasen aus und de=
r
> Weide ist der Bodendecker auch schnurz egal. Darüber hinaus blüht
> Ackerwinde, wie ich finde, im Sommer herrlich.
>
> Also vielleicht nur da eindämmen, wo man sie nicht haben will
> (Gemüsebeet) und unter Büschen etc. gewähren lassen? Man muß ja=
nicht
> immer alles komplett aus seinem Garten vertreiben, nur weil es in
> "Unkraut" eingestuft ist.
>
> Ich seh hier immer, mit welchen Eifer die Leute den Löwenzahn aus ihr=
en
> Rasen stechen... und die sterben wohl jedesmal im späten Frühjahr
> tausend Tode, wenn sie dann sehen wie auf den umliegenden Grünfläch=
en
> alles herrlich gelb ist durch lauter Löwenzahnblüten. :)

Hallo Frederic,

danke erstmal. Jedem Unkraut renne ich sicher nicht hinterher, dass dies
sinnlos ist, kenne ich noch von "früher" aus dem Schrebergarten meiner
Eltern ;-) ... und die Zeit habe ich auch nicht. Ich will den Garten
genießen, nicht bearbeiten ... faul bin ich auch noch! Unser Zaun wird
gerade von Winden in beschlag genommen ... eigentlich praktisch, da
die Hecke noch nicht blickdicht ist ;-)

Wie eingangs gesagt, durch Rindenmulch haben wir ca. 75% der Probleme in
den Griff bekommen und darüber bin ich schon erleichtert. Unter der
Hecke ist's mir ohnehin wurscht und beim Rasen wird man es erst im kommen=
den
Jahr sehen (den haben wir vor 2 Wochen erst verlegt).

Deine Strategie "eindämmen, wo es stört" ist mein Motto. Unser Hang i=
st
derzeit mein Problem. Den kann ich nicht mit Mulch abdecken und daher
gedeihen die Winden dort prächtig. Ich kann nicht abschätzen, wie sta=
rk
das Zeug wuchert, da ich noch in Erinnerung habe, wie es letztes Jahr
zu dieser Zeit aussah.




Randolf

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Randolf Skerka [ Mo, 08 Mai 2006 13:04 ] [ ID #118734 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi!

Randolf Skerka wrote:
> Eltern ;-) ... und die Zeit habe ich auch nicht. Ich will den Garten
> genießen, nicht bearbeiten ... faul bin ich auch noch! Unser Zaun wird

Kommt mir irgendwie bekannt vor. :)
Allerdings bin ich auch der Typ, der sich noch an jeder Wildblume, sei
sie noch so klein, erfreut.
Ich werd nur garstig, wenn mir was ans Leder will... z.B. Mücken und
Stechfliegen, oder wenn eine Brennnesselwand einen Durchgang blockieren
würde.

> gerade von Winden in beschlag genommen ... eigentlich praktisch, da
> die Hecke noch nicht blickdicht ist ;-)

Jo, ist nur im Winter ein etwas trostloser Anblick, weil sie immer ganz
abstirbt.

> Wie eingangs gesagt, durch Rindenmulch haben wir ca. 75% der Probleme in
> den Griff bekommen und darüber bin ich schon erleichtert. Unter der
> Hecke ist's mir ohnehin wurscht und beim Rasen wird man es erst im kommenden
> Jahr sehen (den haben wir vor 2 Wochen erst verlegt).

Auf den Rasen sollte sie sich nicht ausweiten können, wenn ihr ab und an
mäht. Wir mähen hier erst, wenn das Gras schon min. 10-15cm hat. Die
Ackerwinde ist bis jetzt auf ihren Hügel geblieben.

> Deine Strategie "eindämmen, wo es stört" ist mein Motto. Unser Hang ist
> derzeit mein Problem. Den kann ich nicht mit Mulch abdecken und daher
> gedeihen die Winden dort prächtig. Ich kann nicht abschätzen, wie stark
> das Zeug wuchert, da ich noch in Erinnerung habe, wie es letztes Jahr
> zu dieser Zeit aussah.

Naja, die Fläche die man ihr läßt, nimmt sie auch gründlich ein. Aber
sie verdrängt nach meiner Beobachtung nix. Und sie ist recht zäh. Ein
Teil dieses Erdhaufens grab ich regelmäßig um, weil ich die Erde noch
brauche. Doch die Ackerwinde erobert sich den Platz immer schnell zurück
und keimt fleissig neu, bzw. treibt aus den Wurzelstücken wieder aus.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Mo, 08 Mai 2006 13:47 ] [ ID #118742 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Kathinka!

Kathinka Wenz wrote:
>> Mal eine provokante Frage: Hier wird immer wieder betont, das RoundUp
>> für alles andere ausser Pflanzen gaaaaaaaaanz harmlos wäre. Ok, aber
>> wieso sind dann bei Arbeiten mit dem Zeug Handschuhe obligatorisch?
> Keiner hat behauptet, dass RoundUp völlig harmlos ist. Es ist nur bei
> sachgemäßer Anwendung weitgehen unkritisch. Ich würde das Zeug auch
> nicht trinken und ich nehme an, dass die Biene, der ich es ins Gesicht
> spitze, auch daran krepiert. Aber wenn ich es auf der Pflanze
> vorschriftsgemäß auftrage und später landet dort eine Biene, dann
> passiert ihr nichts.

Schon klar... man versucht ja auch nicht Altöl zu trinken.
Nur macht mich sowas dann halt doch stutzig. Schon gar, wenn wie in
Deinem Beispiel die Biene durch das Zeug den Löffel abgibt. Ich sag mir
dann immer: So harmlos kann das Zeug doch nicht sein.

> Im Übrigen habe ich mit RoundUp durchaus schon ohne Handschuhe hantiert
> und lebe auch noch. Und nein, ich habe auch keinen Ausschlag bekomme.
> Aber empfindlichen Menschen kann das sicher passieren. Zumal in der
> hohen Dosierung, die Gerhard empfohlen hat.

Gut, Du könntest jetzt aber schon verraten, das Du die mail mit den
Zehen geschrieben hast. ;)

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Mo, 08 Mai 2006 13:57 ] [ ID #118744 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet <daguenet [at] skygate.de> wrote:
> Naja, die Fläche die man ihr läßt, nimmt sie auch gründlich ein=
.. Aber
> sie verdrängt nach meiner Beobachtung nix. Und sie ist recht zäh. E=
in
> Teil dieses Erdhaufens grab ich regelmäßig um, weil ich die Erde no=
ch
> brauche. Doch die Ackerwinde erobert sich den Platz immer schnell zurü=
ck
> und keimt fleissig neu, bzw. treibt aus den Wurzelstücken wieder aus.

Dass ist genau das Problem hier. Die Winde hatte letztes Jahr Zeit einen
Erdhügel in beschlag zu nehmen (da hat der Tiefbauer den Mutterboden
aufgeschüttet). Tja, nachdem der Hügel auf dem Grundstück verteilt =
wurde,
haben sich natürlich auch die Wurzelstücke vermehrt (die wurden durch=
den
Bagger schön zerteilt). Jetzt keimt es aus jedem Wurzelrest, der unter
nackter Erde liegt ;-)


Randolf

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Randolf Skerka [ Mo, 08 Mai 2006 13:56 ] [ ID #118745 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet <daguenet [at] skygate.de> wrote:
> Schon klar... man versucht ja auch nicht Altöl zu trinken.
> Nur macht mich sowas dann halt doch stutzig. Schon gar, wenn wie in
> Deinem Beispiel die Biene durch das Zeug den Löffel abgibt. Ich sag m=
ir
> dann immer: So harmlos kann das Zeug doch nicht sein.

Ist es auch nicht. Aber wer verantwortungsvoll mit dem Zeug umgeht, liest
die umfangreichen Beipackzettel und wird schnell merken, dass es eben
kein Orangesaft ist, den man in den Händen hält. Schon auf der Packun=
g
steht "Reizend" abgedruckt, dass sollte jeden zur Vorsicht animieren ;-)



Randolf

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Randolf Skerka [ Mo, 08 Mai 2006 14:15 ] [ ID #118748 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

On Mon, 8 May 2006 11:04:58 +0000 (UTC), Randolf Skerka wrote:

> genießen, nicht bearbeiten ... faul bin ich auch noch! Unser Zaun wird
> gerade von Winden in beschlag genommen ... eigentlich praktisch, da
> die Hecke noch nicht blickdicht ist ;-)

Hmmm, mal sehn ob Du das nächstes Jahr, wenn Du den Zaun neu machst,
wieder sagst.

Bei uns hat die Winde eine Wäscheleine zerstört und beinahe einen
Birnenbaum.

> Deine Strategie "eindämmen, wo es stört" ist mein Motto. Unser Hang ist
> derzeit mein Problem. Den kann ich nicht mit Mulch abdecken und daher
> gedeihen die Winden dort prächtig. Ich kann nicht abschätzen, wie stark
> das Zeug wuchert, da ich noch in Erinnerung habe, wie es letztes Jahr
> zu dieser Zeit aussah.

Ich hab das mit einer Motorsense grob in den Griff bekommen. Und die
Feinarbeiten waren mit Spaten und Hacke die Wurzeln freilegen und
ausgraben. Eine Schweinearbeit. Wenn man die allerdings draußen hat
und sieht wie die einst überwucherten Pflanzen wiederkommen...
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 50 Mm (Die Renndrecksau!)

cu [at] http://www.issle.de
Holger Issle [ Mo, 08 Mai 2006 14:21 ] [ ID #118759 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Holger Issle <Holger [at] issle.de> wrote:
> Hmmm, mal sehn ob Du das nächstes Jahr, wenn Du den Zaun neu machst,
> wieder sagst.
>
> Bei uns hat die Winde eine Wäscheleine zerstört und beinahe einen
> Birnenbaum.

Zerstört? Wie hat sie dass denn gemacht ... also ich meine die Wäsche=
leine.

> Ich hab das mit einer Motorsense grob in den Griff bekommen. Und die
> Feinarbeiten waren mit Spaten und Hacke die Wurzeln freilegen und
> ausgraben. Eine Schweinearbeit. Wenn man die allerdings draußen hat
> und sieht wie die einst überwucherten Pflanzen wiederkommen...

Wurzeln ausgraben kann man bei Ackerwinden schonmal vergessen, da deren
Wurzeln bis in 2m Tiefe reichen. Die in Spatentiefe vorhandenen Wurzeln
haben wir natürlich auch ausgegraben, alles klappt halt nicht.



Randolf

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Randolf Skerka [ Mo, 08 Mai 2006 16:08 ] [ ID #118760 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet schrieb:
> Mal eine provokante Frage: Hier wird immer wieder betont, das RoundUp
> für alles andere ausser Pflanzen gaaaaaaaaanz harmlos wäre. Ok, aber
> wieso sind dann bei Arbeiten mit dem Zeug Handschuhe obligatorisch?

Vielleicht deswegen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20660/1.html

ein paar Zeilen aus dem Text:
Roundup wirkt auf Kaulquappen schon in weitaus geringeren
Konzentrationen, als man dies bislang geglaubt, schreiben die
Wissenschaftler in zwei Artikeln in der aktuellen Ausgabe der
Zeitschrift Ecological Applications. Das Herbizid, das vom Konzern
Monsanto vertrieben und auch in Verbindung mit resistenten
genveränderten Pflanzen angeboten wird, ist für Kaulquappen hochgiftig.

Das überraschendste Ergebnis aus den Experimenten ist, dass eine
Chemikalie, die enwtickelt wurrde, um Pflanzen zu abzutöten, innerhalb
von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag
79 Prozent aller Frösche tötete.

Marko
Marko Roller [ Mo, 08 Mai 2006 16:11 ] [ ID #118761 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi,
Frederic Daguenet schrieb:
...
> Bei uns wächst Ackerwinde unter einer Korkenzieherweide auf den
> Erdaushub eines Teiches. Sie breitet sich nicht in den Rasen aus und der
> Weide ist der Bodendecker auch schnurz egal. Darüber hinaus blüht
> Ackerwinde, wie ich finde, im Sommer herrlich.

wenn du erstmal die Ackerwinde zwischen deinen Gartenkräutern,
Stangenbohnen und Himbeeren hast und die alles so geschickt verdrahtet,
dass nur noch sie oben ist, dann weißt du, warum das Mistzeug
unerwünscht ist. Ich habe im alten Garten einen schier hoffnungslosen
Kampf gegen die Winde in meinen Beerensträuchern und Gemüsebeeten
geführt und bin froh, dass sie sich hier noch nicht breitgemacht hat.
Die bleibt nämlich nicht da, wo sie darf. Dem Löwenzahn geb ich auch
eins drauf, wo er sich zeigt. Der hat nämlich auch die fatale Neigung
wirklich überall zu wachsen und nicht nur im Rasen - dort würde er mich
noch nicht mal stören, genausowenig wie Gänseblümchen und Klee. Ich steh
nun mal aber auf schöne, farblich abgestimmte Stauden- und Rosenbeete,
da nervt er mich gewaltig. Schmecken tut er mir auch nicht, nicht als
Salat und nicht als Löwenzahn-Gelee.
Gruss,
Karla.
Karla Baumann [ Mo, 08 Mai 2006 17:35 ] [ ID #118764 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Marko Roller schrieb:

> ein paar Zeilen aus dem Text:
> Roundup wirkt auf Kaulquappen schon in weitaus geringeren
> Konzentrationen, als man dies bislang geglaubt, schreiben die
> Wissenschaftler in zwei Artikeln in der aktuellen Ausgabe der
> Zeitschrift Ecological Applications. Das Herbizid, das vom Konzern
> Monsanto vertrieben und auch in Verbindung mit resistenten
> genveränderten Pflanzen angeboten wird, ist für Kaulquappen hochgiftig.
>
> Das überraschendste Ergebnis aus den Experimenten ist, dass eine
> Chemikalie, die enwtickelt wurrde, um Pflanzen zu abzutöten, innerhalb
> von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag
> 79 Prozent aller Frösche tötete.

Kann man irgendwo auch lesen, ob die in diesen Tests verwendete Konzentration
auch nur ansatzweise was mit den Ansatzempfehlungen für RoundUp zu tun hat? Ich
meine, mein Trinkwasser bringt mich auch um, wenn man mich in genug davon
einlegt...


- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Mo, 08 Mai 2006 18:02 ] [ ID #118776 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet schrieb:
> Hi!
>
> Gerhard Zahn wrote:
>> Zum Einstreichen eignet sich ein kleines Stück Schwamm besser als ein
>> "spreidernder" Pinsel. Plastikhandschuhe sind bei dieser Arbeit
>> natürlich obligatorisch.
>
> Mal eine provokante Frage: Hier wird immer wieder betont, das RoundUp
> für alles andere ausser Pflanzen gaaaaaaaaanz harmlos wäre. Ok, aber
> wieso sind dann bei Arbeiten mit dem Zeug Handschuhe obligatorisch?

Hallo
ganz harmlos ist eine starke Übertreibung bei der der Wunsch, der
Vater des Gedanken ist. Es wäre doch zu schön oder zu blöd wenn es einen
Killerstoff geben würde, der nichts killt ;)
Immerhin sind Roundup und Co im Vergleich zu vielen anderen Mitteln,
vor allem gegenüber dem früher verwendeten Mitteln (Atrazin) viel
unproblematischer. Bei Atrazin ist z.B. die lange Haltbarkeit ein großes
Problem und es wird wohl noch lange dauern bis alles davon endgültig im
Grundwasser angekommen ist obwohl es schon lange verboten ist.
Ganz harmlos ist nur die mechanische Beseitigung von unerwünschtem
Bewuchs und das natürlich nicht für die rausgerissenen Pflanzen und den
Öko-Kreisläufen in denen sie eine Rolle spielen.
gh

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search_for_signature [ Mo, 08 Mai 2006 18:31 ] [ ID #118790 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

On Mon, 8 May 2006 14:08:19 +0000 (UTC), Randolf Skerka wrote:

> Zerstört? Wie hat sie dass denn gemacht ... also ich meine die Wäscheleine.

Sich armdick drangewunden (mehrere Lagen übereinander) und durch das
Gewicht alles runtergezogen. Ein Ast am Birnbaum war gebrochen, und
die Wäscheleine zerissen.

> Wurzeln ausgraben kann man bei Ackerwinden schonmal vergessen, da deren
> Wurzeln bis in 2m Tiefe reichen.

Stimmt. Es ist eine Schweinearbeit. Allerdings muß man auch sagen, daß
wenn man 90% der Wurzeln bis 30cm Tiefe ausreisst, der verbleibende
Windenanteil in den Jahren danach durch wegreissen im Schach gehalten
werden kann. Nur aus den Himbeeren, da werden wir die wohl nie
rausbekommen... und genau dort will ich keine Gifte.
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

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cu [at] http://www.issle.de
Holger Issle [ Di, 09 Mai 2006 07:32 ] [ ID #118863 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi!

Marko Roller wrote:
> Das überraschendste Ergebnis aus den Experimenten ist, dass eine
> Chemikalie, die enwtickelt wurrde, um Pflanzen zu abzutöten, innerhalb
> von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag
> 79 Prozent aller Frösche tötete.

Interessant wäre zu wissen: WIESO sterben die Amphibien daran? Und wie
lang ist das Zeug für sie giftig.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 09 Mai 2006 10:52 ] [ ID #118877 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Karla!

Karla Baumann wrote:
> Die bleibt nämlich nicht da, wo sie darf. Dem Löwenzahn geb ich auch
> eins drauf, wo er sich zeigt. Der hat nämlich auch die fatale Neigung
> wirklich überall zu wachsen und nicht nur im Rasen - dort würde er mich
> noch nicht mal stören, genausowenig wie Gänseblümchen und Klee. Ich steh
> nun mal aber auf schöne, farblich abgestimmte Stauden- und Rosenbeete,
> da nervt er mich gewaltig. Schmecken tut er mir auch nicht, nicht als
> Salat und nicht als Löwenzahn-Gelee.

Ich sehe halt unseren Garten weniger als Kunstobjekt, das nach
Perfektion strebt. Vielmehr versuche ich eine nette Vielfalt zu
schaffen, so das alle möglichen Pflanzen und Lebewesen einen Platz
finden. Bei mir dürfen Grashüpfer hüpfen, Schnecken kriechen und
Gartenlaubkäfer mich zwicken. Mein Garten sieht zwar dadurch nicht so
aufgeräumt auf, wie der vom Nachbar, den ich gestern dabei beobachtete
wie er mit kleiner Schere und Kniekissen auf seinem Rasen robbte um
Miniunkräuter zu entfernen... aber wenn wir hier was anpflanzen, können
wir über Ernteverluste nicht klagen. In zwei Jahren hatten wir
Pflücksalat, der kaum angerührt wurde und letztes Jahr gab es die ersten
nennenswerten Zuchterdbeeren, die ebenso keiner klaute. Von den Massen
an Wildhimbeeren und Wilderdbeeren ganz zu schweigen.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 09 Mai 2006 10:56 ] [ ID #118879 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Holger,

Holger Issle wrote:
> Sich armdick drangewunden (mehrere Lagen übereinander) und durch das
> Gewicht alles runtergezogen. Ein Ast am Birnbaum war gebrochen, und
> die Wäscheleine zerissen.

die Wäscheleine war am Birnenbaum und die Winde hat dann beides runter
gerissen? Einfach so, oder erst bei einem Sturm? Und war der Baum denn
gesund?
Weil eigentlich kann ich mir das Gewicht der Winde auf dem Seil nicht
soo groß vorstellen. Windlast ist natürlich was anderes.

> werden kann. Nur aus den Himbeeren, da werden wir die wohl nie
> rausbekommen... und genau dort will ich keine Gifte.

Und den Himbeeren sollten sie doch eigentlich auch nix tun.
Hast Du es denn schon mit Abdecken mit Rasenschnitt versucht? Das haben
wir schon ein paar Mal gemacht und unter unserer Himbeere wächst dann
garnix.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 09 Mai 2006 10:59 ] [ ID #118886 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet <daguenet [at] skygate.de> wrote:
> Interessant wäre zu wissen: WIESO sterben die Amphibien daran? Und wi=
e
> lang ist das Zeug für sie giftig.

Also im Produktblatt zu RoundUp steht "Das Mittel ist giftig für Fische=
und
Fischnährtiere.". Damit sollte jeder wissen, dass er das Zeug nicht in
seinen Gartenteich kippenn sollte ;-)



Randolf

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Randolf Skerka [ Di, 09 Mai 2006 10:58 ] [ ID #118887 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi Frederic,

> die Wäscheleine war am Birnenbaum und die Winde hat dann beides runter
> gerissen?

Nein, die stehen nebeneinander. Ist an beidem hochgewachsen gewesen.
Den Baum hats richtig runtergezogen.

> Einfach so, oder erst bei einem Sturm? Und war der Baum denn
> gesund?

Einfach so. Gesehen hab ich das erst, als ich den Kram mit der
Motorsense kleingehäckselt hatte. Dann war die haltende Funktion der
Winde weg, und die Bruchstelle (sicher schon älter, da verrostet)
deutlich sichtbar. Der Baum ist gesund und seine Früchte
wohlschmeckend ;-)

Ich muß aber dazusagen, daß unsere Mieter die 10 Jahre bevor wir das
gekauft haben, praktisch nix gemacht hatten.

> Und den Himbeeren sollten sie doch eigentlich auch nix tun.
> Hast Du es denn schon mit Abdecken mit Rasenschnitt versucht? Das haben
> wir schon ein paar Mal gemacht und unter unserer Himbeere wächst dann
> garnix.

Abdecken haben wir versucht, die kommen immer wieder direkt an den
Himbeertrieben hoch. Nix tun? Doch, die wickeln die Triebe ein und
binden dadruch mehrere zusammen. Ernte wird dann schwierig, und das
ausschneiden der alten Äste noch mehr. Einiges stirbt auch ab dabei.
Ich rupfe also im Frühjahr unter den Himbeeren robbend... :-(
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

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Holger Issle [ Di, 09 Mai 2006 12:24 ] [ ID #118898 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Am Mon, 08 May 2006 12:42:06 +0200 schrieb Frederic Daguenet:

Hallo,

>Gerhard Zahn wrote:
>> Zum Einstreichen eignet sich ein kleines Stück Schwamm besser als ein
>> "spreidernder" Pinsel. Plastikhandschuhe sind bei dieser Arbeit
>> natürlich obligatorisch.
>
>Mal eine provokante Frage: Hier wird immer wieder betont, das RoundUp
>für alles andere ausser Pflanzen gaaaaaaaaanz harmlos wäre. Ok, aber
>wieso sind dann bei Arbeiten mit dem Zeug Handschuhe obligatorisch?

na ja, es mag ja noch angehen, beim Versprühen ohne Handschuhe zu
arbeiten. Das aber doch nicht dann, wenn man mit einem eingetunkten
Schwämmchen Pflanzen bestreicht.

Sobald man mit noch unverdünnten Pflanzenschutzmitteln umgeht, sind
aber immer Handschuhe obligatorisch. Dann kann ich sie auch gleich
anbehalten, wenn ich mit der Verdünnung weiterarbeite.

Und vonwegen harmlos: in den Auflagen für Roundup steht lang und
breit:
SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch
kann zu Gesundheitsschäden führen.

Muss ich jetzt austesten, ob die vielleicht nur halb Recht haben?

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Di, 09 Mai 2006 14:59 ] [ ID #118913 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Randolf,

Randolf Skerka wrote:
> Also im Produktblatt zu RoundUp steht "Das Mittel ist giftig für Fische und
> Fischnährtiere.". Damit sollte jeder wissen, dass er das Zeug nicht in
> seinen Gartenteich kippenn sollte ;-)

klingt danach, als wenn Kupfer enthalten wäre. Das bringt Fische und vor
allem die Wirbellosen im Wasser zuverlässig um.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 09 Mai 2006 15:33 ] [ ID #118914 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet schrieb:
> Hi!
>
> Marko Roller wrote:
>> Das überraschendste Ergebnis aus den Experimenten ist, dass eine
>> Chemikalie, die enwtickelt wurrde, um Pflanzen zu abzutöten, innerhalb
>> von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag
>> 79 Prozent aller Frösche tötete.
>
> Interessant wäre zu wissen: WIESO sterben die Amphibien daran? Und wie
> lang ist das Zeug für sie giftig.

Hallo
ganz einfach zu beantworten, wenn man keine genaue Erklärung dazu
haben will: Es ist für ihren Organismus hochgradig gefährlich. Ähnlich
könnte man auch fragen, warum wirkt Aspirin schon in kleinen Mengen auf
Katzen tödlich, warum Schokolade sind Walnüsse und Schokolade reines
Gift für Hunde, warum vergiften sich Schlangen nich am eigenen Gift.
GH
search_for_signature [ Di, 09 Mai 2006 19:03 ] [ ID #118929 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet schrieb:
> Hallo Randolf,
>
> Randolf Skerka wrote:
>> Also im Produktblatt zu RoundUp steht "Das Mittel ist giftig für Fische und
>> Fischnährtiere.". Damit sollte jeder wissen, dass er das Zeug nicht in
>> seinen Gartenteich kippenn sollte ;-)
>
> klingt danach, als wenn Kupfer enthalten wäre. Das bringt Fische und vor
> allem die Wirbellosen im Wasser zuverlässig um.

Nee, also solche Schlüsse kann man nicht ziehen. Das wäre ja so als
würdest Du sagen, ein Mensch stirbt unter Wasser weil das Wasser
Zyankali enthält (weil man weiß, dass Zyankali Menschen töten kann)
Nenenene, Kupfer ist da keines enthalten, es gibt mehr als ein Gift auf
das ein Organismus reagieren kann.
gh
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search_for_signature [ Di, 09 Mai 2006 19:06 ] [ ID #118930 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Gerhard Zahn schrieb:
> Am Mon, 08 May 2006 12:42:06 +0200 schrieb Frederic Daguenet:
>

> Und vonwegen harmlos: in den Auflagen für Roundup steht lang und
> breit:
> SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch
> kann zu Gesundheitsschäden führen.
>
> Muss ich jetzt austesten, ob die vielleicht nur halb Recht haben?

Abgesehen davon, dass ich es nicht ausprobieren würde, dies ist ein
Standardspruch der sogar auf vielen Duschgels stehen sollte ;)
Ich bin mir nicht sicher, ob es da echte Gründe gibt oder ob das so ein
juristisches Ding ist.
gh
search_for_signature [ Di, 09 Mai 2006 19:08 ] [ ID #118931 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Günter Hackel <search_for_signature [at] invalid.xs> wrote:
> Ich bin mir nicht sicher, ob es da echte Gründe gibt oder ob das so e=
in
> juristisches Ding ist.

Zum Glück haben wir hier in de noch keine amerikanischen Verhältnisse=
, dann
würde in jeder Anleitung für eine Mikrowelle stehen, dass man keine T=
iere
oder Babies drin trocknen kann ... 8-}



Randolf

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Randolf Skerka [ Mi, 10 Mai 2006 06:40 ] [ ID #118959 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi!

Holger Issle wrote:
> Nein, die stehen nebeneinander. Ist an beidem hochgewachsen gewesen.
> Den Baum hats richtig runtergezogen.

Öhm, Du bist Dir sicher, das das nicht eine Würgefeige ist, die da in
Deinem Garten wächst? ;)
Also die Winde bildet hier auch schon ein dichtes Polster, aber sie
wuchert nicht groß den Baum hoch und wenn ich das Geflecht mal anhebe,
kommt es mir auch nicht sonderlich schwer vor.

> deutlich sichtbar. Der Baum ist gesund und seine Früchte
> wohlschmeckend ;-)

:)

> Ich muß aber dazusagen, daß unsere Mieter die 10 Jahre bevor wir das
> gekauft haben, praktisch nix gemacht hatten.

Ok, 10 Jahre sind eine lange Zeit...

> Abdecken haben wir versucht, die kommen immer wieder direkt an den
> Himbeertrieben hoch. Nix tun? Doch, die wickeln die Triebe ein und
> binden dadruch mehrere zusammen. Ernte wird dann schwierig, und das
> ausschneiden der alten Äste noch mehr. Einiges stirbt auch ab dabei.
> Ich rupfe also im Frühjahr unter den Himbeeren robbend... :-(

Langsam frag ich mich, ob es da irgendwie verschiedene Arten gibt.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Mi, 10 Mai 2006 10:24 ] [ ID #118972 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hi!

Gerhard Zahn wrote:
> Und vonwegen harmlos: in den Auflagen für Roundup steht lang und
> breit:
> SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch
> kann zu Gesundheitsschäden führen.
> Muss ich jetzt austesten, ob die vielleicht nur halb Recht haben?

Nein :)

Ich hab da nur deswegen etwas provokativ nachgehakt, weil hier RoundUp
ob seiner propagierten tollen Umweltverträglichkeit immer wieder gern
benutzt und empfohlen wird. Und wenn man dann sagt: Chemie kommt mir
nicht zum Kampf in den Garten, dann heißt es schnell: Ach, Roundup ist
da echt kein Problem.

Wenn das Zeug aber z.B. in Teichen aufräumt und da einige
Sicherheitsvorschriften drauf stehen, werd ich auch skeptisch was die
Aussage mit dem schnellen Abbau in der Umwelt betrifft. Wie gesichert
sind denn eben dann auch diese Werte, wenn das mit den Amphibien z.B.
erst vor kurzem rausgefunden wurde?

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Mi, 10 Mai 2006 10:32 ] [ ID #118973 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Mi, 10 Mai 2006 16:58 ] [ ID #119001 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Kathinka!

Kathinka Wenz wrote:
>>ob seiner propagierten tollen Umweltverträglichkeit immer wieder gern
>>benutzt und empfohlen wird.
> Nein, das stimmt so nicht. Wenn es vollkommen harmlos wäre, dann würde
> es auch keine Pflanzen töten. Aber es ist harmloser als vieles andere.

Bist Du Dir da SICHER?!

> Ich z.B. propagiere lediglich, lieber zertifizierte Chemikalien aus dem
> Giftschrank mit Beipackzettel zu verwenden, weil da die Nebenwirkungen
> draufstehen. Diesel, Spiritus, Salz und was es sonst noch für
> Hausmittelchen gibt, mögen auf den ersten Blick harmloser als RoundUp
> wirken, aber niemand weiß, ob sie es wirklich sind, weil es diese
> Beipackzettel nicht gibt.

Das ist natürlich vollkommen richtig! Erdölprodukte haben im Garten nun
wirklich nix zu suchen, ausser in einem Motor oder zur Schmierung von
Mechaniken.
Besser wäre es aber ganz auf solch einen Kram zu verzichten. Also bücken
und pflücken... ;)

> Nein, ich kenne es so: "Chemie kommt mir nicht in den Garten - aber ich
> spritze mit Nikotinbrühe und streue Salz auf das Unkraut."
> Und sorry, aber dann doch bitte lieber RoundUp, Banvel M, Saprol,
> Spruzit, Lizetan oder was es sonst noch alles so gibt. Aber bitte immer
> streng nach Anleitung.

Blöde Frage: Hilft Salz streuen denn wirklich? Und was braucht man denn
da für (Un-)Mengen? Auf sowas käm ich garnicht.

> Dass RoundUp nicht in Gewässer gelangen darf, ist meines Wissens nach
> schon recht lange bekannt. Zumindest weiß ich es schon recht lange,
> daher kann die Erkenntnis nun nicht so neu sein.

Jetzt mal gesponnen: Momentan weiß man scheinbar noch nicht, was im
RounUp (Name der Chemikalie ... bin zu faul zum googlen :)) die
Amphibien killt. Aber es wird fleissig benutzt und mengenmäßig kommt da
auch sicher einiges zusammen. Nur, was wenn das Zeug dann durch Regen
ausgewaschen in den Boden oder gar in Bäche etc. gerät? Und sich
eventuelle Folgeschäden erst aber einer bestimmten Zeit oder
Konzentration bemerkbar machen?

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Do, 11 Mai 2006 10:20 ] [ ID #119070 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet <daguenet [at] skygate.de> wrote:
> Jetzt mal gesponnen: Momentan weiß man scheinbar noch nicht, was im
> RounUp (Name der Chemikalie ... bin zu faul zum googlen :)) die
> Amphibien killt. Aber es wird fleissig benutzt und mengenmäßig komm=
t da
> auch sicher einiges zusammen. Nur, was wenn das Zeug dann durch Regen
> ausgewaschen in den Boden oder gar in Bäche etc. gerät? Und sich
> eventuelle Folgeschäden erst aber einer bestimmten Zeit oder
> Konzentration bemerkbar machen?

Der Wirkstoff ist Glyphosat und Infos zum Froschproblem gibt's z.B. unter
http://www.amphibienschutz.de/

Infos zu Glyphosat http://www.biosicherheit.de/de/lexikon/8.glyphosat.htm=
l



Randolf

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Randolf Skerka [ Do, 11 Mai 2006 10:26 ] [ ID #119076 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Frederic Daguenet schrieb:

> Blöde Frage: Hilft Salz streuen denn wirklich? Und was braucht man denn
> da für (Un-)Mengen? Auf sowas käm ich garnicht.

Meiner Erfahrung nach wirklich Unmengen. Das kann nicht gut fürs Umfeld sein.
Ich habe mal alternativ Salz und Essigessenz ausprobiert. Bei Salz muss man mit
kalt gesättigter Lösung arbeiten, um was zu erreichen. Scheint mit absolut
nicht wirtschaftlich, und in diesen Mengen auch nicht umweltverträglich. In den
Mengen bleiben sogar sichtbare Rückstände. Essigessenz ist bei einzelnen
Pflanzen noch halbwegs effektiv, ein Esslöffel bis Schnappsglas aufs
Wurzelwerk. Die Pflanze ca. 10cm daneben hat überlebt ohne Anzeichen eines
Problems. Ich mache das bei hartnäckigen Löwenzähnen, die sich durch Ritzen in
der Garagenauffahrt drängen. Wenn man mit Essig oder Salz an Steinen arbeitet,
muss man sich natürlich auch immer darüber im Klaren sein, dass man
Kalkausblühungen oder sonstige Verfärbungen riskiert.
Wenn man strukturiert mehrere Pflanzen bearbeiten will, sollte man besser
Roundup mit nem Pinsel auftragen. Immerhin gerät davon dann kaum was in die
Umwelt. Auf größeren Flächen per Spritze würde ich das auch aus persönlichen
Gründen nicht machen wollen. Muss nicht sein.

> ausgewaschen in den Boden oder gar in Bäche etc. gerät? Und sich
> eventuelle Folgeschäden erst aber einer bestimmten Zeit oder
> Konzentration bemerkbar machen?

RoundUp gibts schon lange, und die Verwendung wurde vor einiger Zeit eher
wieder eingeschränkt. Ich würde vermuten, dass die Konzentration eher schon
wieder absinkt.

Ich sehe hier freilich gelegentlich auch unverbesserliche Rentner mit der
Gießkanne ihre Steineinfahrten begießen. Wasser? Dünger? Wohl kaum.

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Do, 11 Mai 2006 12:36 ] [ ID #119088 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Randolf Skerka wrote:

> Der Wirkstoff ist Glyphosat

Wobei die schädliche Wirkung auf Amphibien aber nicht vom Glyphosat,
sondern von Tensiden zur Benetzung und zum Eindringen ins Blatt
herrührt. Laut Monsanto wurde das früher benutzte Tallowamin inzwischen
durch andere Tenside ersetzt, aber da Amphibien ganz grundsätzlich auf
den prinzipiellen Funktionsmechanismus aller Tenside (von Bioseife bis
Ablauger) empfindlich reagieren, ist fraglich, ob das wirklich was
verbessert oder reine Marketingkosmetik ist.

"Öko"-Unkrautvernichter auf Basis pflanzlicher Tenside oder die
beliebten Schmierseife-Insektizide dürften übrigens wegen ihrer
notwendigerweise höheren Konzentrationen an oberflächenentspannenden
bzw. -brechenden Wirkstoffen mindestens dieselben Probleme haben.

Gruß Sevo
Sevo Stille [ Do, 11 Mai 2006 17:56 ] [ ID #119125 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Do, 11 Mai 2006 19:21 ] [ ID #119141 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

Hallo Holger,

> Abdecken haben wir versucht, die kommen immer wieder direkt an den
> Himbeertrieben hoch. Nix tun? Doch, die wickeln die Triebe ein und
> binden dadruch mehrere zusammen. Ernte wird dann schwierig, und das
> ausschneiden der alten Äste noch mehr. Einiges stirbt auch ab dabei.
> Ich rupfe also im Frühjahr unter den Himbeeren robbend... :-(

das kenn ich...
Bei mir sind es die Johannisbeeren (rot und schwarz) und die Brombeerern
werden von der Winde auch immer netterweise "zusammengebunden". Nur
leider komm ich dann nicht mehr an die Früchte.
Ich selbst bezeichne die Ackerwinde auch meisten als "nordeuropäischen
Baumwürger"
Soll ich jetzt ein Smilie setzen oder nicht? Denn eigentlich ist das
nicht mehr lusteig was das Zeugs hier treibt.

Susanne
Susanne Machel-Kneer [ Fr, 12 Mai 2006 15:03 ] [ ID #119199 ]

Re: Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

On Thu, 11 May 2006 12:36:31 +0200, "C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de>
wrote:

>Frederic Daguenet schrieb:
>
>> Blöde Frage: Hilft Salz streuen denn wirklich? Und was braucht man denn
>> da für (Un-)Mengen? Auf sowas käm ich garnicht.
>
>Meiner Erfahrung nach wirklich Unmengen. Das kann nicht gut fürs Umfeld sein.
>Ich habe mal alternativ Salz und Essigessenz ausprobiert. Bei Salz muss man mit
>kalt gesättigter Lösung arbeiten, um was zu erreichen. Scheint mit absolut
>nicht wirtschaftlich, und in diesen Mengen auch nicht umweltverträglich. In den
>Mengen bleiben sogar sichtbare Rückstände.

Da Salz nur durch Aufnahme abgebaut wird, musst du anschliessend
salzverträgliche Pflanzen anbauen, daher eher nicht empfehlenswert.

>Essigessenz ist bei einzelnen
>Pflanzen noch halbwegs effektiv, ein Esslöffel bis Schnappsglas aufs
>Wurzelwerk. Die Pflanze ca. 10cm daneben hat überlebt ohne Anzeichen eines
>Problems. Ich mache das bei hartnäckigen Löwenzähnen, die sich durch Ritzen in
>der Garagenauffahrt drängen.

Da Essig von Bakterien erzeugt wird, wird es verm. durch Bakterien schnell
abgebaut, da sehe kein Problem(zu einem Drosophyla Zuchtansatz gibt man etwas
Essig).

Ernst

--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen
nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht.
Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.
Ernst Keller [ Sa, 20 Mai 2006 11:53 ] [ ID #122333 ]
Garden / Garten » de.rec.garten » Ackerwinden ... ich krieg die Krise.

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