Futterstelle für auszuwildernden Igel

Hi,

das Thema Igel war ja hier schon öfters. Wir wollen unserem Zögling am
Wochenende die Freiheit anbieten. Er hat jetzt nach dem Winterschlaf
wieder über 1000 Gramm (bei 260 Gramm Fundgewicht). Allerdings ist er
total mäklich. Mehlwürmer gekauft - Igel beißt nach langen zureden
(hinhalten) rein, igitt, ist das eklig, schütteln, zusammenrollen,
einspeicheln, das war alles eins.
Kleine nacktschecke mit Salatblatt, genau das selbe. Regenwurm, auch
so. katzenfutter dagegen ist sooooo lecker, aber auch nur bestimmte
Sorten.
Also werdem wir Igli wohl noch eine Weile zufüttern müssen. Nur leider
haben wir im Garten und Umgebung auch sechs Katzen. Das Futter neben
das Schlafhaus stellen fällt dadurch aus. Bei proigel gibt es eine
Bauplan für ein katzensicheres Futterhaus. Ich hab aber auch schon
mal gelesen, das man auch ein Rohr nehmen kann und das futter dort
reinstellen kann. Katzen gehen da nicht rein, weil keine Höhlentiere
mehr. Jedoch stand dort nicht, welchen Durchmesser das Rohr haben
sollt, ob es an einem Ende verschlossen sein sollte, ob der boden, wie
ich vermute, mit Erde befüllt sein sollte usw.
Ist vieleicht jemand in der gruppe, der mir da ein paar Tipps geben
kann?
Igli wird mit seinen Kilo Gewicht nicht verhungern, aber der Kleine
soll ja nicht kohldampf schieben.

Also Danke für Tipps und nen schönen Abend noch.

Mario
Mario Fessel [ Di, 09 Mai 2006 21:59 ] [ ID #118947 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

>
"Mario Fessel" <MarioFessel [at] t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g5s162lo3qsnd73tv5k2v1ba7pgvomfc0u [at] 4ax.com...
> Hi,
>
> das Thema Igel war ja hier schon öfters. Wir wollen unserem Zögling
> am
> Wochenende die Freiheit anbieten. Er hat jetzt nach dem Winterschlaf
> wieder über 1000 Gramm (bei 260 Gramm Fundgewicht). Allerdings ist er
> total mäklich. Mehlwürmer gekauft - Igel beißt nach langen zureden
> (hinhalten) rein, igitt, ist das eklig, schütteln, zusammenrollen,
> einspeicheln, das war alles eins.
> Kleine nacktschecke mit Salatblatt, genau das selbe. Regenwurm, auch
> so. katzenfutter dagegen ist sooooo lecker, aber auch nur bestimmte
> Sorten.
> Also werdem wir Igli wohl noch eine Weile zufüttern müssen. Nur
> leider
> haben wir im Garten und Umgebung auch sechs Katzen. Das Futter neben
> das Schlafhaus stellen fällt dadurch aus. Bei proigel gibt es eine
> Bauplan für ein katzensicheres Futterhaus. Ich hab aber auch schon
> mal gelesen, das man auch ein Rohr nehmen kann und das futter dort
> reinstellen kann. Katzen gehen da nicht rein, weil keine Höhlentiere
> mehr. Jedoch stand dort nicht, welchen Durchmesser das Rohr haben
> sollt, ob es an einem Ende verschlossen sein sollte, ob der boden,
> wie
> ich vermute, mit Erde befüllt sein sollte usw.
> Ist vieleicht jemand in der gruppe, der mir da ein paar Tipps geben
> kann?
> Igli wird mit seinen Kilo Gewicht nicht verhungern, aber der Kleine
> soll ja nicht kohldampf schieben.
>
> Also Danke für Tipps und nen schönen Abend noch.
>
Wir haben da ein Abflußrohr aus Plastik, ca. 75, 297 cm lang.
Das liegt auf der Terrasse zwischen zwei geeigneten Dach-
ziegeln. Katzen-, Krähen- und Elsternsicher. Katzen- oder
auch Hundefutter.
>
Rudolf
>
>
>
Rudolf Steinmeyer [ Mi, 10 Mai 2006 00:29 ] [ ID #118957 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Mario Fessel schrieb:
> Hi,
>
> das Thema Igel war ja hier schon öfters. Wir wollen unserem Zögling am
> Wochenende die Freiheit anbieten. Er hat jetzt nach dem Winterschlaf
> wieder über 1000 Gramm (bei 260 Gramm Fundgewicht). Allerdings ist er
> total mäklich.

> Also werdem wir Igli wohl noch eine Weile zufüttern müssen.

> Igli wird mit seinen Kilo Gewicht nicht verhungern, aber der Kleine
> soll ja nicht kohldampf schieben.

Hallo
es klingt grausam, Igel-Aufpäppler, denen grund sätzlich eigentlich
ein Lob für ihr Bemühen zusteht, werden es als ungeheure Provokation
ansehen aaaber: IMI ist der beste und der einzig richtige Igelschutz
der, der ihm Lebensräume erhält oder wieder zurückgewinnt. Was passiert,
wenn man es zu gut meint, wird ja in Deinem Beispiel deutlich, er wird
immer abhängiger vom Menschen, je mehr Du dich um ihn sorgst.
Besser wäre es in jedem Garten eine "Dreckecke" zu belassen, dort
kann man dann Äste und dünne Zweige hinwerfen (nicht säuberlich
aufschichten) und ab und an mal eine Fuhre Laub obendrauf. Als nächstes
dann sollte man sich den Zaun genau ansehen, Betonsockel sollten wenn
möglich, überhaupt nicht vorhanden sein, das ist "Die Mauer" für Igel.
Also Reisefreiheit schaffen und ein oder mehrere Löcher in den Zaun
machen. Maschendrahtzäune kann man prima präparieren ohne dass sie
dadurch instabil werden, Mauern kann man miit Durchlässen versehen
(Abflußrohre mit ausreichendem Durchmesser einmauern oder Rampen auf
beiden Seiten anlegen.
Ich weiß nicht, wie weit die wissenschaftlichen Erkenntnisse reichen,
aber die NAtur sieht auch vor, dass zu schwache oder verhaltensghestörte
Tiere nicht überleben. Sollten diese Tiere durch Hilfe von außen am
Leben gehalten werden, hilft das IMO eher dem Menschen und seinem
Gewissen und natürlich dem Einzeltier, aber die gleichen "Macken"
könnten sich vermehrt auf die Nachkommen eben dieser Tiere verbreiten
und damit langsfristig eher schädlich sein für die Erhaltung der Population.
Wie gesagt, Hut ab vor den Igelfütterern - Aaber! Parallelen dazu
gibts z.B. auch in der Wild-, und Vogelfütterung.
gh
search_for_signature [ Mi, 10 Mai 2006 08:16 ] [ ID #118962 ]

Re: Futterstelle fürauszuwildernden Igel

On Tue, 09 May 2006 21:59:43 +0200, Mario Fessel wrote:

> mehr. Jedoch stand dort nicht, welchen Durchmesser das Rohr haben
> sollt, ob es an einem Ende verschlossen sein sollte, ob der boden, wie
> ich vermute, mit Erde befüllt sein sollte usw.

An beiden Seiten offen, wegen Reinigen ohne Boden (einfach
durchspülen, Igel sind üble Schweine, die kacken überall), max. 8cm
Durchmesser.
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 50 Mm (Die Renndrecksau!)

cu [at] http://www.issle.de
Holger Issle [ Mi, 10 Mai 2006 08:19 ] [ ID #118965 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

>
"Günter Hackel" <search_for_signature [at] invalid.xs> schrieb im
Newsbeitrag news:4cdeppF15acr5U1 [at] individual.net...
>
> Hallo
> es klingt grausam, Igel-Aufpäppler, denen grund sätzlich eigentlich
> ein Lob für ihr Bemühen zusteht, werden es als ungeheure Provokation
> ansehen aaaber: IMI ist der beste und der einzig richtige Igelschutz
> der, der ihm Lebensräume erhält oder wieder zurückgewinnt. Was
> passiert, wenn man es zu gut meint, wird ja in Deinem Beispiel
> deutlich, er wird immer abhängiger vom Menschen, je mehr Du dich um
> ihn sorgst.
> Besser wäre es in jedem Garten eine "Dreckecke" zu belassen, dort
> kann man dann Äste und dünne Zweige hinwerfen (nicht säuberlich
> aufschichten) und ab und an mal eine Fuhre Laub obendrauf. Als
> nächstes dann sollte man sich den Zaun genau ansehen, Betonsockel
> sollten wenn möglich, überhaupt nicht vorhanden sein, das ist "Die
> Mauer" für Igel. Also Reisefreiheit schaffen und ein oder mehrere
> Löcher in den Zaun machen. Maschendrahtzäune kann man prima
> präparieren ohne dass sie dadurch instabil werden, Mauern kann man
> miit Durchlässen versehen (Abflußrohre mit ausreichendem Durchmesser
> einmauern oder Rampen auf beiden Seiten anlegen.
> Ich weiß nicht, wie weit die wissenschaftlichen Erkenntnisse
> reichen, aber die NAtur sieht auch vor, dass zu schwache oder
> verhaltensghestörte Tiere nicht überleben. Sollten diese Tiere durch
> Hilfe von außen am Leben gehalten werden, hilft das IMO eher dem
> Menschen und seinem Gewissen und natürlich dem Einzeltier, aber die
> gleichen "Macken" könnten sich vermehrt auf die Nachkommen eben
> dieser Tiere verbreiten und damit langsfristig eher schädlich sein
> für die Erhaltung der Population.
> Wie gesagt, Hut ab vor den Igelfütterern - Aaber! Parallelen dazu
> gibts z.B. auch in der Wild-, und Vogelfütterung.
>
Es ist wie immer, jeder hat Recht und zugleich auch nicht.
Es ist richtig, dass natürlicherweise kümmerliche Exemplare nicht
überleben sollten, damit nicht per Fortpflanzung die Population
verkümmert. Bei den Igeln aber übernehmen hier die Autos die
Auslese und deswegen füttern wir damit wengstens e i n Garten-
gänger wieder den nächsten Winter erreicht und überleben kann.
>
Rudolf
>
>
>
Rudolf Steinmeyer [ Mi, 10 Mai 2006 10:36 ] [ ID #118975 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

On Wed, 10 May 2006 08:16:29 +0200, Günter Hackel
<search_for_signature [at] invalid.xs> wrote:

Thema verfehlt, fünf, setzen. Die Frage ging um eine Futterstelle.

> es klingt grausam, Igel-Aufpäppler, denen grund sätzlich eigentlich
>ein Lob für ihr Bemühen zusteht, werden es als ungeheure Provokation
>ansehen aaaber: IMI ist der beste und der einzig richtige Igelschutz
>der, der ihm Lebensräume erhält oder wieder zurückgewinnt. Was passiert,
>wenn man es zu gut meint, wird ja in Deinem Beispiel deutlich, er wird
>immer abhängiger vom Menschen, je mehr Du dich um ihn sorgst.

Das mag Deine Meinung sein und die ist auch nicht falsch. Desshalb
würd ich auch im nächsten Herbst kein 300 Gramm schweres Igelbaby
erfrieren/verhungern lassen.

Und dass Igli Schnecken u. ä. nicht anschaut, liegt wohl eher daran,
das er sie nicht kennt. Wenn er das erste mal reingebissen hat, wird
sich das schnell ändern.

Mario
-
http://www.wg-holzweissig.homepage.t-online.de
WG-Holzweissig [ Mi, 10 Mai 2006 11:40 ] [ ID #118979 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Günter Hackel schrieb:

Hallo,

Deine Theorie hat ein paar Schwachstellen, finde ich, denn sie setzt
eine Pseudowildnis voraus, die es heute nicht mehr gibt.

> Ich weiß nicht, wie weit die wissenschaftlichen Erkenntnisse reiche=
n,
> aber die NAtur sieht auch vor, dass zu schwache oder verhaltensghestö=
rte
> Tiere nicht überleben.

1. Woher weißt Du, was die Natur vorsieht?

2. Ein verhungernder Igel muss nicht unbedingt zu schwach sein.
Vielleicht ist er nur in eine unglückliche Situation geraten. Es kann
aber sehr gut sein, dass er, wenn er den Winter über herausgefüttert =

wird, im Sommer groß und stark wird und 18 prächtige Söhne zeugt.

3. Ein altersschwacher Igel wird trotz Winterfütterung im nächsten
Sommer keine Söhne mehr zeugen. Er ist zu alt.

4. Ein verhaltensgestörter Igel wird sich im Sommer ebenfalls nicht
fortpflanzen, weil die Igelweibchen ihn nicht als Partner annehmen, weil =

er verhaltensgestört ist.

> Sollten diese Tiere durch Hilfe von außen am
> Leben gehalten werden, hilft das IMO eher dem Menschen und seinem
> Gewissen und natürlich dem Einzeltier, aber die gleichen "Macken"
> könnten sich vermehrt auf die Nachkommen eben dieser Tiere verbreiten=

> und damit langsfristig eher schädlich sein für die Erhaltung der
> Population.

Was wirklich schädlich für die Population ist, weiß man hinterher, =
wenn
man sieht, welche Faktoren das =DCberleben bedingt haben. Sprich in
unserer Landschaftsgartenwelt kommen die Tiere am besten durch, die es
geschafft haben, sich den Menschen und dessen Tierfreunschaft am besten
nutzbar zu machen. :-) Für Igel im 12. Jahrhundert mag etwas anderes
gegolten haben. Ich finde, wir sollten die Igel, Meisen, Enten, Karpfen
usw. so nehmen, wie sie heute sind - und kräftig füttern! Den Katzen =
und
Hunden hat das auch nicht geschadet.
Liebe Grüße Wolf
Wolf Hosbach [ Mi, 10 Mai 2006 13:18 ] [ ID #118981 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Wolf Hosbach schrieb:

> 2. Ein verhungernder Igel muss nicht unbedingt zu schwach sein.
> Vielleicht ist er nur in eine unglückliche Situation geraten. Es kann
> aber sehr gut sein, dass er, wenn er den Winter über herausgefüttert
> wird, im Sommer groß und stark wird und 18 prächtige Söhne zeugt.

Für die Igelpopulation im Allgemeinen wären 18 prächtige Töchter
nützlicher...

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Mi, 10 Mai 2006 17:15 ] [ ID #119003 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Ina Koys schrieb:

> Für die Igelpopulation im Allgemeinen wären 18 prächtige Töchter
> nützlicher...

Frauenüberschuß könnte göttlich gewollt sein. Da eine Eva bekanntlich
materialsparend aus einer Rippe von Adam hergestellt wurde, müßten
dem also eine ungerade Zahl Rippen verblieben sein. Haben wir aber
nicht. Also wurden mindestens zwei Rippen entnommen. Oder vielleicht
vier, aus denen Gott dann die entsprechende Anzahl Evas bastelte:-)

Gruß Conny
Cornelius Rosenschon [ Mi, 10 Mai 2006 20:26 ] [ ID #119019 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Hi!

Ina Koys wrote:
> Für die Igelpopulation im Allgemeinen wären 18 prächtige Töchter
> nützlicher...

Männer finden Frauenüberschuß sowieso immer besser :)

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Do, 11 Mai 2006 10:00 ] [ ID #119065 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Ina Koys schrieb:
>
> Für die Igelpopulation im Allgemeinen wären 18 prächtige Töchte=
r
> nützlicher...
>

Wenn mir Begriffe wie "Arterhaltung", "Survival of the fittest",
"Gesunde Rasse" und dergl. Scheußlichkeiten im Kopf umgehen, kann ich
nur an prächtige Söhne denken... Aber damit verlassen wir die Igel un=
d
das Thema dieser Gruppe. Töchter habe ich übrigens selbst genug :-)
Wolf
Wolf Hosbach [ Do, 11 Mai 2006 10:13 ] [ ID #119069 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Wolf Hosbach schrieb:

>> Für die Igelpopulation im Allgemeinen wären 18 prächtige Töchter
>> nützlicher...
>
> Wenn mir Begriffe wie "Arterhaltung", "Survival of the fittest",
> "Gesunde Rasse" und dergl. Scheußlichkeiten im Kopf umgehen, kann ich
> nur an prächtige Söhne denken...

Ich werd dir gleich helfen! Was machen deine 18 Prachtsöhne, wenn sie
alle zusammen nur eine Frau finden, hä? Wenn wir einfach nur rationell
an Aufwand und Nutzen denken, dann bin selbst ich bereit, den Männern
mal einen Harem zu wünschen. Auch wenn die Gewißheit, dass auch
Haremsdamen nicht lebenslang hübsch und knusprig bleiben (und es auch
nicht immer jemals waren), gern mal ausgeblendet wird.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Do, 11 Mai 2006 16:27 ] [ ID #119109 ]

Re: Futterstelle für auszuwildernden Igel

Frederic Daguenet schrieb:
> Hi!
>
> Ina Koys wrote:
>> Für die Igelpopulation im Allgemeinen wären 18 prächtige Töchter
>> nützlicher...
>
> Männer finden Frauenüberschuß sowieso immer besser :)

Lass Dich bloss nicht vom "Ceiberweib" Kirchweger erwischen!
search_for_signature [ Do, 11 Mai 2006 20:39 ] [ ID #119155 ]
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