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&esrc=s, rosenknospen angefressen schädlinge, &esrc=s, krähe am teich vertreiben, tube sand or builders sand, akeleisamen brauch lange zu keimen, &esrc=s, kamingrill unter 100 €, gardena pc steuerung, clinic unkrautvernichter nebenwirkungen

#1: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 07:33:00 by vetter

Neulich,

als ich hier reinschnupperte, viel mir ein Thread über Schlangen im
Garten auf.

Ups, gruselig, dachte ich mir. Jetzt ist mir das nicht aus dem Kopf
gegangen.

Frage:
Wo muss man denn da wohnen, dass man im Garten Schlangen hat?
Tja und wieso will man die dann auch noch behalten?

Ich denke da an Kinder, offen stehende Türe der Terasse, Fenster
etc.

Also ich möchte z.B. keine Schlange irgendwann in der Wohnung vorfinden,
ganz gleich ob das eine Blindschleiche, Natter oder sonst etwas ist.

Zum Glück ist mir so etwas lokal auch noch nicht begegnet.

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#2: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 08:21:22 by jurgenex

Jürgen Vetter wrote:
> als ich hier reinschnupperte, viel mir ein Thread über Schlangen im
> Garten auf.
> Ups, gruselig, dachte ich mir. Jetzt ist mir das nicht aus dem Kopf
> gegangen.

Wieso gruselig?

> Frage:
> Wo muss man denn da wohnen, dass man im Garten Schlangen hat?

Also, bei mir habe ich bisher nur ein Garter Snake gefunden
(http://en.wikipedia.org/wiki/Garter_snake). Solange du sie nicht anfasst,
tun sie dir auch nichts. Bei Klapperschlangen waere ich ja auch etwas
besorgter, aber denen ist es hier auf der Westseite der Cascades zum Glueck
zu nass.

> Tja und wieso will man die dann auch noch behalten?

Warum nicht? Sie fressen immerhin Schaedlinge.

> Ich denke da an Kinder,

Wieso? Wo ist das Problem? Zuviel Schoepfungsgeschichte in der Bibel
gelesen?

> offen stehende Türe der Terasse, Fenster
> etc.

Ja und?

> Also ich möchte z.B. keine Schlange irgendwann in der Wohnung
> vorfinden, ganz gleich ob das eine Blindschleiche, Natter oder sonst
> etwas ist.

Wieso sollten die in deine Wohnung wandern? Da gibt es doch nichts zu jagen.

> Zum Glück ist mir so etwas lokal auch noch nicht begegnet.

Eigentlich schade. Schlangen sind fazinierende Tiere.

jue

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#3: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 09:57:26 by unknown

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#4: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 18:02:31 by Christiane Morgenstern

>> Ups, gruselig, dachte ich mir. Jetzt ist mir das nicht aus dem Kopf
>> gegangen. Tja und wieso will man die dann auch noch behalten?

Weil sie vollkommen harmlos sind, äußerst nützlich und das gleiche
Lebensrecht wie Du haben. Falls Dir das nicht einleuchten sollte, hier
die legalistische Variante: Sie stehen unter Naturschutz und Du machst
Dich strafbar, wenn Du ihnen was tust.

>> Ich denke da an Kinder,

Ja und? Nattern sind HARMLOS und außerdem sehr scheu. Jedes Kind, das
das Glück hat, eine Schlange zu sehen, wird sich freuen, es sei denn,
die Eltern trichtern ihm irgendwelche Hysterie ein.

>> Also ich möchte z.B. keine Schlange irgendwann in der Wohnung
>> vorfinden, ganz gleich ob das eine Blindschleiche, Natter oder sonst
>> etwas ist.

Wirst Du auch nicht - Schlangen bleiben, anders als Spinnen, draußen.

cm

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#5: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 19:10:17 by Heike Brand

Hi Jürgen, hi Jürgen! :-)

Jürgen Exner schrieb:
> Jürgen Vetter wrote:

<schnibbel>

>>Frage:
>>Wo muss man denn da wohnen, dass man im Garten Schlangen hat?

Ich glaube, falls Du, Jürgen V., in Deutschland wohnen
solltest, womöglich noch in der Nähe einer größeren Stadt,
hast Du nicht den geringsten Grund, Dich vor den Schlangen
zu fürchten. Es gibt eigentlich nur zwei Schlangenarten, die
mir persönlich eher unheimlich wären, die Schwarze Mamba und
der Taipan nämlich, aber die gibts hier ja nicht. Eine
Kreuzotter würde ich sehr gern mal in der Natur sehen!
Leider wohne ich in der falschen Gegend, hier reicht es ja
kaum für Kröten oder Eidechsen, von Blindschleichen oder
echten Schlangen ganz zu schweigen... *heul*

> Also, bei mir habe ich bisher nur ein Garter Snake gefunden
> (http://en.wikipedia.org/wiki/Garter_snake). Solange du sie nicht anfasst,
> tun sie dir auch nichts. Bei Klapperschlangen waere ich ja auch etwas
> besorgter, aber denen ist es hier auf der Westseite der Cascades zum Glueck
> zu nass.

Also, Jürgen E. - für so eine Strumpfbandnatter (oder deren
gar mehrere...) würde ich mir ja noch glatt ein schönes
großes Terrarium anschaffen... *träum* :-) Ich find die
nämlich niedlich. Was allerdings wohl nicht viele Menschen
nachvollziehen können... nur die Schlangenliebhaber...

Ciao und alles Gute, auch den diversen Kriech-Tieren!

Heike

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#6: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 19:53:52 by Marco Schwarz

Hi Jue..

> Eigentlich schade. Schlangen sind fazinierende Tiere.

Hi.., sehe ich auch so (Blindschleichen- und Ringelnatter_
Befürworter, der gern auch mal deine Kreuzotter beobachten
würde..)..!

P.S.: Please don't talk to "Roy"..! Thanks.. :-)
--
cu
Marco

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#7: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 20:09:01 by Marco Schwarz

> deine Kreuzotter

-(d)
--
cu
Marco

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#8: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 21:20:53 by Thomas Einzel

Christiane Morgenstern schrieb:
>>> Ups, gruselig, dachte ich mir. Jetzt ist mir das nicht aus dem Kopf
>>> gegangen. Tja und wieso will man die dann auch noch behalten?
>
> Weil sie vollkommen harmlos sind, äußerst nützlich und das gleiche
> Lebensrecht wie Du haben.

Bis auf harmlos gebe ich dir völlig recht. Bei uns taucht ganz, ganz
selten mal eine Kreuzotter auf, es mag mit den Igeln zu tun haben, dass
ich seit Jahren keine mehr gesehen habe.

Beide Arten sind geschützt und nützlich - das sollten sie unbeeinflusst
von außen unter sich selber ausmachen ;-)

> Falls Dir das nicht einleuchten sollte, hier
> die legalistische Variante: Sie stehen unter Naturschutz und Du machst
> Dich strafbar, wenn Du ihnen was tust.

Naja, die Frage erschien mir eher hypothetisch. Kreuzottern sind
wirklich extrem selten, Ringelnattern (und Familie) nur wenig häufiger,
nur Blindschleichen sieht man ab und an, aber das sind je keine Schlangen.

D.h. wo keine Schlange ist, kann man auch nichts gegen sie "unternehmen".

>>> Ich denke da an Kinder,
>
> Ja und? Nattern sind HARMLOS und außerdem sehr scheu. Jedes Kind, das
> das Glück hat, eine Schlange zu sehen, wird sich freuen, es sei denn,
> die Eltern trichtern ihm irgendwelche Hysterie ein.

Ich habe nur gesagt *nicht* *anfassen* und die Schlange nie ärgern - und
wenn die Schlange Muster auf dem Rücken hat Mama oder Papa rufen :-)

Thomas

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#9: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 22:30:54 by Ina Koys

Thomas Einzel schrieb:

>> Weil sie vollkommen harmlos sind, äußerst nützlich und das gleiche
>> Lebensrecht wie Du haben.
>
> Bis auf harmlos gebe ich dir völlig recht. Bei uns taucht ganz, ganz
> selten mal eine Kreuzotter auf,

Und was an der ist jetzt nicht harmlos? "Giftschlange" heißt nicht, dass
das Gift gefährlich ist. Die meisten Menschen kommen nach
Kreuzotternbissen mit einer Weile Unwohlsein hin. Für ernste Schäden
muss man auch erste Vorschäden haben - so viel ich weiß, ist seit dem 2.
Weltkrieg nirgendwo mehr ein Mensch an Kreuzotternbiss gestorben.
Also deutlich weniger als durch Blitzschlag oder Suff nach dem Fussball.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#10: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 22:33:00 by Ina Koys

Jürgen Exner schrieb:

> Also, bei mir habe ich bisher nur ein Garter Snake gefunden
> (http://en.wikipedia.org/wiki/Garter_snake). Solange du sie nicht anfasst,
> tun sie dir auch nichts.

Sonst auch nicht. Ich hab mal darüber nachgedacht, mit so einer
Strumpfbandnatter in die Schlangenhaltung einzusteigen. Habe es dann
aber doch sein lassen, weil ich nicht sicher war, ständig die
Futterfische ranschaffen zu können.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#11: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 23:02:37 by jurgenex

Ina Koys wrote:
> Jürgen Exner schrieb:
>
>> Also, bei mir habe ich bisher nur ein Garter Snake gefunden
>> (http://en.wikipedia.org/wiki/Garter_snake). Solange du sie nicht
>> anfasst, tun sie dir auch nichts.
>
> Sonst auch nicht.

Doch schon. Der Gestank, den sie dann produziert, wirst du erst nach
mehrmaligem Waschen wieder los. Nicht ganz so penetrant wie Stinktier, aber
doch schon recht beachtlich.

jue

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#12: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-24 23:38:44 by Andreas Edler

Christiane Morgenstern <morgenst@gmx.net> schrieb:

> Ja und? Nattern sind HARMLOS und außerdem sehr scheu. Jedes Kind, das
> das Glück hat, eine Schlange zu sehen, wird sich freuen, es sei denn,
> die Eltern trichtern ihm irgendwelche Hysterie ein.

Das ist Blödsinn. Meine Eltern haben mir definitiv nie Angst vor
Kriechzeuchs gemacht und ich komme auch eher "vom Lande", so daß mir
Blindschleichen, Feuersalamander, Kröten und Regenwürmer durchaus
geläufig sind.

Trotzdem mag ich keine Kröten und Frösche anfassen und habe panische
Angst vor Schlangen. So sehr, dass ich in Terrarien in Zoos starr vor
Schreck werde, wenn ich nicht darauf vorbereitet bin, wo ich das Vieh in
dem Glaskasten sehe. Ich drehe fast durch, wenn ich so einem Tier in
freier Wildbahn begegne - z.B. in Kroatien oder auch in Tirol.

> Wirst Du auch nicht - Schlangen bleiben, anders als Spinnen, draußen.

Wobei mir Spinnen herzlich egal sind. Nur Schlange ... nicht das ich
mich ekel - ich hab' *Panik* wenn ich ein treffe.


Andreas
--
andreas@filmfacts.de ICQ:4133249 http://blog.andreas-edler.de
------------------------------------------------------------ ----------
Mein Blog - nicht nur Gemecker ;-)

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#13: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 02:52:30 by Reindl Wolfgang

Jürgen Vetter schrieb:

> Also ich möchte z.B. keine Schlange irgendwann in der Wohnung vorfinden,
> ganz gleich ob das eine Blindschleiche, Natter oder sonst etwas ist.

Deine diffuse Angst vor "Schlangen" kommt vermutlich aus einem
fundamentalen Nichtwissen.
Ein Indikator dafür: Blindschleichen sind keine Schlangen, sondern
"Eidechsen ohne Haxn"

Wolfgang

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#14: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 03:03:20 by Reindl Wolfgang

Kathinka Wenz schrieb:

> Aber ich hatte noch kein größeres
> Wildtier im Haus, die sind ja auch nicht blöd.

*räusper* und selber?

SCNR
Wolfgang

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#15: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 03:08:29 by Sevo Stille

* Ina Koys:

> so viel ich wei=DF, ist seit dem 2.=20
> Weltkrieg nirgendwo mehr ein Mensch an Kreuzotternbiss gestorben.

Laut http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=3D516381 ein m=F6glicher=20
Todesfall 2004 (81-j=E4hrige Rentnerin, R=FCgen). Wobei bei dem Verlauf (=
Tod=20
unittelbar nach Bi=DF in den Finger) eine Giftwirkung nicht angenommen=20
wird, so da=DF sie wohl infolge der Aufregung gestorben ist - was auch be=
i=20
einer Ringelnatter h=E4tte passieren k=F6nnen...

Kreuzottern sind allgemein nicht lebensgef=E4hrlich - sichere Todesf=E4ll=
e=20
bei gesunden Erwachsenen gibt es keine, seit der Anwendung serologischer =

Nachweisverfahren f=FCr ihr Gift ist die Zahl der behaupteten t=F6dlichen=
=20
Vergiftungen europaweit nahezu auf Null zur=FCckgegangen, und ein=20
erheblicher Teil der =E4lteren Todesf=E4lle im deutschsprachigen Raum dec=
kt=20
sich mit dem (kleinen) Verbreitungsgebiet der (giftigeren) Aspis- und=20
Hornvipern, so da=DF da Verwechslungen anzunehmen sind.

Gru=DF Sevo

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#16: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 14:16:01 by Thomas Einzel

Ina Koys schrieb:
> Thomas Einzel schrieb:
>
>>> Weil sie vollkommen harmlos sind, äußerst nützlich und das gleiche
>>> Lebensrecht wie Du haben.
>>
>> Bis auf harmlos gebe ich dir völlig recht. Bei uns taucht ganz, ganz
>> selten mal eine Kreuzotter auf,
>
> Und was an der ist jetzt nicht harmlos? "Giftschlange" heißt nicht, dass
> das Gift gefährlich ist. Die meisten Menschen kommen nach
> Kreuzotternbissen mit einer Weile Unwohlsein hin.

Hallo Ina,
schade leider hast du meine positive Einstellung und Bewunderung
gegenüber Schlangen weggequotet, ich bin nicht der "Angstmacher" vor
Schlagen. Aber Kreuzottern sind - so selten man sie auch trifft, siehe
mein posting - nun mal giftig und damit nicht "vollkommen harmlos", und
was bei den meisten Menschen "Unwohlsein" hervorrufen kann, kann
besonders bei sehr jungen oder kranken Menschen durchaus ernsthaftere
Folgen haben.

nur gerade beim googeln gefunden:
http://www.gifte.de/Gifttiere/biss_vipera_berus03.htm

Vollkommen harmlose Tiere sind welche, mit denen ich meine Kinder
(5-9Jahre) unbeaufsichtigt ohne Bedenken in einen Raum sperren *könnte*.
Das würde ich mit Kreuzottern nicht tun. (meiner Kinder und der
Kreuzottern willen)

> Für ernste Schäden
> muss man auch erste Vorschäden haben - so viel ich weiß, ist seit dem 2.
> Weltkrieg nirgendwo mehr ein Mensch an Kreuzotternbiss gestorben.
> Also deutlich weniger als durch Blitzschlag oder Suff nach dem Fussball.

Wie sieht es bezüglich mit 5-jährigen Kindern aus?

Sorry, so ein verharmlosen halte ich ebenso falsch wie Panik vor
Schlagen, hier speziell der Kreuzotter. M.E. hat man diese Tiere stets
mit Abstand und Respekt zu betrachten und zu behandeln. Dazu gehört auch
ein gesundes Maß an Vorsicht.

IMO.

Thomas

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#17: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 19:04:31 by Dinodompteur

"Ina Koys" <muelltonne@iko-web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e7k7i2$eps$02$2@news.t-online.com...
> Ich hab mal darüber nachgedacht, mit so einer
> Strumpfbandnatter in die Schlangenhaltung einzusteigen. Habe es dann
> aber doch sein lassen, weil ich nicht sicher war, ständig die
> Futterfische ranschaffen zu können.

Hallo Ina,

Strumpfbandnattern kann ich als "Einsteigermodell" und selbst für
"Fortgeschrittene" abolut empfehlen. Die fressen auch Regenwürmer und
Tiefkühlfischstreifen, die man mit Vitaminen und Futterkalk präparieren
kann. Manche Arten nehmen sogar Mäuse an, die man auch tiefgefroren bekommt.
Alles was mit Vornamen "Thamnophis" heißt, ist wirklich faszinierend und
wahnsinnig vielfältig mit ihren vielen Unterarten. Ich habe mich jahrelang
ausschließlich mit denen beschäftigt und auch jede Menge Nachwuchs haben
dürfen. Da die "ovovivipar" sind, ist das selbst für Anfänger recht simpel,
wenn man denen gescheite Haltungsbedingungen bietet.

Meine Frau hat kürzlich noch Druckplatten gefunden, die ich seinerzeit für
einen selbst erstellten Thamnophis-Bestimmungsschlüssel anfertigen ließ.

Ich kann die Strupfies auf jeden Fall wärmstens empfehlen.

Gruß,
Gerold

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#18: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 19:24:24 by Dinodompteur

"Thomas Einzel" <news-reflection@einzel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4g7d48F1lj5nrU1@individual.net...
> Sorry, so ein verharmlosen halte ich ebenso falsch wie Panik vor
> Schlagen, hier speziell der Kreuzotter. M.E. hat man diese Tiere stets
> mit Abstand und Respekt zu betrachten und zu behandeln. Dazu gehört auch
> ein gesundes Maß an Vorsicht.

Absolut richtig. Das sollte allerdings auch bei anderen Tieren gelten, wie
z.B. bei Hunden. Ich begegne ständig Kindern, die, ohne vorher zu fragen,
auf unsere "Weiße Schäferhündin" zulaufen, um sie zu streicheln, weil sie so
"knuffig" aussieht. Sie ist glücklicherweise ein mutiertes Schaf, aber mir
rutscht manchmal das Herz in die Hose, wenn sie sich dabei erschreckt und
MIR klar ist, dass sie kein Kuscheltier ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass herumtollende Kinder in "freier Wildbahn"
zufällig einer Kreuzotter so nahe kommen, dass sie gebissen werden können,
halte ich für VÖLLIG ABWEGIG.

Viel wichtiger ist es, seinen Kindern den RESPEKT vor allem Lebenden zu
vermitteln. Dazu gehört z.B. auch, dass man den Kindern verbietet, die
Tauben in der Stadt zu jagen oder Käfer und Ameisen zu zertreten.

Mit Respekt vor anderen Lebewesen, etwickelt sich die Vorsicht von ganz
alleine.

Gruß,
Gerold

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#19: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 20:39:10 by Helmut Wollmersdorfer

Thomas Einzel wrote:

> Kreuzottern sind wirklich extrem selten,

Kommt auf die Gegend an. In wärmeren Gebieten südlich der Alpen sind sie
durchaus häufiger als Ringelnattern, z.B. im Südburgenland. Wenn man
aber Sicherheitsabstand hält, bleiben sie ruhig liegen und sind
ungefährlich.

> Ich habe nur gesagt *nicht* *anfassen* und die Schlange nie ärgern - und
> wenn die Schlange Muster auf dem Rücken hat Mama oder Papa rufen :-)

Falscher Ansatz. Kreuzottern können auch ungemustert sein. In unseren
Breiten gilt eher 'kurz und dick' ist giftig, lang und schmal ungiftig.
Kinder sollten wohl kein Tier berühren, wenn sie nicht absolut sicher
sind, dass das für Kind oder Tier ungefährlich ist.

Helmut Wollmersdorfer

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#20: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 20:51:43 by Helmut Wollmersdorfer

Jürgen Exner wrote:

> Doch schon. Der Gestank, den sie dann produziert, wirst du erst nach
> mehrmaligem Waschen wieder los. Nicht ganz so penetrant wie Stinktier, aber
> doch schon recht beachtlich.

Seit ich als 11-jähriger mal ganz kleine Ringelnattern (ca. 10 cm) beim
Heidelbeerpflücken gefunden und auf die Hand gesetzt habe, greife ich
Schlangen auch nicht mehr gern an. Der Gestank war ebenfalls bestialisch
und schwer abzuwaschen.

Helmut Wollmersdorfer

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#21: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-25 21:07:37 by Helmut Wollmersdorfer

Kathinka Wenz wrote:

> Ich will auch keine Taube oder Amsel im Haus haben. Da wäre mir eine
> Schlange noch wesentlich lieber. Oder eine Blindschleiche (die übrigens
> eine Echse und keine Schlange ist). Aber ich hatte noch kein größeres
> Wildtier im Haus, die sind ja auch nicht blöd.

Was verstehst Du unter grösser? Singvögel hatte ich schon im Haus, und
es ist blöd, die mit einem Tuch wieder einzufangen und ins Freie zu
befördern. Wie ich klein war, hatte sich auch mal eine Fledermaus in
mein Zimmer verflogen.

In südliche Ländern kann es durchaus vorkommen, dass einem in der Nacht
ein Gecko übers Gesicht läuft - fühlt sich komisch an.

Und wie ich im Frühjahr eine Wegschnecke am Teppich im Vorzimmer hatte,
schaltete ich meine Bekämpfungsmassnahmen einen Gang höher.

> Kannst du erklären, was du gegen Schlangen hast?

Das ist eine natürliche Angst bzw. Abneigung. Der serbische Arbeiter,
welcher früher manchmal die Böschungen um meinen Schwimmteich gemäht
hat, ist auch jedesmal aufgeregt gekommen, wenn er eine Ringelnatter
gesehen hat. In Serbien ist Angst vor Schlangen wohl berechtigt und zum
Überleben notwendig. Eines Tages hat er dann die grosse Ringelnatter -
angeblich unabsichtlich - mit der Sense gemeuchelt. Es war ein kapitales
Exemplar voll mit Eiern, von dem ich vorher nur eine ca. 1,5 m lange
abgeworfene Haut gesehen hatte.

Vorgestern habe ich in meinem anderen Garten das erste Mal eine kleine
Ringelnatter gesehen und hab mich sehr gefreut. Und gewundert, weil es
dort kaum Frösche aber viele Blindschleichen gibt.

Helmut Wollmersdorfer

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#22: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 08:36:38 by unknown

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#23: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 11:30:10 by Frederic Daguenet

Hi!

Andreas Edler wrote:
> Das ist Blödsinn. Meine Eltern haben mir definitiv nie Angst vor
> Kriechzeuchs gemacht und ich komme auch eher "vom Lande", so daß mir
> Blindschleichen, Feuersalamander, Kröten und Regenwürmer durchaus
> geläufig sind.

Das ist leider kein Blödsinn, sondern immer wieder zu erleben.
Kleinkinder haben unheimlich feine Antennen für das Verhalten ihrer
Eltern und der übrigen Umgebung. Man muß nur mal eine unbedachte
Äußerung machen, die sie aufschnappen... schon hat man ein Problem.

Bestes Beispiel: Spinnenphobien... hier kann man immer wieder
wunderschön sehen, wenn die Kinder hysterisch reagieren, ist die
kreischende Mutter meist auch nicht weit. (Das soll jetzt nicht heißen,
das Väter cool bleiben... sie spielen dann nur cool und nehmen für eine
winzige Springspinne das Telefonbuch von Berlin um sich danach als Held
feiern zu lassen. ;))

> Trotzdem mag ich keine Kröten und Frösche anfassen und habe panische
> Angst vor Schlangen. So sehr, dass ich in Terrarien in Zoos starr vor
> Schreck werde, wenn ich nicht darauf vorbereitet bin, wo ich das Vieh in
> dem Glaskasten sehe. Ich drehe fast durch, wenn ich so einem Tier in
> freier Wildbahn begegne - z.B. in Kroatien oder auch in Tirol.

Also eine Angst in dem Ausmaß ist wohl kaum angeboren. Irgendwer wird
Dir mal diese Angst eingetrichtert haben.
Übrigens: Loswerden kannst Du sie nur, indem Du Dich bewußt mit ihr
auseinander setzt... z.B. mal so eine niedliche Natte in die Hand nehmen.

Gruß...
Frederic

Ps.: Zu dem Ursprungspost sag ich lieber erst nix... vor allem als die
Stelle mit den Kindern kam. :(

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#24: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 11:36:57 by Frederic Daguenet

Hi!

Thomas Einzel wrote:

> Wie sieht es bezüglich mit 5-jährigen Kindern aus?
>
> Sorry, so ein verharmlosen halte ich ebenso falsch wie Panik vor
> Schlagen, hier speziell der Kreuzotter. M.E. hat man diese Tiere stets
> mit Abstand und Respekt zu betrachten und zu behandeln. Dazu gehört auch
> ein gesundes Maß an Vorsicht.

Ina hat nun aber auch nicht geschrieben, das es Freude macht sich beißen
zu lassen.
Im Interesse Deiner Kinder wäre es sie für die Natur inkl. Schlangen zu
begeistern. Es gibt dort viel zu entdecken. Gleichzeitig sollte man
ihnen aber auch klar machen, das das alles auch lebende Wesen sind, die
entsprechend zu behandeln sind. Und das hat nix damit zu tun, das eine
einzige Schlangenart hier giftig ist.

Es ist also ein Unterschied ob man seinen Kindern beibringt "Hey, paß
auf ... diese Schlange könnte ganz böse giftig sein!" oder "Hey, die
Schlange wird nicht geärgert, denn sie ist auch wie Du ein Lebewesen."
Bei ersterem führt das nur dazu, das man dann irgendwann mit dem Spaten
zuhaut.

Gruß...
Frederic

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#25: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 11:39:11 by Frederic Daguenet

Hi!

Gerold Glaser wrote:

> Viel wichtiger ist es, seinen Kindern den RESPEKT vor allem Lebenden zu
> vermitteln. Dazu gehört z.B. auch, dass man den Kindern verbietet, die
> Tauben in der Stadt zu jagen oder Käfer und Ameisen zu zertreten.

Schöne Worte... wenn sich doch nur die meisten Eltern daran halten
würden. Aber wenn die schon kein Respekt für anderes Leben haben, wie
sollen es dann die Kinder lernen?

Gruß...
Frederic

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#26: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 18:30:17 by Thomas Einzel

Frederic Daguenet schrieb:
....
> Im Interesse Deiner Kinder wäre es sie für die Natur inkl. Schlangen zu
> begeistern. Es gibt dort viel zu entdecken. Gleichzeitig sollte man
> ihnen aber auch klar machen, das das alles auch lebende Wesen sind, die
> entsprechend zu behandeln sind.

Danke für den Hinweis, aber glaube mir dass ich da bereits selber darauf
gekommen bin (nicht "garstig" gemeint)

> Und das hat nix damit zu tun, das eine einzige Schlangenart hier giftig ist.

Hier ist in dem speziellen Fall genau vor unserer Gartenlaube/terasse.
Da möge man mir den Hinweis schon erlauben.

> Es ist also ein Unterschied ob man seinen Kindern beibringt "Hey, paß
> auf ... diese Schlange könnte ganz böse giftig sein!" oder "Hey, die
> Schlange wird nicht geärgert, denn sie ist auch wie Du ein Lebewesen."
> Bei ersterem führt das nur dazu, das man dann irgendwann mit dem Spaten
> zuhaut.

darum schrieb ich ja auch in <4g5hktF1kqc94U1@individual.net>

"Ich habe nur gesagt *nicht* *anfassen* und die Schlange nie ärgern -
und wenn die Schlange Muster auf dem Rücken hat Mama oder Papa rufen :-)"

Ja und ich weiß dass es in unserer Gegend auch "Höllenottern" geben kann
(und wurde im Thread auch darauf aufwerksam gemacht).

Andererseits werde ich auch über die Anwesenheit jeder Blindschleiche
(Eidechse) *deutlich* informiert. Eine größere Gefahr für die Eidechsen
und Schlangen sind die Katzen und Igel. Bei letzteren und den Schlangen
halten ich mich aus dem natürlichen Lauf der Dinge aber völlig raus.

Aber ich denke mal so weit auseinander liegen wir mit unserer Meinung in
diesen Punkten gar nicht.

Thomas

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#27: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 20:21:16 by Thomas Einzel

Thomas Einzel schrieb:
....
>> Es ist also ein Unterschied ob man seinen Kindern beibringt "Hey, paß
>> auf ... diese Schlange könnte ganz böse giftig sein!" oder "Hey, die
>> Schlange wird nicht geärgert, denn sie ist auch wie Du ein Lebewesen."
>> Bei ersterem führt das nur dazu, das man dann irgendwann mit dem
>> Spaten zuhaut.
>
> darum schrieb ich ja auch in <4g5hktF1kqc94U1@individual.net>
>
> "Ich habe nur gesagt *nicht* *anfassen* und die Schlange nie ärgern -
> und wenn die Schlange Muster auf dem Rücken hat Mama oder Papa rufen :-)"

[update]

....ist ja heute wie im richtigen Leben. Soeben wurde mir von den
ganztägig anwesenden alten Herrschaften von einer 40...50cm langen
Schlange heute in unserem Steingarten gleich hinter dem Haus berichtet.
Der Beschreibung nach kann es nur eine Ringelnatter gewesen ein, die
sich bei dem schönen Wetter vermutlich gesonnt hat :-)

Kinder wurden nachbelehrt ;-)

Schön nicht nur darüber zu schreiben, Eidechsen u.a. in Form von
Blindschleichen sehen wir öfter im Garten, Schlangen hingegen seltener.
Leider war sie als ich nach Hause kam nicht mehr da, die Sonne war eben
schon weg...

Thomas

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#28: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 21:38:57 by Ina Koys

Thomas Einzel schrieb:

> schade leider hast du meine positive Einstellung und Bewunderung
> gegenüber Schlangen weggequotet, ich bin nicht der "Angstmacher" vor
> Schlagen. Aber Kreuzottern sind - so selten man sie auch trifft, siehe
> mein posting - nun mal giftig und damit nicht "vollkommen harmlos", und
> was bei den meisten Menschen "Unwohlsein" hervorrufen kann, kann
> besonders bei sehr jungen oder kranken Menschen durchaus ernsthaftere
> Folgen haben.
>
> nur gerade beim googeln gefunden:
> http://www.gifte.de/Gifttiere/biss_vipera_berus03.htm
>
> Vollkommen harmlose Tiere sind welche, mit denen ich meine Kinder
> (5-9Jahre) unbeaufsichtigt ohne Bedenken in einen Raum sperren *könnte*.

Da fallen ja Hamster, Wellensittiche, Hunden und Katzen auch vollkommen
flach.

> > Für ernste Schäden
>> muss man auch erste Vorschäden haben - so viel ich weiß, ist seit dem
>> 2. Weltkrieg nirgendwo mehr ein Mensch an Kreuzotternbiss gestorben.
>> Also deutlich weniger als durch Blitzschlag oder Suff nach dem Fussball.
>
> Wie sieht es bezüglich mit 5-jährigen Kindern aus?

Ich bezweifele, dass ein 5-jähriges Kind geschickt genug ist, eine
Kreuzotter vor ihrer Flucht irgendwie dingfest zu machen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#29: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 22:05:37 by Andreas Edler

Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> schrieb:

> Das ist leider kein Blödsinn, sondern immer wieder zu erleben.

Nun, ich kenne mich und meine Eltern.

> Bestes Beispiel: Spinnenphobien... hier kann man immer wieder
> wunderschön sehen, wenn die Kinder hysterisch reagieren, ist die
> kreischende Mutter meist auch nicht weit.

So wie meine Mutter sich bei Spinnen fürchterlich anstellt und ich die
problemlos im Haar rumkriechen haben kann? So wie mein Vater freihändig
auf einem Dach rumläuft und ich eine leiter nicht mal bis zur 3 Sprosse
rauf komme ohne zu zittern?

> Also eine Angst in dem Ausmaß ist wohl kaum angeboren. Irgendwer wird
> Dir mal diese Angst eingetrichtert haben.

Klar. Natürlich.

> Übrigens: Loswerden kannst Du sie nur, indem Du Dich bewußt mit ihr
> auseinander setzt... z.B. mal so eine niedliche Natte in die Hand nehmen.

Noch klarer ... <tätschel>


Andreas
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#30: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-26 22:32:11 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

> Also eine Angst in dem Ausmaß ist wohl kaum angeboren.

Ich persönlich kenne 3 Brüder, die alle an Höhenangst leiden. Nach
eigener Aussage hatte ihr Vater das auch. Einer der Brüder ist nicht
beim Vater aufgewachsen.

> Übrigens: Loswerden kannst Du sie nur, indem Du Dich bewußt mit ihr
> auseinander setzt... z.B. mal so eine niedliche Natte in die Hand nehmen.

Man kann verschiedene Phobien mittels Therapie spektakulär loswerden.
Leider nur kurzzeitig, nicht dauerhaft. Das Stammhirn ist Lernleistungen
nur SEHR begrenzt zugänglich. Gerade Angstreaktionen werden dort
wesentlich schneller verarbeitet als sie überhaupt den Cortex erreicht
haben. Selbst bei gut verarbeiteten Ängsten bleibt für den Spezialisten
die Fluchtreaktion im Gesicht für Sekundenbruchteile messbar - selbst
wenn der Proband selbst noch einen Sekundenbruchteil später die absolute
Blödsinnigkeit seiner Angst erkennt und so schnell ablegt, dass sie ihm
nicht mal selbst bewußt wird.
Nur das wird dir kein Therapeut sagen, der damit sein Geld verdient.
Eine mir persönlich bekannte Dame nimmt 80 Euro pro Stunde - die ich
bisher noch behalten habe.

Ina

--
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#31: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 10:03:04 by Dinodompteur

"Thomas Einzel" <news-reflection@einzel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4gagcoF1m225sU1@individual.net...
>
> Ja und ich weiß dass es in unserer Gegend auch "Höllenottern" geben kann
> (und wurde im Thread auch darauf aufwerksam gemacht).

Die "Höllenotter" ist eine melanotische Mutation der Kreuzotter (Vipera
berus) und genauso scheu.

Gruß,
Gerold

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#32: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 10:22:04 by Frederic Daguenet

Hi!

Thomas Einzel wrote:
> Danke für den Hinweis, aber glaube mir dass ich da bereits selber darauf
> gekommen bin (nicht "garstig" gemeint)

Tue ich nicht. :)

> Hier ist in dem speziellen Fall genau vor unserer Gartenlaube/terasse.
> Da möge man mir den Hinweis schon erlauben.

Klar, wenn nicht ungefährliche Tiere in der Gegend vorkommen, muß man
gerade die Kinder schon rechtzeitig darauf aufmerksam machen. Nur muß
das ohne Hysterie geschehen. Sonste geht das zu wie in Bayern, wo ein
Bär nicht Bär sein darf, sondern nur ironisches Ausstellungsstück in
einem Museum namens "Mensch und Natur".

> "Ich habe nur gesagt *nicht* *anfassen* und die Schlange nie ärgern -
> und wenn die Schlange Muster auf dem Rücken hat Mama oder Papa rufen :-)"

Ja, das klang aber halt für mich unterschwellig schon irgendwie nach
Panik. Vielleicht falsch aufgefaßt. Ich würde mich auch freuen, wenn
mein Sohn mir berichtet, das sich da was durch unseren Garten schlängelt.

> Andererseits werde ich auch über die Anwesenheit jeder Blindschleiche
> (Eidechse) *deutlich* informiert. Eine größere Gefahr für die Eidechsen
> und Schlangen sind die Katzen und Igel. Bei letzteren und den Schlangen
> halten ich mich aus dem natürlichen Lauf der Dinge aber völlig raus.

Seh ich mit Igel und Schlange genauso. Katzen allerdings werden hier
energisch vertrieben, weil ich zumindest in meinem Garten das Wildern
verhindern möchte.

Gruß...
Frederic

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#33: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 10:37:26 by Frederic Daguenet

Hi!

Andreas Edler wrote:
> Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> schrieb:
>>Das ist leider kein Blödsinn, sondern immer wieder zu erleben.
> Nun, ich kenne mich und meine Eltern.

Es reicht u.U. eine Kindheitserfahrung, die Dir selbst heute vollkommen
entfallen ist...

> So wie meine Mutter sich bei Spinnen fürchterlich anstellt und ich die
> problemlos im Haar rumkriechen haben kann? So wie mein Vater freihändig
> auf einem Dach rumläuft und ich eine leiter nicht mal bis zur 3 Sprosse
> rauf komme ohne zu zittern?

Vielleicht bist Du mal als Zwei-Jähriger wo runter gefallen? Vielleicht
MUSS man nicht zwingend jede Angst der Eltern übernehmen?
Auch das hängt oft damit zusammen, wie bewußt man sich mit etwas
auseinander setzt.

>>Also eine Angst in dem Ausmaß ist wohl kaum angeboren. Irgendwer wird
>>Dir mal diese Angst eingetrichtert haben.
> Klar. Natürlich.

Eingetrichtet war hier die falsche Wortwahl... es reicht u.U. ein
negatives Erlebnis.

>>Übrigens: Loswerden kannst Du sie nur, indem Du Dich bewußt mit ihr
>>auseinander setzt... z.B. mal so eine niedliche Natte in die Hand nehmen.
> Noch klarer ... <tätschel>

Es ist Deine Angst...

Gruß...
Frederic

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#34: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 10:40:03 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

> Ich persönlich kenne 3 Brüder, die alle an Höhenangst leiden. Nach
> eigener Aussage hatte ihr Vater das auch. Einer der Brüder ist nicht
> beim Vater aufgewachsen.

Muß ja nicht. Hatte dieser dritte Bruder nei Kontakt zu seinen anderen
Geschwistern?
Und vielleicht ist er selber irgendwann mal wo runter gefallen... oder
wußte nicht mehr runter zu kommen ... oder ähnliches.

> haben. Selbst bei gut verarbeiteten Ängsten bleibt für den Spezialisten
> die Fluchtreaktion im Gesicht für Sekundenbruchteile messbar - selbst
> wenn der Proband selbst noch einen Sekundenbruchteil später die absolute
> Blödsinnigkeit seiner Angst erkennt und so schnell ablegt, dass sie ihm
> nicht mal selbst bewußt wird.
> Nur das wird dir kein Therapeut sagen, der damit sein Geld verdient.
> Eine mir persönlich bekannte Dame nimmt 80 Euro pro Stunde - die ich
> bisher noch behalten habe.

Wenn diese Training aber hilft, nicht hysterisch den nächsten Spaten zu
suchen, ist beiden (Mensch und Tier) doch geholfen.

Gruß...
Frederic

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#35: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 11:46:10 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>> Ich persönlich kenne 3 Brüder, die alle an Höhenangst leiden. Nach
>> eigener Aussage hatte ihr Vater das auch. Einer der Brüder ist nicht
>> beim Vater aufgewachsen.
>
> Muß ja nicht. Hatte dieser dritte Bruder nei Kontakt zu seinen anderen
> Geschwistern?
> Und vielleicht ist er selber irgendwann mal wo runter gefallen... oder
> wußte nicht mehr runter zu kommen ... oder ähnliches.

Wirklich: So schön und einleuchtend diese Erklärung ist, sie ist
veraltet. Siehe z.B.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phobie#Ursachen

Der Mandelkern, der da angesprochen ist, ist Teil der Stammhirns und
lernt eben nicht. Noch mal: über Fluchtreaktionen wird nicht
nachgedacht, weil die grauen Zellen zu langsam dafür sind. Man muss
sofort abhauen wenn eine Gefahr identifiziert ist, nicht erst, wenn man
anderer Leute Magen von innen sieht. 'Etwas' unscharfe Reaktionen
angesichts von Spinnen, Mäusen, Schlangen oder was auch immer nimmt
Mutter Natur in Kauf - die waren bisher nicht schädlich.
Computertechnisch ausgedrückt: Graue Masse spricht Java, das Stammhirn
Assembler.

> Wenn diese Training aber hilft, nicht hysterisch den nächsten Spaten zu
> suchen, ist beiden (Mensch und Tier) doch geholfen.

Das hat nun wieder rein gar nichts mit Phobien zu tun, sondern wahlweise
mit Hysterie, Unbildung, Herrschsucht oder sonstwas. Die Phobie löst
Angst aus und sicherlich den Wunsch, die Begegnung nicht zu wiederholen.
Aber da kann mir mein Cortex schon Mitteilung machen, wie wahrscheinlich
und gefährlich die Begegnung ist. Im Urlaub durch den Wald zu laufen und
sicherheitshalber eine Schlange zu erschlagen, die gerade am Wegesrand
liegt, dürfte mit Phobie genau gar nichts zu tun haben. Denn wenn ich
für mich die Schlange mal mit Vogelspinne übersetze, dann mache ich ggf.
hübsch einen Bogen drum und sehe zu, dass ich Land gewinne. Ich habe mir
seinerzeit auch eine Naturführung durch Vogelspinnen-Country mit
Querfeldein gegönnt und den Guide aber angewiesen, mir alles zu zeigen,
was nicht 8 Beine hat. Ging prima.

Ina

--
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#36: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 13:57:19 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:
> Wirklich: So schön und einleuchtend diese Erklärung ist, sie ist
> veraltet. Siehe z.B.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Phobie#Ursachen

Jo, in diesem Artikel wird erwähnt, das solche Verhaltensweisen auch zum
teil vererbt werden. Also so eine Art genetisches Gedächtnis.

> Das hat nun wieder rein gar nichts mit Phobien zu tun, sondern wahlweise
> mit Hysterie, Unbildung, Herrschsucht oder sonstwas. Die Phobie löst
> Angst aus und sicherlich den Wunsch, die Begegnung nicht zu wiederholen.
> Aber da kann mir mein Cortex schon Mitteilung machen, wie wahrscheinlich
> und gefährlich die Begegnung ist.

Ja, aber sie bestimmt trotzdem Dein weiteres Handeln. Denn obwohl die
erste Reaktion vorbei ist, handelt derjenige nicht besonnen, sondern oft
eher aggressiv.
Aber Du hast recht: Einen Stock zu suchen, der geeignet ist eine
Schlange zu erlegen, ist eine sehr bewußte Handlung und ist nicht mehr
die Phobie selbst.

Gruß...
Frederic

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#37: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-27 22:30:15 by Andreas Edler

Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> schrieb:

> Es reicht u.U. eine Kindheitserfahrung, die Dir selbst heute vollkommen
> entfallen ist...

Ich bin als Kind mal bei den Krk-Wasserfällen in den Fluß gesprungen,
welcher mit kleinen Schlängelchen gefüllt waren - zig davon. Die waren
aber schneller weg, als ich aus dem Wasser.

Allerdings hatte ich schon *vorher* diese Panik. Und wenn ich meine
"Kind" meine ich wirklich jung. Ist bloß meine erste Erinnerung an
Schlangen.

> Vielleicht bist Du mal als Zwei-Jähriger wo runter gefallen?

Klar, hundertfach. Wie jeder andere Junge auch. Bin auf jeden Baum
geklettert, den es bei uns im Wald gab. Mache ich auch jetzt noch. Ich
kletter' nur nicht auf Leitern, Dächer etc. ... kurz nicht natürlich
Gebäude. Ich wandere sehr wohl auch auf Berge, nur wenn es steil wird,
kann ich mich nicht mehr bewegen. Ich weiß, dass dass z.B. der
Eiffeltrum nicht umkippt - tatsächlich war ich schon ganz oben drauf -
aber ich habe panische Angst, schreie meine Frau an, wenn sie mir dann
zu nahe kommt und kann mich nicht entspannen. Ostberliner Fernsehturm,
Hermannsdenkmal, ich gehe da rauf und komme um vor Angst. Es ist nicht
so, dass ich es nicht probiere.

> Auch das hängt oft damit zusammen, wie bewußt man sich mit etwas
> auseinander setzt.

Glaub' mir, ich habe mich damit auseinandergesetzt.

> Eingetrichtet war hier die falsche Wortwahl... es reicht u.U. ein
> negatives Erlebnis.

Negativ. Gibt es definitiv nicht. Auch meine Eltern können sich da an
nichts erinnern. Mein Vater weiß höchstens, dass ich schon immer vor
Höhen Angst hatte.

>>> Übrigens: Loswerden kannst Du sie nur, indem Du Dich bewußt mit ihr
>>> auseinander setzt... z.B. mal so eine niedliche Natte in die Hand nehmen.
>> Noch klarer ... <tätschel>
>
> Es ist Deine Angst...

Du hast offensichtlich vor nichts Panik. Nicht Angst. Das ist der
Unterschied. Ich hatte schon eine Schlange in der Hand. Ich konnte mich
nicht mehr bewegen.


Andreas
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#38: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 00:02:45 by Andreas Edler

Ina Koys <muelltonne@iko-web.de> schrieb:

> Im Urlaub durch den Wald zu laufen und sicherheitshalber
> eine Schlange zu erschlagen, die gerade am Wegesrand
> liegt, dürfte mit Phobie genau gar nichts zu tun haben.

Eben, exakt so gehabt. Schlange liegt in Südtirol quer über den schmalen
Weg im Wald und sonnt sich. Da haue ich nicht drauf, das kann ich gar
nicht. Mit Mühe und Not konnte ich mich langsam rückwärts bewegen. Wir
haben dann einen ca. 2 Kilometer Umweg gemacht, weil ich *dort* eben
nicht mehr lang konnte.

> Denn wenn ich für mich die Schlange mal mit Vogelspinne übersetze,
> dann mache ich ggf. hübsch einen Bogen drum und sehe zu,
> dass ich Land gewinne.

Yep. Wenn man da Panik hat, *kann* man gar nicht drauf hauen.



Andreas
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#39: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 08:56:40 by unknown

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#40: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 08:56:40 by Anita Sprungk

Kathinka Wenz schrieb:

> Und wenn es eine Ur-Angst ist, warum habe ich sie dann nicht?

Keine Ahnung, geht mir aber genauso. Ich find Schlangen absolut
faszinierend ;-) Ich kann mich aber auch für Spinnen und anderes
"Ekelgetier" endlos begeistern...

Eine Ur-Angst ist die Angst vor Schlangen trotzdem - hervorragend zu
beobachten an unseren Katzen. Spielzeug (oder auch herumliegendes
Nicht-Spielzeug), das schlangenähnlich aussieht und sich womöglich auch
noch schlängelnd bewegt, wird mit allergrößter Vorsicht und ordentlichem
Sicherheitsabstand beäugt. Angegriffen wird es, wenn überhaupt!, nur
"hinterrücks": mit einem gewaltigen Satz mit Senkrechtlandung von oben und
sofortigem Biss ins vermeintliche Genick. Die beiden haben definitiv noch
nie eine Schlange gesehen.

Gruß, Anita

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#41: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 08:56:40 by unknown

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#42: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 08:56:40 by getuem

Kathinka Wenz <kathinka@rrr.de> schrieb am Mon:

>Helmut Wollmersdorfer <helmut@wollmersdorfer.at> wrote:
>> > Kannst du erklären, was du gegen Schlangen hast?
>> Das ist eine natürliche Angst bzw. Abneigung.

>Das ist keine Erklärung, sondern eine Ausrede. Eine Erklärung wäre "Weil
>mich als Kind mal eine Schlange gebissen hat" oder "Weil meine Eltern
>mir immer eingetrichtert haben, vorsichtig zu sein".

So ganz pauschal kann man das jetzt nicht sagen. Ich kann diese
*Ur-Angst* auch nachvollziehen. Ich wurde als Kind weder von einer
Schlange gebissen, noch haben meine Eltern mir überdurchschnittliche
Vorsicht eingetrichtert. Trotzdem habe ich einen heiden Respekt vor
allem, was sich ohne Füsse fortbewegt und länger als ein Schnürsenkel
ist. Insbesondere, wenn es unvermutet kommt.
Ein Erlebnis auf einen Wanderspaziergang:
Ich hatte mal nicht genau auf auf den Weg geachtet, und beim
Wiederrunterschauen konnte ich gerade noch so 10 cm vor einer sich
dort sonnenden Blindschleiche stoppen. Sofort stand ich stocksteif und
war unfähig, mich zu bewegen. In meinem Kopf hämmerte es: "Keine Panik
- das ist noch nicht mal ne Schlange, die ist ganz harmlos" Meine Füße
aber verharrten auf der Stelle und ließen sich nicht zum Rückzug
bewegen. Die Schleiche schlängelte sich nach unendlich langen 5 min
erst um meine Schuhe und dann in den Wald zurück. Erst dann konnte ich
weitergehen.

Wenn ich das Kriechtier aber schon von weitem sehe, dann beobachte ich
die Tierchen auch gern. Natürlich mit einem gehörigen
Sicherheitsabstand von mind. 5 m und trotzdem einem seehr mulmigen
Gefühl. Diese Gänsehaut kann kein noch so guter Horrorfilm erzeugen.

Und ja, auch in unserm Garten leben ein paar Schleichen hinten am
Komposthaufen und helfen mir, die Nacktschneckenplage im Tomaten- und
Chilibeet klein zu halten. Dort bin ich halt immer besonders
vorsichtig und aufmerksam beim gärtnern ;-)

Gruß Manuela

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#43: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 10:23:56 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>> Du hast offensichtlich vor nichts Panik. Nicht Angst. Das ist der
>> Unterschied. Ich hatte schon eine Schlange in der Hand. Ich konnte mich
>> nicht mehr bewegen.
>
> Nein, zumindest vor nix, wovor man auch keine haben muß. Ich weiß, das
> klingt jetzt irgendwie blöd. Aber ich bin ein Mensch der die Dinge des
> Alltages relativ sachlich versucht zu betrachten. Ich kann ganz gut
> einschätzen, wie gefährlich ein 1m Kaiman (harmlos) oder eine 60cm
> Schnappschildkröte (äußerst gefährlich) im Badesee ist... mal als
> blödes Beispiel. Ich laß mich auch von den Medien nicht verrückt machen.

Bis hierhin sind wir uns völlig einig. Ich hab auch schon cool auf der
höchsten Rah des größten Windjammers der Welt gestanden und bin nur in
gespannter Aufmerksamkeit geblieben, als mich im Wald ein freilaufender
Pitbull wütend ankläffte. Ich sagte mir einfach, dass Intelligenz und
ein kühler Kopf das einzige sind, das mir hier weiterhelfen kann (in der
Tat hörte das Viech ohne erkennbaren Grund auf und rannte weg). Aber
biete mir bitte keine Spinne über 1 cm Körpergröße und friedlich an der
Wand sitzend! Ich könnte mich sonstwohin beißen, aber das geht einfach
nicht. Entweder ich verschwinde oder sie. Und wenn es in meinem Haus
ist, dann bitte sie und für immer. Bescheuert, aber ich steh dazu.
Glücklicherweise sind Spinnen nur in meiner Wohnung bedroht, nicht im
Allgemeinen...

Ina

--
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#44: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 10:23:56 by Ina Koys

Kathinka Wenz schrieb:
> Manuela Pecks <getuem@t-online.de> wrote:
>
>> So ganz pauschal kann man das jetzt nicht sagen. Ich kann diese
>> *Ur-Angst* auch nachvollziehen. Ich wurde als Kind weder von einer
>> Schlange gebissen, noch haben meine Eltern mir überdurchschnittliche
>> Vorsicht eingetrichtert.
>
> Und wenn es eine Ur-Angst ist, warum habe ich sie dann nicht?

Weil sie so erblich ist wie z.B. Haarfarbe. Die Lerntheorie ist wirklich
mittlerweile veraltet. Und Manuela schildert ja heldenhaft, wie ihr
erlerntes Wissen sie bei Vorhandensein von Bedenkzeit völlig vernünftig
reagieren lässt. Ohne Bedenkzeit geht das nicht, weil das Stammhirn
weder lernt noch denkt, sondern einfach den Fluchtriegel löst.
Gewissermaßen.

Ina

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#45: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 10:23:56 by Sabine Dem

Frederic Daguenet wrote:

> Aber wenn ich dann BEWUSST sehe, was ich da vor mir habe, sollte doch
> das logische Denken das Ruder übernehmen?!? Oder nicht?

Das ist ja das Problem bei Panikattacken, egal, wovor. Das Bewußtsein, daß
das Ding/Tier/die Situation nicht wirklich gefährlich ist, nutzt da nix.

--
Servus, Sabine

Meine Katzen, Katzenbalkon, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://beasties.blaubeer.at

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#46: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 10:23:56 by Frederic Daguenet

Hi!

Kathinka Wenz wrote:

> Kann ja sein, aber den Instinkt einer Katze würde ich nicht mit dem
> Instinkt eines Menschen vergleichen.

Du meinst, das man beim Menschen eher erwartet, das er nach dem ersten
Überraschungsmoment seinen Instinkt mit dem Verstand übersteuert?

Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema: Sind bestimmte Urängste in
unseren Genen? Aber wieso dann z.B. eine solche Angst vor Spinnen oder
Schlangen? Ich kann mir das mit ihrem möglichen Gefahrenpotential nicht
erklären. Raubkatzen z.B. waren wohl für den Ur-Menschen sicher die
größte Bedrohung. Theoretisch müßte man vor ihnen dann min. genauso
Angst bekommen, wenn man sie auch nur sieht. Aber mir ist nicht bekannt,
das es wirklich viele Menschen gibt, die Angst vor Katzen haben. Hunde
-> Wolf schon eher... aber das liegt da wohl vor allem an blöden Märchen
und einem scheinbar unausrottbaren Bild des Wolfes, was manche haben.

Gruß...
Frederic

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#47: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 10:23:56 by Frederic Daguenet

Hi!

Andreas Edler wrote:
> Ich bin als Kind mal bei den Krk-Wasserfällen in den Fluß gesprungen,
> welcher mit kleinen Schlängelchen gefüllt waren - zig davon. Die waren
> aber schneller weg, als ich aus dem Wasser.

Ich mußte erstmal googeln, was das überhaupt ist... konnte mit diesem
Namen nix anfangen. Nun weiß ich, das es wohl in Kroatien liegt. :)
Sieht hübsch aus.
Ehrlich... aber da würde ich nicht unbedingt reinspringen. Auf den
Bildern sieht das nach einem nicht gerade kleinen Wasserfall aus, mit
seinen möglichen Tücken.

> Allerdings hatte ich schon *vorher* diese Panik. Und wenn ich meine
> "Kind" meine ich wirklich jung. Ist bloß meine erste Erinnerung an
> Schlangen.

Hm... dann vielleicht eine extreme Form von dem was Ina hier schrieb:
Ein genetisch programmiertes Angstverhalten, was bei Dir extrem ausfällt.

> Hermannsdenkmal, ich gehe da rauf und komme um vor Angst. Es ist nicht
> so, dass ich es nicht probiere.

Weia! Wieso tust Du Dir das dann immer wieder an? Wenn es garnicht
funktioniert... man MUSS ja nicht auf Türme, Aussichtspunkte und Berge
klettern.
Übrigens: Bei Leitern bin ich auch vorsichtig und hab je nach Typ auch
u.U. Angst. Liegt aber mehr an meiner skeptisch pessimistischen
Grundeinstellung. :) Wenn eine Leiter nicht sicher steht, bin ich nicht
der Typ, der beweisen muß, das man da doch rauf kann.

>>Auch das hängt oft damit zusammen, wie bewußt man sich mit etwas
>>auseinander setzt.
> Glaub' mir, ich habe mich damit auseinandergesetzt.

Ich glaub es Dir...

> Du hast offensichtlich vor nichts Panik. Nicht Angst. Das ist der
> Unterschied. Ich hatte schon eine Schlange in der Hand. Ich konnte mich
> nicht mehr bewegen.

Nein, zumindest vor nix, wovor man auch keine haben muß. Ich weiß, das
klingt jetzt irgendwie blöd. Aber ich bin ein Mensch der die Dinge des
Alltages relativ sachlich versucht zu betrachten. Ich kann ganz gut
einschätzen, wie gefährlich ein 1m Kaiman (harmlos) oder eine 60cm
Schnappschildkröte (äußerst gefährlich) im Badesee ist... mal als
blödes Beispiel. Ich laß mich auch von den Medien nicht verrückt machen.
Und zum Glück hab ich auch nicht wie Du angeborene Ängste... worüber ich
sehr froh bin.
Von daher kann ich Deine Empfindungen kaum nachvollziehen. Ich frag mich
halt immer: OK, der erste Schreckmoment... klar, kann man verstehen.
Aber wenn ich dann BEWUSST sehe, was ich da vor mir habe, sollte doch
das logische Denken das Ruder übernehmen?!? Oder nicht?

Gruß...
Frederic

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#48: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 10:23:56 by Sabine Dem

Kathinka Wenz wrote:

> Kann ja sein, aber den Instinkt einer Katze würde ich nicht mit dem
> Instinkt eines Menschen vergleichen.

Warum nicht? So weit sind wir von unserer Primatenverwandtschaft nicht
entfernt und z.B. Schimpansen nähern sich Schlangen auch nur mit äußerster
Vorsicht. Ich glaube (glauben deshalb, weil ich die Stelle, die ich suche,
gerade nicht finde, es könnte auch in einem anderen Buch gestanden sein) ,
Robin Dunbar schreibt in "Klatsch und Tratsch. Warum Frauen die Sprache
erfanden", von den Urängsten vor Schlangen, Spinnen und anderem Getier.
Diese Urangst schützt vor tödlichen Zusammentreffen und ist bis heute in
uns erhalten geblieben.

Alle, ich z.B., haben diese Angst anscheinend nicht oder sie haben sie
überwunden, vermutlich wären solche Menschen im Urwald auf der Stelle
tot. ;-)

--
Servus, Sabine

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#49: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 12:14:36 by Frank Goebel

Frederic Daguenet schrieb:

> Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema: Sind bestimmte Urängste in
> unseren Genen? Aber wieso dann z.B. eine solche Angst vor Spinnen oder
> Schlangen? Ich kann mir das mit ihrem möglichen Gefahrenpotential nicht
> erklären. Raubkatzen z.B. waren wohl für den Ur-Menschen sicher die
> größte Bedrohung. Theoretisch müßte man vor ihnen dann min. genauso
> Angst bekommen, wenn man sie auch nur sieht. Aber mir ist nicht bekannt,
> das es wirklich viele Menschen gibt, die Angst vor Katzen haben. Hunde
> -> Wolf schon eher... aber das liegt da wohl vor allem an blöden Märchen
> und einem scheinbar unausrottbaren Bild des Wolfes, was manche haben.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Urängste daher rühren, dass es
i.A. viel mehr Schlangen und Spinnen gibt und gab als größere
Raubtiere und damit die Gefahr einer unangenehmen Begegnung viel größer
ist. Desweiteren ist das Verhalten höher entwickelter und größerer
Raubtiere gut beobacht- und berechenbar. Spinnen, Skorpione, Schlangen
sind viel schlechter auszumachen und reagieren aus einfachem Instinkt
auf vermeintliche Bedrohungssituationen.

Frank

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#50: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 12:23:35 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

> Aber wenn ich dann BEWUSST sehe, was ich da vor mir habe, sollte doch
> das logische Denken das Ruder übernehmen?!? Oder nicht?

Die Eindrücke erreichen das Bewußtsein erst, wenn du schon weggerannt
bist. Das Stammhirn ist älter, wichtiger und schneller. Elementare Reize
werden dort hingeleitet. Die und alle anderen zusammen gehen ins
Großhirn. Was da ankommt, ist aber eine solche Masse, dass sie unmöglich
komplett verarbeitet werden kann. Also wird erstmal gefiltert, dann über
das Filterergebnis nachgedacht. Und das dauert...
Bekanntes Beispiel: Lange war unbekannt, dass auch Menschen sich über
ihre gegenseitige Paarungsbereitschaft mit Duftstoffen verständigen. In
der Tat sind sie so schwach, dass die Labortechnik erst seit wenigen
Jahren in der Lage ist, sie nachzuweisen. Aber seitdem das möglich ist,
kann auch wirklich gemessen werden, dass jedermanns und jederfraus
Reaktionen davon elementar gesteuert werden. Das Stammhirn ist immer
total im Bilde, wer in Frage kommt, wer nicht, usw.
Das Großhirn wird davon nur aus Büchern, Reportagen und Postings ;)
erfahren, weil ein dermaßen schwacher Reiz niemals nicht und unter
keinen Umständen eine Chance hat, da anzukommen. Der wird auf dem Wege
einfach plattgemacht. Das Großhirn kriegt vom Stammhirn aber die Ansage,
bei positivem Befund mal in der Nähe der Zielperson zu bleiben. Es denkt
sich dann z.B., dass der oder die ganz nett ist und vielleicht verliebt
es sich auch. Die Ursache liegt aber hauptsächlich in der Ansage von
"oben" und relativ wenig in tatsächlicher Nettigkeit.

Genauso ist das mit den Phobien: Wenn Stammhirn der Ansicht ist, von der
Schlange/Spinne/Maus/??? geht Lebensgefahr aus, dann wird gehandelt und
fertig. Das Bewusstsein ist an der Entscheidung nicht beteiligt. Aber
sag mir z.B., dass ich jetzt gleich eine Spinne hinter Glas sehen werde
und die dahinter sicher verwahrt ist, dann werde ich mir sagen, dass die
erstens wahnsinnig interssant sind und manchmal auch ornamentale
Qualitäten haben (okay, seltener). Da gehe ich dann ziemlich dicht ran
und suche die "guten Seiten" daran. Hilft keine Wunder, aber wenigstens
Bescheid wissen kann ich schon.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#51: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 12:51:56 by Ina Koys

Frank Goebel schrieb:

> Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Urängste daher rühren, dass es
> i.A. viel mehr Schlangen und Spinnen gibt und gab als größere Raubtiere
> und damit die Gefahr einer unangenehmen Begegnung viel größer ist.

Wäre möglich. Vielleicht sollte man auch in Betracht ziehen, dass wir
eigentlich afrikanische Tiere sind und es da viel mehr giftige Spinnen
und Schlangen gibt. Das passt jetzt zwar nicht auf die Mäuse, aber bei
denen glaube ich, dass die 'Gefahr' vielleicht von durch sie
übertragenen Krankheiten und dem Vorratsschaden ausgeht. Vielleicht.

Ina

--
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#52: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:05:46 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

> Bis hierhin sind wir uns völlig einig. Ich hab auch schon cool auf der
> höchsten Rah des größten Windjammers der Welt gestanden und bin nur in
> gespannter Aufmerksamkeit geblieben, als mich im Wald ein freilaufender
> Pitbull wütend ankläffte. Ich sagte mir einfach, dass Intelligenz und
> ein kühler Kopf das einzige sind, das mir hier weiterhelfen kann (in der
> Tat hörte das Viech ohne erkennbaren Grund auf und rannte weg). Aber
> biete mir bitte keine Spinne über 1 cm Körpergröße und friedlich an der
> Wand sitzend! Ich könnte mich sonstwohin beißen, aber das geht einfach
> nicht. Entweder ich verschwinde oder sie. Und wenn es in meinem Haus
> ist, dann bitte sie und für immer. Bescheuert, aber ich steh dazu.
> Glücklicherweise sind Spinnen nur in meiner Wohnung bedroht, nicht im
> Allgemeinen...

Und da bin ich schon wieder anders. Ich würde nie auf die Idee kommen
ohne Not in der Takelage eines Segelschiffes rumzuklettern. Denn mein
Verstand sagt mir: Wenn ich da runterfalle... Zumal ich es eben so
albern finde, irgendwas zu machen nur weil es "cool" oder gar modisch ist.

Zum Hund: Du hast wahrscheinlich das Richtige in dieser Situation
gemacht. Das Tier wollte wissen: Bist Du schwach? Türmst Du? Wenn ja,
hätte das böse enden können. So aber konnte er nicht einschätzen, ob Du
nicht zurück beißt. Oder er hielt Dich, weil Du nicht gewichen bist für
dominanter.
Allerdings: "Wütend"? Woher weißt Du das?

Spinne:
Was heißt "bedroht"? Bringst Du sie dann um? Sorry, aber das ist dann
aber keine unbewußte, ungesteuerte Reaktion mehr. Und sehr schade, denn
Deckel und Glas und das Tier ist sicher verwahrt.
Meines Wissens gibt es auch so Insektengreifer, die man über die Tiere
rüberstülpt.

Gruß...
Frederic

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#53: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:08:10 by unknown

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#54: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:19:00 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:
> Genauso ist das mit den Phobien: Wenn Stammhirn der Ansicht ist, von der
> Schlange/Spinne/Maus/??? geht Lebensgefahr aus, dann wird gehandelt und
> fertig. Das Bewusstsein ist an der Entscheidung nicht beteiligt. Aber
> sag mir z.B., dass ich jetzt gleich eine Spinne hinter Glas sehen werde
> und die dahinter sicher verwahrt ist, dann werde ich mir sagen, dass die
> erstens wahnsinnig interssant sind und manchmal auch ornamentale
> Qualitäten haben (okay, seltener). Da gehe ich dann ziemlich dicht ran
> und suche die "guten Seiten" daran. Hilft keine Wunder, aber wenigstens
> Bescheid wissen kann ich schon.

Ina, handeln im Sinne von vor Schreck erstarren, kreischen oder
wegrennen... ja. Aber nicht eine Zeitung nehmen und drauf hauen. Denn
das ist mit Sicherheit keine gespeicherte, fest verdrahtete
Autoreaktion. Dazu sind da viel zu viele bewußte Denkprozesse drin.

Übrigens: An meiner Mutter sehe ich sehrwohl, das man das auch ändern
kann. Sie hatte früher auch vor allen größeren Spinnen eine schon fast
panische Angst. Da wurde sich heftig erschrocken und sie ging so lang
nicht mehr in den Raum, bis eben diese Spinne beseitigt war.
Ich weiß nicht wann und wie... aber irgendwann hat sie es geschafft
damit bewußter umzugehen. Und heute kann sie diese Tiere einfangen und
ins Freie befördern. Und findet sie sogar nütlich und interessant... war
damals undenkbar.

Aber auf was ich hinaus will: Ok, es gibt Menschen die bei bestimmten
Tieren in eine Art vorprogrammierte Panik verfallen. Aber diese Panik
sollte keineswegs die Rechtfertigung sein an sich harmlose Tiere zu
meucheln.

Gruß...
Frederic

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#55: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:26:02 by Frederic Daguenet

Hallo Frank!

Frank Goebel wrote:
> Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Urängste daher rühren, dass es
> i.A. viel mehr Schlangen und Spinnen gibt und gab als größere Raubtiere
> und damit die Gefahr einer unangenehmen Begegnung viel größer ist.
> Desweiteren ist das Verhalten höher entwickelter und größerer Raubtiere
> gut beobacht- und berechenbar. Spinnen, Skorpione, Schlangen sind viel
> schlechter auszumachen und reagieren aus einfachem Instinkt auf
> vermeintliche Bedrohungssituationen.

Sicher... man begegnet wesentlich häufiger Spinnen als einem
Säbelzahntiger mit Hunger. ABER: Zum einen gehörten sicher auch Spinnen
mal zu unserer Nahrung und zum anderen sind nur wirklich wenige Spinnen
gefährlich. Also relativiert sich das Risiko wieder. Oder anders gesagt:
Als wir noch "uuul" und "nja uuul" von uns gaben, waren die meisten
Begegnungen mit Spinnen wohl uninteressant und nicht unangenehm fürs
eigne Leben. Die Begegnung mit einer großen Katze dagegen dürfte zu 100%
SEHR unangenehm geendet haben. Und wenn eben diese drauf aus ist, Dich
als Mittagessen auszuwählen, dürftest Du sie auch erst bemerken, wenn
sie schon kurz davor ist, sich in Deinen Hals zu beißen.

Anders gesagt: Schlangen und erst recht Spinnen sind objektiv nicht als
besonders gefährlich. Ja, eine Spinne kann giftig sein, aber der Biß
eine Eichhörnchens auch (Blutvergiftung). Und an Blutvergiftungen sind
sicher wesentlich mehr Urmenschen gestorben.

Gruß...
Frederic

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#56: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:28:03 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>> Bis hierhin sind wir uns völlig einig. Ich hab auch schon cool auf der
>> höchsten Rah des größten Windjammers der Welt gestanden und bin nur in
>> gespannter Aufmerksamkeit geblieben, als mich im Wald ein
>> freilaufender Pitbull wütend ankläffte. Ich sagte mir einfach, dass
>> Intelligenz und ein kühler Kopf das einzige sind, das mir hier
>> weiterhelfen kann (in der Tat hörte das Viech ohne erkennbaren Grund
>> auf und rannte weg). Aber biete mir bitte keine Spinne über 1 cm
>> Körpergröße und friedlich an der Wand sitzend! Ich könnte mich
>> sonstwohin beißen, aber das geht einfach nicht. Entweder ich
>> verschwinde oder sie. Und wenn es in meinem Haus ist, dann bitte sie
>> und für immer. Bescheuert, aber ich steh dazu. Glücklicherweise sind
>> Spinnen nur in meiner Wohnung bedroht, nicht im Allgemeinen...
>
> Und da bin ich schon wieder anders. Ich würde nie auf die Idee kommen
> ohne Not in der Takelage eines Segelschiffes rumzuklettern. Denn mein
> Verstand sagt mir: Wenn ich da runterfalle... Zumal ich es eben so
> albern finde, irgendwas zu machen nur weil es "cool" oder gar modisch ist.

Ich habe da oben gearbeitet. Das macht man so auf Windjammern.

> Zum Hund: Du hast wahrscheinlich das Richtige in dieser Situation
> gemacht. Das Tier wollte wissen: Bist Du schwach? Türmst Du? Wenn ja,
> hätte das böse enden können. So aber konnte er nicht einschätzen, ob Du
> nicht zurück beißt. Oder er hielt Dich, weil Du nicht gewichen bist für
> dominanter.
> Allerdings: "Wütend"? Woher weißt Du das?

Hättest du ihn gesehen, hättest du da auch keinen Zweifel mehr dran
gehabt. Er kam von weit auf uns zugerannt.

> Spinne:
> Was heißt "bedroht"? Bringst Du sie dann um? Sorry, aber das ist dann
> aber keine unbewußte, ungesteuerte Reaktion mehr. Und sehr schade, denn
> Deckel und Glas und das Tier ist sicher verwahrt.

Sicher. Und wenn es eine Möglichkeit gäbe, sie da reinzusperren, ich
wäre die erste, die es tut. Aber so schnell, wie sie wegrennt, ist man
nur mit Schlappen und Co. Es ist schon schwierig genug, eine Hummel an
der Scheibe unverletzt in ein Glas zu kriegen, überleg mal, wo Spinnen
normalerweise rumsitzen.
Fang jetzt nicht wieder damit an, dass Spinnenangst Blödsinn ist, das
weiß ich alleine. Aber alternativ zum ausschließlich im Haus
praktizierten Spinnenmord gibt es nur das Abschaffen des Gartens. Und in
dem dürfen so viele hundert Spinnen friedlich und unbehelligt durch mich
leben, dass so 2 Opfer pro Jahr auch aus deren Sicht zu verschmerzen
sein dürften. Die würden bestimmt lieber die Vögel ausrotten wollen als
mich.

> Meines Wissens gibt es auch so Insektengreifer, die man über die Tiere
> rüberstülpt.

Immer wieder ein guter Lacher. Klappt mit Plastikspinnen.

Ina

--
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#57: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:29:21 by Sabine Dem

Frederic Daguenet wrote:

> Aber diese Panik sollte keineswegs die Rechtfertigung sein an sich
>harmlose Tiere zu meucheln.

Menschen mit einer echten Tierphobie könnten sich so einem Tier gar nicht so
weit annähern, um es zu töten. Die anderen lassen einfach ihrem Ekel freien
Lauf. Ich laß alles leben, egal, ob in meinen Augen hübsch oder nicht. Als
Kind hat es mich auch vor großen Spinnen geekelt, wenn sie in der Wohnung
waren. Mein Vater mußte die immer sofort entfernen, begleitet von meiner
Aufforderung, ihr aber ja nicht weh zu tun. ;-) Im Garten habe ich Spinnen
fasziniert beobachtet.

--
Servus, Sabine

Meine Katzen, Katzenbalkon, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://beasties.blaubeer.at

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#58: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:34:18 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>> Genauso ist das mit den Phobien: Wenn Stammhirn der Ansicht ist, von
>> der Schlange/Spinne/Maus/??? geht Lebensgefahr aus, dann wird
>> gehandelt und fertig. Das Bewusstsein ist an der Entscheidung nicht
>> beteiligt. Aber sag mir z.B., dass ich jetzt gleich eine Spinne hinter
>> Glas sehen werde und die dahinter sicher verwahrt ist, dann werde ich
>> mir sagen, dass die erstens wahnsinnig interssant sind und manchmal
>> auch ornamentale Qualitäten haben (okay, seltener). Da gehe ich dann
>> ziemlich dicht ran und suche die "guten Seiten" daran. Hilft keine
>> Wunder, aber wenigstens Bescheid wissen kann ich schon.
>
> Ina, handeln im Sinne von vor Schreck erstarren, kreischen oder
> wegrennen... ja. Aber nicht eine Zeitung nehmen und drauf hauen. Denn
> das ist mit Sicherheit keine gespeicherte, fest verdrahtete
> Autoreaktion. Dazu sind da viel zu viele bewußte Denkprozesse drin.

Wer hat dir jetzt widersprochen? Die Zeitung ist ggf. ein Mittel, den
Raum betretbar zu machen und dort ruhig einzuschlafen, wenn vorher eine
Spinne gesichtet wurde. Das geht nicht, wenn man dort jede laufen und
sich vermehren lässt. Im übrigen würde ich sie nie selbst erschlagen
können, dafür hab ich meine Leute. Keine Leute mehr dafür = Abschaffung
des Gartens. Und ich bestehe darauf, dass mein Schlafzimmer was anderes
ist als als eine Begegnung irgendwo draußen im Wald.
Im übrigen glaube ich, wir sollten das Thema langsam ruhen lassen.

Ina

--
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#59: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 13:35:47 by Ina Koys

Kathinka Wenz schrieb:

>> Weil sie so erblich ist wie z.B. Haarfarbe. Die Lerntheorie ist
>> wirklich mittlerweile veraltet. Und Manuela schildert ja heldenhaft,
>> wie ihr erlerntes Wissen sie bei Vorhandensein von Bedenkzeit völlig
>> vernünftig reagieren lässt. Ohne Bedenkzeit geht das nicht, weil das
>> Stammhirn weder lernt noch denkt, sondern einfach den Fluchtriegel
>> löst. Gewissermaßen.
>
> Ok, nehmen wir also an, diese Angst ist wirklich eine Ur-Angst und der
> OP hat sie geerbt. Aber Ur-Ängste kommen ja, wie du selber schreibst,
> nur ohne Bedenkzeit zum tragen. Hat unser OP das Posting jetzt also ohne
> seinen Kopf geschrieben? Oder glaubt er wirklich, dass die Schlangen in
> Deutschland eine echte Bedrohung sind?

Liebste Kathinka, woher soll ich das wissen?

Ina

--
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#60: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 14:01:51 by unknown

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#61: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 14:42:56 by c.p.kurzXSPAM

Frederic Daguenet schrieb:

> Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema: Sind bestimmte Urängste in
> unseren Genen? Aber wieso dann z.B. eine solche Angst vor Spinnen oder
> Schlangen? Ich kann mir das mit ihrem möglichen Gefahrenpotential nicht


Ich glaube da trotz allem an höhere Funktionen. Bei nem Regenwurm hat man ja
auch nicht diese Wahrnehmung. Auch wenn niemand sich an negative
Kindheitserinnerungen mit Schlangen erinnert - die meisten werden wohl schonmal
sehr früh die Geschichte von Eva und der Schlange gehört haben, und Filme mit
gefährlichen Schlangen hat auch jeder schon in frühester Kindheit gesehen. Das
reicht für ne entsprechende Grundprägung aus.


- Carsten

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#62: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 14:44:35 by Anita Sprungk

Kathinka Wenz schrieb:

> Kann ja sein, aber den Instinkt einer Katze würde ich nicht mit dem
> Instinkt eines Menschen vergleichen.

Warum nicht? Säugetier wie der Mensch, Raubtier wie der Mensch, aus Afrika
stammend wie der Mensch, an wirklich gefährliche Schlangen evolutionär
weitaus eher gewöhnt als an harmlose Ringelnattern wie der Mensch,
instinktive Reaktion wie der Mensch.

Instinkt heißt ja: Reflex, Reaktion ohne vorheriges Nachdenken, blitzschnell
und spontan. Wenn Mensch erst mal nachdenkt und begreift: Oh, Ringelnatter,
ungiftig, harmlos - dann kann er evtl. (soweit nicht bereits in Panik) auch
entscheiden, wie er dem betreffenden Tier aus dem Weg gehen bzw. es
beobachten kann, ohne mit Flucht oder Angriff zu reagieren. Der einzige
Unterschied zur Katze: Sie denkt nicht lange nach, sondern reagiert
unmittelbar, denn sie hat die betreffenden Bücher nie gelesen.

Gruß, Anita

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#63: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 14:49:20 by Frank Goebel

Hi Frederic,

> Sicher... man begegnet wesentlich häufiger Spinnen als einem
> Säbelzahntiger mit Hunger. ABER: Zum einen gehörten sicher auch Spinnen
> mal zu unserer Nahrung und zum anderen sind nur wirklich wenige Spinnen
> gefährlich. Also relativiert sich das Risiko wieder. Oder anders gesagt:
> Als wir noch "uuul" und "nja uuul" von uns gaben, waren die meisten
> Begegnungen mit Spinnen wohl uninteressant und nicht unangenehm fürs
> eigne Leben. Die Begegnung mit einer großen Katze dagegen dürfte zu 100%
> SEHR unangenehm geendet haben. Und wenn eben diese drauf aus ist, Dich
> als Mittagessen auszuwählen, dürftest Du sie auch erst bemerken, wenn
> sie schon kurz davor ist, sich in Deinen Hals zu beißen.

Großkatzen sind keine potentiellen Menschenfresser. Ebensowenig wie
Bären und Wölfe. Noch dazu sind sie visuell einfach wahrnehmbar, da sie
sich in unserem direkten Blickfeld bewegen. Desweiteren sind deren
Motive für uns nachvollziehbar weil unseren sehr ähnlich.
Das Problem mit den kleineren Tieren ist, dass sie sich von uns völlig
unbemerkt in unserer Nähe aufhalten können, noch dazu in unserer eigenen
Behausung, wo wir uns sicher fühlen und deswegen ungeschützt, achtlos
und wehrlos sind.
Grosskatzen kommen normalerweise nicht in die Nähe menschlicher
Behausungen, da sie - im Gegensatz zu "niederen" Tieren - eine Urangst
vor Menschen haben und - wie andere Raubtiere - Beutetiere bevorzugen,
die eine positive Einsatz-Nutzen-Bilanz versprechen, geringstnötiger
Aufwand bei maximalem Ergebnis(Fleisch).


> Anders gesagt: Schlangen und erst recht Spinnen sind objektiv nicht als
> besonders gefährlich. Ja, eine Spinne kann giftig sein, aber der Biß
> eine Eichhörnchens auch (Blutvergiftung). Und an Blutvergiftungen sind
> sicher wesentlich mehr Urmenschen gestorben.

Ich denke nicht, dass es um die einzelnen Arten geht. Egal, ob nun
giftig oder nicht, entscheidend ist in diesem Fall sicher die
archetypische Form der Tiere.

Gruß
Frank

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#64: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 14:55:34 by Helmut Wollmersdorfer

Frederic Daguenet wrote:

> Ina, handeln im Sinne von vor Schreck erstarren, kreischen oder
> wegrennen... ja. Aber nicht eine Zeitung nehmen und drauf hauen. Denn
> das ist mit Sicherheit keine gespeicherte, fest verdrahtete
> Autoreaktion.

Naja, ich hab sicher eine gesunde Grundangst im Sinne von Erschrecken,
um danach binnen Sekundenbruchteilen fast immer nüchtern und rational zu
reagieren. Wenn aber ein paar Sachen zusammenkommen - Raumenge,
angriffslustige Gegner, meine Empfindlichkeit gegen Bienen-/Wespenstiche
- dann werd ich auch panisch.

Dazu eine lustige Geschichte:
Ich war mal an einem heissen Sommertag in der Büropause im Schwimmteich
abkühlen. Dazu hab ich die Kleidung über einen Sessel in der Nähe des
Teichs gelegt. Danach wieder angezogen, denk mir nix, und gehe wie
üblich durch die Halle des Betriebsgebäudes vorbei am einem LKW Richtung
Büro. Da höre ich was brummen und schau noch, ob das aus dem LKW kommt.
Am Schreibtisch höre ich wieder was brummen und spür dann Kitzel in der
Leistengegend. Ich dachte zuerst an eine Biene in der Unterhose, also ab
ins WC, denn vor den Sekretärinnen werd ich wohl nicht die Hose
runterlassen. Kaum im WC die Kleidung aufgemacht, fliegt panisch ein
Viech raus, das für mich zuerst mal wie eine Biene aussah. Natürlich hab
ich panisch mit dem Handtuch danach geschlagen, weil ich aus
schmerzvoller Erfahrung weiss, dass Bienen oder Wespen sehr wohl
vermeintliche Angreifer umkreisen und danach stechen können. Es war eine
harmlose Wildbiene/Hummel, von Farbe und Grösse halt einer Biene
ähnlich. Seitdem schüttle ich im Freien abgelegte Kleidung vor dem
Anziehen immer sorgfältig aus. Die Hummel hat wohl eine Nisthöhle gesucht.

BTW: In Wohnräume verirrte Wespen töte ich. Wenn sie im Freien beim
Essen lästig werden, brenne ich ihnen mit der Flamme des Feuerzeuges
eine über - da kommen sie nicht wieder. Die Blütenknospen des Wilden
Weines (Veitchii) an der Terasse werden vor der Blüte ausgebrochen, um
Wespenansammlungen zu vermeiden. Um die Ungefährlichkeit von Hornissen
weiss ich zwar, aber bringt das mal meinem Wespenreflex bei - grosser
Respektabstand vor Hornissen ist mir lieber.

Helmut Wollmersdorfer

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#65: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 14:59:34 by unknown

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#66: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 15:02:56 by Helmut Wollmersdorfer

Ina Koys wrote:
> Frederic Daguenet schrieb:

>> Meines Wissens gibt es auch so Insektengreifer, die man über die Tiere
>> rüberstülpt.

> Immer wieder ein guter Lacher. Klappt mit Plastikspinnen.

Ein Stück Papier und rauflaufen lassen. Klappt meistens (mit ruhiger
Hand und kühlem Kopf;-). Oder ganz einfach ab in den Staubsauger damit.

Helmut Wollmersdorfer

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#67: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 15:09:53 by Ina Koys

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

>>> Meines Wissens gibt es auch so Insektengreifer, die man über die
>>> Tiere rüberstülpt.
>
>> Immer wieder ein guter Lacher. Klappt mit Plastikspinnen.
>
> Ein Stück Papier und rauflaufen lassen. Klappt meistens (mit ruhiger
> Hand und kühlem Kopf;-).

Leider nicht vorhanden. :/

Oder ganz einfach ab in den Staubsauger damit.

Den kann man mal probieren. Nur den Mehrwert sehe ich nicht. Da ist
Spinni doch auch hinüber, oder? Und falls nicht, könnte sie rauslaufen.
Bräuchte man dann noch einen passenden Korken für das Saugrohr. Denn
merke: 'Gefährliche' Spinnen kreuzen spät abends auf, da sieht man
draußen nicht mehr so viel...

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#68: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 15:11:26 by c.p.kurzXSPAM

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

> Ein Stück Papier und rauflaufen lassen. Klappt meistens (mit ruhiger
> Hand und kühlem Kopf;-). Oder ganz einfach ab in den Staubsauger damit.

Wir haben uns dafür ne Katze zugelegt. Ich weiss aber nicht, was brrrrer ist,
die rumrennende Spinne oder die genüßlich drauf rumkauende Katze, der noch ein
Spinnenbein aus dem Mäulchen schaut...


- Carsten

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#69: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 15:20:34 by Anita Sprungk

Kathinka Wenz schrieb:

> Dass das Thema Reflex nichts mit meiner Frage zu tun hatte, habe ich ja
> schon erläutert. Aber ein Argument, was hier gebracht wurde, fand ich
> auch interessant, warum zuckt man dann vor einem größeren Regenwurm
> nicht zurück?

"Man" tut nicht? Bist du sicher?

Vielleicht weil: Erinnert nicht wirklich an eine Schlange. Beispiel: Ich hab
bei meinem letzten Tauchurlaub auf Gozo eine sehr junge Mittelmeermuräne
gesehen, vielleicht drei bis fünf Millimeter dick, 20-30 Zentimeter lang
(ganz konnte ich sie nicht sehen) - die Realisierung: Ach ja, Muräne!
dauerte ganze zwei (!) Minuten, die "angemessene" Reaktion entsprechend
länger. Erst mal hab ich vor dem "Phänomen" gehangen und gerätselt, was
das für ein merkwürdiges Flatterband sein könnte, und zweitens geflucht,
dass mein Tauchpartner zu weit weg war, um es sich anzusehen und mir nach
dem Auftauchen zu erklären, um was es sich handelte ;-)

Meine Instinkte lassen diesbezüglich übrigens zu wünschen übrig: Ich würd
auch wirklich gefährliche Giftschlangen noch viel zu faszinierend finden,
um ausreichenden Abstand zu wahren. Ergo wie Sabine sagte: im Zweifelsfalle
lebensuntüchtig und längst tot.

> Der relevante Unterschied zu jedem Tier ist, dass die Reflexe beim
> Menschen deutlich geringer ausgeprägt sind. Ich glaube dir ja, dass alle
> Katzen so reagieren, keine Ahnung, ich kenne mich da nicht aus. Aber es
> reagieren ganz sicher nicht alle Menschen so.

Natürlich nicht. Siehe uns beide (that's evolution). Dass unsere Instinkte
nicht mehr "ordnungs- aka urgemäß" funktionieren, heißt aber nicht, dass es
diese Instinkte bei Menschen nicht gibt.

Gruß, Anita

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#70: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 15:53:36 by Helmut Wollmersdorfer

Ina Koys wrote:

[Spinnen in den Staubsauger]
>
> Den kann man mal probieren. Nur den Mehrwert sehe ich nicht. Da ist
> Spinni doch auch hinüber, oder?

Das ist mir egal. Ich jage ja nicht den Spinnen mit dem Saugrohr nach,
sondern entferne sporadisch die Spinnweben und nehme dabei auf eventuell
mitgesaugte Spinnen keine Rücksicht. Die scheinen sowieso recht schnell
auf Gleichgewichtspopulation wieder anzuwachsen.

> Und falls nicht, könnte sie rauslaufen.

Stimmt. Ist *mir* egal.

Nur im WE-Haus sitzt meist so eine fette Spinne in der Badewanne, welche
ich meiner Holden zuliebe entferne. Die (oder die Kolleginnen?) kommt
aber immer wieder, egal ob mit der Brause runtergespült oder ins Freie
verfrachtet.

Helmut Wollmersdorfer

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#71: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 16:02:36 by Anita Sprungk

Frederic Daguenet schrieb:

> Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema: Sind bestimmte Urängste in
> unseren Genen?

M.E. eindeutig ja.

> Aber wieso dann z.B. eine solche Angst vor Spinnen oder
> Schlangen? Ich kann mir das mit ihrem möglichen Gefahrenpotential nicht
> erklären.

Angst vor Giftwirkung. Gift = unheimlich, weil heimlich, schleichend, nicht
ohne weiteres durch Beobachtung erklärbar.

> Raubkatzen z.B. waren wohl für den Ur-Menschen sicher die
> größte Bedrohung. Theoretisch müßte man vor ihnen dann min. genauso
> Angst bekommen, wenn man sie auch nur sieht. Aber mir ist nicht bekannt,
> das es wirklich viele Menschen gibt, die Angst vor Katzen haben.

Äh, du meinst die Hauskatzen unserer Tage? Zu klein, um wirklich Ängste
hervorzurufen, und bekanntermaßen ungiftig. Andererseits: Katzenhasser gibt
es mehr als genug. Warum? Weil Katzen als falsch, unberechenbar und
aggressiv gelten. Warum? Aus Erfahrung? Wohl eher nicht. Legende? Instinkt?
Schon wahrscheinlicher.

> Hunde
> -> Wolf schon eher... aber das liegt da wohl vor allem an blöden Märchen
> und einem scheinbar unausrottbaren Bild des Wolfes, was manche haben.

Nee, das liegt an Vorfällen wie dem durch unfähige Halter verursachten und
Hunde-Verordnung-auslösenden Tod eines Kindes in Hamburg und den Menschen,
die keine Ahnung vom natürlichen (v.a. Jagd- und Beute-) Verhalten eines
Hundes haben - Halter wie Nichthalter...

Gruß, Anita

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#72: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 19:01:48 by search_for_signature

Frank Goebel schrieb:

> Großkatzen sind keine potentiellen Menschenfresser. Ebensowenig wie
> Bären und Wölfe.

brummel...das erzähl mal der bayerischen Landesregierung..brummel (oder
sicherheitshalber doch lieber "grummel"

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#73: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 20:52:15 by Andreas Edler

Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> schrieb:

> Ehrlich... aber da würde ich nicht unbedingt reinspringen. Auf den
> Bildern sieht das nach einem nicht gerade kleinen Wasserfall aus, mit
> seinen möglichen Tücken.

Da gibt es ganz flache Stellen mit 1 Meter hohen Fällen. Sehr idyllisch
- und voller Badegäste. Nur eben auch mit - ich glaube - Ringelnattern.

>> Hermannsdenkmal, ich gehe da rauf und komme um vor Angst. Es ist nicht
>> so, dass ich es nicht probiere.
>
> Weia! Wieso tust Du Dir das dann immer wieder an? Wenn es garnicht
> funktioniert... man MUSS ja nicht auf Türme, Aussichtspunkte und Berge
> klettern.

Weil ich die Aussicht da oben gut finde? Einfach nur, weil ich da rauf
*will*? Ich weiß ja, dass es sehr, sehr wahrscheinlich nicht
zusammenbricht. Einerseits sagst Du, man muß sich der Angst stellen und
ihr rational begegnen, wenn ich das versuche, schlägst Du die Hände über
dem Kopf zusammen :-o

> Wenn eine Leiter nicht sicher steht, bin ich nicht
> der Typ, der beweisen muß, das man da doch rauf kann.

Die kann von mir aus einbetoniert sein, höher als 1. Stock ist nicht
drin.

> Aber wenn ich dann BEWUSST sehe, was ich da vor mir habe, sollte doch
> das logische Denken das Ruder übernehmen?!? Oder nicht?

Nein, kein Stück. Genau *das* ist bei Panik das Problem.

Ich habe mal im Hotel in Granau abends Schweißausbrüche bekommen, weil
wir planten am nächsten Tag mit der Seilbahn auf die Zugspitze zu
fahren. Ich habe mir dann im Bett vorgestellt, wie ich in die Gondel
steige und die anfängt zu fahren ... vorbei. Habe die ganze Nacht kein
Auge zugetan. Andererseits *bin* ich dann in die Seilbahn gestiegen -
mit dem Erfolg, dass ich mit 29 Jahren vor Verkrampfung angefangen bin
zu weinen :-)


Andreas
--
andreas@filmfacts.de ICQ:4133249 http://blog.andreas-edler.de
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Mein Blog - nicht nur Gemecker ;-)

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#74: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 22:02:24 by Ina Koys

Anita Sprungk schrieb:

>> Hunde
>> -> Wolf schon eher... aber das liegt da wohl vor allem an blöden Märchen
>> und einem scheinbar unausrottbaren Bild des Wolfes, was manche haben.
>
> Nee, das liegt an Vorfällen wie dem durch unfähige Halter verursachten und
> Hunde-Verordnung-auslösenden Tod eines Kindes in Hamburg und den Menschen,
> die keine Ahnung vom natürlichen (v.a. Jagd- und Beute-) Verhalten eines
> Hundes haben - Halter wie Nichthalter...

Nija. Es sind auch schon Profis an ganzen Rassen verzweifelt...

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#75: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-28 23:30:33 by Helmut Wollmersdorfer

Günter Hackel wrote:
> Frank Goebel schrieb:

>> Großkatzen sind keine potentiellen Menschenfresser. Ebensowenig wie
>> Bären und Wölfe.

> brummel...das erzähl mal der bayerischen Landesregierung..brummel (oder
> sicherheitshalber doch lieber "grummel"

Blablubber ... unter Bären gibt es definitiv immer wieder
Menschenfresser, und dadurch auch Todesfälle. Und Grosskatzen fallen
immer wieder Menschen an und töten sie ... blablubber.

Wenn der WWF, der sicher das Gegeteil eines schiesswütigen
Trophäenjagers ist, ein Abschussgutachten erstellt, denn wird das schon
in Ordnung sein.

Helmut Wollmersdorfer

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#76: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 08:06:01 by unknown

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#77: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:05:52 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:
>> Und da bin ich schon wieder anders. Ich würde nie auf die Idee kommen
>> ohne Not in der Takelage eines Segelschiffes rumzuklettern. Denn mein
>> Verstand sagt mir: Wenn ich da runterfalle... Zumal ich es eben so
>> albern finde, irgendwas zu machen nur weil es "cool" oder gar modisch
>> ist.
> Ich habe da oben gearbeitet. Das macht man so auf Windjammern.

Ich würde nie ohne Not auf einem Windjammer arbeiten.... ;)

Sicher, auch ich finde die Schiffe schön... vor allem die Schiffe des
19. und 18. Jahrhunderts... aber mitfahren und vor allem mithelfen?

>> Allerdings: "Wütend"? Woher weißt Du das?
> Hättest du ihn gesehen, hättest du da auch keinen Zweifel mehr dran
> gehabt. Er kam von weit auf uns zugerannt.

Das angerannt kommen ist kein Indiz. ;) Aber schon richtig, ich war
nicht dabei und ich weiß auch nicht, wie gut Du Dich mit Hunden auskennst.
Hab mal was ähnliches erlebt: Spaziere durch den Grunewald in Berlin, da
kommt ein Bull-Mastif plötzlich zielstrebig auf mich zugetrabt (die
rennen nicht), all die vielen anderen Passanten ignorierend. Er stoppte
erst im letzten Moment, stellte sich plötzlich quer und lehnte sich
gegen meien Beine (*ächz*) und hob den Kopf.... gekrault werden wollte
er :) Ich hatte schon nach kurzem Trab gesehen, was Sache ist... ein
anderer wäre weg gelaufen und hätte einen verstörten 50kg-Schoßhund
zurück gelassen :)
Aber ich hatte auch schon die Begegnung mit einem mißarteten Rottweiler,
der mich mitten auf der Straße ansteuerte... mit einem Knurren was ich
nicht noch mal hören möchte. Zum Glück hörte er auf sein Herrchen.

> Sicher. Und wenn es eine Möglichkeit gäbe, sie da reinzusperren, ich
> wäre die erste, die es tut. Aber so schnell, wie sie wegrennt, ist man
> nur mit Schlappen und Co. Es ist schon schwierig genug, eine Hummel an
> der Scheibe unverletzt in ein Glas zu kriegen, überleg mal, wo Spinnen
> normalerweise rumsitzen.

Also bei mir sitzen Spinnen, die ich bemerke an der Zimmerdecke, oder an
der Wand. Im "schlimmsten" Fall seilen sie sich direkt vor meiner Nase
ab. Und ich hab bis jetzt keine heimische Spinne erlebt, die sofort
weglief. Die meisten reagieren erst, wenn man das Marmeladenglas oder
ähnliches schnell über sie stülpt.
Nur einmal hab ich eine Spinne erlebt, die selbst mich gruseln lies...
aber wohl eher, weil ich zu viele Gruselfilme gesehen habe. Das war in
einer Strandtoilette am Mittelmeer, als ich dort stehend (Sitz gab es da
nicht!) an der Wand eine recht große Spinne bemerkte. Dieses nette
Tierchen war ein Verwandter unser einheimischen Zebraspringspinne...
zumindest bewegte sie sich fast ausschließlich so fort und überwand
dabei nicht kleine Distanzen. Jedes mal, wenn ich mich nur bewegte, saß
die wo anders an der Wand. Manchmal so schnell, das ich nicht mal die
Bewegung sah.

Aber hier in Deutschland hab ich noch keine solche Spinne erlebt.
Relativ schnell sind die Hausspinnen, wenn sie abends / Nachts über den
Teppich rennen. Aber erwischt man sie bei Licht, bleiben sie auch
sitzen, bis das GLas kommt.

Fliegende Insekten sind da viel schwerer zu fangen.

> Fang jetzt nicht wieder damit an, dass Spinnenangst Blödsinn ist, das
> weiß ich alleine. Aber alternativ zum ausschließlich im Haus
> praktizierten Spinnenmord gibt es nur das Abschaffen des Gartens. Und in
> dem dürfen so viele hundert Spinnen friedlich und unbehelligt durch mich
> leben, dass so 2 Opfer pro Jahr auch aus deren Sicht zu verschmerzen
> sein dürften. Die würden bestimmt lieber die Vögel ausrotten wollen als
> mich.

Sorry nein, denn wen Du es schaffst, drauf zu hauen, kannst Du sie auch
fangen.

>> Meines Wissens gibt es auch so Insektengreifer, die man über die Tiere
>> rüberstülpt.
> Immer wieder ein guter Lacher. Klappt mit Plastikspinnen.

Keine Ahnung, ich hab sie noch nicht ausprobiert. Aber es stimmt
schlicht nicht, das man eine Spinne z.B. mit einem großen Glas nicht
fangen kann.

Gruß...
Frederic

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#78: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:06:59 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:
> Wer hat dir jetzt widersprochen? Die Zeitung ist ggf. ein Mittel, den
> Raum betretbar zu machen und dort ruhig einzuschlafen, wenn vorher eine
> Spinne gesichtet wurde. Das geht nicht, wenn man dort jede laufen und
> sich vermehren lässt. Im übrigen würde ich sie nie selbst erschlagen
> können, dafür hab ich meine Leute. Keine Leute mehr dafür = Abschaffung
> des Gartens. Und ich bestehe darauf, dass mein Schlafzimmer was anderes
> ist als als eine Begegnung irgendwo draußen im Wald.
> Im übrigen glaube ich, wir sollten das Thema langsam ruhen lassen.

Und sind diese Leute nicht in der Lage die Spinne zu fangen, statt sie
an der Wand platt zu drücken?

Gruß...
Frederic

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#79: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:23:24 by Frederic Daguenet

Hallo Frank!

> Großkatzen sind keine potentiellen Menschenfresser. Ebensowenig wie
> Bären und Wölfe. Noch dazu sind sie visuell einfach wahrnehmbar, da sie
> sich in unserem direkten Blickfeld bewegen. Desweiteren sind deren
> Motive für uns nachvollziehbar weil unseren sehr ähnlich.

? Wieso sollten Raubkatzen den Urmenschen verschmäht haben? Er hatte
noch nicht Gewehr und andere effektive Tötungstechniken, die dem Tier
nahe legten, sich vom Mensch fern zu halten. Und mit einem Steinspeer
trete ich einer Großkatze nicht gegenüber. ;)
Die anderen Raubtiere hörten ja nicht auf uns zu jagen, nur weil wir zu
Menschen wurden.

Das sie sehrwohl Menschen fressen (aus Sicht des Räubers auch nur Beute,
da einfach Säugetier) kann man immer wieder in der Presse lesen, wenn
sich ein Tiger z.B. in einen Dorf bedient.
NUR: Macht er das, ist es nicht mehr nur ein Raubtier, sondern eine
Bestie, die abgeschossen werden muß. Das hat aber nur damit zu tun, weil
Mensch sich immer noch für was besonderes hält. Und weil dieser Tiger
natürlich schnell gelernt hat, was für leichte Beute wir doch ohne
unsere Waffentechnik sind.

> Das Problem mit den kleineren Tieren ist, dass sie sich von uns völlig
> unbemerkt in unserer Nähe aufhalten können, noch dazu in unserer eigenen
> Behausung, wo wir uns sicher fühlen und deswegen ungeschützt, achtlos
> und wehrlos sind.

Das ist richtig... und könnte ein Argument sein. Dürfte dann aber
eigentlich für alle im Haus vorkommenden Insekten gelten. Aber wer
schreit schon bei einer FLiege? ;)

> Grosskatzen kommen normalerweise nicht in die Nähe menschlicher
> Behausungen, da sie - im Gegensatz zu "niederen" Tieren - eine Urangst
> vor Menschen haben und - wie andere Raubtiere - Beutetiere bevorzugen,
> die eine positive Einsatz-Nutzen-Bilanz versprechen, geringstnötiger
> Aufwand bei maximalem Ergebnis(Fleisch).

Und da ist der Mensch sehr wohl ganz oben auf der Liste, wenn er nicht
gerade eine Flinte trägt. Denn das ist es, was die Tiere gelernt haben:
Der Mensch ist gefährlich. Und solch Wissen geben die Eltern auch an
ihre Jungtiere weiter.

Gruß...
Frederic

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#80: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:35:44 by Frederic Daguenet

Hallo!

Anita Sprungk wrote:
>>Aber wieso dann z.B. eine solche Angst vor Spinnen oder
>>Schlangen? Ich kann mir das mit ihrem möglichen Gefahrenpotential nicht
>>erklären.
> Angst vor Giftwirkung. Gift = unheimlich, weil heimlich, schleichend, nicht
> ohne weiteres durch Beobachtung erklärbar.

Nochmal: Wenn es genetisch ist, muß es sich bei unseren steinzeitlichen
Urahnen (oder noch früher) ausgeprägt haben. Da man damals aber ebenso
gut durch Blutvergiftungen starb...

Ich hab mal gelesen, das ein anderer Ansatz der Furcht einiger Menschen
vor Spinnen oder Schlangen ist, das diese sich halt so extrem von
unserem Körperbau unterscheiden. Sie haben keine oder zu viele Beine,
die sich dazu noch u.U. für den Beobachter chaotisch bewegen.

> Äh, du meinst die Hauskatzen unserer Tage? Zu klein, um wirklich Ängste
> hervorzurufen, und bekanntermaßen ungiftig. Andererseits: Katzenhasser gibt
> es mehr als genug. Warum? Weil Katzen als falsch, unberechenbar und
> aggressiv gelten. Warum? Aus Erfahrung? Wohl eher nicht. Legende? Instinkt?
> Schon wahrscheinlicher.

Nein ich meine Großkatzen. Wenn die Wirkung so wäre wie bei
Schlangenphobien etc. dürften sich viel weniger Menschen in die Zoos wagen.

>>-> Wolf schon eher... aber das liegt da wohl vor allem an blöden Märchen
>>und einem scheinbar unausrottbaren Bild des Wolfes, was manche haben.
> Nee, das liegt an Vorfällen wie dem durch unfähige Halter verursachten und
> Hunde-Verordnung-auslösenden Tod eines Kindes in Hamburg und den Menschen,
> die keine Ahnung vom natürlichen (v.a. Jagd- und Beute-) Verhalten eines
> Hundes haben - Halter wie Nichthalter...

Ich rede hier vom schlechte Image des Wolfes. Und das hat nix mit
dämlichen und inkompetenten Hundehaltern zu tun. :) Der Wolf wurde vom
Menschen bewußt verteufelt. Ursprünglich sicher, weil er
Nahrungskonkurrent war... später kamen dann noch die Religionen dazu.

Gruß...
Frederic

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#81: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:39:46 by Frederic Daguenet

Hi!

Günter Hackel wrote:
>> Großkatzen sind keine potentiellen Menschenfresser. Ebensowenig wie
>> Bären und Wölfe.
> brummel...das erzähl mal der bayerischen Landesregierung..brummel (oder
> sicherheitshalber doch lieber "grummel"

Über das hab ich mich wirklich aufgeregt. Es gab schon ein paar direkte
Begegnungen Bär : Mensch... und keiner kam zu schaden.

Das der Bär Futter was nicht weglaufen kann, gerne annimmt als negativ
auszulegen... und dann noch der Spruch mit "kam den Siedlungen / der
Zivilsation zu nahe". Hallo? Wir leben hier in Mitteleuropa in einer der
dichtbesiedelsten Gegenden... wieso hat denn z.B. der Wolf hier kaum
noch Platz?

Im Grunde haben sich dort die Menschen nicht geänder seit der letzte Bär
vor 170 Jahren geschossen wurde. Nur sidn die Argumente anders
geworden... heute ist es ein "Problembär", was nur einfach Bär sein will.

Das Größte ist ja: Der bald ausgestopfte Bär kommt in ein Museum namens
"Mensch und Natur". LACH

Gruß...
Frederic

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#82: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:45:40 by Frederic Daguenet

Hallo Andreas,

Andreas Edler wrote:
> Da gibt es ganz flache Stellen mit 1 Meter hohen Fällen. Sehr idyllisch
> - und voller Badegäste. Nur eben auch mit - ich glaube - Ringelnattern.

:) Ringelnattern halten sich gern in der Nähe von Gewässern auf, da
einer ihrer Hauptnahrungen Amphibien sind.

> Weil ich die Aussicht da oben gut finde? Einfach nur, weil ich da rauf
> *will*? Ich weiß ja, dass es sehr, sehr wahrscheinlich nicht
> zusammenbricht. Einerseits sagst Du, man muß sich der Angst stellen und
> ihr rational begegnen, wenn ich das versuche, schlägst Du die Hände über
> dem Kopf zusammen :-o

Naja, es geht doch darum: Wenn ich merke, das ich dieses Problem nicht
gebacken bekommen, dann quäl ich mich doch nicht unbedingt weiter selber.

>>Aber wenn ich dann BEWUSST sehe, was ich da vor mir habe, sollte doch
>>das logische Denken das Ruder übernehmen?!? Oder nicht?
> Nein, kein Stück. Genau *das* ist bei Panik das Problem.

Ok, aber wenn es so extrem ist, wie DU beschreibst, gehst Du auch nicht
mehr daher und erschlägst das Tier, was Dich in Panik versetzt.
Und Du gehst trotzdem noch wandern, obwohl dort sicher Schlangen sind.
Wieso sollte man dann nicht auch seinen Garten nutzen, auch wenn man da
mal eine Schlange trifft.

> steige und die anfängt zu fahren ... vorbei. Habe die ganze Nacht kein
> Auge zugetan. Andererseits *bin* ich dann in die Seilbahn gestiegen -
> mit dem Erfolg, dass ich mit 29 Jahren vor Verkrampfung angefangen bin
> zu weinen :-)

Weia, das ist wirklich heftig. :(

Gruß...
Frederic

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#83: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:50:19 by Frederic Daguenet

Hi!

Peter Wenz wrote:
> <start>
> Wie häufig sind Bärenangriffe?
....
> </end>

Leider interessieren Fakten in solchen Fällen eher selten. Andere Länder
mit vielen Bären wie Kanada, USA und Finnland z.B. lachen sich wohl über
uns gerade tot. Dort kommt es übrigens auch noch zu Bärenunfällen, weil
Camper der Meinung sind in Bärenland ihre Verpflegungspakete offen rum
liegen zu lassen. Oder gar noch den eben aufgetauchten putzign
Kleinbären füttern wollen.

Gruß...
Frederic

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#84: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 11:59:44 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>>> Und da bin ich schon wieder anders. Ich würde nie auf die Idee kommen
>>> ohne Not in der Takelage eines Segelschiffes rumzuklettern. Denn mein
>>> Verstand sagt mir: Wenn ich da runterfalle... Zumal ich es eben so
>>> albern finde, irgendwas zu machen nur weil es "cool" oder gar modisch
>>> ist.
>> Ich habe da oben gearbeitet. Das macht man so auf Windjammern.
>
> Ich würde nie ohne Not auf einem Windjammer arbeiten.... ;)

http://www.tallshipstales.de

> Sicher, auch ich finde die Schiffe schön... vor allem die Schiffe des
> 19. und 18. Jahrhunderts... aber mitfahren und vor allem mithelfen?

Wer nicht Hand anlegt, ist ja nur Passagier, also im Grunde eine arme
Sau. Das Ruder eines Seglers zu führen, ist die einzige mir bekannte
Tätigkeit, die mit wachsender Routine immer großartiger wird. Und mein
Skipper wußte, dass ich immer, wenn ich mit Stütze aufrecht stehen kann,
auch das Ruder seines Schiffes führen kann. Stolz war er dann auf mich,
wenn ich trotz Seekrankheit Ausguck ging. DAS ist nämlich fies.

>>> Meines Wissens gibt es auch so Insektengreifer, die man über die
>>> Tiere rüberstülpt.
>> Immer wieder ein guter Lacher. Klappt mit Plastikspinnen.
>
> Keine Ahnung, ich hab sie noch nicht ausprobiert. Aber es stimmt
> schlicht nicht, das man eine Spinne z.B. mit einem großen Glas nicht
> fangen kann.

Gut. Dann gibt mir mal deine Telefonnummer, nächstes Mal ruf ich dich an
und dann kannst du vorführen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#85: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 12:01:32 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

> Und sind diese Leute nicht in der Lage die Spinne zu fangen, statt sie
> an der Wand platt zu drücken?

Nein. U.a. weil selbst Phobiker milderen Stadiums. Und weil Spinne
meistens eben nicht auf glatter Wand sitzt, sondern da, wo sie
bestenfalls der Staubsauger kriegt.

Ina

--
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#86: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 12:02:46 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>> steige und die anfängt zu fahren ... vorbei. Habe die ganze Nacht kein
>> Auge zugetan. Andererseits *bin* ich dann in die Seilbahn gestiegen -
>> mit dem Erfolg, dass ich mit 29 Jahren vor Verkrampfung angefangen bin
>> zu weinen :-)
>
> Weia, das ist wirklich heftig. :(

Aber heldenhaft. Das können Nicht-Phobiker gar nicht ermessen.

Ina

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#87: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 12:09:27 by Dinodompteur

"Frederic Daguenet" <daguenet@skygate.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e80700$o29$1@murphy.mediascape.de...
>
> Nochmal: Wenn es genetisch ist, muß es sich bei unseren steinzeitlichen
> Urahnen (oder noch früher) ausgeprägt haben.

Da bin ich völlig anderer Ansicht.
Was ist mit den genetisch bedingten Eigenheiten bei Hunden (Dogge,
Chihuahua, ...), Fischen (Koi, Diskus, ...) und wahrscheinlich auch vielen
Pflanzen?
Da müssen wir nicht in die Steinzeit zurück um Aussehen und/oder
Verhaltensweisen zu vererben.

Gruß,
Gerold

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#88: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 12:33:44 by Helmut Wollmersdorfer

Peter Wenz wrote:

> <start>
> Wie häufig sind Bärenangriffe?
[...]
> In Westeuropa gab es im 20. Jahrhundert keinen einzigen Todesfall.

Aus Mangel an Bärenpopulationen?

> * Ein Bär wird von einem Jäger angeschossen.
> * Ein Mensch begegnet unvermittelt einer Bärin mit Jungen.
> * Ein Bär wird beim Fressen an einem Kadaver gestört.

Das mag der Normalfall sein, genauso wie der Großteil der Menschen nicht
Mörder oder gar Serienmörder sind. Bei Bären (wie auch bei anderen
Tieren) ist es aber bekannt, dass es zu Abweichungen vom Normalfall
kommen kann. Bären sind ausserdem sehr lernfähig und können sich zu
Menschenfressern 'entwickeln'. Deshalb gibt es Fälle, wo Menschen bei
Übernachtung im Freien/Zelt von Bären getötet und gefressen werden. Ich
kenne einen konkreten Fall aus der zweiten Hälfte der 90er. Solche
entartete Bären werden dann üblicherweise gezielt gejagt.

Bei Grosskatzen ist es ähnlich, wobei entartete Menschenfresser meines
Wissens nur bei Tigern bekannt sind.

Ich bin ja bekennender Naturschützer und Jagdgegner, aber man sollte die
Dinge trotzdem klar sehen und nicht in romantisierendem Tierschutzwahn
verharmlosen.

Helmut Wollmersdorfer

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#89: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 12:38:19 by unknown

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#90: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 13:05:52 by Anita Sprungk

Frederic Daguenet schrieb:

> Nochmal: Wenn es genetisch ist, muß es sich bei unseren steinzeitlichen
> Urahnen (oder noch früher) ausgeprägt haben. Da man damals aber ebenso
> gut durch Blutvergiftungen starb...

Was ebenfalls entsprechende abergläubische Verarbeitung fand. Nur ein Tier
ließ sich halt nicht dafür verantwortlich machen.

Ich glaube übrigens nicht, dass ererbte Phobien eine so lange Geschichte
haben müssen. Die können auch durchaus jünger sein. Es ist jedenfalls
mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, dass Schüchternheit und
übergroße Ängstlichkeit bei weitem nicht immer erworben bzw. anerzogen
werden, sondern in etwa 15-20 Prozent vererbt sind, also genetisch bedingt.

> Ich hab mal gelesen, das ein anderer Ansatz der Furcht einiger Menschen
> vor Spinnen oder Schlangen ist, das diese sich halt so extrem von
> unserem Körperbau unterscheiden. Sie haben keine oder zu viele Beine,
> die sich dazu noch u.U. für den Beobachter chaotisch bewegen.

Dann müsste Unterwassergetier aller Art mindestens ebenso fremdartig und
angsteinflößend wirken. Tut's aber nicht. Mensch hat Angst vor Schlangen
und isst Aale. Der Europäer hat Angst vor Spinnen und isst Garnelen, die
bekanntlich noch ein paar mehr Beinpaare haben als Spinnen. Anderswo in der
Welt werden Vogelspinnen nicht etwa gefürchtet, sondern als Delikatesse
betrachtet, gejagt und gegessen. Das Fremdartige an sich kann also kaum der
Grund für die Phobie sein.

> Nein ich meine Großkatzen. Wenn die Wirkung so wäre wie bei
> Schlangenphobien etc. dürften sich viel weniger Menschen in die Zoos
> wagen.

Wieso? Dass die Großkatzen sicher hinter Gittern oder Wassergraben und Wall
sind, hilft schon ein wenig ;-) Des weiteren hilft die Ähnlichkeit mit der
Hauskatze sowohl in Aussehen als auch Verhalten. Es stehen eh überwiegend
Katzenliebhaber vor den Gehegen der Großkatzen - man muss nur mal ein wenig
lauschen, wenn die Besucher sich unterhalten: "Schau mal, genau wie unsere
Minka!", ist da der Standardsatz schlechthin.

> Ich rede hier vom schlechte Image des Wolfes. Und das hat nix mit
> dämlichen und inkompetenten Hundehaltern zu tun. :)

Jein. Die Angst vorm Wolf bzw. sein schlechtes Image hat natürlich nichts
mit der Hundehaltung zu tun. Du sprachst aber von der Angst vorm Hund und
führtest diese auf die Angst vor Wölfen zurück. Da sich das Image von
Wölfen und Hunden hierzulande ganz gewaltig unterscheidet, meine ich: Angst
vor Hunden hat nichts mit Angst vor Wölfen zu tun. Die Ursachen für die
Angst vor Hunden liegen woanders.

Gruß, Anita

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#91: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 13:06:08 by Anita Sprungk

Ina Koys schrieb:

> Nija. Es sind auch schon Profis an ganzen Rassen verzweifelt...

Vor allem aber an Einzeltieren: Ja. Natürlich gibt es Problemhunde, mit
denen auch der fähigste Halter nicht klar kommt.

Gruß, Anita

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#92: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 13:12:30 by Frank Goebel

Frederic Daguenet schrieb:

> ? Wieso sollten Raubkatzen den Urmenschen verschmäht haben? Er hatte
> noch nicht Gewehr und andere effektive Tötungstechniken, die dem Tier
> nahe legten, sich vom Mensch fern zu halten.

Feuer?
List und Tücke. Die Fähigkeit, Werkzeuge und Waffen aus herumliegenden
harmlosen Dingen herzustellen und zu bedienen. Und das müssen beileibe
nicht so todsichere Sachen wie Schießeisen sein.

> Und mit einem Steinspeer
> trete ich einer Großkatze nicht gegenüber. ;)

Das würde ich Dir auch nicht raten, bezweifle ich doch, dass Du damit
auch nur annähernd umgehen kannst :O)

> Das sie sehrwohl Menschen fressen (aus Sicht des Räubers auch nur Beute,
> da einfach Säugetier) kann man immer wieder in der Presse lesen, wenn
> sich ein Tiger z.B. in einen Dorf bedient.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

>> Das Problem mit den kleineren Tieren ist, dass sie sich von uns völlig
>> unbemerkt in unserer Nähe aufhalten können, noch dazu in unserer
>> eigenen Behausung, wo wir uns sicher fühlen und deswegen ungeschützt,
>> achtlos und wehrlos sind.
>
> Das ist richtig... und könnte ein Argument sein. Dürfte dann aber
> eigentlich für alle im Haus vorkommenden Insekten gelten. Aber wer
> schreit schon bei einer FLiege? ;)

Die wird uns ja auch nicht wirklich unangenehm. Nichtsdestotrotz sieht
man gerade bei Kindern immer wieder, dass eine herumfliegende Fliege
Angstreaktionen auslöst, solang sie noch nicht eindeutig als solche
identifiziert ist. Es könnte ja eine Wespe sein...

>> Grosskatzen kommen normalerweise nicht in die Nähe menschlicher
>> Behausungen, da sie - im Gegensatz zu "niederen" Tieren - eine Urangst
>> vor Menschen haben und - wie andere Raubtiere - Beutetiere bevorzugen,
>> die eine positive Einsatz-Nutzen-Bilanz versprechen, geringstnötiger
>> Aufwand bei maximalem Ergebnis(Fleisch).
>
> Und da ist der Mensch sehr wohl ganz oben auf der Liste, wenn er nicht
> gerade eine Flinte trägt. Denn das ist es, was die Tiere gelernt haben:
> Der Mensch ist gefährlich. Und solch Wissen geben die Eltern auch an
> ihre Jungtiere weiter.

Ist er nicht, denn das Verhältnis von Muskeln und Knochen ist beim
Menschen einfach nicht so ergiebig wie bei anderen Säugetieren. Gemessen
am Aufwand, ihn zu jagen und dabei mit einem blauen Auge davon zu
kommen. Wie gesagt, das war auch schon so, bevor es bequeme Flinten gab.

Frank

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#93: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 15:41:09 by c.p.kurzXSPAM

Peter Wenz schrieb:

> In Westeuropa gab es im 20. Jahrhundert keinen einzigen Todesfall. In
> der Ausrottungsgeschichte des Bären in der Schweiz, für welche 718
> Nachweise aus der Zeit von 1342 bis 1923 ausgewertet wurden, ist ein
> einziger tödlicher Angriff überliefert. Das Opfer hatte den Bären mit

Jede beliebige Statistik ist da leider sinnlos, weil wir nunmal in einem Staat
leben, in dem irgendjemand verantwortlich gemacht werden kann und entsprechend
Vorsorge treffen muss. Vor 100 Jahren musste niemandes Kopf rollen wenn ein Bär
einen Menschen getötet hat. Heute ja. Wenn ich aufgrund meines Amtes im
rechtlichen und moralischen Sinne verantworklich wäre, würde ich den Bären auch
nicht frei herumlaufen lassen. Ob der Abschuss die einzige Abhilfe war, kann
ich nicht beurteilen, wage es aber zu bezweifeln.

- Carsten

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#94: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 15:57:46 by c.p.kurzXSPAM

Frederic Daguenet schrieb:

> Leider interessieren Fakten in solchen Fällen eher selten. Andere Länder
> mit vielen Bären wie Kanada, USA und Finnland z.B. lachen sich wohl über
> uns gerade tot. Dort kommt es übrigens auch noch zu Bärenunfällen, weil
> Camper der Meinung sind in Bärenland ihre Verpflegungspakete offen rum
> liegen zu lassen. Oder gar noch den eben aufgetauchten putzign
> Kleinbären füttern wollen.

Nur dass man es dort offenbar vermag, die Eigenverantwortung des Opfers in den
Vordergrund zu stellen statt die irgendeines Wildhüters, der seinen Job
angeblich nicht richtig macht.


Freilich gibts auch einen gewaltigen Unterschied in der Frage, ob man dort oder
in Deutschland erwarten darf, auf einen Bären zu treffen.

- Carsten

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#95: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 16:03:29 by c.p.kurzXSPAM

Anita Sprungk schrieb:

> Ich glaube übrigens nicht, dass ererbte Phobien eine so lange Geschichte
> haben müssen. Die können auch durchaus jünger sein. Es ist jedenfalls
> mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, dass Schüchternheit und
> übergroße Ängstlichkeit bei weitem nicht immer erworben bzw. anerzogen
> werden, sondern in etwa 15-20 Prozent vererbt sind, also genetisch bedingt.

Ich habe beim Schwimmen in natürlichen Gewässern Angst vor Raubfischen, oder
deutlicher, Haien. Ich fühle mich selbst in kleinen Tümpeln nicht wohl.
In Schwimmbädern dagegen bin ich schon fast gestrampelt bevor ich gehen konnte.
Das dürfte weder genetisch noch durch irgendwelche konkreten
Kindheitserfahrungen verursacht sein, sondern schlicht durchs Fernsehen.


- Carsten

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#96: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 16:05:46 by Frank Goebel

C.P Kurz schrieb:
> Frederic Daguenet schrieb:
> Nur dass man es dort offenbar vermag, die Eigenverantwortung des Opfers
> in den Vordergrund zu stellen statt die irgendeines Wildhüters, der
> seinen Job angeblich nicht richtig macht.
>
> Freilich gibts auch einen gewaltigen Unterschied in der Frage, ob man
> dort oder in Deutschland erwarten darf, auf einen Bären zu treffen.

Naja, ich denke, es passt einfach besser zu der Mentalität wie ich sie
hierzulande kenne: Für nichts Verantwortung übernehmen wollen aber
hinter ganz laut und deutlich den zu verurteilen, der die Verantwortung
freiwillig oder "von Amts wegen" übernommen hat. Bär hin oder her.

Ansonsten geht mir die ausufernde landesweite Palaverei um den Bären
allmählich ziemlich auf den Nerv. Nicht, dass sie irgendwas verbessern
würde...

Viele GRüße
Frank

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#97: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-06-29 16:15:18 by jurgenex

Frederic Daguenet wrote:
> Peter Wenz wrote:
>> Wie häufig sind Bärenangriffe?
>
> Leider interessieren Fakten in solchen Fällen eher selten. Andere
> Länder mit vielen Bären wie Kanada, USA und Finnland z.B. lachen sich
> wohl über uns gerade tot.

Nicht ganz. Hier interessiert das niemanden und Bruno war noch nicht einmal
eine Kurzmeldung auf der letzten Seite wert.

Als letzten Herbst zwei Camper in Glacier NP von einer Baerin angefallen
wurden und mit dem Hubschrauber 300 Meilen nach Seattle evakuiert werden
mussten, ja, da gab es zumindest in den Lokalnachrichten fuer ein paar Tage
Meldungen. Am ersten Tag der Angriff an sich, fuer die naechsten 2 Tage
Kurzmitteilungen ueber den Gesundheitszustand. Und damit hatte es sich.

Ein Schwarzbaer, der sich zu weit in die Vororte gewagt hat, also wirklich
bei hellem Tageslicht durch Wohngebiete gezogen ist, ist vor wenigen Monaten
suedoestlich von Seattle erschossen worden. Der war zu sehr an Menschen
gewoehnt. Das war aber der erste Fall in vielen Jahren.
Und so ein- bis zweimal pro Jahr gibt es Berichte ueber Pumas, die sich an
Hauskatzen und Hunden vergreifen.

> Dort kommt es übrigens auch noch zu
> Bärenunfällen, weil Camper der Meinung sind in Bärenland ihre
> Verpflegungspakete offen rum liegen zu lassen.

Die sollten sich aber nicht vom Ranger erwischen lassen. In den Gebieten, wo
es wirklich reichlich Baeren gibt, kostet das ganz schnell richtig Geld
(etliche Hundert Dollars) und im Wiederholungsfall kann dein Urlaub auch
ganz schnell in Handschellen enden.

> Oder gar noch den eben
> aufgetauchten putzign Kleinbären füttern wollen.

Na ja, ich glaube solche Leute sind nicht mehr sehr haeufig zu finden. Wenn,
dann sind es Touristen, die zuviel Geschichten aus Yellowstone aus den 60ern
des letzten Jahrhunderts gesehen haben.

jue

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#98: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 18:38:38 by Sabine Dem

C.P Kurz wrote:

> Ich habe beim Schwimmen in natürlichen Gewässern Angst vor Raubfischen,
> oder deutlicher, Haien. Ich fühle mich selbst in kleinen Tümpeln nicht
> wohl.

Wegen der allerorts gefürchteten Tümpelhaie? ;-)
--
Servus, Sabine

Meine Katzen, Katzenbalkon, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://beasties.blaubeer.at

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#99: Re: Baeren

Posted on 2006-06-29 18:43:05 by Helmut Wollmersdorfer

Jürgen Exner wrote:

> Ein Schwarzbaer, der sich zu weit in die Vororte gewagt hat, also wirklich
> bei hellem Tageslicht durch Wohngebiete gezogen ist, ist vor wenigen Monaten
> suedoestlich von Seattle erschossen worden. Der war zu sehr an Menschen
> gewoehnt. Das war aber der erste Fall in vielen Jahren.
> Und so ein- bis zweimal pro Jahr gibt es Berichte ueber Pumas, die sich an
> Hauskatzen und Hunden vergreifen.

Ich verfolge die Presseartikel über den Problembären 'Bruno' hier nicht
konsequent, weil da eh soviel Blödsinn im Stile der Bild-Zeitung (in
Österreich wiehert die 'Krone' brav mit) drinsteht. Hier in Österreich
gibt es seit 1972 wieder Bären, welche sich seit ca. ~1990 wieder
vermehren und eine beständige Population bilden. Probleme gab es bisher
keine, ausser die Abgeltung der gelegentlichen Schäden (gerissene
Schafe, ausgeräumte Bienenstöcke und geplünderte Fischteiche).

Wenn nun der WWF, der in mühsamer, jahrelanger Überzeugungsarbeit gegen
den Widerstand der Bevölkerung diese Population gehegt hat, im Fall
'Bruno' die Entfernung aus freier Wildbahn empfielt, dann wird es sich
wohl auch um so einen Problembären wie in Seattle handeln.

Helmut Wollmersdorfer

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#100: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 19:57:54 by Ina Koys

Frank Goebel schrieb:

>> Nur dass man es dort offenbar vermag, die Eigenverantwortung des
>> Opfers in den Vordergrund zu stellen statt die irgendeines Wildhüters,
>> der seinen Job angeblich nicht richtig macht.
>>
>> Freilich gibts auch einen gewaltigen Unterschied in der Frage, ob man
>> dort oder in Deutschland erwarten darf, auf einen Bären zu treffen.
>
> Naja, ich denke, es passt einfach besser zu der Mentalität wie ich sie
> hierzulande kenne: Für nichts Verantwortung übernehmen wollen aber
> hinter ganz laut und deutlich den zu verurteilen, der die Verantwortung
> freiwillig oder "von Amts wegen" übernommen hat.

Wobei es in Amerika auch noch niiiiieeeee vorgekommen ist, dass jemand
für einen Vorfall Marke "SelberSchuld" einen Batzen Schadensersatz
verlangt und gekriegt hat.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#101: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 20:06:49 by Ina Koys

Peter Wenz schrieb:

> In Westeuropa gab es im 20. Jahrhundert keinen einzigen Todesfall.

Gut. Aber in Finnland gibts eine Spezialtruppe bestehend aus Menschen
und Hunden zur Bekämpfung von "Problembären". Die wird nicht ohne Grund
eingerichtet worden sein.

Irgend ein bayerischer Politiker hat sich nicht entblödet, von einem
Bären zu sprechen, der "aus Lust am Töten" handelt. Das ist sicher
indiskutabel, aber es gibt halt nicht nur Menschen, die nicht ganz
richtig ticken, das gibt es auch bei Tieren. Und ich halte schon für
möglich, das der hier dazu gehörte.
Und ich möchte die Leute nicht rumschreien hören, wenn es tatsächlich in
einem Überraschungsmoment oder so zu einer Leiche auf der anderen Seite
gekommen wäre - und sei es durch Herzinfarkt. Dann stünde in der
Bildzeitung "Bestie wütet - Staat liefert uns aus". Oder so.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#102: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 20:16:10 by Ina Koys

C.P Kurz schrieb:

> Ich habe beim Schwimmen in natürlichen Gewässern Angst vor Raubfischen,
> oder deutlicher, Haien. Ich fühle mich selbst in kleinen Tümpeln nicht
> wohl.
> In Schwimmbädern dagegen bin ich schon fast gestrampelt bevor ich gehen
> konnte.
> Das dürfte weder genetisch noch durch irgendwelche konkreten
> Kindheitserfahrungen verursacht sein, sondern schlicht durchs Fernsehen.

Kann sein, aber da haste dich auch verschaukeln lassen. Haie sind
harmlos. Wenn an uns seinerzeit einer vorbeischnorchelte, den Kopf
rausstreckte und "HAI!" brüllte, waren alle wieder im Wasser. Kann ja
sein, dass man endlich mal einen großen sieht. Richtig gruselig ist die
Begegnung mit einem Seelöwen in seinem Revier - der hat ne GANZ andere
Ausstrahlung! Der würde einen Menschen zwar nicht fressen, aber
möglicherweise als Rivalen umlegen. Ich hab mir da jeweils fest
eingeredet, dass das alles nur Fernsehen ist...

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#103: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 21:17:27 by Thomas Einzel

Ina Koys schrieb:
....
>> Vollkommen harmlose Tiere sind welche, mit denen ich meine Kinder
>> (5-9Jahre) unbeaufsichtigt ohne Bedenken in einen Raum sperren *könnte*.
>
> Da fallen ja Hamster, Wellensittiche, Hunden und Katzen auch vollkommen
> flach.

Unsere Katze und unsere Kinder haben es schon mehrfach unverletzt in
einem Raum überstanden.
....
>> Wie sieht es bezüglich mit 5-jährigen Kindern aus?
>
> Ich bezweifele, dass ein 5-jähriges Kind geschickt genug ist, eine
> Kreuzotter vor ihrer Flucht irgendwie dingfest zu machen.

Es mag sein, dass das das bezweifelst, was ggf. sicher statistisch aber
nicht im Einzelfall stimmt. Das Exemplar aus meinem realen Beispiel (vor
unserer Laube) hat sich einige, wenige Minuten "umringen" und bewundern
lassen, bevor sie langsam davon schlängelte.

Interessant, dass du auf den link nicht eingegangen bist.

BTW: hast du Psychologie (o.ä.) studiert und/oder so etwas als Hobby?

Thomas

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#104: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 22:12:01 by Helmut Wollmersdorfer

Peter Wenz wrote:
> Am Thu, 29 Jun 2006 12:33:44 +0200 schrieb Helmut Wollmersdorfer:

>> Ich bin ja bekennender Naturschützer und Jagdgegner, aber man sollte die
>> Dinge trotzdem klar sehen und nicht in romantisierendem Tierschutzwahn
>> verharmlosen.

> Spar dir sowas einfach und unterstelle keine Motivation, wenn keine
> erkennbar ist.

Irgendwie muss ja die Verharmlosung von Bären erklärbar sein.

> Ich habe deinem unbelegten 'Es hat schon immer menschenfressende Bären
> gegeben' Fakten gegenübergestellt. Nichts weiter.

Nicht 'schon immer' sondern 'immer wieder' habe ich geschrieben. Da ist
ein kleiner Unterschied.

Deine Fakten bzw. das Zitat aus einem Artikel widersprechen halt dem
Wissen über Bären.

> Auch halte ich es für überaus amüsant, wenn derjenige, der mit
> unbewiesenen Spekulationen und Behauptungen Nebelkerzen wirft, von
> anderen einfordert, die von diesen nachgewiesenen Fakten 'klar' zu
> sehen.

fotografie draußen 9/96, Seite 11, Zum Tod von Michio Hoshino
[Obwohl einer der führenden Bärenfotografen und -kenner hat er die
Gefahr unterschätzt, würde getötet, der Körper verschleppt und teilweise
gefressen.]
"Einer aus dem Team riet ihm, gemeinsam mit den anderen in der kleinen
Holzhütte zu übernachten, aber Michio sagte: 'Es sind sehr viele Lachse
im Fluss und es ist daher unwahrscheinlich, dass die Bären einen
Menschen angreifen. Ich möchte lieber im Zelt schlafen.' Um 4 Uhr
morgens wurde die Gruppe durch seine Schreie geweckt und sie sahen, wie
ein großer Bär Michio in die Büsche schleppte. [...] fanden Michios
Körper gegen 13 Uhr.

http://www.photo.net/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=006BRY
We saw this a couple of years ago when Michio Hoshino was dragged from
his tent in the night by a bear, was killed and partially eaten.

http://www.tjf.or.jp/deai/contents/teacher/mini_en/html/hosh ino.html

http://www.michio-hoshino.com/index.html

Helmut Wollmersdorfer

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#105: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-29 22:30:51 by Helmut Wollmersdorfer

Ina Koys wrote:
> C.P Kurz schrieb:

>> Ich habe beim Schwimmen in natürlichen Gewässern Angst vor
>> Raubfischen, oder deutlicher, Haien. Ich fühle mich selbst in kleinen
>> Tümpeln nicht wohl.

> Kann sein, aber da haste dich auch verschaukeln lassen. Haie sind
> harmlos.

Mag sein;-)

Irgendwelche Schauermärchen hört man immer wieder. Z.B. meinte ein
Naturfotograf, dass er von einer Libellenlarve in einem Tümpel
angegriffen wurde. In meinem Schwimmteich sind tausende Libellenlarven,
aber da hat mich noch nie eine gezwickt. Da probierens schon eher
Pflanzensauger, irrtümlich die Haut anzuzapfen. Dass Kaulquappen die
Haut abgrasen, Schnecken mit der Zunge raspeln, und Fische in Seen oder
im Meer herumzupfen finde ich niedlich.

Helmut Wollmersdorfer

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#106: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 01:24:25 by Ina Koys

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

> Irgendwelche Schauermärchen hört man immer wieder. Z.B. meinte ein
> Naturfotograf, dass er von einer Libellenlarve in einem Tümpel
> angegriffen wurde.

*Erbleich* Hoffentlich hat er's überlebt...

Ina,
schreckerstarrt

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#107: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 01:28:40 by Ina Koys

Thomas Einzel schrieb:

>>> Vollkommen harmlose Tiere sind welche, mit denen ich meine Kinder
>>> (5-9Jahre) unbeaufsichtigt ohne Bedenken in einen Raum sperren *könnte*.
>>
>> Da fallen ja Hamster, Wellensittiche, Hunden und Katzen auch
>> vollkommen flach.
>
> Unsere Katze und unsere Kinder haben es schon mehrfach unverletzt in
> einem Raum überstanden.

Man hätte sie auch mit einer Kreuzotter in einen Raum sperren können und
mit ähnlicher Sicherheit hätten es auch alle Teile überlebt.

>>> Wie sieht es bezüglich mit 5-jährigen Kindern aus?
>>
>> Ich bezweifele, dass ein 5-jähriges Kind geschickt genug ist, eine
>> Kreuzotter vor ihrer Flucht irgendwie dingfest zu machen.
>
> Es mag sein, dass das das bezweifelst, was ggf. sicher statistisch aber
> nicht im Einzelfall stimmt. Das Exemplar aus meinem realen Beispiel (vor
> unserer Laube) hat sich einige, wenige Minuten "umringen" und bewundern
> lassen, bevor sie langsam davon schlängelte.

Erinnert mich an den Chaplin-Film, wo Charlie allein mit 10 Gefangenen
ins Lager kommt. "Wie haben Sie das geschafft?" "Ich habe sie umzingelt!"

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#108: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 02:18:39 by c.p.kurzXSPAM

Sabine Dem schrieb:
> C.P Kurz wrote:
>
>> Ich habe beim Schwimmen in natürlichen Gewässern Angst vor Raubfischen,
>> oder deutlicher, Haien. Ich fühle mich selbst in kleinen Tümpeln nicht
>> wohl.
>
> Wegen der allerorts gefürchteten Tümpelhaie? ;-)

Lach Du nur, dir hat ja noch nie ein Frosch den Unterschenkel oberhalb des
Knies abgebissen...


- Carsten

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#109: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 02:23:04 by c.p.kurzXSPAM

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

> Pflanzensauger, irrtümlich die Haut anzuzapfen. Dass Kaulquappen die
> Haut abgrasen, Schnecken mit der Zunge raspeln, und Fische in Seen oder
> im Meer herumzupfen finde ich niedlich.


Brrr. Schnell weiterblättern.


- Carsten

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#110: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 06:30:30 by les_ich_nicht

Ina Koys wrote:
> Da fallen ja Hamster, Wellensittiche, Hunden und Katzen auch vollkommen
> flach.

Was Hunde, die größer als z.B. Waldameisen sind, betrifft: Auf jeden Fall.

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#111: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 09:13:36 by Anita Sprungk

Sabine Dem schrieb:

> C.P Kurz wrote:
>
>> Ich habe beim Schwimmen in natürlichen Gewässern Angst vor Raubfischen,
>> oder deutlicher, Haien. Ich fühle mich selbst in kleinen Tümpeln nicht
>> wohl.
>
> Wegen der allerorts gefürchteten Tümpelhaie? ;-)

Eher wegen der Hechte ;-), und das obendrein nicht ganz unberechtigt
(glitzernden Schmuck sollte man vorm Einstieg in solche Gewässer besser
ablegen). Aber am heftigsten adrenalinstoßfördernd wirken die Beine und
Arme umschmeichelnden Ausläufer von Wasserpflanzen <g>. Das kann auch
härter Gesottene schon mal in gelinde Panik versetzen.

Wie auch immer, ich bin überzeugt: Die meisten Leute würden nie in einem
Tümpel baden, wenn sie wirklich mal sähen, was sich da um sie herum alles
so tummelt. Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
Tauchermaske auf und gucken ;-)

Gruß, Anita

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#112: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 09:21:12 by Frederic Daguenet

Hi!

Gerold Glaser wrote:
> Da bin ich völlig anderer Ansicht.
> Was ist mit den genetisch bedingten Eigenheiten bei Hunden (Dogge,
> Chihuahua, ...), Fischen (Koi, Diskus, ...) und wahrscheinlich auch vielen
> Pflanzen?
> Da müssen wir nicht in die Steinzeit zurück um Aussehen und/oder
> Verhaltensweisen zu vererben.

Hm... hier muß ich passen. Du hast sicher ein nicht schlechtes Argument
gebracht. Allerdings glaube ich nicht, das der Charakter im Stammhirn
sein Platz findet. Dafür dürfte doch eher das Großhirn zuständig sein.
Aber wie gesagt... hier muß ich passen. Ich weiß zwar, das man gewisse
Wesenszüge festigen kann durch Zucht. Allerdings wird dort auch immer
wieder fleissig "Hundematerial" aussortiert, weil es eben nicht den
Vorgaben entspricht.

Gruß...
Frederic

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#113: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 09:21:12 by Frederic Daguenet

Hallo!

Ina Koys wrote:
>> Und sind diese Leute nicht in der Lage die Spinne zu fangen, statt sie
>> an der Wand platt zu drücken?
> Nein. U.a. weil selbst Phobiker milderen Stadiums. Und weil Spinne
> meistens eben nicht auf glatter Wand sitzt, sondern da, wo sie
> bestenfalls der Staubsauger kriegt.

??? Schaut Ihr ständig in die dunkelsten Ecken Eurer Zimmer? Also ich
bemerke Spinnen nur, wenn sie a) fett an der Wand sitzen, b) oder an der
Decke, c) sich vor mir abseilen oder d) im fast dunklen Zimmer über den
Teppich rennen.

Normalerweise lass ich sie auch ... sie sind nütlich und fangen Motten
oder Mücken weg, die in der Wohnung weniger zu suchen haben. Ist es aber
für eine großes Spinne zu gefährlich bei uns (dank unserer Katze), wird
sie rausgesetzt. Und das ging bis jetzt eigentlich immer ohne Probleme.
Großes Glas... langsam annähern, schnell die letzten 10cm und drüber
gestülpt. Dann Pappe drunter schieben... fertig. Und die Spinne muß
nicht sterben.
Wie gesagt, wenn man eine tot haut und dann auch noch die Leiche
beseitigen muß, kann man sie auch einsammeln. Vielleicht bin ich da
jetzt etwas hart, aber sich da noch mit einer Phobie rauszureden...

Gruß...
Frederic

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#114: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 09:21:12 by Sabine Dem

Anita Sprungk wrote:

> Eher wegen der Hechte ;-), und das obendrein nicht ganz unberechtigt
> (glitzernden Schmuck sollte man vorm Einstieg in solche Gewässer besser
> ablegen).

Man sollte auch einem toten Hecht erst ins Maul greifen, wenn er so 24
Stunden im Kühlschrank geruht hat. Glitzernde Gegenstände sind da
allerdings wurscht. ;-)

> Aber am heftigsten adrenalinstoßfördernd wirken die Beine und
> Arme umschmeichelnden Ausläufer von Wasserpflanzen <g>. Das kann auch
> härter Gesottene schon mal in gelinde Panik versetzen.

Ja, die haben mich als Kind auch gestört, über Fische, die um mich
herumschwimmen, hätt ich mich gefreut.

> Wie auch immer, ich bin überzeugt: Die meisten Leute würden nie in einem
> Tümpel baden, wenn sie wirklich mal sähen, was sich da um sie herum alles
> so tummelt. Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
> Tauchermaske auf und gucken ;-)

Schon alleine der Anblick einer Libellenlarve, die gerade ihre Fangmaske
ausfährt, würd da reichen. Alien läßt grüßen. :-)
--
Servus, Sabine

Meine Katzen, Katzenbalkon, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://beasties.blaubeer.at

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#115: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 11:17:02 by Frederic Daguenet

Hi!

Helmut Wollmersdorfer wrote:
> Aus Mangel an Bärenpopulationen?

Ja schön, aber eben dieser Bär hatte direkten Menschenkontakt auf seiner
Wanderung. Und hat reagiert, wie es sich für ein Wildtier nach Ansicht
der Offiziellen gehört: Er flüchtete sofort.

> kommen kann. Bären sind ausserdem sehr lernfähig und können sich zu
> Menschenfressern 'entwickeln'. Deshalb gibt es Fälle, wo Menschen bei
> Übernachtung im Freien/Zelt von Bären getötet und gefressen werden. Ich
> kenne einen konkreten Fall aus der zweiten Hälfte der 90er. Solche
> entartete Bären werden dann üblicherweise gezielt gejagt.

Mir ist kein Fall bekannt, wo ein Bär einen Menschen gezielt angefallen
hat, um diesen zu erlegen. Die Bärenattacken von denen ich höre, sind
eher so, das der Bär in ein Zeltlager einbrach und dort an die
Essenvorräte wollte, die Mensch dort dummerweise duftend rumliegen
hatte. Oder man schleppte ein schlecht verpacktes Wurstbrot im Rucksack rum.
Wirklich Probleme gibt es vor allem mit den Eisbären im Norden. Und dort
werden nur Tiere abgeschossen, die wiederholt sich den Menschen nähern.
Und zwar obwohl sie vorher min. 1x gefangen und wo anders wieder frei
gelassen werden.

Hier hat man den Versuch erst garnicht gestartet. Das mit den Hunden war
doch eine halbherzige Angelegenheit.

> Bei Grosskatzen ist es ähnlich, wobei entartete Menschenfresser meines
> Wissens nur bei Tigern bekannt sind.

Wenn ich das schon lese "entartete"!
Nur weil Tier Tiger entdeckt, das Tier Mensch leichte Beute ist, ist er
nicht entartet. Das ist nur die typisch überhebliche Sicht des Menschen
auf die restliche Tierwelt. Wir sind ja sooooo viel besser. Sieht man
jeden Tag.

> Ich bin ja bekennender Naturschützer und Jagdgegner, aber man sollte die
> Dinge trotzdem klar sehen und nicht in romantisierendem Tierschutzwahn
> verharmlosen.

Richtig! Aber falsche Panik ist auch nix. Dieser Bär hat keinen Menschen
direkt bedroht, sondern ist bei Menschenkontakt sofort geflohen. Selbst
als es einmal dazu kam, das sich Mensch und Bär bei der gemeinsamen
Flucht gleich ein 2. mal begegneten, ist der Bär nicht auf den Menschen los.
Also was hat der Bär gemacht? Er hat Schafe gegessen.... bööööser Bär.
Hey, es ist ein Raubtier (u.a.). Und er hat ein paar Gehöfte des Nachts
besucht. Hat er Menschen bedroht? Nein.

Die Konsequenz daraus muß lauten: Deutschland, vor allem Bayern muß
seine Grenzen gegen große Raubtiere dicht machen. Denn dort sieht sich
niemand in der Lager ERNSTHAFT mit solchen Tieren leben zu können.

Gruß...
Frederic

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#116: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 11:23:15 by Frederic Daguenet

Hi!

C.P Kurz wrote:
> Freilich gibts auch einen gewaltigen Unterschied in der Frage, ob man
> dort oder in Deutschland erwarten darf, auf einen Bären zu treffen.

Irgendwelche Nachrichten liest jeder! Und wenn sich hier ein Bär nach
Deutschland verirrt, dann geht das reichlich durch die Medien... mir
kann dann keiner erzählen: Das wußte ich nicht.

Abgesehen davon: WENN man in Deutschland wirklich Großraubtiere wie Wolf
und Bär wieder haben möchte, dann sollte man spätestens JETZT den
Menschen klar machen: Schützt Euer Vieh und seit umsichtig, wenn ihr
durch die Natur trampelt.
Das mag natürlich der Mountainbiker, der wie blöd mitten durch den Wald
rast nicht verstehen... klar.

Gruß...
Frederic

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#117: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 11:30:31 by Dinodompteur

"Frederic Daguenet" <daguenet@skygate.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e82po9$epg$1@murphy.mediascape.de...
>
> Gerold Glaser wrote:
> > Da müssen wir nicht in die Steinzeit zurück um Aussehen und/oder
> > Verhaltensweisen zu vererben.
>
> Wesenszüge festigen kann durch Zucht. Allerdings wird dort auch immer
> wieder fleissig "Hundematerial" aussortiert, weil es eben nicht den
> Vorgaben entspricht.

Absolut.

Aber bei den "nicht aussortierten" sind es halt vererbte Merkmale, die auch
meist wieder weitervererbt werden.
Nehme z.B. den Elo (http://de.wikipedia.org/wiki/Elo_(Hunderasse)), den es
erst seit 1987 gibt.
Lt. Wiki noch keine absolut "gefestigte Rasse", ist aber immerhin erst 19
Jahre her.

Gruß,
Gerold

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#118: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-06-30 11:31:38 by Frederic Daguenet

Hallo Jürgen!

Jürgen Exner wrote:
> Als letzten Herbst zwei Camper in Glacier NP von einer Baerin angefallen
> wurden und mit dem Hubschrauber 300 Meilen nach Seattle evakuiert werden
> mussten, ja, da gab es zumindest in den Lokalnachrichten fuer ein paar Tage
> Meldungen. Am ersten Tag der Angriff an sich, fuer die naechsten 2 Tage
> Kurzmitteilungen ueber den Gesundheitszustand. Und damit hatte es sich.

Weiß man, wieso der Bär angegriffen hat? Waren sie seine ausgewählte
Mahlzeit, oder lag da auch ein Fehlverhalten vor?
Was passiert mit diesem Bären, falls man ihn identifzieren kann?

> Und so ein- bis zweimal pro Jahr gibt es Berichte ueber Pumas, die sich an
> Hauskatzen und Hunden vergreifen.

Ehrlich... ich wäre froh, so einen Puma in meiner Gegend zu haben. Hier
rennen zu viele Hauskatzen mittlerweile frei herum. ;)

Das mit den Hunden und Katzen höre ich zumindest ab und an von
Alligatoren in Florida... und ehrlich, ich würde dem Tier keinen Vorwurf
machen. Ein Pudel ist genauso Beute wie eine Wasserrate oder ähnliches.
Nur der Mensch macht doch wieder den unsachlichen Unterschied, weil er
am Ufer steht und kreischt "Mein Fifi..." Und das, obwohl da sicher
jeder weiß, das es dort Panzerechsen gibt.

Ich hab auch kein Mitleid mit Leuten, die in Gewässer baden müssen, die
offiziell Kroko-Gewässer sind.

> Die sollten sich aber nicht vom Ranger erwischen lassen. In den Gebieten, wo
> es wirklich reichlich Baeren gibt, kostet das ganz schnell richtig Geld
> (etliche Hundert Dollars) und im Wiederholungsfall kann dein Urlaub auch
> ganz schnell in Handschellen enden.

Vernünftig... zum einen, weil es dann Verletzte geben kann und zum
anderen merken die Bären ja auch: Hey, an diesem Platz gibt es einen
leicht zu bekommenden Snack.

> Na ja, ich glaube solche Leute sind nicht mehr sehr haeufig zu finden. Wenn,
> dann sind es Touristen, die zuviel Geschichten aus Yellowstone aus den 60ern
> des letzten Jahrhunderts gesehen haben.

Vielleicht sind die auch nicht mehr so häufig zu finden, weil die Natur
für die entsprechende Selektion sorgt? ;)

Gruß...
Frederic

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#119: Re: Baeren

Posted on 2006-06-30 11:32:51 by Frederic Daguenet

Hi!

Helmut Wollmersdorfer wrote:
> Wenn nun der WWF, der in mühsamer, jahrelanger Überzeugungsarbeit gegen
> den Widerstand der Bevölkerung diese Population gehegt hat, im Fall
> 'Bruno' die Entfernung aus freier Wildbahn empfielt, dann wird es sich
> wohl auch um so einen Problembären wie in Seattle handeln.

Komisch das dieser an sich ausgewachsene Bär erst so richtig zum Problem
wurde, als er es wagte Deutschland zu betreten.

Gruß...
Frederic

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#120: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 11:39:39 by Frederic Daguenet

Hallo

Anita Sprungk wrote:
> Wie auch immer, ich bin überzeugt: Die meisten Leute würden nie in einem
> Tümpel baden, wenn sie wirklich mal sähen, was sich da um sie herum alles
> so tummelt. Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
> Tauchermaske auf und gucken ;-)

Noch viel simpler! Was meinst Du, was los wäre, wenn man alle um Dich
rum schwirrenden Bakterien, Viren und anderen KLeinstlebewesen mit einem
einfachen Knopfdruck leuchtend einfärben könnte. ;)

Gruß...
Frederic

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#121: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 11:42:47 by Frederic Daguenet

Hi!

Helmut Wollmersdorfer wrote:
> fotografie draußen 9/96, Seite 11, Zum Tod von Michio Hoshino
> [Obwohl einer der führenden Bärenfotografen und -kenner hat er die
> Gefahr unterschätzt, würde getötet, der Körper verschleppt und teilweise
> gefressen.]

Frage, was soll das jetzt beweisen? Da hat ein Mensch immer wieder die
Nähe großer Raubtiere gesucht und irgendwann hat ihn mal das Glück
verlassen, das der Bär schon genug Fisch hatte und nun einen
Fleischsnack wollte.

Das waren aber keine Zufallsbegegnungen, sondern da ist ein Mensch immer
wieder und lange in die Nähe von Bären gegangen.

Gruß...
Frederic

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#122: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 12:16:56 by Helmut Wollmersdorfer

Anita Sprungk wrote:

> Wie auch immer, ich bin überzeugt: Die meisten Leute würden nie in einem
> Tümpel baden, wenn sie wirklich mal sähen, was sich da um sie herum alles
> so tummelt. Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
> Tauchermaske auf und gucken ;-)

Meine grösste Angst beim Besteigen eines mir unbekannten Tümpels ist,
dass ich mich an scharfkantigem Zeugs verletzte. Oder samt
Fotoausrüstung ausrutsche, und ich mitsamt dieser baden gehe. Ist im
zeitigem Frühjahr oder Spätherbst unahngenehm, wenn trockene Kleidung 1
Stunde weit entfernt ist;-)

Helmut Wollmersdorfer

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#123: Re: Baeren

Posted on 2006-06-30 12:36:50 by c.p.kurzXSPAM

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

> Übrigens hat der oberste Zuständige des Landes Tirol in Österreich auch
> Abschussbefehl gegeben. Sein Bruder, ebenfalls hochrangiger Jagdexperte,
> war öffentlich anderer Meinung, hat die Entscheidung aber gebilligt.

Bei diesen großen Tieren gibts doch zumindest prinzipiell die Möglichkeit, die
mit Sendern auszustatten. Angesichts des Aufwandes, den man mit der
Auswilderung treibt, wäre es doch nicht übertrieben, wenn man so
Aufenthaltsorte verfolgen und ggfs. lokal warnen würde. Obwohl, was die
Zivilbevölkerung aus solchen Warnungen wieder machen würde, von Hobbyjägern
über Bärentourismus und mitgenommene Jungtiere wäre da wohl alles drin.


- Carsten

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#124: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-06-30 12:36:50 by Helmut Wollmersdorfer

Frederic Daguenet wrote:

> Frage, was soll das jetzt beweisen?

Dass es Einzelfälle von menschenfressenden Bären gibt, was vom Vorposter
nicht geglaubt werden wollte.

> Das waren aber keine Zufallsbegegnungen, sondern da ist ein Mensch immer
> wieder und lange in die Nähe von Bären gegangen.

Und glaubte, dass Verhalten zu kennen. Ein führender Bärenexperte mit
jahrelanger Erfahrung. Die Diskussion auf
http://www.photo.net/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=006BRY hast Du Dir
durchgelesen? Da geht es um den Tod zwei anderer Bärenexperten.
Grundaussage: Das Verhalten von Bären ist auch von Experten nicht
vorhersehbar. Exemplare ohne die normale Scheu vor Menschennähe sind
besonders gefährlich.

Nee, dieses allgemeine 'tut doch das arme Viecherl ned töten, da kann eh
nix passieren' ist mir ein bisserl undifferenziert.

Helmut Wollmersdorfer

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#125: Re: Baeren

Posted on 2006-06-30 12:36:50 by Helmut Wollmersdorfer

Frederic Daguenet wrote:

> Helmut Wollmersdorfer wrote:
>> Wenn nun der WWF, der in mühsamer, jahrelanger Überzeugungsarbeit
>> gegen den Widerstand der Bevölkerung diese Population gehegt hat, im
>> Fall 'Bruno' die Entfernung aus freier Wildbahn empfielt, dann wird es
>> sich wohl auch um so einen Problembären wie in Seattle handeln.

> Komisch das dieser an sich ausgewachsene Bär erst so richtig zum Problem
> wurde, als er es wagte Deutschland zu betreten.

War auch der erste offizielle Besuch eines Bären in Bayern seit 170
Jahren. Das Problembewusstsein und der der differenzierte Umgang mit so
einer Situation ist daher noch nicht vernünftig in Bevölkerung und bei
den offiziellen ausgebildet.

In der Schweiz mit zunehmenden Bärenbesuchen ist man da schon etwas
geübter, und baut eine Lösung wie in Österreich mit Bärenanwalt,
intensiver Beobachtung, Warndienst, Entschädigung für Schafrisse auf.
Der Einsatz von speziell ausgebildeten Hunden zum Schutz der Herden zum
Verleih im Bedarfsfall ist eine interessante Idee.

Übrigens hat der oberste Zuständige des Landes Tirol in Österreich auch
Abschussbefehl gegeben. Sein Bruder, ebenfalls hochrangiger Jagdexperte,
war öffentlich anderer Meinung, hat die Entscheidung aber gebilligt.

Helmut Wollmersdorfer

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#126: Re: Baeren

Posted on 2006-06-30 14:37:45 by Helmut Wollmersdorfer

C.P Kurz wrote:

> Bei diesen großen Tieren gibts doch zumindest prinzipiell die
> Möglichkeit, die mit Sendern auszustatten. Angesichts des Aufwandes, den
> man mit der Auswilderung treibt, wäre es doch nicht übertrieben, wenn
> man so Aufenthaltsorte verfolgen und ggfs. lokal warnen würde.

Genau das wurde ja versucht, mit Lebendfallen, Hunden. Um ein
Betäubungsgewehr anzuwenden braucht es aber eine kurze Distanz, was
innerhalb der möglichen Frist nicht gelungen ist.

Die Ötscherbären in Österreich (wurden) werden ja mit Sendern
ausgestattet. Dazu müssen sie aber gefangen/betäubt werden, was auch
nicht unumstritten ist.

Helmut Wollmersdorfer

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#127: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-06-30 20:42:00 by Gerd Schweizer

Frederic Daguenet schrieb:
>
> Ehrlich... ich wäre froh, so einen Puma in meiner Gegend zu haben. Hier
> rennen zu viele Hauskatzen mittlerweile frei herum. ;)
>
Fressen Pumas auch Mäuse?
Ehrlich, Frederic, bei uns sind lieber Katzen als Pumas unterwegs;-)

--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ, PC-Tipps, Mopped,
Katzen, Garten, Heimwerken:
http://www.gerdschweizer.homepage.t-online.de/
http://www.gerd.digitv-online.info

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#128: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-01 18:57:21 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

> Abgesehen davon: WENN man in Deutschland wirklich Großraubtiere wie Wolf
> und Bär wieder haben möchte, dann sollte man spätestens JETZT den
> Menschen klar machen: Schützt Euer Vieh und seit umsichtig, wenn ihr
> durch die Natur trampelt.

Schon richtig. Aber die Art und Weise, mit der man z.B. eine Schafherde
in Wolf-Country hütet, muss auch erst wieder gelernt (und bezahlt)
werden. Wahrscheinlich wissen eine Menge Schäfer nicht mal, dass das
überhaupt geht.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#129: Re: Baeren

Posted on 2006-07-01 18:59:06 by Ina Koys

C.P Kurz schrieb:

>> Übrigens hat der oberste Zuständige des Landes Tirol in Österreich
>> auch Abschussbefehl gegeben. Sein Bruder, ebenfalls hochrangiger
>> Jagdexperte, war öffentlich anderer Meinung, hat die Entscheidung aber
>> gebilligt.
>
> Bei diesen großen Tieren gibts doch zumindest prinzipiell die
> Möglichkeit, die mit Sendern auszustatten.

Mit exakt dem Versuch sind sie ja gescheitert.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#130: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-01 19:05:50 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

> Ehrlich... ich wäre froh, so einen Puma in meiner Gegend zu haben. Hier
> rennen zu viele Hauskatzen mittlerweile frei herum. ;)

Deine Chancen waren schon mal schlechter. Die ersten Luchse verlassen
den Harz - wegen Übervölkerung. Wenn du jetzt noch rechtzeitig ein Stück
Urwald in deiner Ecke anpflanzen und großziehen kannst...

> Ich hab auch kein Mitleid mit Leuten, die in Gewässer baden müssen, die
> offiziell Kroko-Gewässer sind.

Nun ja. Sei mal Tourist in Australien, Top End. Da musst du dich drauf
verlassen können, was dein Guide dir betreffend Krokos erzählt. Als ich
seinerzeit da war, hatte kurz vorher auch eine Touristin ihren Urlaub
anders beendet als geplant. Problem daran: das Gewässer war gut bekannt
als mit Salties bevölkert und Badeerlaubnis war trotzdem gegeben worden.
Würde ich dem Opfer jetzt nicht ankreiden wollen...

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#131: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-01 19:11:05 by Ina Koys

Anita Sprungk schrieb:
>
> Wie auch immer, ich bin überzeugt: Die meisten Leute würden nie in einem
> Tümpel baden, wenn sie wirklich mal sähen, was sich da um sie herum alles
> so tummelt. Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
> Tauchermaske auf und gucken ;-)

In einem "richtigen" Tümpel sehen sie mit Maske auch nix...

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#132: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 00:17:29 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 01.07.2006 begab es sich, dass Ina Koys schrieb:

> Frederic Daguenet schrieb:
>
>> Abgesehen davon: WENN man in Deutschland wirklich Großraubtiere wie
>> Wolf und Bär wieder haben möchte, dann sollte man spätestens JETZT
>> den Menschen klar machen: Schützt Euer Vieh und seit umsichtig, wenn
>> ihr durch die Natur trampelt.
>
> Schon richtig.

Ebend, in den Karpaten haben es die Leute nicht verlernt, nur bei uns.

> Aber die Art und Weise, mit der man z.B. eine Schafherde in
> Wolf-Country hütet, muss auch erst wieder gelernt (und bezahlt)
> werden. Wahrscheinlich wissen eine Menge Schäfer nicht mal, dass das
> überhaupt geht.

Ist doch nicht nötig, Raubtiere werden hier abgeschossen :-(, alles
andere wäre zuviel Aufwand.

Grüße
Sabine
--
Können Fische durstig sein?

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#133: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 00:25:33 by Ina Koys

Sabine 'Sani' Schulz schrieb:

>> Aber die Art und Weise, mit der man z.B. eine Schafherde in
>> Wolf-Country hütet, muss auch erst wieder gelernt (und bezahlt)
>> werden. Wahrscheinlich wissen eine Menge Schäfer nicht mal, dass das
>> überhaupt geht.
>
> Ist doch nicht nötig, Raubtiere werden hier abgeschossen :-(

Du irrst. Aber die Wolf-Diskussion ist schon eine Weile her, die wollen
wir hier nicht aufwärmen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#134: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 01:33:53 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 02.07.2006 begab es sich, dass Ina Koys schrieb:

> Sabine 'Sani' Schulz schrieb:
>
>>> Aber die Art und Weise, mit der man z.B. eine Schafherde in
>>> Wolf-Country hütet, muss auch erst wieder gelernt (und bezahlt)
>>> werden. Wahrscheinlich wissen eine Menge Schäfer nicht mal, dass das
>>> überhaupt geht.
>> Ist doch nicht nötig, Raubtiere werden hier abgeschossen :-(
>
> Du irrst. Aber die Wolf-Diskussion ist schon eine Weile her, die
> wollen wir hier nicht aufwärmen.

In Deutschland möchte man keine freíen Raubtiere wie Bär, Wolf oder
Luchs, nicht, weil die Menschen gefährlich werden, sondern weil sie
"Schäden" verurschen.

Mit wilden Tieren haben Deutsche ein Problem, es muß alles
kontrollierbar und geordnet sein, die passen halt nicht ins Schema.

Grüße
Sabine

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#135: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 01:51:11 by c.p.kurzXSPAM

Sabine 'Sani' Schulz schrieb:

> Mit wilden Tieren haben Deutsche ein Problem, es muß alles
> kontrollierbar und geordnet sein, die passen halt nicht ins Schema.

Vor allem sind sie schlicht unnötig, wir haben ja teilweise mehrere Hundert
Jahre (oder auch Millionen) ganz gut ohne sie gelebt.

- Carsten

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#136: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 02:43:40 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 02.07.2006 begab es sich, dass C.P Kurz schrieb:

> Sabine 'Sani' Schulz schrieb:
>
>> Mit wilden Tieren haben Deutsche ein Problem, es muß alles
>> kontrollierbar und geordnet sein, die passen halt nicht ins Schema.
>
> Vor allem sind sie schlicht unnötig, wir haben ja teilweise mehrere
> Hundert Jahre (oder auch Millionen) ganz gut ohne sie gelebt.

Unnötig, würde ich nicht sagen, bei uns sorgen halt Jäger mehr oder
weniger gut für ein gewisses Gleichgewicht.

Ob es gut ist, wenn der Mensch ins ökologische Gleichgewicht eingreift,
ist ein weiteres Thema, sicher leben wir gut auch ohne Raubwild, während
unser Wald vor sich hin stirbt, Nachwuchs frißt die immense Zahl von
Wild ab, die keine Feinde mehr haben .

Völlig krank, was der Mensch verursacht hat, weil er ins Öko-System
eingegriffen hat, wir schaufeln damit unser eigenes Grab.

Grüße
Sabine
--
Wo Kompromisse fehlen, dominieren die Faustregeln.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker

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#137: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 11:05:47 by Ina Koys

Sabine 'Sani' Schulz schrieb:

>>>> Aber die Art und Weise, mit der man z.B. eine Schafherde in
>>>> Wolf-Country hütet, muss auch erst wieder gelernt (und bezahlt)
>>>> werden. Wahrscheinlich wissen eine Menge Schäfer nicht mal, dass das
>>>> überhaupt geht.
>>> Ist doch nicht nötig, Raubtiere werden hier abgeschossen :-(
>> Du irrst. Aber die Wolf-Diskussion ist schon eine Weile her, die
>> wollen wir hier nicht aufwärmen.
>
> In Deutschland möchte man keine freíen Raubtiere wie Bär, Wolf oder
^^^^
> Luchs

Mit "man" kommt "man" immer, wenn keine klaren Informationen vorhanden
sind oder aber "man" Angst hat, zu sagen "ich".
Es gibt ne Menge Leute, die sich freuen, dass in Deutschland wieder
freie Wölfe leben, auch und gerade dort, wo sie gelegentlich gesichtet
werden. Und die Wölfe nebst Nachwuchs werden mit öffentlichem Geld
gehegt und gepflegt. Schäden werden ersetzt. Andere Gegenden kucken
neidvoll rüber (Nationalpark Müritz z.B.) und würden am liebsten ein
Zuchtpaar entführen.
Im Harz wurden vor Jahren Luchse ausgesetzt, die sich sofort eingelebt
und vermehrt haben und gegen die kein Mensch jemals das Wort erhoben
hat. Mittlerweise verlassen die ersten Jungtiere den Harz, weil dort
wegen dichter Population kein Platz mehr für sie ist.
"Man" freut sich ziemlich, die alle wieder dazuhaben. Also hör auf mit
den albernen und polemischen Behauptungen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#138: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 11:12:21 by les_ich_nicht

Sabine 'Sani' Schulz wrote:
> Unnötig, würde ich nicht sagen

Ich schon. Ich lege nicht den allergeringsten Wert darauf, irgendwo in
Feld-Wald-Wiese einem Raubtier zu begegnen, und erst recht nicht, dass
Kindern derartiges passiert.

> Völlig krank, was der Mensch verursacht hat, weil er ins Öko-System
> eingegriffen hat, wir schaufeln damit unser eigenes Grab.

"Das Öko-System" ist keine gottgegebene Ordnung, "Eingriffe ins
Öko-System" sind alles andere als "krank", sondern passieren ständig,
überall und schon gar nicht nur durch menschliches Zutun. Dass der Mensch
sich seine Umgebung so schafft, wie er es für sich am vorteilhaftesten
empfindet, ist auch nichts besonderes, jede andere Spezies versucht das im
Rahmen ihrer jeweiligen Fähigkeiten ebenso.

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#139: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 11:40:08 by unknown

Post removed (X-No-Archive: yes)

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#140: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 13:06:08 by c.p.kurzXSPAM

Sabine 'Sani' Schulz schrieb:

> Völlig krank, was der Mensch verursacht hat, weil er ins Öko-System
> eingegriffen hat, wir schaufeln damit unser eigenes Grab.

Der Mensch kann als Teil des Öko-Systems nicht in diesem Sinn 'in es
eingreifen', er ist Teil davon, wie sich, wie Du selbst sagst, eventuell
irgendwann auch zeigen wird.


- Carsten

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#141: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 13:26:48 by Frank Spreer

Thomas Grüske schrieb am 02 Jul 2006 :

> Ich schon. Ich lege nicht den allergeringsten Wert darauf, irgendwo in
> Feld-Wald-Wiese einem Raubtier zu begegnen, und erst recht nicht, dass
> Kindern derartiges passiert.

Schließ dein Haus ab und baue einen mindestens drei Meter hohen Zaun
drum...

Frank
PS: Zu Raubtieren, die bei uns heimisch sind, gehören auch Fuchs und
Marder, und wenn dir eine Wildschweinedame über den Weg läuft, die ihre
Kinder ausführt, geht die auch schon fast als Raubtier durch :)
....alles erschießen!!!!11!einhundertelf

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#142: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-02 22:46:55 by les_ich_nicht

Frank Spreer wrote:
> Schließ dein Haus ab und baue einen mindestens drei Meter hohen Zaun
> drum...

Wozu?

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#143: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-03 01:47:40 by Helmut Wollmersdorfer

Ina Koys wrote:
> Anita Sprungk schrieb:

>> Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
>> Tauchermaske auf und gucken ;-)

> In einem "richtigen" Tümpel sehen sie mit Maske auch nix...

In einem funktionierenden Gartenteich sieht man schon was. Ist für mich
ein faszinierendes Erlebnis, den Kopf mittels Schnorchel zwischen das
Kraut in der 1 m Zone zu stecken - ein riesiges Aquarium.

Helmut Wollmersdorfer

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#144: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-03 05:05:41 by Frank Spreer

Thomas Grüske schrieb am 02 Jul 2006 :

> Frank Spreer wrote:
>> Schließ dein Haus ab und baue einen mindestens drei Meter hohen Zaun
>> drum...
>
> Wozu?

Usenet-Verhaltensregel Nr.1: Du sollst nicht sinnentstellend quoten!
Usenet-Verhaltensregel Nr.2: Lesen, lesen, lesen!

hth
Frank
--
Piesa ist überall

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#145: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-03 09:15:12 by les_ich_nicht

Frank Spreer wrote:
> Usenet-Verhaltensregel Nr.1: Du sollst nicht sinnentstellend quoten!

Cool. Wie viel mehr als 100% des Textes benötigst du denn gequotet, um
den Sinn erfassen zu können?

> Usenet-Verhaltensregel Nr.2: Lesen, lesen, lesen!

Fein, die erste Stufe hast du. Als nächstes versuche es mit:
Verstehen, verstehen, verstehen!

Abgesehen davon bin selbstverständlich ich schuld, weil ich meine
Botschaft für dich nicht ausreichend verständlich formuliert hatte.

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#146: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-03 10:54:09 by Frank Spreer

Thomas Grüske schrieb am 03 Jul 2006 :

>> Usenet-Verhaltensregel Nr.1: Du sollst nicht sinnentstellend quoten!
>
> Cool. Wie viel mehr als 100% des Textes benötigst du denn gequotet, um
> den Sinn erfassen zu können?

Die Antwort auf deine Frage stand in dem von dir gelöschten Teil.

Frank

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#147: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-03 11:01:35 by Ina Koys

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

>>> Zu ihrem Glück setzen die wenigsten sich jemals eine
>>> Tauchermaske auf und gucken ;-)
>
>> In einem "richtigen" Tümpel sehen sie mit Maske auch nix...
>
> In einem funktionierenden Gartenteich sieht man schon was. Ist für mich
> ein faszinierendes Erlebnis, den Kopf mittels Schnorchel zwischen das
> Kraut in der 1 m Zone zu stecken - ein riesiges Aquarium.

*QUENGEL* ! Den Teich will ich auch!! In meinem kann ich mich zwar
langmachen, aber mir dann noch irgendwelche Zonen auszusuchen, entfällt
dann auch technischen Gründen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#148: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-03 13:54:14 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:

> Nun ja. Sei mal Tourist in Australien, Top End. Da musst du dich drauf
> verlassen können, was dein Guide dir betreffend Krokos erzählt. Als ich
> seinerzeit da war, hatte kurz vorher auch eine Touristin ihren Urlaub
> anders beendet als geplant. Problem daran: das Gewässer war gut bekannt
> als mit Salties bevölkert und Badeerlaubnis war trotzdem gegeben worden.
> Würde ich dem Opfer jetzt nicht ankreiden wollen...

Wie kann das passieren? Gewässer freigeben trotz der Panzerechsen?
Nee, sowas mein ich natürlich nicht. Obwohl man sich auch fragen muß,
hat sie erfahren, das es dort Krokodile gibt?

Nein, ich mein eher die Leute, die trotz Warnung baden gehen müssen und
sich dann wundern, wieso der Baumstamm Zähne hat.

Gruß...
Frederic

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#149: Re: Interesse: Garten & Schlangen

Posted on 2006-07-03 17:19:30 by les_ich_nicht

Frank Spreer wrote:
> Die Antwort auf deine Frage stand in dem von dir gelöschten Teil.

Ich hatte gehofft transportiert zu haben, was ich mit "Raubtiere" im
Zusammenhang der Diskussion ausdrücken wollte, alldieweil biologisch
betrachtet schließlich auch Haushunde und Hauskatzen unter den
Raubtierbegriff fallen.

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#150: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-03 18:31:07 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>> Nun ja. Sei mal Tourist in Australien, Top End. Da musst du dich drauf
>> verlassen können, was dein Guide dir betreffend Krokos erzählt. Als
>> ich seinerzeit da war, hatte kurz vorher auch eine Touristin ihren
>> Urlaub anders beendet als geplant. Problem daran: das Gewässer war gut
>> bekannt als mit Salties bevölkert und Badeerlaubnis war trotzdem
>> gegeben worden. Würde ich dem Opfer jetzt nicht ankreiden wollen...

> Nein, ich mein eher die Leute, die trotz Warnung baden gehen müssen und
> sich dann wundern, wieso der Baumstamm Zähne hat.

Das gute daran: entweder das liebe Tierchen ist schon satt oder das
Wundern fällt kürzer aus als gewöhnlich.

Ina.

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#151: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 10:09:25 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:
>> Nein, ich mein eher die Leute, die trotz Warnung baden gehen müssen
>> und sich dann wundern, wieso der Baumstamm Zähne hat.
> Das gute daran: entweder das liebe Tierchen ist schon satt oder das
> Wundern fällt kürzer aus als gewöhnlich.

:) :) :) Stimmt!
Wobei ich wirklich nicht von einem Kroko geschnappt werden möchte... ein
Tiger springt Dich an, packt Dich am Hals... knack und das war es.
Wahrscheinlich hat man da noch nicht mal Zeit Angst zu haben.
Ein Krokodil zieht Dich ins und unter Wasser, schleudert Dich hin und
her, bis Dir das letzte Bisserl Luft ausgegangen ist.
Und wenn Du Pech hast, schnappt es auch zu, obwohl es satt ist... nur um
Dich dann in irgend ein Ufergebüsch als "Notreserver" zu parken.

Gruß...
Frederic

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#152: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 11:13:18 by les_ich_nicht

Frederic Daguenet wrote:
> Ein Krokodil zieht Dich ins und unter Wasser, schleudert Dich hin und
> her, bis Dir das letzte Bisserl Luft ausgegangen ist.

...und/oder dreht dir erstmal ein Bein oder einen Arm ab. Nicht sehr
schön.

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#153: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 12:55:13 by Frederic Daguenet

Hi!

Thomas Grüske wrote:
>>Ein Krokodil zieht Dich ins und unter Wasser, schleudert Dich hin und
>>her, bis Dir das letzte Bisserl Luft ausgegangen ist.
> ..und/oder dreht dir erstmal ein Bein oder einen Arm ab. Nicht sehr
> schön.

Nö, hat aber mit "Grausamkeit", wie der Mensch da gern reininterpretiert
nix zu tun. Krokodile können nicht kauen. Sie verschlucken die Nahrung
als Ganzes. Ist es zu groß, müssen sie die Beute teilen. Aber da sie
zwar Fangzähne haben, aber keine Schneidezähne bleibt nur rausreißen...

Übrigens das machen die blitzschnell. Ich hab mal einen Videomitschnitt
gesehen, wo ein Krokodompteur vor Publikum einem Kroko seinen Arm in den
Hals steckt... das schnappte dann plötzlich zu und drehte sich mehrmals
blitzschnell um die eigne Achse. Der Mann war gezwungen mit zu drehen,
sonst wäre der Arm... war sicher auch so eine üble Verletzung.

Gruß...
Frederic

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#154: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 13:04:14 by c.p.kurzXSPAM

Thomas Grüske schrieb:
> Frederic Daguenet wrote:
>> Ein Krokodil zieht Dich ins und unter Wasser, schleudert Dich hin und
>> her, bis Dir das letzte Bisserl Luft ausgegangen ist.
>
> ..und/oder dreht dir erstmal ein Bein oder einen Arm ab. Nicht sehr
> schön.


Und grade hat man sich noch über mich lustig gemacht, weil ich mich in Tümpeln
nicht wohl fühle...


- Carsten

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#155: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 13:07:09 by c.p.kurzXSPAM

Frederic Daguenet schrieb:

> Nö, hat aber mit "Grausamkeit", wie der Mensch da gern reininterpretiert
> nix zu tun. Krokodile können nicht kauen. Sie verschlucken die Nahrung

Iss mir ziemlich egal, dass das Kroko nicht grausam ist. Aber für mich wäre es
grausam.


- Carsten

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#156: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 13:47:54 by les_ich_nicht

Frederic Daguenet wrote:
> Nö, hat aber mit "Grausamkeit", wie der Mensch da gern reininterpretiert
> nix zu tun

Hab ich auch weder geschrieben noch gemeint, ist aber halt so.

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#157: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 13:49:31 by les_ich_nicht

C.P Kurz wrote:
> Und grade hat man sich noch über mich lustig gemacht, weil ich mich in Tümpeln
> nicht wohl fühle...

Ich mich auch nicht. Schon seit langer Zeit gehe ich zwar gern im Pool, aber
nicht mehr im Meer baden. Ich fühl mich da einfach nicht wohl, und mir langt das
als Grund. :->

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#158: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 14:35:37 by Frederic Daguenet

Hi!

C.P Kurz wrote:
>> ..und/oder dreht dir erstmal ein Bein oder einen Arm ab. Nicht sehr
>> schön.
> Und grade hat man sich noch über mich lustig gemacht, weil ich mich in
> Tümpeln nicht wohl fühle...

LACH! Also hier in D würde ich nicht an ein Krokodil denken, wenn ich in
einen Teich oder See steige. Und selbst wenn dann sowas wie Sammy
entgegenschwimmt muß man nun wirklich nicht Angst haben.
Anders ist das mit einer ausgesetzten Schnappschildkröte... aber die
Haltung dieser Tiere hat man meines Wissens in D verboten.

Gruß...
Frederic

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#159: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-04 14:38:04 by Frederic Daguenet

Hi!

C.P Kurz wrote:
> Frederic Daguenet schrieb:
>> Nö, hat aber mit "Grausamkeit", wie der Mensch da gern
>> reininterpretiert nix zu tun. Krokodile können nicht kauen. Sie
>> verschlucken die Nahrung
> Iss mir ziemlich egal, dass das Kroko nicht grausam ist. Aber für mich
> wäre es grausam.

Wirklich? Wir wissen nicht, wie wir funktionieren, Sekunden bevor wir
sterben. An sowas wie "grausam" zu denken, halte ich für unwahrscheinlich.

Gruß...
Frederic

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#160: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-05 21:08:26 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

>>> Nö, hat aber mit "Grausamkeit", wie der Mensch da gern
>>> reininterpretiert nix zu tun. Krokodile können nicht kauen. Sie
>>> verschlucken die Nahrung
>> Iss mir ziemlich egal, dass das Kroko nicht grausam ist. Aber für mich
>> wäre es grausam.
>
> Wirklich? Wir wissen nicht, wie wir funktionieren, Sekunden bevor wir
> sterben. An sowas wie "grausam" zu denken, halte ich für unwahrscheinlich.

Leute, die von Haien angebissen aber nicht aufgefressen wurden,
berichten oft von gar keinem Schmerz. In Einzelfällen waren Leuten in
Rettungsringen die Beine abgebissen worden, ohne dass die Opfer sich
dessen bewusst waren. Da ist unser Hirn wohl gnädig und schraubt die
Sicherung raus.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#161: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-05 21:09:30 by Ina Koys

Frederic Daguenet schrieb:

> Anders ist das mit einer ausgesetzten Schnappschildkröte... aber die
> Haltung dieser Tiere hat man meines Wissens in D verboten.

Es ist auch verboten, Banken auszurauben und Leute totzuhauen.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#162: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-06 11:53:09 by Frederic Daguenet

Hallo Ina!

Ina Koys wrote:
>> Wirklich? Wir wissen nicht, wie wir funktionieren, Sekunden bevor wir
>> sterben. An sowas wie "grausam" zu denken, halte ich für
>> unwahrscheinlich.
> Leute, die von Haien angebissen aber nicht aufgefressen wurden,
> berichten oft von gar keinem Schmerz. In Einzelfällen waren Leuten in
> Rettungsringen die Beine abgebissen worden, ohne dass die Opfer sich
> dessen bewusst waren. Da ist unser Hirn wohl gnädig und schraubt die
> Sicherung raus.

Jup! Und im anderen Fall, wenn Du es mitbekommst, wie eben bei einem
Krokodil wirst Du die ersten Sekunden damit verbringen zu kämpfen...
(auch wenn es meist sinnlos ist).

Gruß...
Frederic

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#163: Re: Baeren (WAS: Interesse: Garten & Schlangen)

Posted on 2006-07-06 14:26:13 by c.p.kurzXSPAM

Frederic Daguenet schrieb:

>>> Wirklich? Wir wissen nicht, wie wir funktionieren, Sekunden bevor wir
>>> sterben. An sowas wie "grausam" zu denken, halte ich für
>>> unwahrscheinlich.
>> Leute, die von Haien angebissen aber nicht aufgefressen wurden,
>> berichten oft von gar keinem Schmerz. In Einzelfällen waren Leuten in
>> Rettungsringen die Beine abgebissen worden, ohne dass die Opfer sich
>> dessen bewusst waren. Da ist unser Hirn wohl gnädig und schraubt die
>> Sicherung raus.
>
> Jup! Und im anderen Fall, wenn Du es mitbekommst, wie eben bei einem
> Krokodil wirst Du die ersten Sekunden damit verbringen zu kämpfen...
> (auch wenn es meist sinnlos ist).


Bloß weil man keine Schmerzen hat heisst das ja nicht, dass man nicht begreift,
was da grade passiert, oder genauer, wer oder was einen da angreift. Und
'grausam' hat eine Bedeutung, das ist nicht nur ein abstraktes Wort, das man in
einem solchen Moment sicher nicht wörtlich denkt, aber sicherlich empfindet.


- carsten

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