#1: Frage zu Hauswasserwerk
Posted on 2006-06-27 00:33:36 by Peter Poschmann
Hallo NG,
nachdem die Pumpe auf unserem famili=E4ren Wochenendgrundst=FCck dieses
Jahr nach 15 Jahren nun v=F6llig den Geist aufgegeben hat, bin ich
gerade dabei, mich n=E4her mit dem Thema Pumpentechnik zu besch=E4ftigen,
um eine preiswerte Alternative zu finden. Leider habe ich wenig Ahnung
von dem Thema, sodass ich mich freuen w=FCrde, wen sich hier jemand
findet, der auf dem Gebiet etwas bewanderter ist.
Am besten erz=E4hle ich kurz was zu dem Pumpensystem. Es handelt sich um
ein 10 Meter tiefes Rohrgest=E4nge, die Pumpe selbst befand sich bisher
auf etwa ein m Tiefe, sodass die F=F6rderh=F6he zur Wasserhahn ca. 1,5m
betr=E4gt. Bisher wurde ein normales Hauswasserwerk mit
durchschnittlicher Leistung verwendet, was auch ganz gut geklappt hat.
Das genaue Pumpsystem kommt mir etwas komisch vor; jedenfalls kann ich
mir das Funktionsprinzip nicht genau erkl=E4ren. Es scheint sich dabei
um ein U-f=F6rmiges Sauggest=E4nge zu handeln. Aus dem etwa 10cm breiten
Brunnenrohr m=FCnden zwei 1-zoll Rohre. Bisher wurde die Pumpe mit dem
Wassereintrittsventil direkt an das eine Saugrohr angeschlossen. Das
Austrittsventil m=FCndete an eine Verzweigung, von der nun Rohr wieder
nach unten in das Brunnenrohr verl=E4uft, das andere Rohr direkt zum
Wasserhahn. Die Pumpe wird also in einer Art Wasserkreislauf verwendet,
in dem st=E4ndig gepumpt wird. An dieser Stelle w=FCrde mich schonmal
interessieren, was das genau f=FCr ein System ist, bzw. weshalb man die
Pumpe in einem Kreislauf betreibt. W=FCrde es nicht v=F6llig reichen, die
Pumpe direkt zwischen Saugrohr und Wasserhahn anzuschlie=DFen ohne dass
dabei ein Wasserkreislauf entsteht, der das Wasser wieder zur=FCck nach
unten pumpt?
Wie gesagt, funktionierte das System mit dem alten Hauswasserwerk(von
1990) einwandfrei. Nun haben wir uns ein neues Hauswasserwerk
angeschafft, dass es vor ca. 2 Monaten im Sonderangebot bei Norma gab -
vielleicht kennt jemand dieses Angebot.
Trotz etlichen Versuchen konnten wir die Pumpe noch immer nicht zu
Laufen bringen, obwohl es sich dabei offensichtlich um die selbe
Pumpenart handelt, die auch schon vorher benutzt wurde. Nachdem die
Pumpe ausreichend angegossen wurde, f=F6rdert sie danach zwar einige
Minuten ein wenig Wasser, durchmischt mit Luft, allerdings scheint es
sich dabei nur um das Angie=DFwasser zu Handeln. Die Rohre sind bereits
alle ausreichend abgedichtet. Die Pumpe baut Druck auf, jedoch wohl zu
wenig, sodass das Wasser nicht bis auf die F=F6rderh=F6he von 1,5
gebracht werden kann.
Der verusch, ein R=FCckschlagventil einzubauen, brachte nicht viel. Die
Wassers=E4ule f=E4llt auch ohne RV nicht weiter als 1m ab, sodass sie
schnell wieder angesaugt werden kann. Ich muss noch hinzusagen, dass
das Gest=E4nge eine Tiefe von 10m hat, die Pumpe aber nur eine
Aunsaugh=F6he von 8m. Allerdings denke ich mir, dass das, da ja die
Wassers=E4ule relativ hoch ist, keine Probleme ergeben sollte.
Ich w=FCrde mich freuen, wenn mir jemand mit etwas Rat zu Seite stehen
k=F6nnte. Insbesondere das genau Pumpsystem w=FCrde mich interessieren,
kann mir darunter bislang wenig vorstellen. =DCber L=F6sungsans=E4tze
w=E4re ich auch sehr dankbar,
Viele liebe Gr=FC=DFe
Peter Poschmann
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#2: Re: Frage zu Hauswasserwerk
Posted on 2006-06-27 02:35:04 by Michael Eggert
"Peter Poschmann" <peterposchmann@gmx.de> wrote:
Moin!
>Es handelt sich um
>ein 10 Meter tiefes Rohrgestänge, die Pumpe selbst befand sich bisher
>auf etwa ein m Tiefe, sodass die Förderhöhe zur Wasserhahn ca. 1,5m
>beträgt.
Und 9m Saughöhe. Könntest Du oben ein gutes Vakuum erzeugen, würde es
der Luftdruck gerade noch schaffen, das Wasser aus dem Brunnen bis zur
Pumpe hochzudrücken. Nachschub - also Förderleistung - ist da aber
nicht drin.
Darum hat man noch eine Pumpe in 10m Tiefe eingebaut, natürlich eine
wartungsfreie, nämlich eine...
>Es scheint sich dabei
>um ein U-förmiges Sauggestänge zu handeln.
....Wasserstrahlpumpe!
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstrahlpumpe
Gruß,
Michael.
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#3: Re: Frage zu Hauswasserwerk
Posted on 2006-06-27 09:40:48 by Gernot Griese
Peter Poschmann schrieb:
> Das genaue Pumpsystem kommt mir etwas komisch vor; jedenfalls kann ich
> mir das Funktionsprinzip nicht genau erklären. Es scheint sich dabei
> um ein U-förmiges Sauggestänge zu handeln. Aus dem etwa 10cm breiten
> Brunnenrohr münden zwei 1-zoll Rohre. Bisher wurde die Pumpe mit dem
> Wassereintrittsventil direkt an das eine Saugrohr angeschlossen. Das
> Austrittsventil mündete an eine Verzweigung, von der nun Rohr wieder
> nach unten in das Brunnenrohr verläuft, das andere Rohr direkt zum
> Wasserhahn. Die Pumpe wird also in einer Art Wasserkreislauf verwendet,
> in dem ständig gepumpt wird. An dieser Stelle würde mich schonmal
> interessieren, was das genau für ein System ist, bzw. weshalb man die
> Pumpe in einem Kreislauf betreibt. Würde es nicht völlig reichen, die
> Pumpe direkt zwischen Saugrohr und Wasserhahn anzuschließen ohne dass
> dabei ein Wasserkreislauf entsteht, der das Wasser wieder zurück nach
> unten pumpt?
Eine Pumpe kann nicht gegen einen geschlossenen Ausgang arbeiten,
deshalb wird entweder ein internes oder, in Deinem Fall, ein externes
Überströhmrohr benötigt. Aus dem gleichen Grund gibt es z.B. beim Auto
zwei Krafstoffleitungen zwischen Tank und Motor.
Die Förderleistung der Pumpe ist immer die gleiche. Je weiter Du den
Wasserhahn aufdrehst, desto weniger Wasser läuft wieder zurück in den
Brunnen, wobei der Druck durch ein Überdruckventil am Eingang der
Rückleitung bestimmt wird. Wenn die Pumpe keinen Druck aufbaut, kann das
also unter anderem auch daran liegen, daß das Überdruckventil hängt.
Gruß,
Gernot
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