für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Hallo,

da wir wohl demnächst umziehen und dann auch wieder einen Garten unser Eigen
nennen können, wollt ich mich mal schlau machen, welche Pflanzen ich dann
meiner kleinen Tochter (21 Monate) zuliebe besser entsorge (falls
vorhanden).
Mir fallen selber ein:

Maiglöckchen
Fingerhut
Goldregen
Engelstrompete
Kirschlorbeer

Dass es lange Listen im Netz mit giftigen Pflanzen gibt, weiß ich auch -
aber manche Pflanzen sind ja stark giftig, andere weniger ... daher meine
Frage, was auf jeden Fall weichen sollte?

Danke für Eure Tipps!

Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 10:44 ] [ ID #119536 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider schrieb:

> da wir wohl demnächst umziehen und dann auch wieder einen Garten unser Eigen
> nennen können, wollt ich mich mal schlau machen, welche Pflanzen ich dann
> meiner kleinen Tochter (21 Monate) zuliebe besser entsorge (falls
> vorhanden).
> Mir fallen selber ein:
>
> Maiglöckchen
> Fingerhut
> Goldregen
> Engelstrompete
> Kirschlorbeer
>
> Dass es lange Listen im Netz mit giftigen Pflanzen gibt, weiß ich auch -
> aber manche Pflanzen sind ja stark giftig, andere weniger ... daher meine
> Frage, was auf jeden Fall weichen sollte?

Narzisse ist noch SEHR giftig, auch Eisenhut. Bei den Narzissen würde
ich aber wirklich erstmal abwägen: Irgendwann sind doch Kinder aus dem
Alter raus, wo sie alles in den Mund stecken. Das sollte doch kommendes
Jahr, wenn die Narzissen wieder auffallen, schon vorbei sein, oder?

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Di, 16 Mai 2006 10:54 ] [ ID #119538 ]

Re: f?r Kleinkinder gef?hrliche Pflanzen

Christina Schneider <mail [at] ralphundtina.de> wrote:
> Dass es lange Listen im Netz mit giftigen Pflanzen gibt, wei? ich auch -
> aber manche Pflanzen sind ja stark giftig, andere weniger ... daher meine
> Frage, was auf jeden Fall weichen sollte?

Ich empfehle hierzu folgende Seite:

http://www.gifte.de/Giftpflanzen/gartenpflanzen.htm






Randolf

--
+----------------------------------------------------------- --------------+
| Randolf Skerka rs-web [at] skerka . de http://www.randolf.org/ |
+-------------------= Musste ja mal gesagt werden ... =-------------------+
Randolf Skerka [ Di, 16 Mai 2006 11:16 ] [ ID #119542 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider wrote:

> Hallo,
>
> da wir wohl demnächst umziehen und dann auch wieder einen Garten unser Eigen
> nennen können, wollt ich mich mal schlau machen, welche Pflanzen ich dann
> meiner kleinen Tochter (21 Monate) zuliebe besser entsorge (falls
> vorhanden).
> Mir fallen selber ein:
>
> Maiglöckchen
> Fingerhut
> Goldregen
> Engelstrompete
> Kirschlorbeer
Krokus (finden Kinder toll, weil schön tief)
Efeu (die Beeren, die bei älterem Efeu kommen, könnten lecker schmecken)
Eisenhut

Aber die Liste ist echt schier endlos. Sicher wäre nur zubetonieren.

Ich hatte mit meinem Sohn (der jetzt 4 ist) von Anfang an genau und
immer wieder besprochen, dass er die Pflanzen nicht in den Mund nehmen
darf; schon ab Krabbelalter habe ich ihn mit meinen Erklärungen genervt.
In meinem alten Garten hatte ich von der Liste oben bis auf
Engelstrompete alles, da war z.B. einen solchen Efeu-Schungel, dass ich
den ummöglich komplett entfernen konnte. Am Anfang muß man in der Tat
sehr aufpassen, aber langfristig ist das sinnvoller, finde ich.
Inzwischen kommt er gar nicht mehr auf die Idee und hat so nebenbei viel
über Pflanzen gelernt, wie sie heißen, dass sie giftig sind und warum
Tiere bestimmte Pflanzen essen können, Menschen das dagegen nicht dürfen.

Wenn du total auf "Nummer sicher" gehen willst, bleibt nicht mehr viel
übrig. Es geht ja nicht nur um die Sicherheit in deinem eigenen Garten,
sondern den der Verwandten, den der Eltern, den der Freunde, die Büsche
am Straßenrand...

Wanda.
Frank Husel [ Di, 16 Mai 2006 11:36 ] [ ID #119549 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Christina Schneider" <mail [at] ralphundtina.de> wrote in
news:44699133$0$31878$9b622d9e [at] news.freenet.de:

> Hallo,
>
> da wir wohl demnächst umziehen und dann auch wieder einen Garten
> unser Eigen nennen können, wollt ich mich mal schlau machen,
> welche Pflanzen ich dann meiner kleinen Tochter (21 Monate)
> zuliebe besser entsorge (falls vorhanden).
> Mir fallen selber ein:
>
> Maiglöckchen
> Fingerhut
> Goldregen
> Engelstrompete
> Kirschlorbeer
>
> Dass es lange Listen im Netz mit giftigen Pflanzen gibt, weiß ich
> auch - aber manche Pflanzen sind ja stark giftig, andere weniger
> ... daher meine Frage, was auf jeden Fall weichen sollte?
>
> Danke für Eure Tipps!
>
> Christina
>
>
Hallo Christina
Also ich weiß nicht, wie ich meine Kinder groß bekommen habe
bei so viel Gefahr im Garten. Wir hatten Fingerhut, Kirschlorbeer,
Maiglöckchen und was weiß ich noch im Garten und keines meiner
Kinder ist auch nur auf die Idee gekommen, etwas zu essen
oder in den Mund zu nehmen, was nicht ausdrücklich als essbar
gezeigt wurde (Himbeeren, Brombeeren dornenlos, Erdbeeren).
Ich denke ein 2-jähriges Maädchen kann sehr gut verstehen
was essbar ist und was nicht und damit auch umgehen.
Einen schönen Garten nur deswegen zu verwüsten, nur weil
vielleicht evtl. irgendwie irgendwas gefährlich sein könnte
halte ich wirklich für übertrieben.
Das Leben birgt nun mal Gefahren und ein Kind muß lernen
damit umzugehen.
Ein Sandkasten auf dem Spielplatz ist u.U. viel gefährlicher
als Deine Pflanzen im Garten. Ich denke da an Hunde- und
Katzenkacke, Vogelkot, Glasscherben und sonstiger Müll.
(von Junkie-Spritzen will ich mal absehen, ich glaube nicht,
dass Du in so einer Gegend wohnst, wenn Du einen schönen
Garten bekommst)

Gruß Hans-Georg
Hans-Georg Finger [ Di, 16 Mai 2006 11:35 ] [ ID #119550 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Di, 16 Mai 2006 11:38 ] [ ID #119551 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Hallo Christina!

Christina Schneider wrote:
> da wir wohl demnächst umziehen und dann auch wieder einen Garten unser Eigen
> nennen können, wollt ich mich mal schlau machen, welche Pflanzen ich dann
> meiner kleinen Tochter (21 Monate) zuliebe besser entsorge (falls
> vorhanden).

Garnix! ;)
Egal was in Eurem Garten wächst. Ein Kind in diesem Alter kann man dort
nicht ohne Aufsicht lassen. Sie kommen auf die blödesten Ideen... und
wenn ich schon aufpasse, kann ich auch zusehen das sie nicht alles
mögliche abweiden.

Unser Sohn (jetzt 2 1/2) z.B. hat sich für Kirschlorbeer nie
interessiert. Ebensowenig für alles Blühende. Das man die Liguster nicht
essen sollte, haben wir ihm mehrmals gesagt und er hat es auch bis jetzt
nicht weiter versucht.
Alternativ, wenn ihr nicht immer aufpassen wollt: Es gibt für den Garten
so eine Art Kunststofflaufgitter. Das sind im Grundzustand 4
Seitenteilte, die miteinander verbunden eine quadratische Spielfläche
bieten. Innen drin gibt es Spielvorrichtungen wie Drehrad etc. und das
Teil hat auch noch eine Tür.

Nochmal: Manche Sachen wachsen über Nacht! (Pilze!) Von daher... lieber
wachsen lassen und Kinder im Auge behalten. Es sind nur max. 2 Sommer,
dann kapieren die kleinen sehrwohl was man nicht futtern sollte.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 16 Mai 2006 11:41 ] [ ID #119552 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Hi!

Wanda, Hans-Joerg und die anderen... da bin ich ja froh, das ich das
nicht alleine so sehe :)

Übrigens: Bei uns gibt es auch einen nicht gesicherten Teich.
Reingefallen ist unser Sohn auch schon... zwar nur um Flachwasser, aber
auch da standen wir gleich daneben.

Kinder vor alles bewahren ist meiner Meinung nach ein ziemlicher Mist
bei der Erziehung. In Maßen müssen sie auch schlechte Erfahrungen
machen. Man kann nicht lernen, das Brennnesseln brennen, wenn man es
nicht erlebt hat. Und unser Sohn ist am Teich eigentlich recht
vorsichtig und rührt am liebsten mit einem langen Stock drin rum "will
sauber mach".... jaja, er hatte einmal (!) gesehen, wie Papa Algen
rausgefischt hat. :)
Das Wichtige dabei ist: Dabei stehen und wirklich schlimmes Unheil
natürlich abwenden.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 16 Mai 2006 11:48 ] [ ID #119556 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Frederic Daguenet" <daguenet [at] skygate.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e4c6ol$al9$1 [at] murphy.mediascape.de...
> Garnix! ;)

Ich antworte mal hier stellvertretend für auch all die anderen
"macht-doch-alles-nüscht"-Beiträge.

Ich bin gewiss nicht übervorsichtig, im Gegenteil. Aber auch unsere Wohnung
haben wir zu gegebener Zeit Kleinkind-sicher gemacht (also den
Putzmittelschrank fest verschlossen, Kindersicherungen in die Steckdosen und
dergleichen). Bitte erzählt mir nicht, dass Ihr das oder ähnliches nicht
gemacht habt.

Ich habe mein Kind nicht die ganze Zeit im Auge, wenn sie durch die Wohnung
tollt, und das wird sicher auch im Garten so sein. Das heißt nicht, dass ich
sie dort allein lassen werde - aber ich werd sie auch nicht jede Minute im
Auge haben.

Kirschlorbeer etc. entfernen ist für mich absolut das Gleiche wie Spiritus
wegschließen. Und einen Gartenteich nicht zu sichern, find ich - sorry -
fahrlässig. Klar kann ich mein Kind auch im Auto nicht anschnallen und dann
erzählen: ist ja bisher nie was passiert!

Ich will mein Kind sicher nicht vor allen Gefahren bewahren - nur vor dem,
was lebensgefährlich ist. Verstehe nicht, wie man darüber diskutieren wollen
kann.

Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 11:57 ] [ ID #119558 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Ina Koys" <muelltonne [at] iko-web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e4c41f$fsl$01$1 [at] news.t-online.com...

> Narzisse ist noch SEHR giftig, auch Eisenhut. Bei den Narzissen würde
> ich aber wirklich erstmal abwägen: Irgendwann sind doch Kinder aus dem
> Alter raus, wo sie alles in den Mund stecken. Das sollte doch kommendes
> Jahr, wenn die Narzissen wieder auffallen, schon vorbei sein, oder?

Danke! Das Thema Narzissen dürfte für dieses Jahr in der Tat erledigt sein,
nächstes Jahr muss ich dann weitersehen. :-)

Gruß
Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 11:59 ] [ ID #119559 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Hans-Georg Finger" <Hans-GeorgFinger [at] web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Xns97C575FE88F57HansGeorgFinger [at] 139.23.33.23...

> Also ich weiß nicht, wie ich meine Kinder groß bekommen habe
> bei so viel Gefahr im Garten.

Mit Glück, offensichtlich. Das möchte ich aber nicht strapazieren, wenn es
nicht nötig ist - dazu gibt es (leider) genug andere Gelegenheiten, die
Schutzengel zu beschäftigen.

Gruß
Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 12:00 ] [ ID #119560 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider schrieb:

> Ich bin gewiss nicht übervorsichtig, im Gegenteil. Aber auch unsere Wohnung
> haben wir zu gegebener Zeit Kleinkind-sicher gemacht (also den
> Putzmittelschrank fest verschlossen, Kindersicherungen in die Steckdosen und
> dergleichen). Bitte erzählt mir nicht, dass Ihr das oder ähnliches nicht
> gemacht habt.

Ich hab kein Kind, aber als ich das überlebt habe, dachte noch kein
Mensch an solche Maßnahmen. Auch wenn sie zugegebenermaßen sinnvoll
sind. Überlebt haben es trotzdem praktisch alle. Uns wurde eingeschärft,
was wir gefälligst bleiben zu lassen haben und fertig. Es hätte auch nix
zum Kinderschutz zu kaufen gegeben.
Heutzutage würde ich auch ein paar "Grundschutzmaßnahmen" treffen, aber
eben nur, weil die paar Cent an der falschen Stelle gespart wären. Ich
würde ohne die aber nicht überall tödliche Gefahren wittern.

> Kirschlorbeer etc. entfernen ist für mich absolut das Gleiche wie Spiritus
> wegschließen. Und einen Gartenteich nicht zu sichern, find ich - sorry -
> fahrlässig.

Stop mal! Hier war nirgendwo die Rede davon, Kind ungesichert an den
Teich zu lassen. Man muss halt abwägen, ob man immer in Aufsicht bleiben
kann oder eben Zaun zieht. Eins von beiden MUSS sein, da wird dir sicher
jeder hier zustimmen. Und nicht alles zu essen, kann man Kindern
beibringen, nicht versehentlich ins Wasser zu fallen, eher nicht.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Di, 16 Mai 2006 12:16 ] [ ID #119564 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Ina Koys wrote:

>> Maiglöckchen
>> Fingerhut
>> Goldregen
>> Engelstrompete

Alle potentiell tödlich.

>> Kirschlorbeer

Wird wegen dem Blausäuregeruch der Blätter oft überschätzt. Tatsächlich
enthält Kirschlorbeer cyanogene Glykoside in ähnlicher Menge und
Verteilung wie Pfirsiche, Sauerkirschen, Bittermandeln oder Rosen (d.h.
nicht im Fruchtfleisch, sondern hauptsächlich in Kernen und Laub), und
wird im Kaukasus zu Kompott und Marmelade verarbeitet. Da die Kerne
etwas leichter zu zerbeißen sind als Pfirsichkerne oder
Sauerkirschkerne, nicht völlig ungefährlich, aber doch eher eine Gefahr
für Kinder, die mit Nußknackern ausgestattet sind und denen der
Bitter-Geschmackssinn ausgefallen ist...

> Narzisse ist noch SEHR giftig,

"SEHR" ist übertrieben, Kultursorten sind gering giftig, Wildsorten
allenfalls mittelgiftig.

Krokus ist schon gefährlicher - herbstblühende Arten (Safrankrokus) sind
in geringen Mengen lebensgefährlich.

> auch Eisenhut.

Ja. Weitere stark giftige Pflanzen findet man z.B. auf
http://www.arbeitsschutz.nibis.de/seiten/themen/tier_ti/docs /Giftpflanzenliste.pdf


Ebenfalls erheblich giftig und dort nicht vollständig aufgeführt sind
Wacholder, Bohnen (roh lebensgefährlich!) und Christrose.

Und grundsätzlich gilt: Dosis venenum facit - in richtig großen Mengen
sind sogar viele Nahrungspflanzen, speziell Gewürze (z.B. Waldmeister,
Salbei, Estragon, Petersilie, Sauerampfer), toxisch...

Gruß Sevo
Sevo Stille [ Di, 16 Mai 2006 12:29 ] [ ID #119567 ]

Re: für Kleinkinder gefährlichePflanzen

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Di, 16 Mai 2006 12:34 ] [ ID #119569 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Wanda Puvogel" <nomail [at] invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:e4c698$bdr$02$1 [at] news.t-online.com...

> Krokus (finden Kinder toll, weil schön tief)

Oh - schade, die sind so schön ... ;-)

> Efeu (die Beeren, die bei älterem Efeu kommen, könnten lecker schmecken)
> Eisenhut
> Aber die Liste ist echt schier endlos. Sicher wäre nur zubetonieren.

Nö - die meisten Pflanzen sind ja nicht lebensgefährlich giftig. Damit kann
ich gut leben. :-)

Gruß
Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 12:46 ] [ ID #119573 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Sevo Stille schrieb:

>> Narzisse ist noch SEHR giftig,
>
> "SEHR" ist übertrieben, Kultursorten sind gering giftig, Wildsorten
> allenfalls mittelgiftig.

Sie sind giftig genug, dass winzige Mengen in der Blutbahn (aufgenommen
über die Haut oder durch kleinste Verletzungen) dafür sorgen, dass einem
tagelang die Haut juckt und die Kleinstwunden nicht heilen, so lange man
weiter mit Narzissen zu tun hat.
Der Gartenbau ist weder menschenfreundlich noch sonst ein
Kindergeburtstag, aber bei uns war klar, dass niemand länger als einen
halben Tag am Stück im Narzissenschnitt arbeiten muss. Vielleicht bringt
eine angebissene Narzisse mich nicht um, aber schön ist ganz sicher was
anderes.
Die Brüder und Schwestern sind so giftig, dass sie (ungewässert) sogar
ihre Mit-Schnittblumen in der Vase umbringen.

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Di, 16 Mai 2006 12:55 ] [ ID #119581 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Christina Schneider" <mail [at] ralphundtina.de> schrieb


> .....wollt ich mich mal schlau machen, welche Pflanzen ich dann
> meiner kleinen Tochter (21 Monate) zuliebe besser entsorge (falls
> vorhanden).
> Mir fallen selber ein:

......

> Dass es lange Listen im Netz mit giftigen Pflanzen gibt, weiß ich auch -
> aber manche Pflanzen sind ja stark giftig, andere weniger ... daher meine
> Frage, was auf jeden Fall weichen sollte?

M.E. überhaupt nichts. Keine dieser Pflanzen ist so giftig, dass
davon eine unmittelbare Gefahr ausgeht, die sich nur durch
"Verbannung" beherrschen ließe. Eher helfen ein paar
vorrangig unangenehme Erfahrungen, die ein Kind im "normalen"
deutschen Garten evtl. machen könnte, dem Lernen hinsichtlich
der Erfordernis einer gewissen Vorsicht. Ggf vermitteln sie den
Kindern auch mal das Wissen, dass die "Alten" ihnen nicht nur
zum Vergnügen "Vorschriften" machen.
Kurz: Ich halte den ganz normalen (halbwegs gepfelgten)
deutschen Garten (mit all seinen üblichen Pflanzen, Tieren
und Einrichtungen, wie z.B. herumliegende Steine, erkletterbare
Bäume usw. für ausreichend kindgerecht, auch wenn er
Pflanzen enthält, die als giftig gelten.

M.E. ist die ganze "Giftpflanzenpanik" aus Haftungsfragen
öffentlicher Einrichtungen entstanden. Es ist etwas völlig
anderes, ob ein Kind sich in "seinem" Garten bewegt, oder
ob sich "Horden" in der Grünanlage einer Kindertagesstätte
austoben. Erstens ist in letzterem Falle das "Unfugpotenzial"
der Gruppen um ein Vielfaches höher, zweitens ist individuelle
Betreuung/Einweisung oft nicht ausreichend realisierbar,
drittens rennen Eltern gerne vo Gericht, wenn Sie den
Verdacht haben, ihrem Kind sei (durch Vorsatz oder
Fahrlässigkeit anderer) Schaden entstanden. Aber nicht
nur Personenschäden, sondern auch Sachschäden sollen
vermieden werden - schon Dornenbüsche, an denen
Kleidung beschädigt werden könnte, werden vermieden.
Insgesamt wird also im öffentlichen Raum ein
Sicherheitsstandard angestrebt, der unter dem Aspekt
sehr unbeherrschten (unvorsichtigen und sogar bewusst
riskanten) Verhaltens der Kinder, schon kleine Schäden
aller Art möglichst ausschließt.
Ich halte dieses Maß von Abwehr potenzieller
"Störfälle" im Privatbereich nicht für erstrebenswert.

Anstelle sich Gedanken um "Kaubares" im Garten zu
machen, das großteils ohnehin eher ungenießbar
schmeckt und (wenn überhaupt) aufgrund der geringen
aufgenommenen Menge meist "bestenfalls" Übelkeit
bewirkt , sollte man sich den Garten eher hinsichtlich
"mechanischer" und elektrischer Unfallpotenziale ansehen.
Vorrangig sind jene Unfallquellen zu betrachten, die
schnelle und heftige - also wirklich gefährliche-
Wirkungen erwarten lassen.
Für eine gewisse Zeit, sind dies z.B. Gartenteiche,
Wasserfässer, unebene Wege, ungesicherte Mauerkronen
und gefährliche Kanten vor allem in potenziellen Sturzzonen.
Relevante Unfallquellen sind auch die Werkzeugaufbewahrung
(auch während des Gebrauches), Türen und Tore mit
Quetschgefahren, Zäune und Gartendekos mit Spitzen
und nicht zuletzt Spielgeräte mit niedrigem Sicherheits-
standard oder ungeeigneter Aufstellung.

Die "bösen" (mehr oder weniger gefährlichen) Giftpflanzen
kann man m.E. durch ein paar "harmlose, aber wehrhafte"
Arten ergänzen. Brennnesseln eignen sich z.B. sehr gut, um
Kinder zu zeigen, dass man nicht alles begrabschen oder
sonstwie konsumieren kann, ohne Unannehmlichkeiten
zu erfahren.

Grüße
Thorwald Brandwein



--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Thorwald Brandwein [ Di, 16 Mai 2006 13:14 ] [ ID #119584 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Christina Schneider" <mail [at] ralphundtina.de> schrieb:

> Mit Glück, offensichtlich. Das möchte ich aber nicht strapazieren, wenn es
> nicht nötig ist - dazu gibt es (leider) genug andere Gelegenheiten, die
> Schutzengel zu beschäftigen.

Ausgebildete Schutzengel fallen dummerweise aber nicht vom
Himmel, sondern wachsen mit den Kindern in diesen heran.
Der sogenannte Schutzengel lernt vor allem aus den schlechtem
Erfahrungen des Kindes und je weniger und/oder später er dies
tut, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit seines Versagens
im wirklichen Ernstfall.

Grüße
Thorwald Brandwein


--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.
Thorwald Brandwein [ Di, 16 Mai 2006 13:23 ] [ ID #119590 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider wrote:

> Kirschlorbeer etc. entfernen ist für mich absolut das Gleiche wie Spiritus
> wegschließen.
Wie bereits weiter oben erklärt stirbt man nicht an Kirschlorbeer.
Und Kinder essen das freiwillig eigentlich eh nicht.
Mach ihn aber trotzdem aus, der gehört nämlich nicht hierher, setz
lieber einheinmisches Gehölz, dessen Beeren auch heimische
Vögel essen ;-)
MfG
Matthias
Matthias Frank [ Di, 16 Mai 2006 13:25 ] [ ID #119591 ]

Re: für Kleinkinder gefährlichePflanzen

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Di, 16 Mai 2006 13:32 ] [ ID #119594 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Susanne Junkel" <suju [at] nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4ctritF17mekhU1 [at] individual.net...

> Als ich Kind war, gab es den ganzen Krempel nicht und - komisch - ich
> bin trotzdem groß geworden!

Welchen Krempel meinst Du jetzt? Steckdosensicherungen? Oder das Schloss am
Putzmittel- oder Arzneischrank?

> Viele Eltern neigen heute grundsätzlich zur Übervorsicht, auch
> angeheizt
> durch die Medien mit ihren quotenfördernden Sensationsberichten. Kinder
> haben überhaupt nicht mehr die Möglichkeit, auch mal eine unangenehme
> Erfahrung zu machen und stehen dann als Erwachsene fassungslos vor
> Situationen, vor denen die Eltern sie dann nicht mehr bewahren können.

Recht schönen Dank auch. Ich aufgewiegelte Rabenmutter, ich.

> Sorry, aber das musste ich mal loswerden ;-)

Dann hoffe ich, dass es Dir jetzt besser geht. Weitergeholfen hat mir Dein
Beitrag leider nicht.

Gruß
Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 13:38 ] [ ID #119596 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Ina Koys wrote:

> Sie sind giftig genug, dass winzige Mengen in der Blutbahn (aufgenommen
> über die Haut oder durch kleinste Verletzungen)

Das hat nichts mit der Blutbahn zu tun... Sie sind hautreizend. Ob man
sowas im Garten stehenlassen will, ist natürlich Frage der persönlichen
Strategie. Ich selbst entferne nichts, was meine Tochter weder töten
noch chronisch krank machen kann - einen Kotzanfall oder Ausschlag im
schlimmsten Fall, wenn man mal nicht aufpasst, halte ich für hinnehmbar.
Und er hätte auch eine gewisse Indikatorfunktion dafür, ob die Kinder
heimlich Pflanzen naschen, was man nicht mitbekommen wird, wenn man
einen komplett eßbaren Garten anlegt...

Gruß Sevo
Sevo Stille [ Di, 16 Mai 2006 13:40 ] [ ID #119598 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Di, 16 Mai 2006 13:44 ] [ ID #119599 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

"Matthias Frank" <ciba-frank-news [at] web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4ctr59F17nurrU1 [at] individual.net...

> Mach ihn aber trotzdem aus, der gehört nämlich nicht hierher, setz
> lieber einheinmisches Gehölz, dessen Beeren auch heimische
> Vögel essen ;-)

Ok - vielleicht sollte ich meine ursprüngliche Frage abändern in: welche
Pflanzen sollte ich zugunsten der heimischen Tierwelt aus meinem Garten
entfernen? Wenn ich aus diesen Gründen lieber Holunder statt Kirschlorbeer
haben wollte, wäre ich wohl auf mehr Verständnis gestoßen. ;-)

Gruß
Christina
Christina Schneider [ Di, 16 Mai 2006 13:43 ] [ ID #119600 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider schrieb:

> Ok - vielleicht sollte ich meine ursprüngliche Frage abändern in: welche
> Pflanzen sollte ich zugunsten der heimischen Tierwelt aus meinem Garten
> entfernen? Wenn ich aus diesen Gründen lieber Holunder statt Kirschlorbeer
> haben wollte, wäre ich wohl auf mehr Verständnis gestoßen. ;-)

Vermutlich ;-)

Wart doch erstmal ab, was tatsächlich wo und wie im Garten wächst. An manches
wird das Kind garnicht rankommen.

Der Garten meiner Eltern hat mir übrigens auch nicht geschadet. Allerdings,
weil es da ausser Gemüse und Koniferen nichts anderes gab.

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Di, 16 Mai 2006 13:50 ] [ ID #119602 ]

Re: fürKleinkinder gefährlichePflanzen

Sevo Stille <sevo-news [at] radiox.de> wrote:
> noch chronisch krank machen kann - einen Kotzanfall oder Ausschlag im

Ich kann aus Erfahrung am eigenen Leib bestätigen, dass dies eine lang
anhaltende Lernerfahrung ist ;-) =DCberlebt habe ich es offensichtlich!


Randolf ... war auch mal klein und hat "lekker Beeeeeren" gefuttert ;-)

--
+----------------------------------------------------------- -------------=
-+
| Randolf Skerka rs-web [at] skerka . de http://www.randolf.org/=
|
+---- * Alle Tippfehler sind beabsichtigt und dienen der Erheiterung * --=
-+
Randolf Skerka [ Di, 16 Mai 2006 13:57 ] [ ID #119604 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Susanne Junkel schrieb:

> Das ganze Leben ist lebensgefährlich!

Und endet IMMER tödlich!!!

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Di, 16 Mai 2006 13:59 ] [ ID #119605 ]

Re: fürKleinkinder gefährlichePflanzen

Konrad Wilhelm <konrad_wilhelm [at] web.de> wrote:
> Ja. völlig unnütz dieser Krempel. Jedenfalls hat nicht ein einziger
> hier gepostet, der nicht groß geworden ist weil es den Krempel damals
> noch nicht gab.

Du kannst dir nicht vorstellen, wie schnell meine Eltern alle Steckdosen
mit Blindstecker zu hatten, als ich mal hinter einem Sofa mit einer
Stricknadel an der Steckdose gespielt habe. Das ist nun schon 30 Jahre
her ...

Ich habe auch etwas gegen die teilweise heutzutage bei Eltern scheinbar
weitverbreitete Hysterie aber ich kann schon verstehen, dass man lieber
10Cent für eine Steckdosen- oder Schranksicherung ausgibt, als sich
hinterher mit seinem Kind in der Notaufnahme wiederzufinden, weill es
eben doch die schöne Flasche Spülmittel getrunken hat und nun alles
innere nach außen kehrt.

Im Haushalt sind heute viele DInge bereits vom Hersteller "Kindersicher".
Das beginnt bei Kindersicheren Verschlüssen und endet bei Brechmitteln
(wie nennt man sowas eigentlich?) in Spül- und Putzmitteln.




Randolf

--
+----------------------------------------------------------- -------------=
-+
| Randolf Skerka rs-web [at] skerka . de http://www.randolf.org/=
|
+-------------=3D Linux - An OS that doesn't break like glass =3D--------=
-----+
Randolf Skerka [ Di, 16 Mai 2006 14:03 ] [ ID #119607 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

T. Brandwein schrieb:

> M.E. ist die ganze "Giftpflanzenpanik" aus Haftungsfragen
> öffentlicher Einrichtungen entstanden.

Ja.

> drittens rennen Eltern gerne vo Gericht, wenn Sie den
> Verdacht haben, ihrem Kind sei (durch Vorsatz oder
> Fahrlässigkeit anderer) Schaden entstanden.

Siehe die Eltern, die die Nachbarn verklagen, weil ihr Kind ohne Zaun zu
denen in den Garten gerannt ist und in deren Teich ertrunken ist. Die
meinen dann, nicht sie selbst hätten einen Grundstückszaun setzen
müssen, sondern die Nachbarn einen Teichzaun - damit die Eltern Geld sparen.

> Brennnesseln eignen sich z.B. sehr gut, um
> Kinder zu zeigen, dass man nicht alles begrabschen oder
> sonstwie konsumieren kann, ohne Unannehmlichkeiten
> zu erfahren.

:-)

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Di, 16 Mai 2006 14:05 ] [ ID #119609 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider wrote:
> ...
> Ich bin gewiss nicht übervorsichtig, im Gegenteil. Aber auch unsere Woh=
nung
> haben wir zu gegebener Zeit Kleinkind-sicher gemacht (also den
> Putzmittelschrank fest verschlossen, Kindersicherungen in die Steckdosen =
und
> dergleichen). Bitte erzählt mir nicht, dass Ihr das oder ähnliches ni=
cht
> gemacht habt.

ja und nein - Kinder ahmen gerne nach: die Steckdosensicherung halte
ich daher für sinnvoll, weil mein Grosser gerne Papas Repaturversuche
nachvollzieht ;-) mit knapp 3 Jahren hatte er dann auch schon raus wie
man trotz Kindersicherung einen Stecker in die Dose steckt.
Der Putzmittelschrank ist bei uns leicht zugänglich und nicht
verschlossen, wir machen lieber Küchentüre zu und haben unseren
Kindern beigebracht, dass die Küche kein Spielplatz ist - das ist
einfacher als Backofen, Herd, Tiefkühl, Auszüge etc. pp. Kindersicher
auszustatten. Der Grosse hatte sich nur einmal am Putzmittel
vergriffen, aber nicht um es zu trinken, sondern um, wie er es gesehen
hatte, Fenster zu putzen ;-) - Sprühflaschen haben doch was
faszinierendes. Und der Schrank mit den Gummibärchen ist interessanter
als der mit den Putzmitteln.

Gruss Steffen
Steffen Stein [ Di, 16 Mai 2006 14:14 ] [ ID #119612 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Hi!

Christina Schneider wrote:
> Ich antworte mal hier stellvertretend für auch all die anderen
> "macht-doch-alles-nüscht"-Beiträge.

Es hat keiner gesagt, das es nix macht Vogelbeeren zu essen. ;)

> Ich bin gewiss nicht übervorsichtig, im Gegenteil. Aber auch unsere Wohnung
> haben wir zu gegebener Zeit Kleinkind-sicher gemacht (also den
> Putzmittelschrank fest verschlossen, Kindersicherungen in die Steckdosen und
> dergleichen). Bitte erzählt mir nicht, dass Ihr das oder ähnliches nicht
> gemacht habt.

Nein, übervorsichtig würde ich das auch nicht nennen. Sondern eher
"bequem". Es ist natürlich prima, wenn man das Kind nicht im Auge
behalten muß. Und ja, sein Kinderzimmer ist natürlich "sicher", was
Steckdosen etc. betrifft.
Aber nein, der Putzschrank ist nicht abgeschlossen und wir haben auch
kein Gitter am Herd. Das der Herd heiß ist, muß er lernen und begreifen
und er weiß das auch. An den Putzschrank geht er nicht ran. Das liegt
zum einen daran, das wir nicht ständig da was vor seiner Nase rausholen
und zum anderen, das ein Kind ohne Aufsicht in einer Küche nix zu suchen
hat: Stichwort Schubladen voll mit schönen großen und kleinen Messern
usw ...

> Ich habe mein Kind nicht die ganze Zeit im Auge, wenn sie durch die Wohnung
> tollt, und das wird sicher auch im Garten so sein. Das heißt nicht, dass ich
> sie dort allein lassen werde - aber ich werd sie auch nicht jede Minute im
> Auge haben.

Was heißt dem "im Auge"? Wenn ich im Wohnzimmer sitze und weiß, da ist
nix gefährliches wo er gerade sitzt, muß ich auch nicht hinschauen oder
gar direkt neben ihm stehen. Aber geht er in die Küche, wird er beobachtet.

> Kirschlorbeer etc. entfernen ist für mich absolut das Gleiche wie Spiritus
> wegschließen. Und einen Gartenteich nicht zu sichern, find ich - sorry -
> fahrlässig. Klar kann ich mein Kind auch im Auto nicht anschnallen und dann
> erzählen: ist ja bisher nie was passiert!

Sorry, das ist ein soooo unsinniger Vergleich. Einen Auto-Unfall kannst
Du nicht verhindern, auch wenn Du noch so viel aufpaßt. Abgesehen davon
hat ein Kind sich im Auto auch zu Deiner eignen Sicherheit nicht frei zu
bewegen.
An einem Teich zu spielen ist überhaupt kein Problem, wenn die Eltern in
der Nähe sind. In der Nähe heißt hier: In Sichtentfernung. Du kannst
nicht ein Kleinkind in diesem Alter im Garten aus den Augen lassen. Es
gibt dort viel zu viel was Du nicht kontrollieren kannst. Beispiel: Kind
steckt harmlose Blüte im Mund... nur sitzt dummerweise eine Biene drin.

> Ich will mein Kind sicher nicht vor allen Gefahren bewahren - nur vor dem,
> was lebensgefährlich ist. Verstehe nicht, wie man darüber diskutieren wollen
> kann.

Nein, sorry... das ist nicht der Grund. Es geht immer darum eben nicht
die ganze Zeit wenigstens ein Auge oder Ohr auf das Kind haben zu
wollen. Und DAS kommt den gleich ein Kind nicht im Auto anzuschnallen.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 16 Mai 2006 14:20 ] [ ID #119614 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Christina Schneider schrieb:

> Ok - vielleicht sollte ich meine ursprüngliche Frage abändern in: welche
> Pflanzen sollte ich zugunsten der heimischen Tierwelt aus meinem Garten
> entfernen? Wenn ich aus diesen Gründen lieber Holunder statt Kirschlorbeer
> haben wollte, wäre ich wohl auf mehr Verständnis gestoßen. ;-)

Dann hätte es aber jemanden gegeben, der dich darauf hinweist, dass
grüne Beeren von Holunder Sambunigrin, ein schweres Nervengift,
enthalten, das gottlob durch Kochen nahezu komplett zerstört wird.

Aus eigenem Erleben kann ich sagen: nicht ganz. Ich würde mich nach
einer Flasche selbstgemachtem Holundersaft nicht mehr aus der Wohnung
begeben, sondern meine (anscheinend mit dem Zeuch vergiftete) Erkältung
im Bett zu Grabe tragen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys [ Di, 16 Mai 2006 14:15 ] [ ID #119615 ]

Re: f?r Kleinkinder gef?hrliche Pflanzen

Hallo Christina!

SO, nun auch nochmal mein Senf. So wie ich dich verstehe, geht's dir nur
um die Reduzierung des Risikos. Erstmal würde ich nichts wirklich aus d=
em
Garten entfernen, was schon da ist. In 2-3 Jahren wirst Du dich wahrschei=
nlich
ärgern.

Wenn ich mir die Eltern in unserem Bekanntenkreis angucke oder mich mal
"ein Paar" Jahre zurück erinner, haben Eltern doch ohnehin immer mindes=
tens
ein Auge auf die "kleinen". Ich erinner mich noch gut, wie schnell meine
Mutter meiner Schwester das Grünzeug aus dem Mund geholt hat, was sie i=
n
der anderen Ecke des Gartens in den Mund genommen hat. Bevor ein Kind
eine "kritische" Menge Grünzeug aufgenommen hat, bist Du zehn mal hin
und hast es ihr aus dem Mund geholt. Ich denke, dass ist einfach ein
typischer Reflex normaler Eltern.

Im Garten dürften deutlich größere Gefahren von anderen Dingen ausg=
ehen.
Insbesondere Gartengeräte, Grills, Rasenmäher etc. stellen sicher ein=
e
höhere Gefahr dar. Bleibende Schäden kann man sich hiermit eher einfa=
ngen,
als mit Grünzeug ... auch ein Teich ist kritisch, aber dass wurde ja
bereits diskutiert.

Ich habe vor ca. 30 Jahren auch so manche Beere verschluckt. Allerdings
nicht im Garten meiner Eltern, sondern auf dem Spielplatz. Ich habe meine=
r
Mutter tote und halbverweste Mäuse aus dem Gebüsch angekarrt (wer wei=
ss,
welche Bakterien ich aufgenommen habe), mit Stricknadeln in Steckdosen
gespielt, bin Kopfüber in ein Regenfass geplumpst, mit dem Fahrrad vom
Feldweg abgekommen und eine Böschung runter gefallen, einen 4m Sturz
vom Baum hingelegt, die Luft angehalten, bis ich blau war, in ein Feld
voll Brennesseln gesprungen, weil ich gewettet habe, mich das zu trauen,
habe beim Schwimmen einen Krampf bekommen. Ich war halt ein Rotzlöffel,
der den Schalk im Nacken hatte und sich von seinen Eltern nix hat
sagen lassen. Ich habe nicht geglaubt, dass es weg tut, wenn man die
Stricknadel in das falsche Loch der Steckdose steckt (beim ersten mal
habe ich den Nullleiter erwischt ;-). Jo, ich muss ein Horrorkind
gewesen sein und daher habe ich auch noch kein eigenes, könnte ja
genauso sein, wie ich ;-)

Ich war sicher kein leicht zu bändigendes Kind, aber ich hab's
überlebt, obwohl ich sicher alles denkbare getan habe ... danke Mama ;-=
)




Rotzlöffel Randolf

--
+----------------------------------------------------------- -------------=
-+
| Randolf Skerka rs-web [at] skerka . de http://www.randolf.org/=
|
+----------------=3D Linux,the choice of the Gnu Generation =3D----------=
-----+
Randolf Skerka [ Di, 16 Mai 2006 14:21 ] [ ID #119616 ]

Re: f?r Kleinkinder gef?hrliche Pflanzen

T. Brandwein <tb [at] biotekt.de> wrote:
> M.E. ist die ganze "Giftpflanzenpanik" aus Haftungsfragen
> ?ffentlicher Einrichtungen entstanden. Es ist etwas v?llig

Korrekt. Insbesondere, weil viele meinen wir hätten hier in
DE amerikanische Zustände und könnten alles und jeden auf
Schadenersatz verklagen. Zum Glück bemisst man hier in DE
jedem noch gesunden Menschenverstand zu und es ist nicht
erforderlich in der Bedienungsanleitung für eine Mikrowelle
darauf hinzuweisen, dass sie nicht geeignet ist, um Kleintiere
zu trocknen ...

Randolf

--
+----------------------------------------------------------- -------------=
-+
| Randolf Skerka rs-web [at] skerka . de http://www.randolf.org/=
|
+--=3D Es ist besser, keine Antwort zu finden, als nie gefragt zu werden =
=3D--+
Randolf Skerka [ Di, 16 Mai 2006 14:26 ] [ ID #119618 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Hi!

Mal abgesehen davon was giftig oder nicht giftig ist. Ist die "ich steck
alles in meinen Mund und versuche es zu assimilieren"-Phase nicht mit
fast 2 sowieso schon lang vorbei? Sowas machen doch eher Kinder bis 1 Jahr.
Darüber wird doch dann nur noch gegessen, was auch schmackhaft aussieht.
Dabei wird vor allem nachgeahmt. Futtern die Eltern Beeren, wollen die
kleinen auch. Und zumindest unser Kind versteht sehr wohl, das man etwas
nicht essen kann. Er weiß mittlerweile was Erdbeeren sind (eßbar) und
was Liguster ist (nicht eßbar). Und interessiert sich auch garnicht mehr
für letztere... wärend er auf die ersten reifen Walderdbeeren kaum noch
abwarten mag.
Auf die Idee Blätter oder anderes Grünes zu essen, kommt er garnicht von
allein.

Kurz gesagt: Man sollte auch mal schauen, das die Kleinen oft schlauer
sind, als man denkt.

Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet [ Di, 16 Mai 2006 14:38 ] [ ID #119620 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Randolf Skerka schrieb:

> Du kannst dir nicht vorstellen, wie schnell meine Eltern alle Steckdosen
> mit Blindstecker zu hatten, als ich mal hinter einem Sofa mit einer
> Stricknadel an der Steckdose gespielt habe. Das ist nun schon 30 Jahre
> her ...

Ich habe als Kind auchmal nen Nagel in ne Steckdose gesteckt. Meine Eltern
haben sich aber dann die Schutzeinsätze gespart und mir statt dessen eine
gelangt. Wäre aber nicht nötig gewesen, ich hatt's auch so nicht mehr gemacht.
Korrekterweise muss ich allerdings dazu sagen, dass es solche Einsätze damals
noch nicht gab respektive dass die wohl einfach unbekannt waren.

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Di, 16 Mai 2006 15:36 ] [ ID #119626 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Frederic Daguenet schrieb:
> Hi!
>
> Mal abgesehen davon was giftig oder nicht giftig ist. Ist die "ich steck
> alles in meinen Mund und versuche es zu assimilieren"-Phase nicht mit
> fast 2 sowieso schon lang vorbei? Sowas machen doch eher Kinder bis 1 Jahr.
> Darüber wird doch dann nur noch gegessen, was auch schmackhaft aussieht.

Ebend ;-) Ich halte es zwar nicht für statistisch relevant, aber letzte Woche
habe ich bei Lidl an der Kasse wartend einen kleinen Tumult miterlebt, weil ein
Mädchen, geschätzte 4-6 Jahre, während eine Aufsichtsperson (nicht die Mutter)
bezahlte, kurzerhand in ein hinten an der Ablage stehendes zerbrochenes Glas
griff, dort irgendwas Essbares rausholte und es in den Mund steckte. Die
Aufsichtsperson fuhr das Kind ziemlich an, da seien Glasscherben drin, das Kind
schutzbehauptete 'stimmt doch garnicht', sie titschte daraufhin noch mehr aus
und kippte das Glas auf die Ablage, worauf reichlich Glasscherben rausfielen.
Die Frau war in dem Moment vermutlich auch nur zu besorgt um das Kind, um den
Kassiererinnen nicht wegen des herumstehenden Glases Vorwürfe zu machen.


- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Di, 16 Mai 2006 15:50 ] [ ID #119630 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Post removed (X-No-Archive: yes)
Notifier Deamon [ Di, 16 Mai 2006 15:56 ] [ ID #119633 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

Jens Arne Maennig schrieb:

> Genau da liegt die Krux: Es ist ein starker Trend unter "modernen"
> Frauen zu beobachten, die leiben Kleinen dauerhaft für blöd zu halten,
> als blöd zu behandeln und aus diesem Grund zuhause einzuschließen. So
> lässt sich die hehre Aufgabe der "Familienarbeit" besser zum
> Fulltimejob hochstilisieren.


Mist, grade kein Popcorn im Haus...


- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Di, 16 Mai 2006 15:57 ] [ ID #119634 ]

Re: für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

On Tue, 16 May 2006 12:00:41 +0200, "Christina Schneider"
<mail [at] ralphundtina.de> wrote:

>
>"Hans-Georg Finger" <Hans-GeorgFinger [at] web.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:Xns97C575FE88F57HansGeorgFinger [at] 139.23.33.23...
>
>> Also ich weiß nicht, wie ich meine Kinder groß bekommen habe
>> bei so viel Gefahr im Garten.
>
>Mit Glück, offensichtlich. Das möchte ich aber nicht strapazieren, wenn es
>nicht nötig ist - dazu gibt es (leider) genug andere Gelegenheiten, die
>Schutzengel zu beschäftigen.
>
Komisch, ich habe unseren Garten nicht nach giftigen Pflanzen abgesucht, habe
sogar giftige Pflanzen gepflanzt, die Zierpflanzen im Haus, gut erreichbar sind
auch fast alle giftig und die Tochter durfte in Haus und Garten spielen, sie
lebt immer noch.
Also sind wir schon zu 2. mit Glück.

Ernst

--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen
nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht.
Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.
Ernst Keller [ Di, 16 Mai 2006 17:28 ] [ ID #119653 ]
Garden / Garten » de.rec.garten » für Kleinkinder gefährliche Pflanzen

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