Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Hallo,

nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), sowie 5 Kiefern-
und Lärchenstümpfe (32 Jahre alt, 40-60 cm Durchmesser). Wie krieg ich
die Dinger am schnellsten weg? Stubbenfräse fällt aus, da kein Vermieter
mit vernünftigen Preisen in der Nähe aufzutreiben ist.

Was ich so an Empfehlungen gelesen habe ist

- Mit nem großen Holzbohrer Löcher bohren, mit Schnellkomposter und Erde
füllen und aufs Verrotten warten. Bloß: Wie tief kann/soll man da
bohren, ohne den Bohrer gleich beim ersten Mal mittels Erdkontakt zu
ruinieren? Sind das Pfahl- oder Flachwurzler?

- Mit der Kettensäge senkrechte Schnitte einschneiden, sodass das Wasser
im Winter die Stümpfe aufsprengt. Gleiche Frage wie oben: Wie tief?

Wie lange brauchen die beiden Methoden, bis ich statt der Stümpfe eine
ebene Rasenfläche haben kann?

Kennt jemand noch andere Methoden?

Grüße
Werner
Werner Baderschneider [ Mo, 29 Mai 2006 22:40 ] [ ID #122985 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:

> nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
> Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), sowie 5 Kiefern-
> und Lärchenstümpfe (32 Jahre alt, 40-60 cm Durchmesser). Wie krieg ich
> die Dinger am schnellsten weg? Stubbenfräse fällt aus, da kein Vermieter
> mit vernünftigen Preisen in der Nähe aufzutreiben ist.


Also das Schnellste ist meiner 3stümpfigen Erfahrung nach das Karieren mit der
Kettensäge. Wie hoch sind die Stümpfe denn und wie tief sollen die weg?

Ich habe rein interessehalber mal 3 Methoden ausprobiert (die mit der
Verrottung dauert freilich noch an). Ausgraben war eine Mordsarbeit, selbst bei
einer gerade mal 30 jährigen Tanne. Bei 6 Stümpfen fehlte mir die Motivation
dafür. In diesem Falle musste das Ausgraben sein, weil an der selben Stelle ein
großer Kirschlorbeer rein sollte.

Dem zweiten Stumpf bin ich mit verschiedenem Werkzeug zu Leibe gerückt. Axt,
Penumatischer Bohrhammer mit Bohrer, Lochfräser, Meißel, Kettensäge. Die
Kettensäge ist letzlich die schnellste. Neben dem Stumpf Erde ausheben, damit
man mit der Kettensäge möglichst weit runterkommt. Von Oben vertikal
einschneiden, im 90 Grad Winkel nochmal, dann seitlich die Segmente abheben.
Irgendwann ist man unter dem umliegenden Erdniveau. Dann bohrt man ein paar
ordentliche Löcher rein, wahlweise Kompoststarter rein, Erde drauf.


- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Mo, 29 Mai 2006 22:54 ] [ ID #122986 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

C.P Kurz schrieb:
> Werner Baderschneider schrieb:
>
>> nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
>> Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), sowie 5 Kiefern-
>> und Lärchenstümpfe (32 Jahre alt, 40-60 cm Durchmesser). Wie krieg ich
>> die Dinger am schnellsten weg? Stubbenfräse fällt aus, da kein
>> Vermieter mit vernünftigen Preisen in der Nähe aufzutreiben ist.
>
>
> Also das Schnellste ist meiner 3stümpfigen Erfahrung nach das Karieren
> mit der Kettensäge. Wie hoch sind die Stümpfe denn und wie tief sollen
> die weg?

Im Moment sind sie noch ca. 10-15 cm über dem Boden (läßt sich aber
bestimmt noch kürzen)

>
> Ich habe rein interessehalber mal 3 Methoden ausprobiert (die mit der
> Verrottung dauert freilich noch an). Ausgraben war eine Mordsarbeit,
> selbst bei einer gerade mal 30 jährigen Tanne. Bei 6 Stümpfen fehlte mir
> die Motivation dafür. In diesem Falle musste das Ausgraben sein, weil an
> der selben Stelle ein großer Kirschlorbeer rein sollte.
>
> Dem zweiten Stumpf bin ich mit verschiedenem Werkzeug zu Leibe gerückt.
> Axt, Penumatischer Bohrhammer mit Bohrer, Lochfräser, Meißel,
> Kettensäge. Die Kettensäge ist letzlich die schnellste.

Dabei ruiniert man sich aber Sägeblatt und Kette...

> Neben dem Stumpf
> Erde ausheben, damit man mit der Kettensäge möglichst weit runterkommt.
> Von Oben vertikal einschneiden, im 90 Grad Winkel nochmal, dann seitlich
> die Segmente abheben. Irgendwann ist man unter dem umliegenden
> Erdniveau. Dann bohrt man ein paar ordentliche Löcher rein,

[...]
Und genau darauf zielt meine Frage: Wie tief kann ich bohren/ sägen?

Grüße
Werner

PS: Habe eben entdeckt, dass es ein Mittel gibt, mit dem man angeblich
Stümpfe verglimmen lassen kann:
http://www2.westfalia.de/shops/garten/pflanzenschutz_und_due nger/geraete/unkrautvernichter/76191-wurzel_ex_250gr_green_y .htm
Hat damit jemand Erfahrung?
Werner Baderschneider [ Mo, 29 Mai 2006 23:03 ] [ ID #122987 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider wrote:
> nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
> Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), [...]
> Kennt jemand noch andere Methoden?

Mach mal den Google, das Thema kommt so alle paar Monate wieder und wieder.

jue
jurgenex [ Mo, 29 Mai 2006 23:16 ] [ ID #122988 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:

> Dabei ruiniert man sich aber Sägeblatt und Kette...


Warum? Ich schnitze dabei fast nur mit der Spitze des Blattes ziemlich schräg
in den Stumpf. Kein Erdkontakt. Die oberen Wurzelansätze haue ich mit der Axt
raus soweit sie stören. Aber selbst wenn - bei 5 Stümpfen wäre es mir eine
ruinierte Billig-Kettensäge wert.

> Und genau darauf zielt meine Frage: Wie tief kann ich bohren/ sägen?

Du wirst kaum einen bezahlbaren Bohrer finden, der unten wieder rauskommt (wozu
auch?), rechne mal mit mindestens 60cm. Normale Bohrer dürften ohnehin nicht so
sinnvoll sein, ein billiger Satz Lochfräser mit langem Schaft macht mehr Sinn.
Normale Forstner-Bohrer kommen ja bestenfalls ein paar cm rein. Diese
Billigdinger mit langem Schaft kriegt man gelegentlich als Sonderangebot.
Ansonsten halt den längsten und dicksten Holzbohrer, den Du finden kannst. Das
mit dem Gefrieren ist halt auch nicht so einfach, in dem modernden Wurzelstock
wirst Du so schnell vermutlich nicht die nötigen Temperaturen für eine
Sprengung kriegen.


> PS: Habe eben entdeckt, dass es ein Mittel gibt, mit dem man angeblich
> Stümpfe verglimmen lassen kann:
> http://www2.westfalia.de/shops/garten/pflanzenschutz_und_due nger/geraete/unkrautvernichter/76191-wurzel_ex_250gr_green_y .htm
>
> Hat damit jemand Erfahrung?

Wurde hier schonmal diskutiert, ich glaube bisher ohne eigene
Erfahrungsberichte. Angeblich soll der Stumpf nicht verglimmen/verbrennen,
sondern danach schneller verrotten. Da melden einige hier aber ziemliche
Bedenken an, weil verkohltes Holz deutlich langsamer verrottet als frisches.
Sonstige Ideen mit verkokeln dauern bei feuchtem massivem Holz dieser
Abmessungen zu lange bzw. erfordern unsinnig viel Brandbeschleuniger.

Wenn Du nur halbwegs zügig zu einem Ergebnis kommen willst zwecks Rasenanlage,
kannst Du die Verrottung nur als Sekundärmaßnahme betreiben. Also erst unter
Erdniveau fräsen, dann Verrottung anfachen, Erde drauf, Rasen säen und
vergessen. Wie lange das Ding dann braucht kann dir egal sein. Ne schnellere
Verrottung erhälst Du nur über der Oberfläche bei Bewitterung, aber was hast Du
davon?


- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Mo, 29 Mai 2006 23:21 ] [ ID #122989 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

C.P Kurz schrieb:
> Werner Baderschneider schrieb:

>> Dabei ruiniert man sich aber Sägeblatt und Kette...

> Warum? Ich schnitze dabei fast nur mit der Spitze des Blattes ziemlich
> schräg in den Stumpf. Kein Erdkontakt.

Okay. Du hast scheinbar Übung darin...

>> Und genau darauf zielt meine Frage: Wie tief kann ich bohren/ sägen?

> Du wirst kaum einen bezahlbaren Bohrer finden, der unten wieder
> rauskommt (wozu auch?), rechne mal mit mindestens 60cm.

Das ist mal ne Aussage :-)

> Normale Bohrer
> dürften ohnehin nicht so sinnvoll sein, ein billiger Satz Lochfräser mit
> langem Schaft macht mehr Sinn. Normale Forstner-Bohrer kommen ja
> bestenfalls ein paar cm rein. Diese Billigdinger mit langem Schaft
> kriegt man gelegentlich als Sonderangebot. Ansonsten halt den längsten
> und dicksten Holzbohrer, den Du finden kannst.

60 cm dürfte schwer zu finden sein :-).

> Das mit dem Gefrieren ist halt auch nicht so einfach, in dem modernden
> Wurzelstock wirst Du so schnell vermutlich nicht die nötigen
> Temperaturen für eine Sprengung kriegen.

Ich dachte eher "entweder modern *oder* gefrieren", je nachdem, was halt
schneller geht. Dennoch: Was hat modernder Wurzelstock mit gefrieren zu tun?
>
>
>> PS: Habe eben entdeckt, dass es ein Mittel gibt, mit dem man angeblich
>> Stümpfe verglimmen lassen kann:
>> http://www2.westfalia.de/shops/garten/pflanzenschutz_und_due nger/geraete/unkrautvernichter/76191-wurzel_ex_250gr_green_y .htm
>>
>> Hat damit jemand Erfahrung?
>
> Wurde hier schonmal diskutiert,

Muss ich wohl mal suchen...

Grüße
WERNER

Grüße
Werner
Werner Baderschneider [ Mo, 29 Mai 2006 23:39 ] [ ID #122990 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:

> Hallo,
>
> nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
> Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), sowie 5 Kiefern-
> und Lärchenstümpfe (32 Jahre alt, 40-60 cm Durchmesser). Wie krieg ich
> die Dinger am schnellsten weg? Stubbenfräse fällt aus, da kein Vermie=
ter
> mit vernünftigen Preisen in der Nähe aufzutreiben ist.
>
> Was ich so an Empfehlungen gelesen habe ist
>
> - Mit nem großen Holzbohrer Löcher bohren, mit Schnellkomposter und E=
rde
> füllen und aufs Verrotten warten. Bloß: Wie tief kann/soll man da
> bohren, ohne den Bohrer gleich beim ersten Mal mittels Erdkontakt zu
> ruinieren? Sind das Pfahl- oder Flachwurzler?
>
> - Mit der Kettensäge senkrechte Schnitte einschneiden, sodass das Wasser
> im Winter die Stümpfe aufsprengt. Gleiche Frage wie oben: Wie tief?
>
> Wie lange brauchen die beiden Methoden, bis ich statt der Stümpfe eine
> ebene Rasenfläche haben kann?
>
> Kennt jemand noch andere Methoden?
>

Hallo Werner,

ich hatte ein ähnliches Problem, aber keine Lust, mir meine
Kettensäge durch Erdkontakte zu ruinieren.
Die Methode mit dem Verrotten erschien mir zeitlich deutlich
übertrieben, daher habe ich zur Axt gegriffen und alles zerschlagen.
Es war etwas mühselig, aber die Freude über den schnellen Erfolg
überwog deutlich, außerdem war ich danach gut in Form und das erste
Bier schmeckte hervorragend. Wenn Du das Volumen scheuen solltest,
kannst Du die Arbeit ja einfach über ein paar Tage verteilen, das ist
immer noch wesentlich schneller als das Verrotten.

Viele Grüße, Werner
werner.koehn [ Mo, 29 Mai 2006 23:44 ] [ ID #122991 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:

> Ich dachte eher "entweder modern *oder* gefrieren", je nachdem, was halt
> schneller geht. Dennoch: Was hat modernder Wurzelstock mit gefrieren zu
> tun?

Wenn der modert entwickelt er selber Wärme. Du kriegst vermutlich nicht so
einfach den nötigen Temperatursprung hin, damit der Stumpf reisst. Und wenn,
ist das ja auch erstmal nur die halbe Miete. Ich würde wie gesagt zusehen, dass
Du mit unmittelbaren mechanischen Mitteln soweit kommst wie möglich. Und das
ist meiner Einschätzung nach die Kettensäge.

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Di, 30 Mai 2006 02:51 ] [ ID #122995 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:

> Okay. Du hast scheinbar Übung darin...

Nicht wirklich. Aber wenn der Stumpf etwa 10cm freigegraben ist, habe ich
keinen Anlass mehr, mit dem Blatt in den Boden zu hauen. Musst Du halt mal
ausprobieren. Es geht jedenfalls deutlich schneller als mit der Axt, die
benutze ich nur, um die im Boden verschwindenden Wurzeln zu durchtrennen.

- Carsten
c.p.kurzXSPAM [ Di, 30 Mai 2006 03:01 ] [ ID #122996 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:

> Wie lange brauchen die beiden Methoden, bis ich statt der Stümpfe eine
> ebene Rasenfläche haben kann?

Hallo
Birken und Föhren wurden bei uns gefällt und da ich absolut keine Lust
auf die Arbeit oder hohe Kosten hatte, grub ich rings um die Stümpfe
etwas Erde weg, befreite die Dinger so gut wie möglich von Sand und
sägte sie mit der Motorsäge eine Handbreit unter des Umgebungsniveaus
ab. Die Löcher verfüllte ich und sääte Grassamen ein. Im Folgejahr gings
dann langsam los, es zeigten sich kleine Gruppen von Pilzen, die
Verrottung war also in vollem Gange. Inzwischen sind bestimmt 5 Jahre
vergangen und einige Male habe ich noch etwas Erde auffüllen müssen weil
die Stellen etwas einsanken, jetzt ist aber Ruhe und alles zusammen hat
mich über die Jahre nicht wirklich beschäftigt. 2 Birkenstämmchen (ca
30cm Durchmesser), die ich 30cm weit rausstehen ließ, brauchten 1 oder 2
Jahre länger bis auch sie in sich zusammenfielen nachdem einer von ihnen
ein Ameisenstaat beherbergt hatte.
gh

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search_for_signature [ Di, 30 Mai 2006 08:22 ] [ ID #123000 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Werner Baderschneider schrieb:
>
> nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
> Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), sowie 5 Kiefern-
> und Lärchenstümpfe (32 Jahre alt, 40-60 cm Durchmesser). Wie krieg ich
> die Dinger am schnellsten weg? Stubbenfräse fällt aus, da kein Vermieter
> mit vernünftigen Preisen in der Nähe aufzutreiben ist.

Meine Erfahrung kommt für Dich wohl zu spät! Ich habe vor vielen Jahren
einige Fichten (ca. 60 cm Durchmesser) in ca. 4m Höhe gekappt um sie als
Rankgerüst für Wisterien einzusetzen. Nach 3 Jahren waren alle Stämme
umgefallen und die Wurzeln im Boden so stark verrottet, dass sie mühelos
entfernt werden konnten. Ich nehme an, dass 1. die Stämme durch Regen
sich voll Wasser gesogen haben und 2. die ständige mechanische Belastung
durch Wind die Wurzeln mürbe gemacht haben. Der Wurzelstock einer
daneben stehende, bodeneben abgesägten Fichte macht nach wie vor einen
recht jungfräulichen Eindruck.
Beste Grüße
G.W.
wolmersh [ Di, 30 Mai 2006 18:20 ] [ ID #123018 ]

Re: Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

Am Tue, 30 May 2006 18:20:38 +0200 schrieb G Wolmershäuser:

Hallo,

>Werner Baderschneider schrieb:
>>
>> nach einer größeren Fällaktion hab ich jetzt in einem Garten einen
>> Birkenstumpf (75 Jahre alt, ca 60-90 cm Durchmesser), sowie 5 Kiefern-
>> und Lärchenstümpfe (32 Jahre alt, 40-60 cm Durchmesser). Wie krieg ich
>> die Dinger am schnellsten weg? Stubbenfräse fällt aus, da kein Vermieter
>> mit vernünftigen Preisen in der Nähe aufzutreiben ist.
>
>Meine Erfahrung kommt für Dich wohl zu spät! Ich habe vor vielen Jahren
>einige Fichten (ca. 60 cm Durchmesser) in ca. 4m Höhe gekappt um sie als
>Rankgerüst für Wisterien einzusetzen. Nach 3 Jahren waren alle Stämme
>umgefallen und die Wurzeln im Boden so stark verrottet, dass sie mühelos
>entfernt werden konnten. Ich nehme an, dass 1. die Stämme durch Regen
>sich voll Wasser gesogen haben und 2. die ständige mechanische Belastung
>durch Wind die Wurzeln mürbe gemacht haben. Der Wurzelstock einer
>daneben stehende, bodeneben abgesägten Fichte macht nach wie vor einen
>recht jungfräulichen Eindruck.

deine interessante Beobachtung, dass Holz über der Erde samt dem
Stumpf darunter eher verrottet, als bodennah abgesägtes, hast du hier
ja schon mal mitgeteilt.

Ich denke, dass so ein stehengelassener Stamm nicht nur durch Regen
und Tau Wasser aufnimmt, sondern auch vom Boden her weiterhin Wasser
aufsaugt. Das machen sich zB die Freunde von Pilzkulturen zu Nutze,
die die beimpften Holzstämme an schattiger, feuchter Stelle 10 - 15 cm
tief in die Erde senken.

Damit ist der alte Stamm schon mal von oben und unten mit Feuchte
versorgt.
Den Rest werden wohl die Witterung und die Mikroorganismen besorgen,
die sich in dem Totholz ansiedeln. Die könnte man dann allerdings noch
mit dem füttern, was im Holz fehlt: Stickstoff und Kalk. Also oben
drauf bisweilen ein Hand voll Kalkammonsalpeter, oder Kalk und
Hornmehl.
Und impfen könnte man das Holz auch noch mit einer Schaufel Kompost
oben drauf.

Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn [ Mi, 31 Mai 2006 10:54 ] [ ID #123046 ]
Garden / Garten » de.rec.garten » Birken- Lärchen- und Kiefernstümpfe kleinkriegen

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