Frage: Drähte für Folientunnel
Da ich hier bei den Drahthändlern immer nur 2 Meter Welldrähte
bekomme, muss ich schon immer zwei aneinander flicken, um ausreichend
lange Stangen zum Einnetzen von Lauch und Karotten zu bekommen.
In jeder piefigen Gärtnerrei finde ich aber flexible Drähte von 3,
3,50 und 4 Meter (Federstahl?). Dort habe ich schon mehrfach
nachgefragt - die Antwort war immer. Die haben wir vom Vater, aus der
Auflösung vom Nachbarn, mit der Gärtnerei übernommen, etc. etc. Dann
war ich hier beim Metallbauer - der hat Drähte, die aber sind zu dünn
und zu labil. Dann bin ich die diversen Gewächshausanbieter durch -
die bieten sowas nur mit Gewächshäusern oder in völlig unpassenden
Maßen - entweder viel zu kurz oder gleich für Häuser, in denen man
stehen kann zu utopischen Preisen und viel zu stark, um die über
hüfthohe Tunnel zu biegen. Wo - verfluchte Hacke - bekommt man die
schön stabilen, flexiblen Drähte her, die in jeder Staudengärtnereien
und für niedrige Gemüsekulturen so massenhaft eingesetzt werden. Haben
die einen speziellen Namen unter dem man fragen müßte. Ich habe keine
Lust mehr zu basten und zusammen zu flicken.
Würde aber liebend gern auch jungen Kohl einnetzen und wahnsinnig
gerne auch selbst wieder Zwiebeln und Knoblauch anbauen, die Jahr um
Jahr von Zwiebelfliege und Company völlig zerfressen sind, denen man
aber mit entsprechenden Netzen problemlos beikommt.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Hallo Bernhard,
> In jeder piefigen Gärtnerrei finde ich aber flexible Drähte von 3,
> 3,50 und 4 Meter (Federstahl?).
Genau. Schau mal bei http://www.gelbeseiten.de/ unter "Federstahl" und
Deinem Wohnort nach ...
Ciao, Susanne.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Bernhard Albert schrieb:
> Da ich hier bei den Drahthändlern immer nur 2 Meter Welldrähte
> bekomme, muss ich schon immer zwei aneinander flicken, um ausreichend
> lange Stangen zum Einnetzen von Lauch und Karotten zu bekommen.
Ich hab dieses Jahr mal probeweise so einen Folientunnel von Lidl. Da
werden die Bögen aus Plastikrohren hergestellt. Die paar Wochen des
Einsatzes seitdem bewähren sich die.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"Bernhard Albert" <albert-b [at] web.de> schrieb
> Da ich hier bei den Drahthändlern immer nur 2 Meter Welldrähte
> bekomme, muss ich schon immer zwei aneinander flicken, um ausreichend
> lange Stangen zum Einnetzen von Lauch und Karotten zu bekommen.
> In jeder piefigen Gärtnerrei finde ich aber flexible Drähte von 3,
> 3,50 und 4 Meter (Federstahl?).
Muss es Stahl (Metall) sein? Zelte werden auch nicht mehr von
solchem getragen.... (Kern-D = 7,75 mm + schwarze PE-Ummantelung,
Gesamt-D ca. 9mm, m = 2,75 Euro + 16% + Fracht ok?)
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Hallo Thorwald,
> Muss es Stahl (Metall) sein? Zelte werden auch nicht mehr von
> solchem getragen.... (Kern-D = 7,75 mm + schwarze PE-Ummantelung,
> Gesamt-D ca. 9mm, m = 2,75 Euro + 16% + Fracht ok?)
Nein - es muss kein Stahl sein. Ich werde nochmal nachmessen, ob die
Länge passt - ich bin von den Abmessungen von Netzen und Folien immer
von 3 Metern ausgegangen und möchte ungern zuviel Überstand. Sind die
Stäbe vom Durchmesser her richtig, damit ich sie über Beete von etwa
1,20 Breite biegen kann? Bekomme ich sie von Dir - oder würdest Du mir
einen Lieferanten nennen?
Gruß
Bernhard
--
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Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"Bernhard Albert" <albert-b [at] web.de> schrieb
> Sind die
> Stäbe vom Durchmesser her richtig, damit ich sie über Beete von etwa
> 1,20 Breite biegen kann?
Ja - aber etwas breiter wäre vielleicht besser.
> Bekomme ich sie von Dir - oder würdest Du mir
> einen Lieferanten nennen?
Hab dir dazu eine persönliche Mail geschickt ......
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Bernhard Albert schrieb:
> Nein - es muss kein Stahl sein. Ich werde nochmal nachmessen, ob die
> Länge passt - ich bin von den Abmessungen von Netzen und Folien immer
> von 3 Metern ausgegangen und möchte ungern zuviel Überstand. Sind die
> Stäbe vom Durchmesser her richtig, damit ich sie über Beete von etwa
> 1,20 Breite biegen kann? Bekomme ich sie von Dir - oder würdest Du mir
> einen Lieferanten nennen?
Unser Metallhandel Wilms hier in Köln hat sowas aus verschiedenen Materialien
in bis zu 6m Länge, z.B. auch 6-10mm Alu für unter 2 Euro/m.
Für den Einsatzzweck könnte man ja auch Flachstangen nehmen.
www.wilmsmetall.de
- Carsten
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Am Mon, 15 May 2006 17:17:58 +0200 schrieb C.P Kurz:
> Bernhard Albert schrieb:
>
>> Nein - es muss kein Stahl sein.
> Unser Metallhandel Wilms hier in Köln hat sowas aus verschiedenen Materialien
> in bis zu 6m Länge, z.B. auch 6-10mm Alu für unter 2 Euro/m.
> Für den Einsatzzweck könnte man ja auch Flachstangen nehmen.
Die Drachenbauer benutzen Glasfaserstaebe. Nahezu unkaputtbar das Zeug. Bis
auf Knoten kann man damit fast alles machen.
Edg [at] r, der auch mal wieder einen Drachen bauen muesste.
--
*** Einfach ist genial / fácil es genial ***
Berichte aus Paraguay [last update: 08.05.06]
http://edgar-warnecke.schmuckfabrik.de
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"Edgar Warnecke" <ewarnecke [at] gmx.net> schrieb:
> Die Drachenbauer benutzen Glasfaserstaebe. Nahezu unkaputtbar das Zeug.
Bis
> auf Knoten kann man damit fast alles machen.
Die sind doch m.W. längst "auf CFK" (Kohlefaser) - i.d.R. als
dünnwandiges Rohr und daher nochmals ein Vielfaches leichter
als GFK.
Hohe Elastizität wird beim Drachen wohl nicht gefordert. Aber
Glasfaserstäbe sind genau das, was ich Bernhard empfohlen habe ;-)
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Re: Frage: Drähte fürFolientunnel
Bernhard Albert <albert-b [at] web.de> wrote:
> In jeder piefigen G?rtnerrei finde ich aber flexible Dr?hte von 3,
> 3,50 und 4 Meter (Federstahl?). Dort habe ich schon mehrfach
> nachgefragt - die Antwort war immer. Die haben wir vom Vater, aus der
> Aufl?sung vom Nachbarn, mit der G?rtnerei ?bernommen, etc. etc.
Hallo,
sei froh, dass Du sie nicht bekommen hast. Die Dinger sind saugefährlich!
Stell Dir einfach mal vor, so ein Federstahlstab hat sich gelockert und
schnellt plötzlich nach oben/aussen, das kann locker ein Auge kosten! Ich
hatte mal als Staudengärtner-Azubi das Vergnügen Folientunnel mit dieser
Technik zu errichten (-10 Grad und Schneetreiben). Dabei wurde uns dann
von einem Unfall erzählt, der zwar "nur" eine Oberlippe gekostet hat, aber
ich konnte mir das damals ganz gut vorstellen.
Ich habe natürlich auch schon nach den Federstahlstäben gesucht und keine
gefunden ;-). Werde diesen Winter 8 mm Baustahlstäbe versuchen einigermassen
rund zu biegen und einen 1/2-Zoll-Schlauch zum Schutz der Folie drüberziehen,
mal schauen ob das funktioniert.
Gruss
Martin
--
Martin Bucher, Braunschweig, Germany, Planet Earth
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Hi,
Ina Koys schrieb:
> Ich hab dieses Jahr mal probeweise so einen Folientunnel von Lidl. Da
> werden die Bögen aus Plastikrohren hergestellt. Die paar Wochen des
> Einsatzes seitdem bewähren sich die.
Kann ich nur bestätigen, die sind wirklich brauchbar, leider hatte meine
Frau nur 3 Stück mitgebracht.
Aber traurig bin ich deswegen nicht, denn die Bögen für den Tunnel kann
man sich aber auch leicht preisgünstig aus handelsüblichen biegsamen
PVC-Rohren selbst herstellen.
Zusätzlich kann man zu der verwendeten Größe (am besten 10 mm) mit der
nächsten Größe, Stücke von 5 cm der Länge nach aufschneiden und diese
dann als Clips verwenden, um die Folie oder Netz auf den Rohren zu
befestigen.
Um die etwas teurere Lochfolie kommt man aber nicht herum, wenn man kein
Schwitzwasser an der Folie und eine gute Durchlüftung haben will.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
T. Brandwein schrieb:
> Hohe Elastizität wird beim Drachen wohl nicht gefordert. Aber
> Glasfaserstäbe sind genau das, was ich Bernhard empfohlen habe ;-)
Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
- Carsten
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb:
> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
Warum "Sondermüll"? Mir sind die aktuellen Fachbegriffe nicht
geläufig, aber bisher gibt es keinen Grund, GFK nicht als "Hausmüll"
zu entsorgen. Weder Glas noch ausgehärteter Kunstharz sind in
irgendeiner Weise gefährlich. Das Argument, GFK sei ein
ökologisch bedenklicher Werkstoff, ist Unfug - vermutlich von
irgendwelchen Metallerzeugern lanciert.
Richtig ist, dass es gewisse Schwierigkeiten mit wirklich sinnvollem
Recycling gibt. Aus recycleten Faser-Verbundwerkstoffen lassen sich
eben nur Füllstoffe und teilweise eher minderwertige Fasern herstellen,
die nur anteilig in solche neuen Bauteile eingebracht werden können,
die geringere technische Anforderungen stellen. Aus einem
Hubschrauber- oder Windanlagenrotor, einem Roboterarm oder
Surfmast wird also bestenfalls ein Oberlicht, eine Motorhaube oder
ein Gartenteich.
Das mus allerdings nicht zu einer objektiv schlechten Ökobilanz
führen. I.d.R. ist die der Faserverbundwerkstoffe schon allein
aufgrund der Haltbarkeit und den Werkstoffeigenschaften
relativ um vieles besser als die von Alternativen. Mal abgesehen
davon, dass z.B. Eisen (Stahl) wohl kaum zum Bau eines
brauchbaren Rotors taugt, rechtfertigt auch längere Nutzungsdauer
ggf. schon alleine den Einsatz eines Werkstoffes, der an anderer
Stelle nicht optimal ist
Betrachtet man z.B. jenes Restmaterial, das ich in verschiedenen
Anwendungen im Garten benutze - z.B. als Tomatenstäbe....
Die sind jetzt über 20 Jahre alt und "frisch" wie neu., auch wenn
sie Sommer und Winter draußen sind und dabei halb im Dreck
stehen. Das sind ca. 100 Gramm pro m, davon etwa 90 Gramm
Glas und 10 Gramm UP-Harz. Einige sind ummantelt - da
kommen noch ein paar Gramm PA oder PE hinzu.
Natürlich kann man auch Dachlatten nehmen.... Aber ohne
Holzschutz (der Holz wirklich zu Sonderabfall macht) halten
die keine 3 Jahre. Allein deren Zuschnitt, Transport/Beschaffung
und ihre Entsorgung dürfte auf die Standzeit eines GFK-Stabes
(50 Jahre und mehr) gerechnet, größere Umweltschäden
verursachen als ein GFK Stab von Herstellung bis Recycling,
auch wenn dieser nicht zur thermischen Verwertung taugt.
Ähnlich ungünstig sieht es mit (besser recyclebaren) Metallstäben
aus, die schon allein durch den Energiebedarf ihrer Herstellung
vorbelastet sind.
Kurz - das "Sondermüllargument" ( und das richtigere hinsichtlich
relativ schlechter Recyclingeigenschaften) stammt aus irgendeiner
ideologisch oder wirtschaftsinteressensmäßig begründeten
Mottenkiste und sollte keinesfalls pauschal benutzt werden..
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
T. Brandwein schrieb:
> "C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb:
>
>> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
>
> Warum "Sondermüll"?
Solange man fertige GFK Elemente betrachtet, ist das sicherlich kein Problem.
Bei der Bearbeitung fertiger Elemente sollte aber mit Mundschutz gearbeitet
werden, z.B. beim Zusägen solcher Stäbe, weil die Fasern ähnlich wie
Asbestfragmente in die Lunge geraten können. Irgendwann wenn diese Elemente
durch sind und verspröden, tritt dieses Problem noch eher auf, weil dann
ständig Material abplatzt und verstaubt. In einem Gewächshaus sicherlich nicht
so ganz unkritisch und wegen des Einsatzes unter Dauerverspannung und heftigen
Temperaturschwankungen und Windlast auch nicht so abwegig.
Natürlich fördert Aluminum auch den Alzheimer, und bei Holz kann man sich
Splitter in den Daumen rammen, Eisen rostet, und Edelstahl kostet ;-)
- Carsten
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
C.P Kurz wrote:
> T. Brandwein schrieb:
>
>> Hohe Elastizität wird beim Drachen wohl nicht gefordert. Aber
>> Glasfaserstäbe sind genau das, was ich Bernhard empfohlen habe ;-)
>
>
> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
Die entwickeln sich aber nur beim unsachgemäßen Verbrennen
im Gartenfeur.
Gruß
Matthias
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb:
> T. Brandwein schrieb:
> > Warum "Sondermüll"?
> Solange man fertige GFK Elemente betrachtet, ist das sicherlich kein
Problem.
> Bei der Bearbeitung fertiger Elemente sollte aber mit Mundschutz
gearbeitet
> werden, z.B. beim Zusägen solcher Stäbe, weil die Fasern ähnlich wie
> Asbestfragmente in die Lunge geraten können.
Ja. Die Staubmengen sind enorm ;-) Allerdings gibt es sowohl
Staubansaugung als auch Nassschnitt.
Nebenbei: Wir reden hier von GFK und das besteht aus Glasfasern
einer bestimmten und herstellungsbedingt konrollierten Dicke. Man
nennt diese Fasern "Endlos-" oder "Textilglasfasern". Sie sind - im
Gegensatz zu deiner o.a. Behauptung - zu dick, um inhalierbar zu
sein. Von ihnen geht keine Gefahr für die Lungen aus. Temporäre
Reizungen von Hals, Nase und (insbesondere bei Hitze) vor allem
Haut sind allerdings möglich. Der Vergleich mit Asbest ist hier aber
völlig unangebracht!
> Irgendwann wenn diese Elemente durch sind und verspröden,
>tritt dieses Problem noch eher auf, weil dann
> ständig Material abplatzt und verstaubt.
Ammenmärchen. Selbst unter hoher Belastung durch extrem
korrosive Medien (z.B. in Industrie - und Kläranlagen) versagen
selbst Handlaminate nicht in der von dir beschriebenen Weise.
Es gibt zwar ggf. einen extrem oberflächlichen Abtrag von Harz,
aber zum Glasabtrag sind gewisse mechanische (schleifende) Einflüsse
erforderlich. Darüber hinaus kann man intelligente Werkstoffkompositionen
schaffen, z.B. eine anforderungsgerechte Matrix wählen und/oder
als äußerste Armierung Polyester oder Acryl-Fliese einarbeiten.
Mit Verbundwerkstoffen arbeitet man eben anders - man gestaltet
die Komponenten anforderungsgerecht - insbesondere die Art
und Anordnung der Fasern (Armierung).
Die oberflächliche Zersetzung von Harz unter
Medieneinfluss ist - selbst bei UP - bezogen auf den Abtrag z.B.
geringer als die Verwitterung einer Verzinkung. Wo übliche
Feuerverzinkungen (bis 85 µm) eine Lebenserwartung
< 1 Jahr haben und selbst Edelstahl bereits "Lochfraß" zeigt
hält schon "normales" GFK ca. 5 Jahre ohne erkennbare
Oberflächenschäden. Zink ist übrigens ein giftiges Schwermetall,
das schon in relativ geringer Konzentration toxisch auf
Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen im Wasser wirkt und sich
in relativ großen Mengen in Klärschlämmen wiederfindet.
Diese landen größteils auf Äckern und in Gärten.....
Oberflächenschäden an GFK sind übrigens durch Neuauftrag
einer Harz-Decksicht (Gelcoat) problemlos und vergleichsweise
umweltfreundlich zu beheben. Lediglich das bereits diskutierte
unvermeidliche "Downcyceln" ist ein Nachteil. Er wird um so
weniger relevant, je länger der Werkstoff Vorteile bringt. In
einer WKA kann man sich also "locker" 20 t Gfk (und mehr)
leisten - erst recht offshore.....
> In einem Gewächshaus sicherlich nicht so ganz unkritisch und
> wegen des Einsatzes unter Dauerverspannung und heftigen
> Temperaturschwankungen und Windlast auch nicht so abwegig.
Ein Gewächshaus stellt i.d.R. keine hohen Anforderungen an
den Werkstoff GFK. Materialabtrag ist selbst bei unbeschichtetem
Material kaum zu erwarten, eher umgibt es sich (wie auch Holz)
im feuchtwarmem Klima mit einer Algenschicht.
> Natürlich fördert Aluminum auch den Alzheimer, und bei Holz kann man sich
> Splitter in den Daumen rammen, Eisen rostet, und Edelstahl kostet ;-)
Das sind alles nur Teilaspekte. Aluminium ist z.B. für sehr hohen
Energiebedarf der Fertigung bekannt und die Festigkeiten reinen
Aluminums kannst du in der Pfeife rauchen. Luftfrachtpaletten aus
der zugelassenen Legierung kosten die Menschheit im Vergleich
zu solchen aus GFK/CFK-Sandwiches jährlich einige Millionen
Liter Kerosin und in ihre Herstellung muss ungefähr die fünffache
Energiemenge gegenüber solchen aus Verbundwerkstoff investiert
werden. Allerdings ist das "Luftfahrtaluminium" (natürlich unter
erneutem Energieeinsatz) recht gut und mit minimalen
Qualitätsverlusten recycelbar.
Holz am Bau besteht größtenteils nur durch massiven Einsatz von
Chemie - und wie der Winter bewiesen hat, auch dann nicht
wirklich zuverlässig. Manche Holzstäube (z.B. Eiche, Buche) sind
stark krebserzeugend, d.h. bei der Bearbeitung deutlich gefährlicher
als Glasfaserverbundwerkstoff. Kamine von Holzöfen sind
Dioxinbelastet - das Recycling selbst "chemiefreier" Hölzer durch
thermische Verwertung, ist also auch nicht ganz unkritisch...
Eisen rostet nicht nur, es ist auch in Erzeugung und Gebrauch
energieaufwändig und gegen den Rost muss mit auch nicht gerade
umweltfreundlichen Verfahren und Materialien vorgegangen
werden. Edelstahl kostet nicht nur, sondern "rostet" nur langsamer
und etwas anders als normaler Stahl. Schon im "popeligen"
Salzsprühtest zeigt sich, dass "Niro" noch lange nicht
korrosionsbeständig heisst.
Kurz: Deine Hinweise sind mir zu pauschal oberflächlich. Ich
verweise auf die Werbung für Beton: "....es kommt darauf an,
was man daraus macht". Obendrein natürlich auf das "Wie"
und das "Wozu". Vorurteile tragen dazu nichts bei.
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
T. Brandwein schrieb:
> Kurz: Deine Hinweise sind mir zu pauschal oberflächlich. Ich
> verweise auf die Werbung für Beton: "....es kommt darauf an,
> was man daraus macht". Obendrein natürlich auf das "Wie"
> und das "Wozu". Vorurteile tragen dazu nichts bei.
Komm runter von deinem hohen Windrad und lies nochmal schön langsam:
CK> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
- Carsten
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
C.P Kurz wrote:
> T. Brandwein schrieb:
>
>> Kurz: Deine Hinweise sind mir zu pauschal oberflächlich. Ich
>> verweise auf die Werbung für Beton: "....es kommt darauf an,
>> was man daraus macht". Obendrein natürlich auf das "Wie"
>> und das "Wozu". Vorurteile tragen dazu nichts bei.
>
>
>
> Komm runter von deinem hohen Windrad und lies nochmal schön langsam:
>
> CK> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt
> sein.
Ein leiser Hinweis auf die Qualität dieses Postings auch.
Gruß
Matthias
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb
> T. Brandwein schrieb:
> > Kurz: Deine Hinweise sind mir zu pauschal oberflächlich. Ich
> > verweise auf die Werbung für Beton: "....es kommt darauf an,
> > was man daraus macht". Obendrein natürlich auf das "Wie"
> > und das "Wozu". Vorurteile tragen dazu nichts bei.
> Komm runter von deinem hohen Windrad und lies nochmal schön langsam:
> CK> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt
sein.
Ich habe mir einige Mühe gegeben, u.a. diese falsche Behauptung
zu widerlegen. Offensichtlich vergeblich.
Im Einzelfall kann mir das ziemlich egal sein. Leider halten sich
im Miesmacherland DE derartige Gerüchte (egal ob völlig aus
der Luft gegriffen, teilweise berechtigt oder vor langer Zeit
mal zutreffend) mit besonderer Hartnäckigkeit und finden
obendrein immer wieder Gläubige, die daraus Argumente
machen.
Im konkreten Anwendungsfall (Träger für Folientunnel) ist
GFK sicherlich nicht zwingend erforderlich und auch nicht
unbedingt besser geeignet als diverse Alternativen. Ich habe
diese Lösung (mit der einige Bekannte zufrieden sind) nur
angeboten weil ich diese Variante leicht bereitstellen kann.
Es ist mir herzlich schnuppe, ob sich jemand dafür interessiert
oder nicht. Ich hab keinen Versandhandel und entsprechende
Bestellungen von Kleinkunden wären/sind keine "Geschäfte",
sondern Gefälligkeiten, bzw. geschäftsfremde Serviceleistungen,
die ab und an mal nebenbei und meist gerade kostendeckend
abgewickelt werden.
Im Normalfall biete ich GFK in spezieller Verabeitung
ausschließlich deshalb an, weil ich von den Vorteilen des
Werkstoffes und des daraus entstandenen Produkte
gegenüber Alternativen überzeugt bin - meist auch unter
nachweislichen Kostenaspekten. Dabei trenne ich nach
Möglichkeit nicht zwischen der Bilanzierung von monetären
und ökologischen Aspekten, denn "Kostenwahrheit"
lässt sich nur durch Berücksichtigung aller ermittelbaren
Kosten herstellen. Dazu zählen auch die vieldistuktierten
sogenannten "externen" Kosten, von denen du einige,
z.B. Entsorgungsaufwand und Behandlungskosten von
Lungenkrankheiten schlichtweg "herbeigedichtet", bzw.
aus der Mottenkiste unsinniger Vorbehalte hervorgekramt
und verbreitet hast.
Das ist an sich ja nichts Schlimmes, denn Wissen braucht
bekanntermaßen Zeit für Entwicklung und Verbreitung.
Im sog. Informationszeitalter sollte das m.E. etwas schneller
gehen als früher und das Beharren auf Irrtümern
und Falschwissen sollte etwas vergänglicher geworden
sein. Die Zeiten in denen der Glaube wesentlichen
und anhaltenden Einfluss auf das Wissen nahm, sollten
m.E. vorbei sein - zumindest für Leute, die sich
offensichtlich moderner Medien bedienen können.
In diesem Sinne ist es bedauerlich, dass wir nun wieder
am Beginn der Diskussion stehen.
Ich hab mir übrigens zwischenzeitlich überlegt, ob es nicht
angemessen wäre, ein "OT" vor den Titel zu setzen.
Schließlich hab ich es aber doch gelassen. Gerade
im Bereich Garten, der ja auch sehr viel mit
"Umweltgestaltung durch Jedermann" zu tun hat, gibt es
zahlreiche Anlässe zwischen alten und neuen Verfahren
und Produkten abzuwägen.
Ich hoffe, dieser teilweise themenfremde Exkurs hat
wenigstens einigen Lesern mal wieder gezeigt, dass
richtige Entscheidungen nur auf der Basis stimmiger
Informationen möglich sind, und dass viele gerne
geglaubte Behauptungen nicht ungeprüft weiter
verbreitet werden sollten. Auch das Streuen von
Falschwissen ist eine Form der Umweltverschmutzung,
Grüße
Thorwald Brandwein
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
T. Brandwein schrieb:
> Ich habe mir einige Mühe gegeben, u.a. diese falsche Behauptung
> zu widerlegen. Offensichtlich vergeblich.
Was die Entsorgung angeht schon. Es hat sich ja, ähnlich wie die von Dir
kritisierten Vorurteile, leider in der Industrie eingependelt, etwas als
'entsorgt' zu betrachten sobald es als Granulat vorliegt. Ich bin mal gespannt,
auf was für Granulat-Bergen wir in 20 Jahren sitzen werden.
Ich weiss aber auch nicht wirklich, wieso Du deswegen so die Welle machst. Fast
alle Composites sind relativ schwierig zu entsorgen. Deswegen muss man hier
keine Vorträge über GFK-Qualitäten halten und so tun, als wäre meine Bemerkung,
ich zitiere nochmal:
> Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
der Todesstoß für die GFK Industrie. Wenn ich gewusst hätte, dass hier ein
GFK-Lobbyist mitliest, wäre ich vielleicht NOCH vorsichtiger gewesen.
- Carsten
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb
> T. Brandwein schrieb:
> Was die Entsorgung angeht schon. Es hat sich ja, ähnlich wie die von Dir
> kritisierten Vorurteile, leider in der Industrie eingependelt, etwas als
> 'entsorgt' zu betrachten sobald es als Granulat vorliegt. Ich bin mal
gespannt,
> auf was für Granulat-Bergen wir in 20 Jahren sitzen werden.
Ich glaube, darüber brauchen wir uns nicht wirklich zu sorgen. Solange
es halbwegs sinnvolle Verwendungen für solche Granulate gibt, handelt
es sich um Rohstoffe. Gäbe es also diese Berge, dann wären diese
gleichzeitig entsprechend große "Spardosen".
Aber selbst wenn die sinnvolle Verwertung von Faserverbund-
Kunststoffen sich auf Zuschlagstoffe für den Straßenbau beschränken
würde, bestünde absolut keine Gefahr der Bildung beachtenswerter
Halden.
> Ich weiss aber auch nicht wirklich, wieso Du deswegen so die Welle machst.
Weil ich oberflächliche Pauschalbehauptungen nun mal nicht leiden kann....
>Fast alle Composites sind relativ schwierig zu entsorgen.
Das hört sich schon besser an.
> Deswegen muss man hier keine Vorträge über GFK-Qualitäten
> halten und so tun, als wäre meine Bemerkung, ich zitiere nochmal:
> > Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt
sein.
> der Todesstoß für die GFK Industrie. Wenn ich gewusst hätte, dass hier ein
> GFK-Lobbyist mitliest, wäre ich vielleicht NOCH vorsichtiger gewesen.
Ach - ich bin also schon dadurch ein GFK Lobbyist, dass ich
versuche, fehlerhafte Behauptungen zu korrigieren?
Sowas nennt man m.E. polemisch. Weil ich unzutreffende,
negativ besetzte Begriffe, wie "Sondermüll" oder "wie Asbest"
als unzutreffend zurückgewiesen habe, folgt der nächste Versuch
meine Einwände zu entkräften auf genau die gleiche Weise -
nur etwas persönlicher.....
Das finde ich eine ziemlich billige Methode.
Von mir aus darfst du mich allerdings gerne einen Lobbyisten
nennen - allerdings nicht für Teile der Kunststoffindustrie, sondern
für die Bauwerksbegrünung, für Innovationsfreudigkeit, für
ein effektives und allgemein verfügbares Bildungswesen und
einiges andere.
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
T. Brandwein schrieb:
> Ach - ich bin also schon dadurch ein GFK Lobbyist, dass ich
> versuche, fehlerhafte Behauptungen zu korrigieren?
Nee, dazu kommt immer noch eine gewisse professionelle Humorlosigkeit, die es
ermöglicht, dass man bei Sätzen wie
> Natürlich fördert Aluminum auch den Alzheimer, und bei Holz kann man sich
> Splitter in den Daumen rammen, Eisen rostet, und Edelstahl kostet ;-)
durch die Decke startet.
Iss mal ein Stückchen Schokolade, das hilft meistens.
- Carsten
P.S. - ich würde solche Stäbe übrigens auch aus GFK nehmen.
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
C.P Kurz wrote:
> T. Brandwein schrieb:
>
>> Ich habe mir einige Mühe gegeben, u.a. diese falsche Behauptung
>> zu widerlegen. Offensichtlich vergeblich.
>
>
> Was die Entsorgung angeht schon. Es hat sich ja, ähnlich wie die von Dir
> kritisierten Vorurteile, leider in der Industrie eingependelt, etwas als
> 'entsorgt' zu betrachten sobald es als Granulat vorliegt. Ich bin mal
> gespannt, auf was für Granulat-Bergen wir in 20 Jahren sitzen werden.
>
> Ich weiss aber auch nicht wirklich, wieso Du deswegen so die Welle
> machst. Fast alle Composites sind relativ schwierig zu entsorgen.
> Deswegen muss man hier keine Vorträge über GFK-Qualitäten halten und so
> tun, als wäre meine Bemerkung, ich zitiere nochmal:
>
> > Ein leiser Hinweis auf die Sondermüllqualitäten von GF mag erlaubt sein.
>
> der Todesstoß für die GFK Industrie. Wenn ich gewusst hätte, dass hier
> ein GFK-Lobbyist mitliest, wäre ich vielleicht NOCH vorsichtiger gewesen.
>
Schwachfug.
Sonderabfall ist der, der als solcher von Gesetzes wegen
behandelt werden muss. Mit Begleitschinpflicht,
Dokumentatonspflicht, Beauftragtem Bevollmächtigtem im
Betrieb, usw.
Sonderabfall siehe auch unter RESI-Datenbank, nachzufragen
bei der Feuerwehr oder DEKRA.
Gruß
Matthias
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Matthias Voss schrieb:
> Schwachfug.
> Sonderabfall ist der, der als solcher von Gesetzes wegen behandelt
> werden muss. Mit Begleitschinpflicht, Dokumentatonspflicht, Beauftragtem
> Bevollmächtigtem im Betrieb, usw.
> Sonderabfall siehe auch unter RESI-Datenbank, nachzufragen bei der
> Feuerwehr oder DEKRA.
Gut, dass ausgerechnet der in Bezug auf Sondermüll zu starken Worten und
präzisen Definitionen greift, der Diesel mit Vorliebe als umweltneutral
bezeichnet...
- Carsten
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
Am Tue, 16 May 2006 19:54:22 +0200 schrieb T. Brandwein:
> "Edgar Warnecke" <ewarnecke [at] gmx.net> schrieb:
>
>> Die Drachenbauer benutzen Glasfaserstaebe. Nahezu unkaputtbar das Zeug.
> Bis
>> auf Knoten kann man damit fast alles machen.
>
> Die sind doch m.W. längst "auf CFK" (Kohlefaser) - i.d.R. als
> dünnwandiges Rohr und daher nochmals ein Vielfaches leichter
> als GFK.
Richtig, aber fuer den angestrebten Einsatz IMVHO viel zu teuer.
> Hohe Elastizität wird beim Drachen wohl nicht gefordert.
Doch, doch, genaus die.
> Aber Glasfaserstäbe sind genau das, was ich Bernhard empfohlen habe ;-)
Erschreckend, diese Einigkeit ;-)
Edg [at] r
Meinen naechsten Drachen baue ich aus Fleischspiesschen und
Pergamentpapier, anschliessend bemale ich ihn mit einer Tomate ;-)
--
*** Einfach ist genial / fácil es genial ***
Berichte aus Paraguay [last update: 08.05.06]
http://edgar-warnecke.schmuckfabrik.de
Re: Frage: Drähte für Folientunnel
"C.P Kurz" <c.p.kurzXSPAM [at] t-online.de> schrieb
> Nee, dazu kommt immer noch eine gewisse professionelle Humorlosigkeit, die
> es ermöglicht, dass man bei Sätzen wie
> > Natürlich fördert Aluminum auch den Alzheimer, und bei Holz kann man
> > sich Splitter in den Daumen rammen, Eisen rostet, und Edelstahl kostet
;-)
> durch die Decke startet.
Eine gewisse Humorlosigkeit in bestimmten Fragen will ich nicht
bestreiten.... Wer jahrzehntelang mehr oder weniger täglich mit unwahren
Pauschalbehauptungen - egal ob z.B. angebliche Gesundheitsgefahren
durch einen Werkstoff oder Ungezieferaufkommen in begrünten
Häusern - konfrontiert wird, verliert eines Tages die Lust, das
Geschwätz auf eventuelle Späße zu prüfen und selbst erkannte
Späße erscheinen dann meist nicht mehr lustig genug, um zu
erheitern.
> Iss mal ein Stückchen Schokolade, das hilft meistens.
Ne. Ich bin nicht so sensibel, dass die paar Gramm bei mir
wirken. Schokolade konsumiere ich mindestens tafelweise und
selbst nach Verzehr einer gebündelten "Vorteilspackung" binnen
einer Stunde stelle ich weder eine Beglückung noch eine
anhaltende Sättigung fest. Da kann ich genausogut zu einem
Tablett diverser Hamburger einer bekannten Firmenkette
greifen ;-)
> P.S. - ich würde solche Stäbe übrigens auch aus GFK nehmen.
Das verlangt keiner. Ich fordere nur, dass entsprechende
Entscheidungen nicht aufgrund falscher Annahmen fallen und
dass solche nicht (ggf. noch als "vorbildlich") verbreitet werden.
Grüße
Thorwald Brandwein
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
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