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#1: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 08:55:12 by unknown

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#2: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 09:22:25 by unknown

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#3: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 10:22:08 by Bernhard Albert

Hallo Mark,

das beobachte ich auch so. Bei uns liegt es an der Witterung. Seit gut
10 Jahren versorgen wir uns bis auf exotische Ausflüge was Gemüse,
Obst und Kräuter angeht aus unserem Garten.

Die ersten Ernten von Kräutern, Feldsalat und Postelein beginnen im
Februar. Ab März gibt es zusätzlich Blattkohl, überwinterten Lauch und
überwintertes Wurzelgemüse. Dann melden sich die ersten überwinterten
Salate. Die ersten Radieschen wachsen. ... es geht rasant weiter und
wir kommen kaum hinterher mit dem Verarbeiten.

Wegen langanhaltender Kälte- und Regenperiode. Wuchs dieses Jahr alles
2 Monate später und direkt in die Blüte. Der Regen ließ das Saatgut im
Boden verfaulen. Viele Sachen vorgezogene Sachen wurden überständig,
weil sich die Kälte- und Regenperiode so lange hinzog und wir den
Boden nicht verdichten wollten. Sie wollten dann nicht mehr so gut
anwachsen wie all die Jahre zuvor. Als dann endlich wärmer und
trockener wurde, wurde es gleich so warm und trocken, dass die ohnehin
kaum eingewurzelten Sachen, das Wachsen einstellten. Wir konnten sie
gerade mal am Leben halten.

Wegen der Regenperiode konnten wir zudem den Boden erst Ende April
richtig bearbeiten und da fehlte dann einfach die Zeit, so dass ein
paar Beete erst Anfang Juni dran kamen. Wegen der Trockenperiode
konnten wir die Kräuterbeete dann nicht ordentlich von Unkraut
befreien, so dass auch da die Ernte klein blieb oder bleiben wird. Die
Trocken- und Hitzewelle hat zusätzlich dafür gesorgt, dass Obstsorten
wie Sauerkirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren ihre
ohnehin wegen der vorherigen Kälte noch kleinen Früchte klein gelassen
oder abgeworfen haben. Zwei siebenjährige Apfelbäume hatten einen
Junifruchtfall, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Auf einem hängen
statt der erwarteten drei Eimer nur noch 16 Stück. Selbst die
Zwetschgen haben abgeworfen, was sie nur konnten und werden nicht
richtig dick. Nur die Birnen sehen noch erfolgversprechend aus, sind
aber kleiner. Nachsaaten scheiterten an der Trockenheit, weil wir nur
zweimal die Woche wässern können. Zwar versuchen wir uns durch
Voranzuchten im Hof bei unserer Wohnung zu retten, aber auch das will
wegen der Witterung nicht so recht werden. Kohl und Kürbisgewächse
sind weit zurück. Die Tomaten sind dicht behangen, aber es will
einfach keine dick und reif werden, weil das Wasser fehlt - wir haben
nur Regenwasser. Nur die bitterfreien Gurken werden nicht bitter,
bleiben aber klein und hartschalig. Erbsen und Puffbohnen brachten nur
winzige Erträge. Die Frühkartoffeln zogen das Laub so schnell wieder
ein, wie sie es draußen hatten.

Wir meckern ja jedes Jahr über das Wetter. Aber dieses mal ist im
Bezug auf den Garten bisher alles eingetreten, was wir uns nicht
wünschen. Wobei das natürlich nicht ganz stimmt. Regen im Frühjahr
hatten wir ja - aber er hat uns wegen der vorhergehenden Frostperiode
kalt erwischt, als der Boden endlich offen war. Sonst haben wir das
schon im März durch - bevor der vergleichsweise regenreiche April
kommt. Warme Nächte im Sommer sind ein Glück für Gurken, Kürbisse,
Tomaten und Paprika. Aber doch bitte erst, wenn sie gut eingewachsen
sind und wenn genug Wasser da ist.

Wenn sich im Lauf der nächsten zwei Wochen nicht noch ordentlich was
verändert. Dann wird das eine Rekordernte mit umgekehrten Vorzeichen.

Ich denke jetzt schon: Das nächst Jahr wird besser! Sonst komme ich um
die Zeit noch nicht dazu daran zu denken, denn sonst habe ich um die
Zeit alle Hände voll mit Ernten und Verarbeiten zu tun. Oder rufe
Leute an, um sie zu beschenken.

Gruß
Bernhard
--
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#4: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 10:24:59 by unknown

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#5: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 10:38:26 by Markus Proske

Mark Henning wrote:
> Dieses Jahr scheint sich gemüsegartenmäßig zu einem reinen Pleitejahr
> zu entwickeln. Ich kann mir offen gestanden nicht erklären, woran es
> liegt:

Da schließe ich mich an, allerdings Osten Österreichs.

Tomaten, die drei Jahre reichte Erträge gebracht haben, im Freiland:
heuer 8 Stück, davon 3 verkümmert und alle mehr oder weniger von
Kraut/Braunfäule befallen. Die letzten drei Jahre waren alle Pflanzen
gesund und stark.
Kann man befallenen Pflanzen eigentlich irgendwie helfen?

lg
Markus

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#6: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 12:56:12 by search_for_signature

Mark Henning schrieb:
> Dieses Jahr scheint sich gemüsegartenmäßig zu einem reinen Pleitejahr
> zu entwickeln. Ich kann mir offen gestanden nicht erklären, woran es
> liegt:

Ich berichte mal zum Vergleich aus unserem Garten (Schwäb. Alb, ca 512m
ü.NN)

> Bohnen: 2 Sorten gepflanzt, davon ist keine einzige gekeimt; liegen
> alle noch jungfräulich im Boden.

Bohnen: 1 Sorte in Horsten ausgesäät, bis auf 2 oder 3 Kerne sind alle
gekeimt und wachsen zügig.

> Karotten: Die Pflänzchen sind immerhin 2cm hoch. Sind sie allerdings
> schon seit mehr als 4 Wochen. Tut sich nix mehr.

Möhren(Gelbe Rüben). 3 Sorten, eine davon (pillensaat) keimte schlecht
und die Reihen zeigen deutliche Lücken. Ein Saatband weist ebenfalls
Lücken auf, ab besten keimte die normale Saat, machte aber viel Arbeit
beim Vereinzeln. Obwohl diese nur 2 Wochen vor den anderen gesäät wurde,
ist das Grünzeugs schon gut 25cm hoch und die Möhren bleistiftdick.
Die anderen Sorten hängen im Vergleich zurück.


> Radieschen: 2 Sorten (eine neu, eine wie letztes Jahr); Es grünt so
> grün - und das in Massen; Problem ist nur: Die Knollen unten sind
> quasi nichtexistent. Und die Knollen, die eine nennenswerte Größe
> (>5mm) haben, sind so holzig, dass man nicht wirklich reinbeißen
> will...

Die Saison ist vorüber. Die ersten waren gut, ziemlich groß und knackig.
Die letzten wurden auch holzig, falsche Sorte für die plötzlich
einsetzende Hitze.


> Winterkürbis: Alle Pflanzen (Hokkaido, Spaghetti und noch eine dritte
> Sorte) nach dem Auspflanzen eingegangen, bis auf eine, die aber sehr
> klein ist. Vielleicht kommt die ja noch.

Alle gut im Topf gekeimt, nach dem Einpflanzen wurden 2 Pflanzen von
Schnecken abgebissen die anderen wachsen:
Hokkaido: zuerst zögerlich, kommt erst jetzt in Fahrt.
2 andere Sorten sind schon größer und blühen.

> Sommerkürbis (Zucchini): Die haben alle überlebt - zumindest bis zum
> Hagelschlag letzte Woche. Mal schauen, ob sie sich nochmal aufrappeln.

Autsch! Hagelschlag ist natürlich übel. Bei uns versorgen 2 Pflanzen
nicht nur uns und Nachbarn, auch die Hühner ;)

> Rettich: Von allen Pflanzen ist sage und schreibe eine gekeimt.
Pflanzen? Ich habe noch nie Rettich-Pflanzen gesehen, sääe immer direkt
aus, habe aber damit kein Glück. Am besten werden noch die schwarzen
Winterrettiche oder rote Sommerrettiche. Ich muss früh ernten sonst
werden sie zerfressen.

> Rote Beete: Ein paar. Vereinzelt.
Keine, dieses Jahr

> Tomaten: Wollen irgendwie nicht wachsen. Dafür nach China auswandern,
> und haben sich deshalb schonmal gelbe Blätter zugelegt. Gna...

die erste Auspflanzung endete mit 100% Verlust durch abwechselnden
Sonnenbrand und nächtlichen Bodenfrösten. Die 2. Serie (hatte noch genug
in Töpfen auf Vorrat) wächst jetzt recht ordendlich. Leider sind
Fruchtansätze sehr spärlich zu sehen, es gibt auch nicht wirklich viel
Blüten... Hoffentlich reichts wenigstens für Samen...

> Chilis: Letztes Jahr eine so hohe Ernte, dass ich nicht mehr wusste,
> wohin mit dem Zeug. Dieses Jahr bin ich froh, wenn ich eine Schote
> bekomme. Die Pflanzen sind vielleicht 10-15cm hoch. Und das wars.
> Wachstumsstopp schon seit 6 Wochen.
Pflanze ich nicht mehr, das war immer zuviel und keiner wollte sie mehr
sehen. Dafür habe ich viele milde Spitzpaprika und normale Paprika, die
wachsen gut und wurden auch schon reichlich verspeist.

> Das Saatgut war übrigens ausnahmslos frisch, z.T. gleiche Sorte/Marke
> wie letztes Jahr (und da war die Ernte gut)... Erde im Gemüsegarten
> wurde nach Empfehlung gedüngt (Kalk), Erde in den Pflanzkübeln ist
> jedoch größtenteils die gleiche Sorte wie letztes Jahr, z.T. eine neue
> Sorte.

Gut gedeihen auch Kohlrabi, (schon die 2. Aussaat), Brokkoli, Fenchel,
Chinakohl, Wirsing, Rosenkohl. Schwächeln tun dieses Jahr neu gepflanzte
Erdbeeren von Ahrens&Sieberts obwohl die Firma die ersten, die zu 50%
kaputt waren durch eine Nachlieferung ergänzte.

gh

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#7: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 12:57:44 by search_for_signature

Kathinka Wenz schrieb:

>> Karotten: Die Pflänzchen sind immerhin 2cm hoch. Sind sie allerdings
>> schon seit mehr als 4 Wochen. Tut sich nix mehr.
>
> Karotten habe ich längst aufgegeben, dafür ist unser Boden zu schwer?

Hatte ich auch mal gedacht und dann Erfolg gehabt nachdem ich einfach 2
Wochen "zu spät" aussääte. Versuche es mal mit normaler Saat und erst ab
Mitte/Ende Juni
gh

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#8: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 13:01:16 by unknown

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#9: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 14:05:57 by unknown

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#10: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 15:00:11 by unknown

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#11: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 15:06:54 by unknown

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#12: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 15:19:25 by unknown

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#13: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 20:53:51 by Karla Baumann

Mark Henning schrieb:
> Dieses Jahr scheint sich gemüsegartenmäßig zu einem reinen Pleitejahr
> zu entwickeln. Ich kann mir offen gestanden nicht erklären, woran es
> liegt:
>
[Missernten, Missentwicklungen]
oh, solche Jahre kenne ich zur Genüge, insbesondere wenn neben dem
Klima, die vermaledeiten Insekten und Schnecken zuschlugen.
Dieses Jahr kann ich wahrlich nicht meckern, allerdings beschränkt sich
bei mir das Gemüse nur noch auf Patissons, Tomaten und Chilies. Die
Butternut-Kürbisse sind den Schnecken zum Opfer gefallen. Ich trauere
dem Gemüse nicht sonderlich nach, war mehr Arbeit, als das es großartig
was gebracht hätte - zumal noch nach Abzug der teuren Saat und all dem
Kram, um das Zeugs überhaupt durchzubringen. Fahre ich jetzt im Hofladen
günstiger und bequemer. Dafür habe ich wundervolle Rosen, Kräuter,
Dahlien, Clematis, Jelängerjelieber und sonstigem Blühkram in schönstem
Flor. Alles wuchert wie im Dschungel. Nach den ersten Hagelschäden vor
einiger Zeit hat sich alles prächtig erholt. Erdbeeren waren und sind
gut, Himbeern sind gerade dabei und die Johannisbeeren sind reichlich
und lecker. Nur der Pfirsich mickert.
Gruss
Karla

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#14: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 21:20:55 by me3

Habe dieses Jahr auch verschiedene Gemüse gepflanzt, wobei nichts
wirklich etwas wurde, und ich dachte schon ich bin schuld...

> Karotten: Die Pflänzchen sind immerhin 2cm hoch. Sind sie allerdings
> schon seit mehr als 4 Wochen. Tut sich nix mehr.

Dito. Wahrscheinlich ist der Lehmboden hier auch nicht tauglich dafür?

> Radieschen: 2 Sorten (eine neu, eine wie letztes Jahr); Es grünt so
> grün - und das in Massen; Problem ist nur: Die Knollen unten sind
> quasi nichtexistent.

Dito. Eine (gute) Essbare Knolle ziemlich früh. Der Rest ist ca. 3mm
dick....

Jens

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#15: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 21:26:46 by Ina Koys

Kathinka Wenz schrieb:

> Und Frost oder Dauerregen ist eher selten so eine lokal begrenzte
> Angelegenheit.

Aber Hagelschlag. Die Wolke, die vor ein paar Wochen Leipzig verwüstete,
hatte 1 km Durchmesser.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#16: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 21:36:00 by Ina Koys

Mark Henning schrieb:
> Dieses Jahr scheint sich gemüsegartenmäßig zu einem reinen Pleitejahr
> zu entwickeln.

Und wir haben das tollste seit langem. Die Durchzählung der Ernten
dieses Jahr hat bisher u.a. ergeben: Winterportulak, Spinat, Erbsen,
Kohlrabi, Salat, Paprika (erstmals probiert, wir sind begeistert!),
Radieschen. Basilikum und Brokkoli haben längst Rekordgrößen erreicht,
Patisson wird wohl erstmals kommendes WE geerntet, Sommerportulak dann,
wenn wir mal Appetit drauf haben sollten. Stangenbohnen blühen nach
Startschwierigkeiten jetzt auch. Das alles übrigens mit Cyber-Knuddel an
alle, die mich daran erinnert haben, dass Bodenproben nicht nur bei
anderen Leuten, sondern auch im eigenen Garten manchmal richtig nützlich
sein können ;D
Süßkirschen waren viele, aber miese Qualität (pro Frucht mindestens eine
Made mit Fäulnis im Schlepptau). Dafür übertreffen sich die
Walderdbeeren darunter selber.

Mein Erntejahr ist ein tolles.

Ina

--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice

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#17: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-10 23:21:47 by Werner Boehnke

Hi,

Ina Koys schrieb:

> Mein Erntejahr ist ein tolles.

Der Schlussstrich wird, was meine Anpflanzungen betrifft, am 15. Okt.
gezogen.

Auch wenn jetzt noch einiges im Argen ist, bis dahin ist noch ein 1/4 Jahr

Buschbohnen können auch jetzt noch gelegt werden

und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Gruß
Werner


--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
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#18: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 08:55:15 by Bernhard Albert

Hallo Kathinka,

> Wobei mich wundert, wieso Bernhard auch so jammert, sein Garten ist
> doch nur ein paar Kilometer entfernt. Ist schon merkwürdig, was ein
> paar Kilometer und offensichtlich auch ein paar wenige Grad
> ausmachen können. Denn bei uns war der letzte Frost Ende März, im
> April war der Boden schon offen.

Die Wetterunterschiede sind hier in Frankfurt zum Teil sehr verrückt.

Während wir oben am Lohrberg noch Frostnächte hatten und der Lohrberg
ist allenfalls ein Hügelchen im Rande der Stadt, waren es in der Stadt
um die 7 Grad. Während es bei uns oben im April/Mai nur so geregnet
hat, so dass man sich kaum im Garten bewegen konnte, ohne
Plateausohlen zu bekommen, war es hier unten zwar oft bedeckt, aber
die Nachbarn haben den Garten gewässert, weil es zu trocken war.
Während es die letzten Tage einige heftige Gewitter in der Stadt gab,
die die Kanalisation zeitweise nicht bewältigen konnte (ich stand auf
der Straße knöcheltief im Wasser) sind oben am Garten auf eine
Dachfläche von 30 Quadratmeter gerade mal 150 Liter Regen gefallen. Wo
die Wolken abregnen kommt unheimlich auf die Windrichtung an. Kommen
die Wolken von der Stadt regnet es bei uns. Ziehen sie aus einer der
drei verbleibenden Himmelsrichtungen regnet es nicht oder kaum.

Gruß
Bernhard
--
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#19: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 09:00:00 by Bernhard Albert

Hallo Kathinka,

> Und Frost oder Dauerregen ist eher selten so eine lokal begrenzte
> Angelegenheit.

Das mit dem lokalen Frost wird wohl eher ein Phänomen geschützterer
Lagen in der Stadt sein. Das mit dem Dauerregen kann mit
Höhenunterschieden und Luftströmen zusammenhängen. Auch da gibt es
lokale Phänomene. Wenn man sich z.B. Frankfurt differenziert anschaut,
dann sieht man starke Unterschiede in den durchschnittlichen
Regenmengen in den Stadtteilen und besonders im Bereich des
Stadtrands.

Gruß
Bernhard
--
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#20: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 09:01:59 by Bernhard Albert

Hallo Kathinka,

> Hatte ich auch mal gedacht und dann Erfolg gehabt nachdem ich
> einfach 2 Wochen "zu spät" aussääte. Versuche es mal mit normaler
> Saat und erst ab Mitte/Ende Juni

Nimm aber dann nicht die späten Lagersorten. Es gibt Sorten mit einer
Kulturdauer von 180 Tagen, die je nach Witterung manchmal auch noch
länger im Boden bleiben sollten. Die reifen dann nicht mehr ordentlich
aus.

Gruß
Bernhard
--
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#21: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 09:03:27 by Bernhard Albert

Hallo,

>> sehr gut. Sogar die hier in der Gegend masshaft wachsenden wilden
>> Stachelbeeren kommen gut, dieses Jahr kaum Mehltau.
>
> Stachelbeeren: ganze 10 Stück

Ich halte 3 dagegen.

Gruß
Bernhard
--
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#22: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 09:09:56 by Susanne Reger-Riedel

Hallo Mark,

> Radieschen: 2 Sorten (eine neu, eine wie letztes Jahr); Es gr=FCnt so
> gr=FCn - und das in Massen; Problem ist nur: Die Knollen unten sind
> quasi nichtexistent. Und die Knollen, die eine nennenswerte Gr=F6=DFe
> (>5mm) haben, sind so holzig, dass man nicht wirklich reinbei=DFen
> will...

Mach Kimchi aus den Blaettern.

> Tomaten: Wollen irgendwie nicht wachsen. Daf=FCr nach China auswandern,
> und haben sich deshalb schonmal gelbe Bl=E4tter zugelegt. Gna...

Blattadern zunaechst noch gruen? Falls ja: siehe unten; wenn nicht: zu
trocken. Blumentopf daneben einbuddeln und da rein giessen - oder ueber
ein Troepfchenbewaesserungssystem nachdenken.

> Daf=FCr wuchs der Senf 1m hoch... Hat vielleicht einer 'ne Idee, wie man
> den erntet und weiterverarbeitet (bzw. woran man erkennt, dass der
> reif ist)?

Blattsenf recht jung, Koerner, wenn die Samenschoten gelb werden: dann
die ganze Pflanze in ein Tuch gewickelt luftig aufhaengen - die Koerner
sind dann im Tuch, wenn das Kraut trocken wird.

> Erde im Gem=FCsegarten wurde nach Empfehlung ged=FCngt (Kalk),

Mit oder ohne Zusaetze (Eisen, Kupfer, ...)? Wenn ohne: Der Boden ist
jetzt zu alkalisch, die Pflanzen koennen Eisen und Kupfer etc. nicht
mehr aufnehmen (deswegen meine Frage zu den Tomaten: Hinweis auf
Eisenmangel). Ach ja: Und das reine Blattwachstum ohne Knollen oder
Blueten spricht fuer zuviel Stickstoff. Und die noch nicht gekeimten
Sachen? Es war einfach zu trocken.

Ciao, Susanne.

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#23: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 09:11:08 by Bernhard Albert

Hallo,

>> Karotten: Die Pflänzchen sind immerhin 2cm hoch. Sind sie
>> allerdings schon seit mehr als 4 Wochen. Tut sich nix mehr.
>
> Dito. Wahrscheinlich ist der Lehmboden hier auch nicht tauglich
> dafür?

Ich habe einen schweren steinigen Lehmboden und ernte generell gute
Karotten, wenn nicht gerade so ein Jahr mit viel Regen bis in den Mai
und dann absolute Trockenheit aufeinander folgen.

Ich regele das für gewöhnlich wie folgt:

Im Februar sobald der Boden offen ist dunkle Folie auf das künftige
Karottenbeete, dann trocknet es oberflächlich ab und erwärmt sich.
Nach zwei Wochen Aussaat und transparente Folie drüber. Damit entkomme
ich den Ameisen - die in warmen und trockenen Frühjahren spätestens
Mitte April überall bauen. Interessanterweise habe ich nämlich vor
allem dann keine Karotten, wenn schon eine große Zahl von Ameisen
sichtbar aktiv ist. Keine Ahnung, ob es die Ameisen selbst sind, oder
weniger sichtbares Getier, dass die Saat oder die Keimblätter
eliminiert.

Wenn es allerdings im Frühjahr lang anhaltende Fröste gibt und
unmittelbar folgende langanhaltende Regenperioden, dann säe ich auch
erst Ende Mai und wenn dann eine Trockenperiode unmittelbar folgt.
Dann verabschieden sich die Karotten bevor sie wachsen. Wobei bei so
späten Aussaaten immer mindestens 50 Prozent durch die heimische Fauna
vernichtet werden.

Gruß
Bernhard
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#24: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 10:31:01 by unknown

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#25: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 10:50:50 by unknown

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#26: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 11:26:27 by unknown

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#27: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 11:33:51 by search_for_signature

Bernhard Albert schrieb:
> Hallo,
>
>>> sehr gut. Sogar die hier in der Gegend masshaft wachsenden wilden
>>> Stachelbeeren kommen gut, dieses Jahr kaum Mehltau.
>>
>> Stachelbeeren: ganze 10 Stück
>
> Ich halte 3 dagegen.

Ich biete 3 übervolle Sträucher an die ich letztes Jahr nicht
geschnitten hatte. Wer das alles ernten soll, steht noch in den Sternen.
gh

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#28: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 11:35:14 by Bernhard Albert

Hallo Kathinka,

der Lutz hat Dir einen Tipp gegeben. Hast Du bestimmt gemerkt?

Darauf habe ich reagiert und eine wichtige Ergänzung wiederum in Deine
Richtung geschrieben. Wenn drei Leute zusammenstehen und einer was
ergänzt, dann schaut er doch auch die Person dabei an, an die das
Ursprungsstatement ging.

> Dass Günter eigentlich Lutz heißt, ist mir bekannt, aber dass man
> ihn jetzt auch Kathinka nennt, verwirrt mich etwas...

Die Idee hat doch was ...

Gruß
Bernhard
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#29: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 11:37:23 by Bernhard Albert

>> Ich halte 3 dagegen.
>
> Wieso? Frost, Krankheit?

Es kam wohl aufgrund der Witterung nicht so recht zur Befruchtung. Ich
habe eher den Dauerregen verantwortlich gemacht, weil Frost die Blüte
nicht beeinträchtigt haben dürfte. Als es dann so radikal trocken
wurde, sind die Stachelbeeren nur so gerieselt, was ich bisher nur von
roten und weißen Johannisbeeren kannte. Schäden oder Krankheiten sind
nicht zu erkennen.

Gruß
Bernhard
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#30: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 12:31:59 by unknown

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#31: Re: Pleitejahr...

Posted on 2006-07-11 13:17:21 by Susanne Reger-Riedel

Hallo Mark,

> Junggesellen-Kimtschi?
>
> http://www.hulka.de/Rezepte/kimchi/kimchi_ges.htm
>
> :-))
>
> H=F6rt sich witzig an.

Ist aber Quatsch - der Name kommt einfach von der Form (gnagnagna): Die
Junggesellen in Korea trugen frueher die Haare zu einem Zopf (eher
Pferdeschwanz ;@)) gebunden - und daran erinnert die Form.
Aber das Rezept sollte passen. Und danke fuer den Link! :-)
Schade, dass man "The Book of Kimchi" nicht mehr runterladen kann ...

> Danke.

Bitte, gern.

Ciao, Susanne.

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