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#1: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 14:47:01 by goomba

Hallöle,

an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen auf's
Grundstück, somit haben wir den Schatten und sein Laub so gut wie für uns
alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
beantwortet. Wie - ich weiß, wohl nicht ganz legal - werde ich den Ahorn
los? Absägen geht nicht, das ist uns auch schon klar. Aber vielleicht kann
er ja ganz schnell ganz krank werden?? Vier lange Kupfernägel hat er schon
vor drei Jahren von uns "spendiert" bekommen, seither trägt er noch mehr
Blätter *heul* Wir wären ja auch bereit, etwas neues dort zu pflanzen, aber
ein wenig Sonne im Garten und ein Herbst ohne tonnweise Ahornlaub wäre doch
auch ganz nett ...

Danke und Gruß,
Andrea



--
--
Solange Menschen denken, daß Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, daß Menschen nicht denken.

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#2: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 16:02:22 by unknown

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#3: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 16:09:51 by jurgenex

Andrea Böhnke wrote:
> an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen
> auf's Grundstück, somit haben wir den Schatten und sein Laub so gut
> wie für uns alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
> Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
> beantwortet. Wie - ich weiß, wohl nicht ganz legal - werde ich den
> Ahorn los? Absägen geht nicht, das ist uns auch schon klar.

Mal angenommen du wohnst in D: Unter Umstaenden geht das doch, und zwar
voellig legal. Es gibt gewisse Regeln ueber wie nahe an der
Grundstuecksgrenze Pflanzen wie gross sein duerfen. Einzelheiten sind nicht
nur von Bundesland zu Bundesland verschieden, sondern koennen auch noch von
oertlichen Vorschriften abhaengen. Ausserdem gibt es da Fristen zu beachten
(ein Baum, der dort schon 30 Jahre steht, darf auch weiterhin dort stehen).
Kannst ja mal ein wenig googlen, das Thema kommt hier so alle paar Monate
wieder.

> Aber
> vielleicht kann er ja ganz schnell ganz krank werden?? Vier lange
> Kupfernägel hat er schon vor drei Jahren von uns "spendiert"
> bekommen,

Hallo, einen FAQ-Eintrag, bitte. :-)
Auch diese Diskussion kommt regelmaessig wieder, siehe
http://groups.google.com/group/de.rec.garten/search?q=Kupfer nagel

jue

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#4: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 16:12:45 by jurgenex

Jürgen Exner wrote:
> Andrea Böhnke wrote:
>> Aber
>> vielleicht kann er ja ganz schnell ganz krank werden?? Vier lange
>> Kupfernägel hat er schon vor drei Jahren von uns "spendiert"
>> bekommen,
>
> Hallo, einen FAQ-Eintrag, bitte. :-)
> Auch diese Diskussion kommt regelmaessig wieder, siehe
> http://groups.google.com/group/de.rec.garten/search?q=Kupfer nagel

DIE ZEIT vom 12. Mai, Seite 44, Rubrik "Stimmt's?"

Kein Rezept fuer Mord
Frage: (Zusammengefasst) Toetet ein Kupfernagel einen Baum?
Antwort:
Stimmt nicht. Zwar ist Kupfer in hohen Konzentrationen giftig fuer
Pflanze, Mensch und Tier. So kann man etwa Bakterien im Blumenwasser
damit bekaempfen, dass man einen Kupferpfennig in die Vase gibt. Baeume
aber haben die Faehigkeit, lokale Verletzungen regelrecht abzuschotten,
so dass Gift nicht in den "Kreislauf" der Pflanze geraet.
In der Staatsschule fuer Gartenbau an der Uni Hohenheim ist im Jahre
1976 ein Versuch gestartet worden, die Legende zu ueberpruefen. Fichten,
Birken, Ulmen, Zierkirschen und Eschen wurden mit jeweils fuenf bis acht
dicken Kupfernaegeln beschlagen. Zur Kontrolle machte man auch noch
Versuche mit Naegeln aus Messing, Blei und Eisen. Alle so maltraetierten
Baeume haben die Tortur ueberlebt, die meisten erfreuen sich heute noch
bluehender Gesundheit. Einige wurden zur Kontrolle gefaellt, und man
fand bei ihnen eine braune Verfaerbung rings um den Nagel. Das war's
dann aber schon.
-----snap-----

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#5: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 17:59:14 by Ernst Keller

On Tue, 4 Jul 2006 14:47:01 +0200, Andrea Böhnke <goomba@versanet.de> wrote:

>Hallöle,
>
>an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen auf's
>Grundstück, somit haben wir den Schatten und sein Laub so gut wie für uns
>alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
>Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
>beantwortet. Wie - ich weiß, wohl nicht ganz legal - werde ich den Ahorn
>los? Absägen geht nicht, das ist uns auch schon klar.

Es kommt dich jedenfalls billiger den Baum umzuhauen als einen Prozess zu
führen(ausser es ist sicher dass du gewinnst), für das Fällen erhälst du eine
Busse und wenn du Pech hast musst du einen Neuen pflanzen, der ist aber sicher
nicht gross und darf dann nicht mehr so nahe gepflanzt werden(hoffentlich). All
die Kosten zusammen sind sicher kleiner als die Kosten des Anwalts.

Ernst

--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen
nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht.
Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.

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#6: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 18:08:45 by Werner Boehnke

Hi,

Andrea Böhnke schrieb:

> Hallöle,
>
> an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen
> auf's Grundstück, somit haben wir den Schatten und sein Laub so gut wie
> für uns alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
> Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
> beantwortet. Wie - ich weiß, wohl nicht ganz legal - werde ich den Ahorn
> los? Absägen geht nicht, das ist uns auch schon klar. Aber vielleicht
> kann er ja ganz schnell ganz krank werden??

Ganz fiese Zeitgenossen verwenden ein bisschen TNT, das beim nächsten
schweren Gewitter gezündet wird. Der Baum sieht dann aus wie vom Blitz
getroffen.
Aber wie gesagt, das sind ganz fiese Zeitgenossen und das ist nicht
weiter zu empfehlen.

Gruß
Werner

--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html

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#7: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 18:22:36 by unknown

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#8: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 18:39:06 by wolmersh

Andrea Böhnke schrieb:
>
> an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen
> auf's Grundstück,....

Kannst Du mal ein Bild ins Netz stellen von diesem Baum? Hat der Nachbar
sämtliche Äste auf seiner Seite entfernt oder ist der Verlauf der
Grundstücksgrenze so eigenartig?
Beste Grüße
G.W.

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#9: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 18:50:41 by search_for_signature

Andrea Böhnke schrieb:
> Hallöle,
>
> an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen auf's
> Grundstück, somit haben wir den Schatten und sein Laub so gut wie für uns
> alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.

Hallo
also genau gesagt, der Ahorn steht auf einem anderen Grundstück aber
dicht an der Grenze zu eurem Grundstück.
> Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
> beantwortet. Wie - ich weiß, wohl nicht ganz legal - werde ich den Ahorn
> los?

Vermutlich garnicht denn er wird, wenn er schon so groß ist, schon
länger dort stehen als Eure Einspruchsfrist dauerte. Ist die abgelaufen
oder seid ihr sogar erst eingezogen, wo der Baum dort schon stand, habt
ihr keinerlei Anspruch auf eine Beseitigung des Baumes. Nimm es als
gegeben hin oder zieh weg wenn Du es nicht fertig bringst, Dich mit dem
Nachbarn vernünftig zu einigen. Das Du dazu nicht gewillt bist, zeigen
Deine kriminellen Handlungen die Du hier öffentlich preisgibst.

> Absägen geht nicht, das ist uns auch schon klar. Aber vielleicht kann
> er ja ganz schnell ganz krank werden?? Vier lange Kupfernägel hat er schon
> vor drei Jahren von uns "spendiert" bekommen, seither trägt er noch mehr
> Blätter *heul*

Macht so weiter und ihr werdet den Rest eurer Nachbarschaftszeit die
Hölle auf Erden erleben. Was Du da machst, ist kriminell und nicht zu
entschuldigen.
kopfschüttel!
gh

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#10: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 19:41:17 by tilman engelhardt

Konrad Wilhelm schrieb:


>
> Du solltest mal =FCberpr=FCfen, ob du hinnehmen musst, dass die =C4ste in
> dein Grundst=FCck ragen. Es kann sein, dass du das nicht musst
> (Nachbarschaftsrecht, L=E4ndersache, daher f=FCr dein Bundesland
> nachforschen).
>
> Wenn du diese =C4ste nicht hinnehmen musst, kannst du den Eigent=FCmer
> auffordern, diese =C4ste zu entfernen. Setz ihm eine faire Frist (B=E4ume
> soll man nicht grad im Sommer so stark beschneiden) und teil ihm aber
> gleich mit, dass du bei Nichteinhaltung der Frist eine Ersatzvornahme
> durch ein geeignetes Unternehmen auf seine Kosten in die Wege leiten
> w=FCrdest.

Hier in Baden W=FCrttemberg ist es so, dass man bei =FCberragendnden
=C4sten usw. dem Besitzer dreimal schriftlich auffordern darf, die =C4ste
zu entfernen. Macht er es nicht, so hat man das Recht erworben, sie auf
EIGENE KOSTEN wegschneiden zu lassen, soviel zum Thema "Ersatzvornahme
auf seine Kosten".
Ich w=FCsste schon M=F6glichkeiten, einen Baum schnell zum Absterben zu
bringen (geht =FCbrigens auch mit Kupfern=E4geln, wenn man Lust hat,
statt 4 etwa 40000 in den Baum zu hauen), aber ich werde den Teufel
tun, damit hier hausieren zu gehen, B=E4ume sind Lebewesen und wem sie
im Weg sind, der soll wegziehen. B=E4ume senken die Temperaturen durch
die Verdunstungsk=FChle, Bl=E4tter schlucken =FCber die Baumlebenszeit
gesehen tonnenweise Staub und B=E4ume gibts schon viel l=E4nger als uns
Menschen und sie wirds auch viel l=E4nger geben.

Gru=DF Tilman

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#11: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 20:44:29 by Christiane Morgenstern

Andrea Böhnke schrieb:
> an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen
> auf's Grundstück, somit haben wir den Schatten und sein Laub so gut wie
> für uns alleine.

Wie soll das denn gehen??? Geht Euer Grundstück im Kreis um das mit dem
Ahorn?

Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
> Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
> beantwortet.

Vielleicht solltet Ihr einfach vorschlagen, die Äste, die Euch so
stören, auf eigene Kosten zu kürzen, damit müßte doch allen gedient
sein, oder? Erstens vermeidet Ihr mit einer solchen gütlichen Lösung
einen eventuell eskalierenden Nachbarschaftsstreit, und zweitens bleiben
Euch unerfreuliche Konsequenzen erspart. Den Baum heimlich zu fällen
oder sonstwie umzubringen, ist schlicht kriminell. Da kann Euch eine
deftige Geldstrafe blühen - und vor allem die Verpflichtung, Ersatz zu
pflanzen, und zwar wieder einen hochwachsenden einheimischen Laubbaum in
Wildform, nicht irgendwelche kleinen "Zier-Hänge-Mini-"Zuchtformen.

Gruß, Christiane

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#12: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-04 20:46:22 by Christiane Morgenstern

tilman engelhardt schrieb:

Bäume senken die Temperaturen durch
> die Verdunstungskühle, Blätter schlucken über die Baumlebenszeit
> gesehen tonnenweise Staub und Bäume gibts schon viel länger als uns
> Menschen und sie wirds auch viel länger geben.


Bravo! Gut gesprochen, äh geschrieben,

findet
Christiane

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#13: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 02:14:43 by Olav Kroeger

Am Tue, 4 Jul 2006 14:47:01 +0200 schrieb Andrea Böhnke:

> alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
> Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"

Ist doch schon ein Anfang. Teilt ihm mit, dass ihr den Baum auf eigene
Kosten entfernen wollt, dann sagt er eventuell ja, und alle sind
glücklich.


Ciao Olav

--
Der Mensch lügt ca. 200 mal am Tag!
Imho, frag mich nicht, dann lüg ich nicht ;-)

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#14: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 09:35:39 by Frederic Daguenet

Hallo!

tilman engelhardt wrote:
> tun, damit hier hausieren zu gehen, Bäume sind Lebewesen und wem sie
> im Weg sind, der soll wegziehen. Bäume senken die Temperaturen durch
> die Verdunstungskühle, Blätter schlucken über die Baumlebenszeit
> gesehen tonnenweise Staub und Bäume gibts schon viel länger als uns
> Menschen und sie wirds auch viel länger geben.

Schöne Worte... wenn sie sich nur mehr Leute zu herzen nehmen würden.
Aber dazu besteht wenig Hoffnung, denn die meisten denken zu kurz.

Gruß...
Frederic

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#15: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 11:13:11 by Bernhard Albert

Hallo,

> Schöne Worte... wenn sie sich nur mehr Leute zu herzen nehmen
> würden. Aber dazu besteht wenig Hoffnung, denn die meisten denken
> zu kurz.

Also ich muss sagen, dass ich ganz froh bin, dass ein großer Ahorn
genau auf unserer Grundstücksgrenze mit deutlicher Schräglage und
Überhang freiwillig das zeitliche gesegnet hat. Ich habe jedes Jahr
auf rund 800 Quadratmetern 10000 von Sämlingen ausgemacht. Nicht mal
der Löwenzahn wächst hier so willig. Da lobe ich mir die Walnussbäume
und grabe gerne auch das gute Dutzend Eichen regelmäßig aus, das die
Eichhörnchen bei uns in den Garten pflanzen.

Wenn ein Grundstück kaum bis gar nicht nutzbar ist, dann kann ich
durchaus verstehen, dass man dem Baumwuchs Grenzen setzen möchte. Alle
die Waldbäume in Privat- und Hausgärten so vehement verteidigen,
sollen sich erstmal selbst einen Waldbaum in die Gemüse- und
Staudenbeete setzen. Da geht es gar nicht um den Schutz von
entsprechenden Bäumen an sich - die verteidige ich hier bei jedem
unnötigen Eingriff in den öffentlichen Baumbestand.

Warum aber regt ihr Euch so über Einzelne auf, die ihren kleinen
Garten nutzen wollen, startet doch lieber eine Initiative zur globalen
Abschaffung der Landwirtschaft und zur Wiederaufforstung aller
Ackerbauflächen und Streuobstwiesen.

Gruß
Bernhard
--
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#16: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 11:23:05 by c.p.kurzXSPAM

Bernhard Albert schrieb:

> Warum aber regt ihr Euch so über Einzelne auf, die ihren kleinen
> Garten nutzen wollen, startet doch lieber eine Initiative zur globalen
> Abschaffung der Landwirtschaft und zur Wiederaufforstung aller
> Ackerbauflächen und Streuobstwiesen.

Vor allem sollten unsere Baumliebhaber erstmal ihr Eigenheim abreissen und
wieder in Höhlen ziehen.

- Carsten

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#17: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 11:34:50 by Helmut Wollmersdorfer

Bernhard Albert wrote:

> Also ich muss sagen, dass ich ganz froh bin, dass ein großer Ahorn
> genau auf unserer Grundstücksgrenze mit deutlicher Schräglage und
> Überhang freiwillig das zeitliche gesegnet hat. Ich habe jedes Jahr
> auf rund 800 Quadratmetern 10000 von Sämlingen ausgemacht.

Auf regelmässig gemähten Flächen sollte das ja kein Problem sein.

Ich kämpfe aber z.B. gegen Liguster, Johannisbeere, Stachelbeere und
Wildrose zwischen den Büschen. So habe ich z.B. schon einen Doppelbusch
aus Sternmagnolie und Hundsrose, weitere Arten - jetzt sogar eine
Kirsche - versuchen es zwischen den Stämmchen immer wieder.

Wenn bei einem grossen Gartenteich Weiden, Pappeln, Haselnuss oder
Birken in der Nähe (100 m Umkreis) sind, führt man auch einen ständigen
Kampf gegen Anwuchs in der Sumpfzone.

Helmut Wollmersdorfer

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#18: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 12:03:12 by Bernhard Albert

Hallo Carsten,

> Vor allem sollten unsere Baumliebhaber erstmal ihr Eigenheim
> abreissen und wieder in Höhlen ziehen.

Das mit den Höhlen finde ich nicht so prickelnd, darin finden sich
sehr erhaltenswerte Biotope. Zudem ist es ein Gerücht, dass Menschen
wirklich in nennenswertem Umfang in Höhlen gelebt hätten. Höhlen waren
eher Orte für rituelle Handlungen. Das mag am Lichtmangel und der
Feuchtigkeit und Kälte in vielen Höhlen gelegen haben. Allerdings hat
man sich oft aus Baumästen an Felsen einen Unterstand gebaut. Aber
Baumäste wollen wir in Zukunft dafür bitte nicht mehr verwenden.

Der Gedanke Großstädte komplett zu schleifen und wieder aufzuforsten
dürfte den einen oder anderen hier aber sehr ansprechen. Allerdings
sind die städtischen Grundstücke heute meist so klein geschnitten,
dass nur ein-bis zwei richtige Bäume an die Stelle eines Hauses
passen. Ob die Wälder allerdings eine so dichte Bevölkerung erhalten
können, darf bezweifelt werden. Zum Glück schrumpfen aber die
Bevölkerungen in Europa - das wird also schon noch.

Gruß
Bernhard
--
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#19: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 12:07:09 by Frederic Daguenet

Hi!

Bernhard Albert wrote:

> Warum aber regt ihr Euch so über Einzelne auf, die ihren kleinen
> Garten nutzen wollen, startet doch lieber eine Initiative zur globalen
> Abschaffung der Landwirtschaft und zur Wiederaufforstung aller
> Ackerbauflächen und Streuobstwiesen.

Weil in diesen Fällen der Baum meist schon lange vorher da war?

Ich weiß wie gut Ahorn wächst... und ich seh auch kein so großes Problem
mal ein ganz jungen Baum zu beseitigen. Aber wenn der Baum schon
wirklich ein ordentlicher Baum ist, sieht das ein wenig anders aus.

Und was die Sprößlinge betrifft... da geht man mit dem Rasenmäher oder
ähnliches drüber und gut ist.

Gruß...
Frederic

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#20: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 12:09:07 by Frederic Daguenet

Hi!

C.P Kurz wrote:
> Vor allem sollten unsere Baumliebhaber erstmal ihr Eigenheim abreissen
> und wieder in Höhlen ziehen.

So ein Blödsinn, sorry.

Ich kenn genug Leuts, die prima mit Bäumen auf ihren Grundstücken leben.
Min. eine Familie hat sogar ein halbes Dutzend großer Bäume auf ihrem
Land stehen. Dazwischen ist immer noch Platz für Rasen, Büsche, ein paar
Beete etc. ...

Gruß...
Frederic

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#21: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 12:12:17 by Bernhard Albert

> Und was die Sprößlinge betrifft... da geht man mit dem Rasenmäher
> oder ähnliches drüber und gut ist.

Du meinst ich soll mit dem Rasenmäher durch meine Stauden- und
Gemüsebeete, zwischen den Sträuchern durch und quer durch die
Altholzhaufen und über den Fels bewerten Steilhang. Na danke! Der
Rasenmäherverschleiß wäre vor allem eins: Denkbar unökologisch!

Gruß
Bernhard
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#22: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 12:13:17 by Bernhard Albert

Hallo Frederic,

> Ich kenn genug Leuts, die prima mit Bäumen auf ihren Grundstücken
> leben. Min. eine Familie hat sogar ein halbes Dutzend großer Bäume
> auf ihrem Land stehen. Dazwischen ist immer noch Platz für Rasen,
> Büsche, ein paar Beete etc. ...

Du sprichst von Großgrundbesitzern. Hier im Umkreis hat man neben den
Häusern oft nicht mehr als 100-150 Quadratmeter. Wenn man auf der
Fläche Gemüse für die ganze Familie anbauen und noch zwei drei
Obstbäume und Beerensträucher halten möchte, ist für einen Waldbaum
kein Quadratmeter mehr drin. Bei entsprechenden Grundstücken ist das
kein Problem und überaus wünschenswert!

Gruß
Bernhard
--
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#23: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 13:02:54 by Helmut Wollmersdorfer

Frederic Daguenet wrote:

> Ich kenn genug Leuts, die prima mit Bäumen auf ihren Grundstücken leben.
> Min. eine Familie hat sogar ein halbes Dutzend großer Bäume auf ihrem
> Land stehen. Dazwischen ist immer noch Platz für Rasen, Büsche, ein paar
> Beete etc. ...

Bäume werden grösser, die Wurzeln können Gebäude beschädigen, sie können
komplett oder grosse Teile davon auf Hausdächer oder in Stromleitungen
fallen. Was beim Auspflanzen spärlich aussieht, kann nach 50 Jahren ein
dichtes Blätterdach und Garten ohne Sonne ergeben. Ohne Eingriffe wird
es in einem Garten nicht gehen, wozu auch komplette Entfernung einzelner
Bäume gehört.

Helmut Wollmersdorfer

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#24: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 14:27:46 by unknown

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#25: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 15:34:30 by Markus Proske

Konrad Wilhelm wrote:
> On Wed, 5 Jul 2006 02:14:43 +0200, Olav Kroeger
> <hol_a_ruehrei_hol_a_radio@web.de> wrote:
>
>> Am Tue, 4 Jul 2006 14:47:01 +0200 schrieb Andrea Böhnke:
>>
>>> alleine. Der Ahorn gehört jemand, der weit entfernt wohnt.
>>> Freundliche Anfragen unsererseits wurden mit "mich stört der nicht"
>> Ist doch schon ein Anfang. Teilt ihm mit, dass ihr den Baum auf eigene
>> Kosten entfernen wollt, dann sagt er eventuell ja, und alle sind
>> glücklich.
>>
> Solche Nachbarn wünsch ich mir! Aber nein, die bieten mir das nicht an
> und ich muss die 730 € für das Fällen einer Schwarzkiefer selbst
> berappen.

Eigene Kosten = Deine eigenen Kosten.
Sprich, er ist so nett und läßt Dich den Baum entfernen und Du zahlst
dafür...

lg
Markus

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#26: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 16:55:25 by search_for_signature

Helmut Wollmersdorfer schrieb:

> Bäume werden grösser, die Wurzeln können Gebäude beschädigen, sie können
> komplett oder grosse Teile davon auf Hausdächer oder in Stromleitungen
> fallen. Was beim Auspflanzen spärlich aussieht, kann nach 50 Jahren ein
> dichtes Blätterdach und Garten ohne Sonne ergeben. Ohne Eingriffe wird
> es in einem Garten nicht gehen, wozu auch komplette Entfernung einzelner
> Bäume gehört.

Die "Natur" ist sowieso immer gegen und arme Menschen. Am besten zieht
man irgendwo in eine heimelige Betonburg inmitten Hannover oder so ;)
gh

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#27: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 16:57:31 by Bernhard Albert

Hallo,

> Die "Natur" ist sowieso immer gegen und arme Menschen. Am besten
> zieht man irgendwo in eine heimelige Betonburg inmitten Hannover
> oder so ;) gh

Hast Du denn jetzt endlich Dein Pflanzloch für einen Waldbaum im
Gemüsebeet ausgehoben? Komm bloß nicht wieder mit solchen Scherzen,
bevor Du damit fertig bis. >>;-))


Gruß
Bernhard
--
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#28: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 18:58:48 by unknown

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#29: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 19:00:16 by unknown

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#30: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 19:06:18 by Mikkie Raton

Andrea Böhnke schrieb:
> Hallöle,
>
> an unserer Grundstücksgrenze steht ein Ahorn. 95 % seiner Äste ragen
> auf's Grundstück,
Interessante Geometrie hat anscheinend das Grundstück.
Steht der Baum auf einer Enklave?

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#31: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 19:08:30 by unknown

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#32: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 19:08:30 by unknown

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#33: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 19:13:11 by Mikkie Raton

Konrad Wilhelm schrieb:
> On Tue, 4 Jul 2006 14:47:01 +0200, Andrea Böhnke <goomba@versanet.de>

>
> Wenn du diese Äste nicht hinnehmen musst, kannst du den Eigentümer
> auffordern, diese Äste zu entfernen.

Unfug, da ja 95% aller Äste auf das Grundstück von A. Böhnke reichen,
kann der Baum nicht beschnitten werden. wäre ja sonst quasi nur noch
eine Stange.


Und ganz im Ernst: Urban Legend
Man darf nicht einfach so beschneiden, auch nicht mit Abmahnungen,
zumindest wenn der Baum wirklich groß ist, also wirklich stören könnte.
Die Statik und "das grundsätzliche Lebensrecht" des Baumes sind zu
beachten! Wenn du einen dicken schweren Ast auf der einen Seite absägst,
muss dies u.U auch auf der anderen Seite geschehen, etc.
Und immer unter baumpflegerisch vertretbaren Gesichtspunkten, ist
jedenfalls in zivilisierten Gebieten so.

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#34: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 19:20:04 by search_for_signature

Konrad Wilhelm schrieb:

> Besonders ulkig find ich immer die Naturschützer, die einen großen
> Teil ihrer Enegie dafür aufbringen, die Natur davor zurückzuhalten,
> dass sie Kulturlandschaften zurückerobert.

Das Du das ulkig findest könnte daran liegen, dass Dir die Artenvielfalt
in vielen Formen der Kulturlandschaft nicht bewußt ist. Wenn man der
Verwaldung überall tatenlos zusehen würde, würde das Artensterben noch
schneller als bisher voranschreiten.

gh

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#35: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 20:29:21 by Werner Baderschneider

Konrad Wilhelm schrieb:

> Solche Nachbarn wünsch ich mir! Aber nein, die bieten mir das nicht an
> und ich muss die 730 € für das Fällen einer Schwarzkiefer selbst
> berappen.

Boah! Was war der Gegenwert für diesen Preis?

Wir haben letzthin (allerdings in Nordostbayern, strukturschwache
Region) von einem Profi-Holzfäller mit Baumkletterausrüstung 6
Nadelbäume (32 Jahre alt) und eine Birke (75 Jahre alt) top-down
abtragen lassen. Das hat insgesamt um die 400 € gekostet (30€ Stundenlohn).

Dafür haben wir jetzt ca. 10 Festmeter Holz im Garten rumliegen... :-|


Grüße
Werner

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#36: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 21:17:55 by unknown

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#37: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 21:17:56 by unknown

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#38: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-05 23:12:27 by c.p.kurzXSPAM

Werner Baderschneider schrieb:
> Konrad Wilhelm schrieb:
>
>> Solche Nachbarn wünsch ich mir! Aber nein, die bieten mir das nicht an
>> und ich muss die 730 € für das Fällen einer Schwarzkiefer selbst
>> berappen.
>
> Boah! Was war der Gegenwert für diesen Preis?
>
> Wir haben letzthin (allerdings in Nordostbayern, strukturschwache
> Region) von einem Profi-Holzfäller mit Baumkletterausrüstung 6
> Nadelbäume (32 Jahre alt) und eine Birke (75 Jahre alt) top-down
> abtragen lassen. Das hat insgesamt um die 400 € gekostet (30€ Stundenlohn).

Allemal ein Schnäppchen. Das zahlt man in anderen Regionen schonmal für einen
einzigen leicht zugänglichen Baum, allerdings zumindest inkl. Stammholzentsorgung.

Es gibt freilich auch immer wieder Leute, die empfehlen, mit einem Kasten Bier
bei der örtlichen Feuerwehr aufzulaufen.


- Carsten

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#39: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 08:12:36 by search_for_signature

Konrad Wilhelm schrieb:

>>Das Du das ulkig findest könnte daran liegen, dass Dir die Artenvielfalt
>>in vielen Formen der Kulturlandschaft nicht bewußt ist.
>
> Diese Artenvielfalt ist mir durchaus bewusst. Sie ist bloß eben keine
> Eigenschaft von Natur, sondern von Kultur.
>
> Das ist kein Naturschutz, sondern botanischer/zoologischer Garten.

Hallo
wenn Du die Begriffe auf dei Goldwaage legst, magst Du Recht haben.
Dann musst Du aber auch zugeben, dass es unverfälschte Natur praktisch
nicht mehr gibt.

> Natur ist dynamisch, diese Form von "Naturschutz" ist statisch.
Nicht wirklich, auch da tut sich viel, die Leute denken tatsächlich mit :)

>>Wenn man der
>>Verwaldung überall tatenlos zusehen würde, würde das Artensterben noch
>>schneller als bisher voranschreiten.
>>
> Aber natürlich sollte man der Entwaldung auch nicht tatenlos zusehen,
> oder? Denn das würde das Artensterben noch schneller als bisher
> voranschreiben lassen, oder?

LOL. Mit der betonköpfigen Schwarz-Weiß Malkerei erkennst Du einfach
viele Zusammenhänge nicht.

> Wie solls denn nun sein? Am liebsten alles so einfrieren, wie es grade
> ist?

Amen.
gh

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#40: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 10:49:10 by Frederic Daguenet

Hallo Kathinka!

Kathinka Wenz wrote:
> Wenn ich ein halbes Duzend größerer Bäume auf dem Grundstück hätte,
> würde ich im Wald leben und hätte keinen Raum mehr für Rasen und Beete.

Laß mich mal schätzen... ich hab nicht die wirklichen Maße im Kopf.
Breite des Grundstücks 15-20m. Tiefe ... vielleicht 30m, würde ich
sagen. Damit wären das max. 600qm, was ich nicht wirklich als groß
bezeichnen würde.
Die Bäume stehen jeweils an der Grundstücksgrenze verteilt. Dazwischen
ist ordentlich Rasen und hier und da eine Blumeninsel. Dann haben sie
direkt an der Terasse Blumen.
Nein, ein Wald ist was ganz anderes.

> Ich habe eine ausgewachsene Eiche, die genug nervt und die ich gerne los
> wäre. Ist aber nicht, ok, habe ich vorher gewußt, kann ich mich aber mit
> arrangieren. Ich kann aber den Wusch, Bäume im Kleingarten loszuwerden,
> sehr gut nachvollziehen.

Was ist denn ein Kleingarten? Und vor allem: Wenn der Baum schon da ist
und man damit ein solches Problem hat, zwingt Dich keiner das Haus zu
mieten oder das Grundstück zu kaufen.

> Und die Eiche hilft leider auch nicht, die Temperatur zu senken, 34 Grad
> haben wir gerade trotzdem. *schwitz* Aber dafür wirft sie zur Zeit mit
> unreifen Eicheln nach mir, im Moment ist der Aufenthalt unter ihr nur
> mit Schirm zu empfehlen. Klasse, gell?

Sie merkt halt Deine Einstellung zu ihr. ;)
Wenn die Eiche nicht wär, hättest Du an der Stelle keinen Schatten
sondern Sonne. Abgesehen davon, das direkte Sonne sowieso schon nach
einigen Minuten nicht mehr gesund ist, dürfte es ohne Schatten am
gleichen Platz noch um einige Grad wärmer sein.

Was mit der Temperatur passieren würde, wenn jeder nach gut dünken Bäume
beseitigen könnte, möchte ich lieber nicht wissen.

Gruß...
Frederic

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#41: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 10:53:44 by Frederic Daguenet

Hi!

Konrad Wilhelm wrote:
> Na, sagen wir mal dir letzen 8-10 tausend Jahre hat es die Menschheit
> im großen Ganzen ganz gut geschafft, sich geggen die Natur
> durchzusetzen. "Macht euch die Erde untertan".

Uaah... dieser Bibelspruch ist einer der schlimmsten Dinge, die
Religionen je verbrochen haben. Statt sich auf Augenhöhe mit dem Rest
der Natur zu sehen, versucht Mensch sich drüber zu heben, weil er meint
was besonderes zu sein.
Resultat: Nein, der Mensch setzt sich nicht durch, er zerstört... und
das in zum Teil erschreckenden Ausmaßen. Und verliert dabei immer mehr
die vermeintliche Kontrolle.

Gruß...
Frederic

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#42: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 11:14:23 by unknown

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#43: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 11:47:31 by search_for_signature

Frederic Daguenet schrieb:
> Hi!
>
> Konrad Wilhelm wrote:
>> Na, sagen wir mal dir letzen 8-10 tausend Jahre hat es die Menschheit
>> im großen Ganzen ganz gut geschafft, sich geggen die Natur
>> durchzusetzen. "Macht euch die Erde untertan".
>
> Uaah... dieser Bibelspruch ist einer der schlimmsten Dinge, die
> Religionen je verbrochen haben. Statt sich auf Augenhöhe mit dem Rest
> der Natur zu sehen, versucht Mensch sich drüber zu heben, weil er meint
> was besonderes zu sein.
> Resultat: Nein, der Mensch setzt sich nicht durch, er zerstört... und
> das in zum Teil erschreckenden Ausmaßen. Und verliert dabei immer mehr
> die vermeintliche Kontrolle.

auch ein total hirnrissiges "Argument", in dem Fall für den Einsatz von
Kunstdüngern und Spitzmitteln jedweder Art: "Gott hat gewollt, dass der
Mensch sowas entwickeln kann, ausserdem sind alle Stoffe irgendwie aus
der Natur gekommen"
Da fällt einem dann nichts mehr ein, Zwangsjacken vielleicht ausgenommen ;)
gh

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#44: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 12:01:25 by unknown

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#45: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 13:16:13 by Christiane Morgenstern

Kathinka Wenz schrieb:
> Waldbäume gehören in den Wald, und dort sollten sie auch geschützt
> werden. Im Hausgarten gibt es genügend andere, sinnvolle
> Begrünungsmöglichkeiten, als ausgerechnet 20m hohe Bäume.

Wenn alle Gartenbesitzer so denken würden, gäbe es in deutschen Städten
außer in Alleen oder Parks überhaupt keine richtigen Bäume mehr. Mich
schaudert es bei der Vorstellung, wie es dann um die Atemluft bestellt
wäre... Und Kinder würden wahrscheinlich mit der Vorstellung aufwachsen,
daß große Bäume so etwas ähnliches wie Rehe sind: Gibt's draußen im
Wald, und wenn man sonntags mal rausfährt, kann man sie mit etwas Glück
sehen ;-)))

Also, Leute, pflanzt ordentliche Bäume - nichts geht über das Rauschen
einen großen Baumes vor dem Schlafzimmerfenster beim Einschlafen! Und
Hochklettern kann man auch, und im Schatten darunter sitzen, und
Schaukeln dranhängen und, und, und...

findet Baum-Fan

Christiane

(die in einem kleinen Garten mit großen Bäumen aufgewachsen ist und das
immer toll fand - meine Eltern übrigens auch)

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#46: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 13:20:05 by Bernhard Albert

> Das Prinzip des eigenen
> Nutzens ist wohl in der belebten Natur ganz durchgängig zu
> beobachten, genau das ist doch das Darwinsche "survival of the
> fittest". Wer aus der Umgebung den größten Nutzen zieht überlebt.

Das ist doch grob vereinfachend und wird der Evolution nicht gerecht.
Sicherlich benennst Du da zurecht eine Aspekt, eine Linie, aber was
ist mit all den anderen? Lebewesen passen sich auch massenweise an und
kooperieren. Da ist nicht nur ein Höllenkampf sondern eher ein großes
Experimentierfeld.

Wenn hier jemand von gleicher Augenhöhe spricht, ist in 90% der Fälle
gemeint, dass der Mensch inzwischen eigentlich gelernt haben müsste,
was gut für ihn ist und was ihm schadet. Nicht nachvollziehen ist dann
der Aktionismus, mit dem der Mensch Dinge vermeintlich zum eigenen
Nutzen verändert, die dann mit Gewalt umschlagen und ihm selbst zum
Nachteil gereichen. Dumm, dass er es so oft hätte besser wissen müssen
und da macht sich eben auch ganz stark bemerkbar, dass der Mensch als
Individuum denkt, als Einzelwesen agiert und nicht als Gattungswesen
und das dieses Individuum dann auch noch ökonomischen Nutzen mit
Nutzen im Sinne einer vorteilhaften Lebensgestaltung verwechselt. Wer
Angst vor von Menschen gemachten Naturkatastrophen hat, hat doch
letztlich vor allem Angst um die eigene Existenz. Naturschutz ist zu
ganz wesentlichen Teilen Naturschutz zum Nutzen des Menschen und zur
Sicherung menschlicher Fortexistenz auf unserem Planeten.

Gruß
Bernhard
--
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#47: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 13:24:27 by Bernhard Albert

Hallo Christiane,

> Wenn alle Gartenbesitzer so denken würden, gäbe es in deutschen
> Städten außer in Alleen oder Parks überhaupt keine richtigen Bäume
> mehr.

Denken aber eben nicht alle so und das ist ja auch fein. Aber aus
falsch verstandenem Naturschutz zu verlangen, dass keiner mehr Gemüse
zieht oder Kräuter ist so wie wenn man verlangen würde, die
Landwirtschaft zugunsten von Wäldern abzuschaffen. Absurd eben!

Ehrlich gesagt, verlange ich von einer vernünftigen Stadtplanung im
Sinne der Bewohner, dass es immer eine ausreichende Zahl von
öffentlichen Flächen mit Baumbestand gibt - und interessanterweise
finde ich inzwischen allerorten in den Neubaugebieten auf ehemaligen
Industrieflächen einen vergleichsweise dichten Baumbestand bei
vergleichsweise verdichtetem Wohnen. Das passt doch schon!

Gruß
Bernhard
--
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#48: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 13:32:41 by Christiane Morgenstern

Bernhard Albert schrieb:

Aber aus
> falsch verstandenem Naturschutz zu verlangen, dass keiner mehr Gemüse
> zieht oder Kräuter ist so wie wenn man verlangen würde, die
> Landwirtschaft zugunsten von Wäldern abzuschaffen. Absurd eben!

Verlange ich ja gar nicht, das wäre natürlich Unsinn.

Aber zu sagen, "richtige" Bäume haben in Gärten nichts verloren, finde
ich halt übertrieben. Ich persönlich finde umgekehrt sogar, daß ein
Garten ohne Baum kein "richtiger" Garten ist - aber das ist nun wirklich
mein eigener Geschmack, den ich niemandem aufdrängen würde...

Gruß, Christiane

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#49: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:04:37 by jurgenex

Kathinka Wenz wrote:
> Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> wrote:
>> Kathinka Wenz wrote:
>>> Ich kann aber den Wusch, Bäume im Kleingarten loszuwerden,
>>> sehr gut nachvollziehen.
>> Was ist denn ein Kleingarten?
>
> 600qm nicht mehr, würde ich sagen.

Ein Kleingarten und ein kleiner Garten sind zwei verschiedene Dinge, die man
besser nicht verwechseln sollte!
Wenn du qm angiebst, dann meinst du wahrscheinlich einen kleinen Garten,
nicht einen Kleingarten.

jue

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#50: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:24:49 by unknown

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#51: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:25:14 by Frederic Daguenet

Hallo Kathinka!

Kathinka Wenz wrote:
>> Was ist denn ein Kleingarten?
> 600qm nicht mehr, würde ich sagen. Aus dem Bauch heraus würde ich die
> Obergrenze bei 200 bis max 400qm sehen.

Und? Wenn nicht gerade auf jedem 200qm Garten zig Bäume stehen, seh ich
da auch kein Problem drin.

>> Wenn die Eiche nicht wär, hättest Du an der Stelle keinen Schatten
>> sondern Sonne.
> Genial. Dann wäre mein Gemüsegarten deutlich größer.

Fragt sich nur, was für das dortige Microklima wertvoller ist. ;)

> Durch die hohen Häuser rundherum haben wir reichlich Schatten. Warm wird
> es trotzdem, weil die Luft steht.

Ja, aber je mehr die Sonne direkt einheizen kann, umso wärmer wird es.
Und korrigier mich, wenn ich falsch liege: Bäume verdunsten Wasser über
ihre Blätter... und nach meinem Wissen bedeutet Verdunstung eine Kühlung.

> Waldbäume gehören in den Wald, und dort sollten sie auch geschützt
> werden. Im Hausgarten gibt es genügend andere, sinnvolle
> Begrünungsmöglichkeiten, als ausgerechnet 20m hohe Bäume.
> Irgendwie finde ich in jedem Garten (außer in parkähnlichen Anlagen)
> Bäume, die Höher als 10m werden fehl am Platz. Da stimmen einfach die
> Proportionen nicht mehr. Es gibt so viele schöne mittelgroße Bäume, die
> ein Zierde für jeden Garten sind, warum muss man sich den Wald ins
> Wohnzimmer holen?

An meinem alten Wohnort in Berlin Wilmersdorf, hatten wir hinter dem
Haus einen Garten... an diesem reihten sich natlos (nur durch Zäune
unterteilt die Gärten der übrigen Häuser dieser Straße und die der
parallel verlaufenden nächsten Straße. Diese ganze Grünzeile ist
durchsetzt durch sehr viele große, sogenannte "Waldbäume". Wer aber
einmal in dieser schönen grünen Oase war, möchte keinen einzigen dieser
Bäume missen. Das geht soweit, das Mieter sofort erbost alle möglichen
Stellen anrufen, wenn mal eine 30m Kastanie gefällt oder eine riesige
Zitterpappel eingekürzt wird.
Nach Deiner Definition hätten diese ganzen Bäume da auch nix zu suchen.
Gruselige Vorstellung, das dieser Grünstreifen im besten Fall von ein
paar kleinen Obstbäumchen bevölkert wird.

Gruß...
Frederic

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#52: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:30:11 by c.p.kurzXSPAM

Konrad Wilhelm schrieb:

> Na ich denk mal, dieses Ziel hat der Mensch schon 1,5 Mio Jahre lang
> betrieben, bevor die Religionen das aufgegriffen haben.
> Vermutlich war das auch erst zu diesem Zeitpunkt aktuell, denn vorher
> wurde das gar nicht angezweifelt.

Es ist ja auch Blödsinn zu denken, Tiere und Pflanzen würden das aus Rücksicht
gegenüber der Natur nicht ebenso betreiben. Natürlich würden die das, wenn sie
könnten.

Dass der Mensch irgendwann aus Vernunft auf den Trichter kommt, sich
verantwortlicher zu verhalten, muss schon rein systematisch zu einem eher
späten Zeitpunkt erfolgen. Und es kann ja nun niemand behauptet, dass das nicht
passiert. Die Frage ist lediglich, wo sich die Kurven des vernünftigen und
rücksichtslosen Verhaltens irgendwann mal schneiden.

- Carsten

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#53: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:31:57 by Markus Proske

Christiane Morgenstern wrote:
> Kathinka Wenz schrieb:
>> Waldbäume gehören in den Wald, und dort sollten sie auch geschützt
>> werden. Im Hausgarten gibt es genügend andere, sinnvolle
>> Begrünungsmöglichkeiten, als ausgerechnet 20m hohe Bäume.
>
> Wenn alle Gartenbesitzer so denken würden, gäbe es in deutschen Städten
> außer in Alleen oder Parks überhaupt keine richtigen Bäume mehr. Mich
> schaudert es bei der Vorstellung, wie es dann um die Atemluft bestellt
> wäre... Und Kinder würden wahrscheinlich mit der Vorstellung aufwachsen,
> daß große Bäume so etwas ähnliches wie Rehe sind: Gibt's draußen im
> Wald, und wenn man sonntags mal rausfährt, kann man sie mit etwas Glück
> sehen ;-)))
>
> Also, Leute, pflanzt ordentliche Bäume - nichts geht über das Rauschen
> einen großen Baumes vor dem Schlafzimmerfenster beim Einschlafen! Und
> Hochklettern kann man auch, und im Schatten darunter sitzen, und
> Schaukeln dranhängen und, und, und...

Ja, Bäume sind toll. Hab auch 2 im Garten. Ärgerlich sind allerdings die
Gartenbesitzer, die ihre Bäume an die Grenze knallen, z.B. im Osten oder
Norden und damit dem Nachbarn tagsüber oder abends die Sonne nehmen. Ich
habe das Problem nicht, kenne aber einige solche Fälle. Und in
Siedlungen, wo die Grundstücke klein sind (150-350m^2) ist da schnell
einmal der ganze Garten im Schatten der Nachbarbäume....

lg
Markus

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#54: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:47:20 by c.p.kurzXSPAM

Christiane Morgenstern schrieb:


> Also, Leute, pflanzt ordentliche Bäume - nichts geht über das Rauschen
> einen großen Baumes vor dem Schlafzimmerfenster beim Einschlafen! Und
> Hochklettern kann man auch, und im Schatten darunter sitzen, und
> Schaukeln dranhängen und, und, und...


Naja, es gibt da ja durchaus brauchbare Kompromisse.

- Carsten

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#55: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 14:55:40 by unknown

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#56: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 15:12:17 by Bernhard Albert

Hallo Christiane,

> Aber zu sagen, "richtige" Bäume haben in Gärten nichts verloren,
> finde ich halt übertrieben. Ich persönlich finde umgekehrt sogar,
> daß ein Garten ohne Baum kein "richtiger" Garten ist

Finde ich ja auch - bei mir sind es zwei Birnbäume mit jeweils 8-10
Metern Höhe und auf den Nachbargrundstücken stehen grenznah neben zwei
unsäglich riesigen Nadelbäumen von gut 20 Metern Höhe, die ich sofort
fällen würde, weil sie mir oberflächennah das Wasser absaugen und
zunehmend schattieren, noch zwei Walnussbäume und ein riesiger
Kirschbaum. Damit bin ich doch schon mal sehr zufrieden. Alles unter
fünf Metern Höhe habe ich jetzt nicht mal erwähnt.

Gruß
Bernhard
--
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#57: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 15:33:21 by search_for_signature

Christiane Morgenstern schrieb:
> Bernhard Albert schrieb:
>
> Aber aus
>> falsch verstandenem Naturschutz zu verlangen, dass keiner mehr Gemüse
>> zieht oder Kräuter ist so wie wenn man verlangen würde, die
>> Landwirtschaft zugunsten von Wäldern abzuschaffen. Absurd eben!
>
> Verlange ich ja gar nicht, das wäre natürlich Unsinn.
>
> Aber zu sagen, "richtige" Bäume haben in Gärten nichts verloren, finde
> ich halt übertrieben. Ich persönlich finde umgekehrt sogar, daß ein
> Garten ohne Baum kein "richtiger" Garten ist - aber das ist nun wirklich
> mein eigener Geschmack, den ich niemandem aufdrängen würde...

Ich möchte auch keinen Garten ohne Bäume. Bei uns wachsen 1 große Föhre,
1 Speierling, eine Eberesche, 1 Süßkirsche, 1 Sauerkirsche, 2
Zwetschgen, 1 Birnbaum, 2 Apfelbäume und noch eine Reihe Spalierbäume
(6x Apfel, eine Birne). Von 2 Birken-Päärchen, einer weiteren riesigen
Föhre, einer Edeltanne, einer jap. Zierkirsche und 2 kränkelnden Fichten
haben wie den Garten aber inzwischen befreit (im wahren Wortsinn)
gh

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#58: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 15:36:12 by search_for_signature

oops, noch was vergessen: eine Reneclaude und 2 Gleiditia tormentosa
(Lederhülsenbäume ohne Stacheln) (auch: Honeysuckle genannt)

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#59: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 17:16:12 by unknown

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#60: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 19:02:37 by wolmersh

Günter Hackel schrieb:
> oops, noch was vergessen: eine Reneclaude und 2 Gleiditia tormentosa

Freudscher Versprecher? Wenn die Gleditsia G. tormentosa hieße, dann
wäre sie wohl sehr, sehr stachlig, oder? :-) Meinst Du Gleditsia
triacanthos inermis?
Beste Grüße
G.W.

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#61: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-06 22:12:21 by unknown

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#62: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-07 08:08:08 by search_for_signature

G Wolmershäuser schrieb:
> Günter Hackel schrieb:
>> oops, noch was vergessen: eine Reneclaude und 2 Gleiditia tormentosa
>
> Freudscher Versprecher?

Nö, soweit stecke ich nicht in der Nomenklatur drinne, das war einfach
falsch erinnert. Es sind "Gleditsia triacanthos inermis" wie Du richtig
schriebst.
gh

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#63: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-07 12:26:02 by Frederic Daguenet

Hi!

Peter Wenz wrote:
> und kein Licht mehr im ganzen Haus haben, und in Blättern ersticken im
> Herbst, und bei Sturm Äste in den Wintergarten kriegen und und und.
> Merkst du was?
> Es gibt neben schwarz und weiß noch einiges andere...

Hm... ist er dann weiß und Du schwarz? ;)

Gruß...
Frederic

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#64: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-07 18:10:42 by wolmersh

Günter Hackel schrieb:
>
> Nö, soweit stecke ich nicht in der Nomenklatur drinne, das war einfach
> falsch erinnert. Es sind "Gleditsia triacanthos inermis" wie Du richtig
> schriebst.

Noch was, was mir zunächst gar nicht aufgefallen war: "Honeysuckle"
kenne ich aus USA nur für verschiedene Arten von Lonicera. Für Gleditsia
habe ich dort hingegen "Honey locust" gehört.
Beste Grüße
G.W.

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#65: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-08 02:14:25 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 06.07.2006 begab es sich, dass Christiane Morgenstern schrieb:
> Kathinka Wenz schrieb:
>> Waldbäume gehören in den Wald, und dort sollten sie auch geschützt
>> werden. Im Hausgarten gibt es genügend andere, sinnvolle
>> Begrünungsmöglichkeiten, als ausgerechnet 20m hohe Bäume.
>
> Wenn alle Gartenbesitzer so denken würden, gäbe es in deutschen
> Städten außer in Alleen oder Parks überhaupt keine richtigen Bäume
> mehr. Mich schaudert es bei der Vorstellung, wie es dann um die
> Atemluft bestellt wäre... Und Kinder würden wahrscheinlich mit der
> Vorstellung aufwachsen, daß große Bäume so etwas ähnliches wie Rehe
> sind: Gibt's draußen im Wald, und wenn man sonntags mal rausfährt,
> kann man sie mit etwas Glück sehen ;-)))

Wir haben in unserem kleinen Garten (München) eine ca. 40 Jahre alte
Blautanne, die weit höher als 20 m ist.

Ein gesunder Baum, daher ist Entfernen auch gesetzlich verboten, ich mag
ihn auch sehr, nur: wenn er mal bei einem starken Sturm umfällt, könnte
er dem Nachbarn oder uns aufs Haus knallen.

_Das_ ist bei der ständigen Zunahme von Stürmen und deren Kraft wirklich
ein Problem in eng bebauten Gegenden.

Nachbarn von uns haben ihre riesigen gesunden Tannen in der Mitte
abgeschnitten aus Angst, daß der Baum mal umkippt, schade um die Bäume,
aber Sicherheit geht vielen vor.

[...]

Grüße
Sabine, die nichts gegen große Bäume hat, solange sie nicht umfallen

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#66: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-08 02:29:44 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 06.07.2006 begab es sich, dass Kathinka Wenz schrieb:

> Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> wrote:
>
>> Und? Wenn nicht gerade auf jedem 200qm Garten zig Bäume stehen, seh
>> ich da auch kein Problem drin.
>
> Bäume sind überhaupt kein Problem, solange sie niemanden stören.

Es gibt Leute, die stören sich an allem, auch an quakenden Fröschen, muß
man deswegen seinen Teich im Hausgarten abschaffen?

BTW ist bei uns hier alles bis ins Kleinste geregelt, also wie weit ein
Baum von der Grundstücksgrenze entfernt gepflanzt werden darf usw., hier
wächst quasi kein Halm ohne behördliche Genehmigung.

> Ich sagte nur, dass ich verstehen kann, dass sie manche stören.

Das mag sein, letztendlich kommt es auf die Gesetzeslage an.

[...]

> Erstens sind bis 10m hohe Bäume auch nicht wirklich klein und zweitens
> sage ich ja nix dagegen, wenn es keinen Anwohner stört (s.o.).

In unserer Straße wollten schon einige Nachbarn ihre großen Bäume
wegmachen lassen, ist verboten ab IIRC Stammumfang 15 cm. wenn der Baum
gesund ist.

Ob der Baum jemanden stört, spielt keine Rolle, alleine das
Gefahrenpotential ist erheblich.

Grüße
Sabine
--
Warum ist nie besetzt, wenn man eine
falsche Nummer wählt?

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#67: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-08 08:51:18 by search_for_signature

Sabine 'Sani' Schulz schrieb:

> Ob der Baum jemanden stört, spielt keine Rolle, alleine das
> Gefahrenpotential ist erheblich.

Hallo
Was bedeutet "Gefahrenpotential"? Das Problem ist, dass mit der
Begründung, die Bäume würden eine Gefahr darstellen, früher in
Westdeutschland sehr viele Alleen abgeholzt wurden. Das nicht die Bäume
die Autofahrer rammen sondern blödsinnige Raser die Bäume, wurde dabei
"übersehen". Es war leider eine sehr erfolgreiche Hetzkampagne gegen die
wunderbaren Straßen, die vor allem der ADAC betrieben hatte. Die gleiche
Dummheit geht jetzt wohl schon wieder los (in den "neuen Bundesländern")
Wenn bDu wirklich meinst, von einem Baum gehe eine Gefahr aus,
formuliere das schriftlich und schicke es per Einschreiben an die
zuständige Verwaltung. Dort muss dann jemand Stellung beziehen oder/und
ggf. im Schadensfall Verantwortung übernehmen. Viele solcher Fälle
werden dann gegen den Baum entschieden.
gh

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#68: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-08 09:04:36 by search_for_signature

G Wolmershäuser schrieb:
> Günter Hackel schrieb:
>>
>> Nö, soweit stecke ich nicht in der Nomenklatur drinne, das war einfach
>> falsch erinnert. Es sind "Gleditsia triacanthos inermis" wie Du richtig
>> schriebst.
>
> Noch was, was mir zunächst gar nicht aufgefallen war: "Honeysuckle"
> kenne ich aus USA nur für verschiedene Arten von Lonicera. Für Gleditsia
> habe ich dort hingegen "Honey locust" gehört.

Ach Mann, ich bin wohl nicht gerade "gut drauf" und vom derzeitigen
Besuch der 2 pubertierende Töchter dabei hat, etwas angeschlagen ;)
Du hast auch damit Recht, Honey Locust ist richtig, über Honeysuckle bin
ich bei der Suche nach dem Namen damals gestolpert und der hat sich
irgendwie besser eingeprägt als der richtige Name.
Heute Mittag, der Besuch ist gerade wech, wird mal Mittagsruhe
eingelegt bevor der nächste Besuch kommt :)
gh

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#69: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 00:40:33 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 08.07.2006 begab es sich, dass Günter Hackel schrieb:

> Sabine 'Sani' Schulz schrieb:
>
>> Ob der Baum jemanden stört, spielt keine Rolle, alleine das
>> Gefahrenpotential ist erheblich.
>
> Was bedeutet "Gefahrenpotential"?

Wenn der Baum krank ist und/oder beim nächsten Sturm evtl. umkippen
könnte, bekommt man als Privatmensch für seinen großen Baum die
Genehmigung zur Fällung, sonst nicht.

Fällst Du Deinen Baum ohne Genehmigung und die Behörde erfährt es, gibt
es eine Strafe.

> Das Problem ist, dass mit der Begründung, die Bäume würden eine Gefahr
> darstellen, früher in Westdeutschland sehr viele Alleen abgeholzt
> wurden. Das nicht die Bäume die Autofahrer rammen sondern blödsinnige
> Raser die Bäume, wurde dabei "übersehen". Es war leider eine sehr
> erfolgreiche Hetzkampagne gegen die wunderbaren Straßen, die vor allem
> der ADAC betrieben hatte. Die gleiche Dummheit geht jetzt wohl schon
> wieder los (in den "neuen Bundesländern")

Das war nicht gemeint, sondern die Bäume in Hausgärten.

[...]

Grüße
Sabine
--
Aus dem Lächeln der Mundwinkel
lässt sich der Radius
der Freiheit berechnen.
* Stanislaw Jerzy Lec

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#70: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 09:49:03 by unknown

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#71: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 10:14:48 by unknown

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#72: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 10:39:54 by Ka Prucha

"Peter Wenz" schrieb

> Und das gilt für alle Bäume, auch für Obst- und Nadelbäume? Da gibt es
> bei den Baumsatzungen (so eine existiert) ja große Unterschiede...

Servus

In Wien sind Obstbäume ausgenommen, können also jederzeit gefällt werden.
Der "Wert" ist je nach Art sehr verschieden. Ich habe z.B. für eine
"Heimische Fichte" mit Umfang 112 cm nur eine Ersatzpflanzung vorgeschrieben
bekommen. Erst nachdem den Bescheid der MA 42, Baumschutzreferat
"Rechtskraft erwachsen" ist darf man dann den Baum fällen.
Bei einem gesunden großen Kastanienbaum können es, falls man überhaupt die
Genehmigung bekommt, auch z.B.20 neue Bäume für einen alten sein.

Wenn nicht genug Platz ist, werden Bäume vom Stadtgartenamt auf öffentlichen
Grund gepflanzt. Je Baum sind dann etwa 1200 Euro fällig.

> Die 15cm vom Vorposting beziehen sich auf Stammdurchmesser? Umfang kann
> das ja nicht sein, dann wäre jeder bessere Stock geschützt.

Ab 30cm Umfang in 1 m Höhe.

Für den Katastrophenfall existiert sogar eine 24 Stunden Bereitschaft die
eventuell
die Erlaubnis für eine Notfällung gibt.

mfg Ka Prucha

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#73: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 10:51:29 by Ka Prucha

"Kathinka Wenz" schrieb
>
>> Für den Katastrophenfall existiert sogar eine 24 Stunden Bereitschaft die
>> eventuell die Erlaubnis für eine Notfällung gibt.
>
> *lol* Wobei das durchaus sinnvoll ist. Nur was nutzt das, wenn kein
> GaLaBauer am Sonntag Abend greifbar ist?

Servus

GaLaBauer?
Im Notfall macht das bei uns normalerweise die Berufsfeuerwehr.

mfg Ka Prucha

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#74: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 10:51:58 by unknown

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#75: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 11:15:56 by unknown

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#76: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 11:20:50 by Ka Prucha

"Kathinka Wenz" schrieb

>> GaLaBauer???????????????????????????????????????????????

> Und die Feuerwehr braucht eine Genehmigung? Ich wäre jetzt davon
> ausgegangen, dass die die Befugnis haben, ohne Genehmigung zu fällen.

Servus

Nein dürfen sie nicht, aber in der Praxis ist es mit einem (sehr) kurzen
Telefonat getan. Der Baum wird dann als gefällt eingetragen und eine
moderate (meist ein Baum der gleichen Art) Ersatzpflanzung angeordnet.

mfg Ka Prucha

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#77: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 11:29:10 by unknown

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#78: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 15:59:42 by jurgenex

Kathinka Wenz wrote:
[Faellen von Baeumen]
> "Ka Prucha" <Ka.Prucha@gmx.at> wrote:
>> Im Notfall macht das bei uns normalerweise die Berufsfeuerwehr.
>
> Und die Feuerwehr braucht eine Genehmigung? Ich wäre jetzt davon
> ausgegangen, dass die die Befugnis haben, ohne Genehmigung zu fällen.

Hat sie natuerlich nicht. Sonst waere das ein allzu einfacher Ausweg fuer
die Helden von der Freiwilligen Dorffeuerwehr.

Aber sie hat natuerlich nicht nur das Recht sondern sogar die Dienstpflicht
zur Gefahrenabwehr und -beseitigung. Wenn von einem Baum unmittelbar Gefahr
ausgeht, dann muss sie in faellen falls dies die angemessene Loesung ist.

Fuer D siehe auch StGB § 34: Rechtfertigender Notstand
Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib,
Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die
Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig,
wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der
betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das
geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt
jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr
abzuwenden.

jue

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#79: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-09 23:21:05 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 09.07.2006 begab es sich, dass Peter Wenz schrieb:

> Sabine 'Sani' Schulz schrieb am Sun, 09 Jul 2006 00:40:33 +0200:
>
>> Wenn der Baum krank ist und/oder beim nächsten Sturm evtl. umkippen
>> könnte, bekommt man als Privatmensch für seinen großen Baum die
>> Genehmigung zur Fällung, sonst nicht.
>
> Und das gilt für alle Bäume, auch für Obst- und Nadelbäume? Da gibt es
> bei den Baumsatzungen (so eine existiert) ja große Unterschiede...

Ich kenne die für München nicht auswendig ...

> Die 15cm vom Vorposting beziehen sich auf Stammdurchmesser?

Genau, aber nagel mich darauf nicht fest.

> Umfang kann das ja nicht sein, dann wäre jeder bessere Stock
> geschützt.

ACK

Grüße
Sabine
--
Fachbegriffe der Informatik - einfach erklärt:
Verdeckter Fehler
Siemens hat mitentwickelt. (Jörg Pechau)

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#80: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 10:12:00 by Frederic Daguenet

Hi!

Sabine 'Sani' Schulz wrote:

> Ein gesunder Baum, daher ist Entfernen auch gesetzlich verboten, ich mag
> ihn auch sehr, nur: wenn er mal bei einem starken Sturm umfällt, könnte
> er dem Nachbarn oder uns aufs Haus knallen.
> _Das_ ist bei der ständigen Zunahme von Stürmen und deren Kraft wirklich
> ein Problem in eng bebauten Gegenden.

Schon mal Gedanken drüber gemacht, was wirklich passiert, wenn die
Stürme mehr und stärker werden? Dann ist es nämlich irgendwann egal ob
da ein Baum steht, denn das Dach oder Haus fliegt auch ohne ihm weg.
So eben erst wieder am Wochenende in Berlin passiert. Und dort hab ich
sowas auch selber schon erlebt... wie sich von einem 6 Stockwerke hohen
Gebäude ein Großteil des Flachdaches abhebt und wie ein Blatt Papier auf
uns zugeschwebt kommt, die hinter einem Fenster ungläubig zusahen.
Das Stück Dach krachte dann auf den Grundstückszaun unseres Gartens und
zerstörte diesen gründlich.
Bäume sind übrigens an gleicher Stelle nicht gestürzt.

> Nachbarn von uns haben ihre riesigen gesunden Tannen in der Mitte
> abgeschnitten aus Angst, daß der Baum mal umkippt, schade um die Bäume,
> aber Sicherheit geht vielen vor.

Sorry, aber das ist gruselig! Mal abgesehen davon, das das paranoid und
barbarisch ist, wird der Baum durch diesen Schnitt vielleicht erst recht
ein Umfallkandidat.

Gruß...
Frederic

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#81: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 10:13:20 by unknown

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#82: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 10:38:00 by Rolf_R

On Sun, 09 Jul 2006 11:29:10 +0200, Kathinka Wenz <kathinka@rrr.de>
wrote:

>"Ka Prucha" <Ka.Prucha@gmx.at> wrote:
>
>> Nein dürfen sie nicht,
>
>In Österreich nicht. In Deutschlang möglicherweise. Weiß das jemand?
>Eine 24h-Hotline für Baumfällgenehmigungen ist mir nämlich nicht
>bekannt.
>
Nach einem verheerenden Sturm in den Achtzigern haben wir per Telefon
den "Apparat" in Gang gesetzt. Damals, noch in Leverkusen, genügte ein
Anruf beim Grünflächenamt, am selben Tag kam noch jemand raus, um die
vier riesigen Fichten zu begiutachten. Drei Tage später hatten wir
eine schriftliche Genehmigung mit der Auflage, neue Bäume zu pflanzen.
Gefällt haben wir die Bäume dann aber doch nicht mehr, wir waren
gerade dabei, das Haus zu verkaufen, weil uns der Moloch Stadt zu
überrollen drohte.

Grüße von Rolf

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#83: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 15:58:50 by jurgenex

Kathinka Wenz wrote:
> Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> wrote:
>
>>> Nachbarn von uns haben ihre riesigen gesunden Tannen in der Mitte
>>> abgeschnitten aus Angst, daß der Baum mal umkippt, schade um die
>>> Bäume, aber Sicherheit geht vielen vor.
>> Sorry, aber das ist gruselig! Mal abgesehen davon, das das paranoid
>> und barbarisch ist, wird der Baum durch diesen Schnitt vielleicht
>> erst recht ein Umfallkandidat.
>
> Ja? Warum?
>
> Fichten sind Flachwurzler und daher sehr stark "umwehgefährdet". Warum
> das durch Verringerung der Windangriffsfläche schlimmer werden soll,
> kann ich nicht nachvollziehen. Seine Wurzeln bildet der Baum ja nicht
> zurück, nur weil man ihn oben kappt.

Wenn ein Baum oben gekappt wird, dann werden sich in der Regel _mehrere_
Aeste aus dem obersten Bereich zu neuen Haupttrieben/Ersatzstaemmen
entwickeln. Damit entsteht dann oberhalb des alten Stammes eine neue Krone,
die nicht nur noch dichter ist als der alte Spitze (und damit dem Wind noch
mehr Angriffsflaeche bietet), sondern auch noch zusaetzliches Gewicht in die
Krone bringt.
Du muesstest im Prinzip alle 5-8 Jahre die nachgewachsenen Triebe wieder neu
kappen.

Deshalb ist man schon vor Jahren von dieser Technik abgekommen und
stattdessen duennt man das oberste Drittel des Baumes deutlich aus, um so
die Windangriffsflaeche zu verringern.

jue

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#84: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 17:50:27 by wolmersh

Kathinka Wenz schrieb:
>
> Fichten sind Flachwurzler und daher sehr stark "umwehgefährdet". Warum
> das durch Verringerung der Windangriffsfläche schlimmer werden soll,
> kann ich nicht nachvollziehen. Seine Wurzeln bildet der Baum ja nicht
> zurück, nur weil man ihn oben kappt.

Nicht der komplette Baum wird umfallen, aber das, was dann an der
Schnittstelle an Neuzuwachs kommt wird sehr leicht bei einem Sturm
abbrechen. Habe ich als Waldrandbewohner schon häufig genug hautnah erlebt.
Beste Grüße
G.W.

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#85: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 23:36:14 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 10.07.2006 begab es sich, dass Frederic Daguenet schrieb:

> Sabine 'Sani' Schulz wrote:
>
>> Ein gesunder Baum, daher ist Entfernen auch gesetzlich verboten, ich mag
>> ihn auch sehr, nur: wenn er mal bei einem starken Sturm umfällt, könnte
>> er dem Nachbarn oder uns aufs Haus knallen.
>> _Das_ ist bei der ständigen Zunahme von Stürmen und deren Kraft wirklich
>> ein Problem in eng bebauten Gegenden.
>
> Schon mal Gedanken drüber gemacht, was wirklich passiert, wenn die
> Stürme mehr und stärker werden? Dann ist es nämlich irgendwann egal ob
> da ein Baum steht, denn das Dach oder Haus fliegt auch ohne ihm weg.
> So eben erst wieder am Wochenende in Berlin passiert. Und dort hab ich
> sowas auch selber schon erlebt... wie sich von einem 6 Stockwerke
> hohen Gebäude ein Großteil des Flachdaches abhebt und wie ein Blatt
> Papier auf uns zugeschwebt kommt, die hinter einem Fenster ungläubig
> zusahen.
> Das Stück Dach krachte dann auf den Grundstückszaun unseres Gartens
> und zerstörte diesen gründlich.

Zahlt das eigentlich eine Versicherung?

> Bäume sind übrigens an gleicher Stelle nicht gestürzt.

Wenn gesunde Bäume stürzen und was beschädigen, tritt keine Versicherung
ein, weil das "höhere Gewalt" ist.

Das http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/my_home/tanne1.jpg
http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/my_home/tanne2.jpg ist unsere
Tanne, auf dem zweiten Bild sieht man im Hintergrund das Nachbarhaus.

>> Nachbarn von uns haben ihre riesigen gesunden Tannen in der Mitte
>> abgeschnitten aus Angst, daß der Baum mal umkippt, schade um die Bäume,
>> aber Sicherheit geht vielen vor.
>
> Sorry, aber das ist gruselig!

Das finde ich auch, schade um die wunderschönen Bäume.

> Mal abgesehen davon, das das paranoid und barbarisch ist, wird der
> Baum durch diesen Schnitt vielleicht erst recht ein Umfallkandidat.

Nun, wegmachen dürfen sie ihn nicht, also wird er massakriert :-(, damit
er im Falle des Fallens keinen allzu großen Schaden anrichten kann.

Über unseren halte ich jedenfalls meine schützende Hand :-), der bleibt.

Grüße
Sabine
--
Das echte Gespräch bedeutet:
Aus dem Ich heraustreten
und an die Tür des Du klopfen
* Albert Camus

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#86: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-10 23:44:24 by heitschi.bumbeitschi.bumbum

* Am 10.07.2006 begab es sich, dass Kathinka Wenz schrieb:

> Frederic Daguenet <daguenet@skygate.de> wrote:
>
>> Bäume sind übrigens an gleicher Stelle nicht gestürzt.
>
> Glück gehabt. Ich kann mich an eine Sturm in Eutin erinnern, der einen
> halben Wald umgelegt hat. Es ist also nicht nur so, dass einzelne
> Bäume im Sturm umgeweht werden, es kann auch ganze Gruppen schmeißen.

ACK, als wir vor ein paar Jahren hier einen Hurrikan hatten, schlug der
regelrechte Schneisen in die Wälder, die Fichten (Flachwurzler) fielen
wie die Streichhölzer.

> Der Wald wurde wieder aufgeforstet, aber es war schon ein arges Bild
> der Verwüstung.

Hier auch, in Nutzwäldern werden meist schnell wachsene Fichten
bevorzugt, die nicht tief wurzeln und daher einem Sturm eher zum Opfer
fallen.

>>> Nachbarn von uns haben ihre riesigen gesunden Tannen in der Mitte
>>> abgeschnitten aus Angst, daß der Baum mal umkippt, schade um die Bäume,
>>> aber Sicherheit geht vielen vor.
>> Sorry, aber das ist gruselig! Mal abgesehen davon, das das paranoid
>> und barbarisch ist, wird der Baum durch diesen Schnitt vielleicht
>> erst recht ein Umfallkandidat.
>
> Ja? Warum?
>
> Fichten sind Flachwurzler und daher sehr stark "umwehgefährdet".

In meiner Straße gibt es nur Tannen, keine Fichten.

> Warum das durch Verringerung der Windangriffsfläche schlimmer werden
> soll, kann ich nicht nachvollziehen. Seine Wurzeln bildet der Baum ja
> nicht zurück, nur weil man ihn oben kappt.

ACK

Grüße
Sabine

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#87: Re: Ahorn loswerden

Posted on 2006-07-11 11:36:03 by Frederic Daguenet

Hallo Kathinka!

Kathinka Wenz wrote:
> Glück gehabt. Ich kann mich an eine Sturm in Eutin erinnern, der einen
> halben Wald umgelegt hat. Es ist also nicht nur so, dass einzelne Bäume
> im Sturm umgeweht werden, es kann auch ganze Gruppen schmeißen.
> Der Wald wurde wieder aufgeforstet, aber es war schon ein arges Bild der
> Verwüstung.

Bei der Menge an Bäumen hier würde ich von Glück nicht sprechen wollen.
Was Du meinst wird meist von sehr starken lokalen Böen oder gar von
Tornados verursacht... was die mit Gebäuden mach kennt man ja.

>> > Nachbarn von uns haben ihre riesigen gesunden Tannen in der Mitte
>> > abgeschnitten aus Angst, daß der Baum mal umkippt, schade um die Bäume,
>> > aber Sicherheit geht vielen vor.
>> Sorry, aber das ist gruselig! Mal abgesehen davon, das das paranoid
>> und barbarisch ist, wird der Baum durch diesen Schnitt vielleicht erst
>> recht ein Umfallkandidat.
> Ja? Warum?
> Fichten sind Flachwurzler und daher sehr stark "umwehgefährdet". Warum
> das durch Verringerung der Windangriffsfläche schlimmer werden soll,
> kann ich nicht nachvollziehen. Seine Wurzeln bildet der Baum ja nicht
> zurück, nur weil man ihn oben kappt.

Umfallkandidat, weil an dem Schnitt Pilze etc. eindringen können, die
erst recht dafür sorgen, das der Baum nicht mehr standfest ist.
Übrigens: Eine Tanne ist keine Fichte. ;)

Oder man anders gesagt: Nur einen gesunden Baum deswegen beseitigen zu
wollen, weil er ja bei einem Sturm schaden anrichten könnte, ist doch
bei den vielen Möglichkeiten, die man vorher schon zu schaden gekommen
sein kann, albern. Ich rede hier deutlich von gesunden Bäumen. Das es
bei einem kranken Baum anders aussehen kann, ist klar.

Gruß...
Frederic

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