Schnecken
Kaum tut sich was im Kräuterbeet, kommen auch schon die Schnecken. Ich habe
schon vorletzte Woche angefangen, die Babys unter den Töpfen einzusammeln, aber
momentan habe ich schon wieder das Gefühl, dass ich nachts dreimal aufstehen
sollte, um nicht verhungern zu müssen. Heute habe ich erstmal 2 Schneckenfallen
ins Beet gesetzt, um morgen bessere Chancen zu haben. Ich habe reichlich Asche
aus dem Aussenkamin, in der ich die gefundenen Schnecken schon neutralisiere.
Kann ich diese Asche bedenkenlos auf mein Kräuterbeet streuen? Das Beet ist
sozusagen ein Hochbeet, aber mit einem fließenden Übergang auf ein direkt
danebenliegendes Blumenbeet mit einem kleinen Wasserloch, auf dem Übergang
sitzt ein Rosmarin, eine Abtrennung ist also nicht mechanisch möglich.
Auf dem halben Quadratmeter habe ich in den letzten Tagen schon locker 40-60
kleine Nacktschnecken entsorgt. Kann man da auch vorbeugend was tun? Momentan
scheint die Minze sehr beliebt zu sein. Wo kommen die Viecher her, waren da
womöglich schon Eier im Kräuterbeet selbst drin?
- Carsten
Re: Schnecken
Hi,
C.P Kurz schrieb:
...
> Auf dem halben Quadratmeter habe ich in den letzten Tagen schon locker
> 40-60 kleine Nacktschnecken entsorgt. Kann man da auch vorbeugend was
> tun? Momentan scheint die Minze sehr beliebt zu sein. Wo kommen die
> Viecher her, waren da womöglich schon Eier im Kräuterbeet selbst drin?
die Schnecken wittern, wo es was leckeres gibt und dann können die ganz
flott marschieren - mit Interesse haben wir mal ein hochtouriges
Schneckenrennen über die Terasse zum Basilikum beobachtet - den ich dann
natürlich vor Erreichen der Ziellinie samt Kübel hochgestellt habe. Wenn
du Bierfallen aufstellst, kommen die sogar aus der Nachbarschaft und
nehmen unterwegs noch einen Snack und noch einen. Bei mir haben sie sehr
selektiv den roten Sonnenhut verspachtelt (alle). Nach viel hin und her,
wirklich helfen tut nur Schneckenkorn und vor allem ein Schneckenzaun.
Die Gelege natürlich auch gleich vernichten, aber auf Dauer muss man das
Gefährdete eingattern.
Gruss,
Karla
Re: Schnecken
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Re: Schnecken
Karla Baumann <kaba_abfall_mix [at] web.de> schrieb:
>Hi,
>C.P Kurz schrieb:
>..
>> Auf dem halben Quadratmeter habe ich in den letzten Tagen schon locker
>> 40-60 kleine Nacktschnecken entsorgt...
>
>die Schnecken wittern, wo es was leckeres gibt ...
>
>...wirklich helfen tut nur Schneckenkorn und vor allem ein Schneckenzaun.
>Die Gelege natürlich auch gleich vernichten, aber auf Dauer muss man das
>Gefährdete eingattern.
>
Eingattern? Mit was machst du das? Der Kräutergärtchen meiner Frau ist
nämlich mittlerweise zur Kantine für Schnecken verkommen.
Rolf
Re: Schnecken
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Re: Schnecken
"C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e436u3$2j5$01$1 [at] news.t-online.com...
> Kaum tut sich was im Kräuterbeet, kommen auch schon die Schnecken.
Davon kann ich auch ein "Lied" singen.
Nachdem mein Gemüsegarten, direkt an
grosse Feuchtwiesen angrenzt, hab ich ettliche
Tips ausprobiert. Mit der hiesigen Brauerei hätte
ich einen Bierliefervertrag aushandeln können
um die Schnecken mit den Bierfallen an "Säuferleber"
zu vernichten.
Und was hier auch schon geschrieben stand, die
Biester kommen aus der ganzen Umgebung zur Party.
Gute Erfolge hatte ich mit einem kleinen Schneckenzaun
der mit 9V-Batterie 2 Drähte unter Strom setzt.
Sehr zum Gespött der Nachbarn, die gleich wissen wollten,
ob ich demnächst auch Selbstschussanlagen und "Schnecken-
minen" aufstelle.
Allerdings muss man die 9-Volt Batterien recht häufig wechseln
und ständig den Zaun kontrollieren ob Pflanzen oder gestorbene
Schnecken den Zaun überbrücken.
Der durchschlagende Erfolg kam dann erst als ich mir
3 chinesische Laufenten angeschafft hatte.
Die haben die Schnecken nur so dahingerafft.
Allerdings auch ca. 50 % meiner Salatpflanzen.
Da sich der Erfolg schnell in der Nachbarschaft herumgesprochen
hatte und die meisten nicht so recht wissen was man mit
gefundenen und abgesammelten Schnecken tun soll,
waren die sich sehr schnell einig alle Schleimtiere über den Zaun,
sozusagen als Entenfutter, in meinen Garten zu werfen.
Bis die fleissigen Enten aber alle Schnecken entdeckt und
verspeist hatten, hatten diese Schädlinge dann tatsächlich die übrig
gebliebenen 50% meiner Salat- und Gemüsepflanzen auch noch
vertilgt.
Kurzum ich kauf jetzt Salat und Gemüse wieder im Bioladen.
Re: Schnecken
Lieber C.P.,
C.P Kurz schrieb:
> Kaum tut sich was im Kräuterbeet, kommen auch schon die Schnecken.
Wo die herkommen, weiß ich nicht.
Wie sie verschwinden schon eher.
die absolut sichere Methode sind...
zwei Laufenten. Die gibts mittlerweile
sogar zum ausleihen. Bei entsprechend
großem Gemüsegarten lohnt sich aber auch
durchaus die Anschaffung solcher.
Infos z.B. bei http://www.buchis.net/laufenten.htm
oder http://www.laufis.de/haltung/
Holger
Re: Schnecken
Kathinka Wenz <kathinka [at] rrr.de> schrieb:
>Rolf R. Kopp <Rolf_R [at] despammed.com> wrote:
>
>> Eingattern? Mit was machst du das?
>
>Mit einem Schneckenzaun, würde ich mal tippen.
>
Das ist eine gute Antwort.
Ich habe dann jetzt mal nach Schneckenzaun gesucht und komme zu recht
uneinheitlichen Informationen. Von "Schnecken-Weidezaun" (wie sinnig)
bis zu Metallgattern ist alles dabei. Mit Stromimpulsen kann ich mir
das gerade noch vorstellen, ist mir allerdings zu technisch. Aber eine
Metallplatte? Das schaffen die Schnecken doch spielend. Es gibt doch
dieses kleine Filmchen, in dem eine Schnecke über die Schneide einer
Rasierklinge kriecht.
Was ist ein Schneckenzaun?
Grüße von Rolf
Re: Schnecken
Hi,
Rolf R. Kopp schrieb:
...
> Eingattern? Mit was machst du das? Der Kräutergärtchen meiner Frau ist
> nämlich mittlerweise zur Kantine für Schnecken verkommen.
>
> Rolf
>
>
vollverzinkter Schneckenzaun. Funktioniert sehr gut, leider halt immer
rechteckig, sperrig und deshalb für Zierbeete minder geeignet. Man muss
nur erst die noch im Areal lebenden Schmarotzer eine zeitlang mit
Schneckenkorn terminieren, aber dann hat man Ruhe.
Gruss,
Karla
Re: Schnecken
Hi,
Heiko Blank schrieb:
[Laufis]
> Bis die fleissigen Enten aber alle Schnecken entdeckt und
> verspeist hatten, hatten diese Schädlinge dann tatsächlich die übrig
> gebliebenen 50% meiner Salat- und Gemüsepflanzen auch noch
> vertilgt.
> Kurzum ich kauf jetzt Salat und Gemüse wieder im Bioladen.
>
sind die Quackels eigentlich von der Stallpflicht ausgenommen oder muss
man sie dann auch monatelang in eine überdachte Voliere sperren? Ich
hatte schon überlegt hier ein paar Donalds anzusiedeln. Teich könnte ich
denen auch bieten, ein Quackelparadies.
Gruss,
Karla
Re: Schnecken
Karla Baumann schrieb:
> natürlich vor Erreichen der Ziellinie samt Kübel hochgestellt habe. Wenn
> du Bierfallen aufstellst, kommen die sogar aus der Nachbarschaft und
Dass die Bierfallen riskant sind habe ich gottseidank rechtzeitig gelesen.
Momentan habe ich zum Anlocken ein paar gammlige Zuccinischalen, die
funktionieren erstaunlich gut, werde die anderen nochmal aus dem Abfall
sammeln. Habe bisher keine einzige Schnecke auf dem Weg um das Beet gesehen,
ich fürchte, die sind alle hausgemacht aus dem letzten Jahr.
Werde wohl im kommenden Spätwinter das Kräuterbeet etwas sorgfältiger
vorbereiten müssen.
Bisher sind die Viecher noch klein, maximal so 2-3cm, der überwiegende Teil wie
eine Erbse. Dieses Jahr habe ich glücklicherweise etwas schneller reagiert,
weil ich so früh Babys unter den Töpfen gefunden habe. Heute nacht habe ich
dann im Schein der Taschenlampe gesehen, WIE klein die Dinger sein können.
Wann gibts endlich die genmodifizierte Katze die Schnecken frisst?
- carsten
Re: Schnecken
Kathinka Wenz schrieb:
> Um alle Schnecken aus der Nachbarschaft anzulocken?
Mein Bier trinke ich selbst.
> Einige Quellen sagen, dass Holzasche in geringen Mengen auf den Kompost
> darf, Kohlenasche aber nicht. Andere Quelle sagen, dass sogar Holzasche
> die Schwermetalle enthält. Jetzt kannst du dir selber überlegen, wie gut
> sich das auf deinem Kräuterbeet macht.
Schwermetalle in Holzasche? Wieso ausgerechnet da und nicht in Mulch, Kompost
und Pflanzerde?
> Warum kaufst du nicht einfach Schneckenkorn auf Eisenbasis, welches zum
> Einsatz im Gemüsebeet zugelassen ist, statt hier mit Hausmittelnchen
> rumzudoktorn?
Na das Schneckenkorn gilt ja offensichtlich auch nicht so ganz unbedenklich.
Momentan ist mein Hausmittel anlocken mit Gemüseschalen, absammeln, und im
Ascheeimer dehydrieren.
- Carsten
Re: Schnecken
Heiko Blank schrieb:
> Bis die fleissigen Enten aber alle Schnecken entdeckt und
> verspeist hatten, hatten diese Schädlinge dann tatsächlich die übrig
> gebliebenen 50% meiner Salat- und Gemüsepflanzen auch noch
> vertilgt.
> Kurzum ich kauf jetzt Salat und Gemüse wieder im Bioladen.
LOL
- Carsten
Re: Schnecken
> Was ist ein Schneckenzaun?
Es gibt so Tips, einzelne Pflanzen mit bodenlosen Pflanztöpfen zu schützen,
deren Rander nach aussen/unten gebogen sind. Spätestens an der Kante kommt die
Schnecke nicht mehr gegen die Schwerkraft an und plumpst runter. Sowas lässt
sich auch als Zaun vorstellen. Bringt nur bei mir nix, weil die Schnecken
scheinbar alle aus dem Beet kommen. Ausserhalb habe ich bisher keine eine
gesehen. Ich könnte bestenfalls einzelne Pflanzen schützen, aber viele sind so
buschig, das das nicht geht.
Hier steht auch einiges:
http://www.bio-gaertner.de/Articles/II.Pflanzen-allgemeineHi nweise/Schaedlinge/Schnecken.html
Ich werde jetzt erstmal sehen, wie sich die Population weiter entwickelt, das
nächtliche Anlocken mit gammligen Gemüseschalen funktioniert sehr gut. Die
liegen unter kleinen Abdeckungen, hebt man die hoch, kann man ne ganze Handvoll
Schnecken am Stück einsammeln.
- Carsten
Re: Schnecken
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Re: Schnecken
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Re: Schnecken
Am Sat, 13 May 2006 14:44:39 +0200 schrieb C.P Kurz:
Hallo,
>> Einige Quellen sagen, dass Holzasche in geringen Mengen auf den Kompost
>> darf, Kohlenasche aber nicht. Andere Quelle sagen, dass sogar Holzasche
>> die Schwermetalle enthält. Jetzt kannst du dir selber überlegen, wie gut
>> sich das auf deinem Kräuterbeet macht.
>
>Schwermetalle in Holzasche? Wieso ausgerechnet da und nicht in Mulch, Kompost
>und Pflanzerde?
weil Kompost und Mulch üblicherweise aus pflanzlichem Material
besteht, das in einer Saison oder wie zB bei Heckenschnitt in wenigen
Jahren gewachsen ist.
Dagegen konnte Brennholz aus einem 80-jährigen Baum ein Vielfaches an
Schwermetallen einlagern.
>> Warum kaufst du nicht einfach Schneckenkorn auf Eisenbasis, welches zum
>> Einsatz im Gemüsebeet zugelassen ist, statt hier mit Hausmittelnchen
>> rumzudoktorn?
>
>Na das Schneckenkorn gilt ja offensichtlich auch nicht so ganz unbedenklich.
Ach? Sprichst du jetzt nur mal so von der wirklichen Bedenklichkeit
für den Geldbeutel oder weißt du mehr?
>Momentan ist mein Hausmittel anlocken mit Gemüseschalen, absammeln, und im
>Ascheeimer dehydrieren.
Viel Spaß. :-)
Beste Grüße G e r h a r d
Re: Schnecken
Kathinka Wenz wrote:
> "C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> wrote:
>
>> Schwermetalle in Holzasche? Wieso ausgerechnet da und nicht in Mulch, Kompost
>> und Pflanzerde?
>
> http://www.mein-schoener-garten.de/article/article.htm?snr=1 998&rub_snr=9&main_snr=1021
> http://www.gartentechnik.de/News/2005/12/07/asche_aus_dem_ka min_in_den_garten/
Da versagt allerdings mein Logikmodul. Denn wenn jüngere Pflanzen zuviel
Schwermetalle enthalten, sollte man sie ebensowenig verrotten wie
verbrennen - also gehört ja wohl generell nichts nach 1950 gewachsenes
mehr auf den Kompost...
Gruß Sevo
Re: Schnecken
"Kathinka Wenz" <kathinka [at] rrr.de> schrieb
>> Was ist ein Schneckenzaun?
>... Aber auch eine mit Wasser gefüllt Regenrinne
> erfüllt den Anspruch eines Schneckenzaunes.
Bist Du sicher dass das einen Schutz darstellt?
Meine Biester können bestimmt schwimmen
und/oder tauchen. Die haben doch sogar
2 kleine "Schorchel" links und rechts am Kopf.
;-)
Re: Schnecken
Gerhard Zahn wrote:
> weil Kompost und Mulch üblicherweise aus pflanzlichem Material
> besteht, das in einer Saison oder wie zB bei Heckenschnitt in wenigen
> Jahren gewachsen ist.
> Dagegen konnte Brennholz aus einem 80-jährigen Baum ein Vielfaches an
> Schwermetallen einlagern.
Das ist nicht wirklich ein Argument - der Zyklus, in dem ein Baum, sei
es als Häcksel, sei es als Asche, im Kompost landet, ist dementsprechend
länger. Wenn, dann ist das Problem, daß Brennholz meist einen Eintrag
von externem Material in den Garten bedeuten wird - d.h. der Baum hat
nicht deinem Garten Schwermetalle entzogen, die jetzt wieder dort
landen, sondern bringt seine Schmutzfracht aus einem fremden Wald mit.
Gruß Sevo
Re: Schnecken
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Re: Schnecken
Karla Baumann wrote:
> Hi,
> Rolf R. Kopp schrieb:
> ..
>
>> Eingattern? Mit was machst du das? Der Kräutergärtchen meiner Frau ist
>> nämlich mittlerweise zur Kantine für Schnecken verkommen.
>>
>> Rolf
>>
>>
> vollverzinkter Schneckenzaun. Funktioniert sehr gut, leider halt immer
> rechteckig, sperrig und deshalb für Zierbeete minder geeignet. Man muss
> nur erst die noch im Areal lebenden Schmarotzer eine zeitlang mit
> Schneckenkorn terminieren, aber dann hat man Ruhe.
Salz. Mit dem Streuer, oder manngerechter, mit Salzlösung
aus der Wasserpistole
Gruß
Matthias
Re: Schnecken
Hi,
Matthias Voss schrieb:
...
> oder manngerechter, mit Salzlösung aus der
> Wasserpistole
> Gruß
> Matthias
>
auf Weiberart einfach mit der Rosenschere: knapps, ist der Lebensfaden
ab. Die, die man nicht sieht, am besten mit Schneckenkorn erlederitzen.
Gruss
Karla
Re: Schnecken
Karla Baumann <kaba_abfall_mix [at] web.de> schrieb:
>Hi,
>Matthias Voss schrieb:
>
>..
>> oder manngerechter, mit Salzlösung aus der
>> Wasserpistole
>> Gruß
>> Matthias
>>
>auf Weiberart einfach mit der Rosenschere: knapps, ist der Lebensfaden
>ab. Die, die man nicht sieht, am besten mit Schneckenkorn erlederitzen.
>
Klare Sache, und damit hopp!
Rolf
Re: Schnecken
Am Sat, 13 May 2006 18:23:55 +0200 schrieb Sevo Stille:
Hallo,
>Gerhard Zahn wrote:
>
>> weil Kompost und Mulch üblicherweise aus pflanzlichem Material
>> besteht, das in einer Saison oder wie zB bei Heckenschnitt in wenigen
>> Jahren gewachsen ist.
>> Dagegen konnte Brennholz aus einem 80-jährigen Baum ein Vielfaches an
>> Schwermetallen einlagern.
>
>Das ist nicht wirklich ein Argument - der Zyklus, in dem ein Baum, sei
>es als Häcksel, sei es als Asche, im Kompost landet, ist dementsprechend
>länger.
Da setzt jetzt mein Mengenrechnungsvermögen total aus. :-)
Wenn ich jedes Jahr meine krautigen Pflanzen aller Art im Garten
kompostiere und das 50 Jahre lang so treibe, habe ich die Immissionen
einschließlich der Schwermetallniederschläge aus 50 Jahren im Garten
behalten.
Wenn ich die 50 Jahre mit Holz heize und die Holzasche im Garten
verwende, die aus 80-jährigen Bäumen herrührt, haben mir die die
Immissionen von 50 x 80 = 4000 Jahren beschert.
Seltsame Rechnung, gell. :-)
Beste Grüße G e r h a r d
Re: Schnecken
Kathinka Wenz schrieb:
>> Na das Schneckenkorn gilt ja offensichtlich auch nicht so ganz unbedenklich.
>
> Sagt wer? Und welches Schneckenkorn? "Das Schneckenkorn" gibt es nicht,
'Quellen'
z.B.
http://www.bio-gaertner.de/Articles/II.Pflanzen-allgemeineHi nweise/Schaedlinge/Schnecken.html
> Das ist definitiv unschädlich. Ich habe es irgendwann aufgegeben, weil
> unsere Schnecken zu klein sind. Die Spanischen Wegschnecken bei meiner
> Mutter dagegen habe ich immer zerschnitten.
Rein spaßeshalber werde ich es trotzdem mal mit ner Bierfalle probieren, das
Risiko gehe ich aufgrund der Ortsumstände hier mal ein.
Keiner der Nachbarn hier hat einen Gemüsegarten, und links von uns hätten die
Schnecken einen ziemlich unangenehmen Weg über 20m ohne jedes Grün vor sich.
Oberhalb vom Beet 10m Rasen. Unterhalb die Terrasse. Nur von rechts den
Nachbarn könnten welche kommen, auf dem Stück ist aber gerade der Boden
komplett umgegraben und vegetationslos.
Bei feuchter Witterung könnte ich mir vorstellen, dass man bei so kleiner
Fläche über eine Nacht den lokalen Befall ziemlich schnell ersäuft kriegt, die
brauchen ja nur ein paar Minuten bis zum pool. Wenn man das Ding am nächsten
Tag wieder abräumt, ist man vielleicht auf der sicheren Seite. Wie gesagt,
bisher habe ich ausserhalb des Beetes keine einzige Schnecke gesehen.
Erfahrung macht klug. Wenn ich die so frühzeitig gemeuchelt kriege, kann ich
mich sicherlich fürs nächste Jahr etwas sicherer fühlen. Letztes Jahr sind die
mir erst aufgefallen, als die Dutzendweise fingerlang unterwegs waren.
Wie klein aber diese Dinger sein können habe ich vorher auch nicht gedacht. Und
trotzdem erschreckende Effizienz beim Beseitigen der Zuccinischale.
- Carsten
Re: Schnecken
Gerhard Zahn schrieb:
>> Momentan ist mein Hausmittel anlocken mit Gemüseschalen, absammeln, und im
>> Ascheeimer dehydrieren.
Solange das 'Beet' mit zwei Schritten zu umrunden ist...
- Carsten
Re: Schnecken
Gerhard Zahn schrieb:
> weil Kompost und Mulch üblicherweise aus pflanzlichem Material
> besteht, das in einer Saison oder wie zB bei Heckenschnitt in wenigen
> Jahren gewachsen ist.
> Dagegen konnte Brennholz aus einem 80-jährigen Baum ein Vielfaches an
> Schwermetallen einlagern.
Und die Pflanzen der Kompost und Mulch Basis sind vom Himmel gefallen? Die
können während ihrer Zyklen doch ebenso Schwermetalle akkumulieren.
Der Baum machts halt in einem langen Zyklus.
- Carsten
Re: Schnecken
Sevo Stille schrieb:
> länger. Wenn, dann ist das Problem, daß Brennholz meist einen Eintrag
> von externem Material in den Garten bedeuten wird - d.h. der Baum hat
> nicht deinem Garten Schwermetalle entzogen, die jetzt wieder dort
> landen, sondern bringt seine Schmutzfracht aus einem fremden Wald mit.
In diesem Fall nicht - die Asche, die seit einigen Monaten im Aussenkamin
anfällt, stammt von einer Tanne, die ich vor 2 Jahren 15m weiter gefällt habe ;-)
- Carsten
Re: Schnecken
Gerhard Zahn schrieb:
> Wenn ich die 50 Jahre mit Holz heize und die Holzasche im Garten
> verwende, die aus 80-jährigen Bäumen herrührt, haben mir die die
> Immissionen von 50 x 80 = 4000 Jahren beschert.
>
> Seltsame Rechnung, gell. :-)
Ja, aber nur wenn man Mulch und Kompost durch Holzasche ersetzen will, was wohl
in den seltensten Fällen gefragt sein dürfte.
- Carsten
Re: Schnecken
C.P Kurz schrieb:
> Wie klein aber diese Dinger sein können habe ich vorher auch nicht
> gedacht. Und trotzdem erschreckende Effizienz beim Beseitigen der
> Zuccinischale.
Der Genozid gestern Nacht scheint was bewirkt zu haben. Im Laufe des
Nachmittags noch ein Dutzend mit der Pinzette rausgepickt, und jetzt ist Ruhe.
Die auf die Größe eines Fingernagels reduzierte Zuccinischale ist seit Stunden
nicht mehr angerührt worden. Es herrscht gespenstige Ruhe im Kräuterbeet.
Endlich mal wieder in Ruhe schlafen. Die zweite Angriffswelle werde ich mit
einem Flens begrüßen. Gottseidank gilt in Deutschland noch das Reinheitsgebot,
sonst hätten wir jetzt wieder einen neuen Giftchemie-Thread...
Apropos Chemie: Wer hat eigentlich letztens noch den Beitrag im Fernsehen über
menschlichen Urin als Pflanzendünger gesehen?
- Carsten
Re: Schnecken
Gerhard Zahn wrote:
> Da setzt jetzt mein Mengenrechnungsvermögen total aus. :-)
> Wenn ich jedes Jahr meine krautigen Pflanzen aller Art im Garten
> kompostiere und das 50 Jahre lang so treibe, habe ich die Immissionen
> einschließlich der Schwermetallniederschläge aus 50 Jahren im Garten
> behalten.
Die Pflanzen nehmen selbstverständlich auch alle älteren Einträge auf,
die noch im Boden sind.
> Wenn ich die 50 Jahre mit Holz heize und die Holzasche im Garten
> verwende, die aus 80-jährigen Bäumen herrührt, haben mir die die
> Immissionen von 50 x 80 = 4000 Jahren beschert.
Wenn es nur auf dem eigenen Garten gewachsene Bäume sind, bleibt es ein
Nullsummenspiel - im eigenen Garten trägst du so oder so damit nur das
ein, was ihm selbst entzogen wurde.
Klar ist: Das Hinzufügen fremder Biomasse kann, wenn diese belastet ist,
die Belastung erhöhen, und umgekehrt würde das Entfernen der
selbstgezogenen Biomasse und deren Ersatz mit reinem Humus aus
irgendeinem sauberen Urwaldbiotop den Boden "reinigen". Wünschenswert
ist es wohl eher weniger...
Gruß Sevo
Re: Schnecken
> Klar ist: Das Hinzufügen fremder Biomasse kann, wenn diese belastet ist,
> die Belastung erhöhen, und umgekehrt würde das Entfernen der
> selbstgezogenen Biomasse und deren Ersatz mit reinem Humus aus
> irgendeinem sauberen Urwaldbiotop den Boden "reinigen". Wünschenswert
> ist es wohl eher weniger...
Was mich grade auf den Gedanken bringt: Gibts eigentlich sowas wie eine
'Schwermetallkarte' von Deutschland, auf der Basis von Bodenproben? Oder liegt
die in der Vatikanbibliothek unter Verschluss?
- Carsten
Re: Schnecken
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Re: Schnecken
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Re: Schnecken
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Re: Schnecken
Kathinka Wenz wrote:
> Matthias Voss <spammat.voss [at] gmx.de> wrote:
>
>
>>Salz. Mit dem Streuer, oder manngerechter, mit Salzlösung
>>aus der Wasserpistole
>
>
> Du willst Salz auf deinem Gemüsebeet gegen die Schnecken verteilen? Wo
> hier gerade berichtet wurde, dass Salz auch gegen Unkraut eingesetzt
> wird?
Doch nicht auf dem Beet!
Ich setze sie vorher auf den Weg.
Dann geht es auch mit gezeiltem Salzkornbeschuss.
Meine Mutter sammelt die braunen immer ein und tut sie in
einen Eimer Salzwasser. Dann gehen sie weg. Oder dahin.
Gruß
Matthias
Re: Schnecken
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Re: Schnecken
Kathinka Wenz wrote:
> Matthias Voss <spammat.voss [at] gmx.de> wrote:
>
>
>>Doch nicht auf dem Beet!
>>Ich setze sie vorher auf den Weg.
>>Dann geht es auch mit gezeiltem Salzkornbeschuss.
>
>
> Aber sonst hast du keine Hobbys?
>
> Da finde ich Durchschneiden doch wesentlich effektiver.
Ich hatte mir eine Auszeichnen für gutes Schießen bekommen.
Man muss doch in Übung bleiben.
Gutes Training ist auch, nach einem Wheelie mit der
Trialmaschine mit dem Vorderrad drauf zu landen.
Oder mit der Kuh das ABS zu testen.
Gruß
Matthias
Re: Schnecken
Kathinka Wenz schrieb:
> Schwimmen nicht, aber tauchen. Ganz lange.
Lässt sich ja einfach testen heute bei mir...
- Carsten
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