#1: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 20:51:17 by Kleines Onlein
Hallo!
Wir haben heute unsere Dicken Bohnen geerntet, und dabei festgestellt, dass
so ziemlich alle von Maden befallen sind.
Gibt es bei dicken Bohnen auch so einen Trick wie bei den Kirschen mit dem
Eimer Wasser?
Hat jemand eine Idee wie man die noch retten kann?
Mfg, Stefan
Report this message |
Mr Ad
Google
|
#2: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 21:06:55 by unknown
Post removed (X-No-Archive: yes)
Report this message |
#3: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 21:10:04 by Ina Koys
Kleines Onlein schrieb:
> Wir haben heute unsere Dicken Bohnen geerntet, und dabei festgestellt, dass
> so ziemlich alle von Maden befallen sind.
> Gibt es bei dicken Bohnen auch so einen Trick wie bei den Kirschen mit dem
> Eimer Wasser?
Wie ist der Wassereimer-Trick?
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#4: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 21:24:09 by Kleines Onlein
>> Wir haben heute unsere Dicken Bohnen geerntet, und dabei festgestellt,
>> dass
>> so ziemlich alle von Maden befallen sind.
>> Gibt es bei dicken Bohnen auch so einen Trick wie bei den Kirschen mit
>> dem Eimer Wasser?
>
> Wie ist der Wassereimer-Trick?
>
Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die Maden
aus den Kirschen raus.
Dann kann man sie bequem abschöpfen, und sich auf Madenfreie Kirschen
freuen.
Report this message |
#5: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 21:37:35 by Uli Wachowitz
Kleines Onlein <KleinesOnlein@t-online.de> schrieb:
>> Wie ist der Wassereimer-Trick?
>>
> Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die Maden
meine Begeisterung haelt sich Grenzen ;-(
Yack....
--
Ask a stupid question, and be a fool for 5 minutes.
Don't ask, and be a fool for the rest of your life.
Report this message |
#6: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 22:30:08 by Gudrun Ewald
Uli Wachowitz wrote:
>> Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die
>> Maden
>
> meine Begeisterung haelt sich Grenzen ;-(
> Yack....
*lol* ja, ACK :-)
Gruß Gudrun, die sich jetzt einfach mal einredet, dass ihre Wildkirschen
madenfrei sind.
Report this message |
#7: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 22:49:25 by Haiko Johann
Uli Wachowitz schrieb:
> >> Wie ist der Wassereimer-Trick?
> > Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die Mad=
en
> meine Begeisterung haelt sich Grenzen ;-(
Das kenne ich auch noch von Opa und Oma und ihren selbstgesammelten
Pilzen. =DCber nacht an einer luftigen Stelle liegen lassen, bis die
Maden von selbst (=DCberlebenstrieb?) rausgekrabbelt sind.
L=F6st aber bei mir auch keine Begeisterungsst=FCrme aus.
Gr=FC=DFe,
Haiko Zimperlich
Report this message |
#8: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 22:50:47 by Ina Koys
Kleines Onlein schrieb:
>>> Wir haben heute unsere Dicken Bohnen geerntet, und dabei festgestellt,
>>> dass
>>> so ziemlich alle von Maden befallen sind.
>>> Gibt es bei dicken Bohnen auch so einen Trick wie bei den Kirschen mit
>>> dem Eimer Wasser?
>> Wie ist der Wassereimer-Trick?
>>
> Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die Maden
> aus den Kirschen raus.
> Dann kann man sie bequem abschöpfen, und sich auf Madenfreie Kirschen
> freuen.
Ich lach mich scheckig. Mich stört die Made in der Kirsche weit weniger
als die Fäulnis, die sie im Schlepptau hat. Made ist gesund, das ist mal
sicher und wenn ich jetzt bei jedem Würmchen in der Größe Ekel-Theater
veranstalten wollte, hätte ich viel zu tun.
Aber wenn ich dank der Viecher eine respektable Kirschernte nur noch
wegschmeißen kann, weil alles verfault, dann werde ich ungemütlich. Und
jetzt eine madenseitig angebissene Kirsche auch noch in Wasser zu
schmeißen, damit sie noch schneller fault als sonst schon, finde ich
gelinde gesagt kontraproduktiv.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#9: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 22:57:21 by Ina Koys
Haiko Johann schrieb:
>>>> Wie ist der Wassereimer-Trick?
>>> Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die Maden
>
>> meine Begeisterung haelt sich Grenzen ;-(
>
> Das kenne ich auch noch von Opa und Oma und ihren selbstgesammelten
> Pilzen. Über nacht an einer luftigen Stelle liegen lassen, bis die
> Maden von selbst (Überlebenstrieb?) rausgekrabbelt sind.
Das machen sie aber auch erst dann, wenn sie sich dick und rund
gefressen haben und sich verpuppen wollen. Klasse.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#10: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-12 23:16:21 by Werner Boehnke
Hi,
Kleines Onlein schrieb:
> Wir haben heute unsere Dicken Bohnen geerntet, und dabei festgestellt, dass
> so ziemlich alle von Maden befallen sind.
Wie habt ihr das denn festgestellt? Waren da richtige Maden drin (habe
ich noch nie gesehen) oder haben die Bohnen nur ein kleines Loch, das
auf eine Made schließen lässt?
Manche Dicke Bohnen haben solche Löcher, ein Zeichen dass der
Bohnenkäfer seine Eier dort abgelegt hat. Durch Kochen werden die
zerstört. Nur wer Bohnen für die nächste Aussaat verwenden will sollte
Bohnen mit diesen Löchern wegwerfen.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#11: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 01:01:33 by Bernhard Albert
>> Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln
>> die Maden
>
> meine Begeisterung haelt sich Grenzen ;-(
Da kauft man lieber Kirschen die bis zu 38 mal mit Insektiziden und
Herbiziden gespritzt wurden, bis sie so richtig gesund sind.
Oder anders: Seit dem ich Gemüse und Obst praktisch komplett selbst
anbaue und nicht mehr kaufe, ist mir deutlich klarer, was damit so
alles angestellt wird und störe mich bestimmt nicht mehr an ein paar
Fraßgängen oder Löchern. Zur ganz frühen Ökophase mit hutzligen sauren
Äpfeln und schlabrig klebrigen Vollkornnudeln will ich deshalb längst
nicht zurück - aber wenigstens weiß ich, wer in meinem Essen wohnt.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#12: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 01:04:17 by Bernhard Albert
> Und jetzt eine madenseitig angebissene Kirsche auch noch in Wasser
> zu schmeißen, damit sie noch schneller fault als sonst schon, finde
> ich gelinde gesagt kontraproduktiv.
Das macht man, direkt bevor man die Kirschen verarbeitet oder ißt,
weil man Mama, Papa, Tante, Neffen und Nichten nicht zu einem
Obstboden mit Kirschen einladen möchte, der wegläuft. Das macht man
nicht, wenn man sie einlagern möchte. Aber wer will schon frische
Kirschen einlagern.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#13: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 01:06:41 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Wie habt ihr das denn festgestellt? Waren da richtige Maden drin
> (habe ich noch nie gesehen) oder haben die Bohnen nur ein kleines
> Loch, das auf eine Made schließen lässt?
Gibt es generell beides. Wir hatten schon oft Dicke Bohnen mit
richtigen Fraßgängen, so ab Mitte Juli. Deshalb ernten wir gewöhnlich
Ende Juni/Anfang Juli und verzichten auf die Nachernte. Da kommt halt
was anderes aufs Beet.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#14: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 01:07:00 by Ina Koys
Bernhard Albert schrieb:
>> Und jetzt eine madenseitig angebissene Kirsche auch noch in Wasser
>> zu schmeißen, damit sie noch schneller fault als sonst schon, finde
>> ich gelinde gesagt kontraproduktiv.
>
> Das macht man, direkt bevor man die Kirschen verarbeitet oder ißt,
> weil man Mama, Papa, Tante, Neffen und Nichten nicht zu einem
> Obstboden mit Kirschen einladen möchte, der wegläuft. Das macht man
> nicht, wenn man sie einlagern möchte. Aber wer will schon frische
> Kirschen einlagern.
Nein, aber manchmal muss man sie 3 oder 4 Tage aufheben, bevor man sie
essen kann. Denn nicht jeder wohnt neben dem Baum und es stößt auch an
gewisse Grenzen, pro Tag mehr als 7 Kilo zu verdrücken. Daneben gibt es
Menschen, die Kirschüberfluss keltern wollen.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#15: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 02:01:53 by Werner Boehnke
Hi,
Ina Koys schrieb:
> Bernhard Albert schrieb:
>> Das macht man
>> nicht, wenn man sie einlagern möchte. Aber wer will schon frische
>> Kirschen einlagern.
>
> Nein, aber manchmal muss man sie 3 oder 4 Tage aufheben, bevor man sie
> essen kann. Denn nicht jeder wohnt neben dem Baum und es stößt auch an
> gewisse Grenzen, pro Tag mehr als 7 Kilo zu verdrücken. Daneben gibt es
> Menschen, die Kirschüberfluss keltern wollen.
Oder wohin mit dem 10 l Eimer voll und mehr? Immer nur verschenken, wo
die Leut zu faul zum selber pflücken sind? Alkohol ist nicht so unser
Ding. Nun gut, man kan sich das Netz sparen wie unser Nachbar, bei dem
waren sie in 10 Minuten von den Staren weggefressen.
Haben letztes Wochenende 12 Gläser eingeweckt. Für Gries und Milchreis
in der Winterzeit. Das erste Mal übrigens, hoffentlich halten die, was
sie versprechen. Aber gerade beim Einwecken kommt es auf wirklich gute
Qualität an. Die mit kleinen Stellen wurden dann so nebenbei verputzt.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#16: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 02:05:33 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Gibt es generell beides. Wir hatten schon oft Dicke Bohnen mit
> richtigen Fraßgängen, so ab Mitte Juli. Deshalb ernten wir gewöhnlich
> Ende Juni/Anfang Juli und verzichten auf die Nachernte. Da kommt halt
> was anderes aufs Beet.
Das mag sein, die letzten Jahre waren wir auch immer sehr früh dran,
auch wegen der Blattläuse, da hatten wir immer nur ein paar mit den
kleinen Löchern. Dieses Jahr ist leider alles später geworden. Da bin
ich ja mal gespannt.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#17: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 07:59:46 by search_for_signature
Ina Koys schrieb:
> Kleines Onlein schrieb:
>
>> Wir haben heute unsere Dicken Bohnen geerntet, und dabei festgestellt, dass
>> so ziemlich alle von Maden befallen sind.
>> Gibt es bei dicken Bohnen auch so einen Trick wie bei den Kirschen mit dem
>> Eimer Wasser?
>
> Wie ist der Wassereimer-Trick?
da speit man rein wenn man eine Made mittendurch gebissen hat ;)
gh
Report this message |
#18: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 08:01:09 by search_for_signature
Haiko Johann schrieb:
> Uli Wachowitz schrieb:
>
>> >> Wie ist der Wassereimer-Trick?
>> > Man legt die Kirschen in einen Eimer Wasser, und schon krabbeln die Maden
>
>> meine Begeisterung haelt sich Grenzen ;-(
>
> Das kenne ich auch noch von Opa und Oma und ihren selbstgesammelten
> Pilzen. Über nacht an einer luftigen Stelle liegen lassen, bis die
> Maden von selbst (Überlebenstrieb?) rausgekrabbelt sind.
> Löst aber bei mir auch keine Begeisterungsstürme aus.
Klar, wenn schon Maden, dann auch mit dem Zusatzeiweiß und nicht Madenkac/§e
gh
Report this message |
#19: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 09:37:18 by Bernhard Albert
Hallo Ina,
> Nein, aber manchmal muss man sie 3 oder 4 Tage aufheben, bevor man
> sie essen kann.
Und Du meinst man könne sie nach 3 bis 4 Tagen direkt vor dem Essen
oder Verarbeiten nicht mehr in Wasser geben? Dafür hätte ich jetzt
gerne eine Erklärung.
> Daneben gibt es Menschen, die Kirschüberfluss keltern wollen.
Auch das stimmt. Ich nehme zwar an, dass beim Keltern ein paar Maden
nicht stören. Aber ich habe eine Menge Menschen kennengelernt, die die
Kirschen vor dem Keltern waschen. Was spricht dagegen sie dann einen
Moment im Wasser zu lassen und die Maden gleich mit abzuspülen?
Schmeckt Kirschwein oder Kirschsaft ohne Maden weniger gut? Das
Kirschen in der kurzen Zeit verwässern, habe ich noch nicht erlebt.
Die Maden sind wirklich recht flink draußen und das Wasser tropft
rasch wieder ab.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#20: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 09:43:08 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Das mag sein, die letzten Jahre waren wir auch immer sehr früh dran,
> auch wegen der Blattläuse, da hatten wir immer nur ein paar mit den
> kleinen Löchern.
Wegen der Blattläuse mache ich mir inzwischen weniger Sorgen. Ich bin
nicht mehr so zögerlich mit dem Spritzen. Einmal an einem sonnigen Tag
kurz vor Mittag mit Spiritus und Schmierseife gerade so die
Triebspitzen und die Achsen, in denen die Läuse sitzen, gespritzt und
man hat für gut 14 Tage Ruhe. Da bringt man auch keine Unmengen aus.
Für 12 Quadratmeter Bohnenbestand reichen 2 Liter in der kleinen
Rückenspritze. Wenn man drei Liter nimmt, kann man auch gleich noch
ein paar andere besonders verlauste Gemüse oder Blumen entlasten. Die
Rückenspritze bevorzuge ich, weil man damit das Spritzmittel sehr viel
gezielter und dosierter ausbringen kann, als mit diesen Handspritzen
mit Pumpe.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#21: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 11:32:51 by Ina Koys
Bernhard Albert schrieb:
>> Nein, aber manchmal muss man sie 3 oder 4 Tage aufheben, bevor man
>> sie essen kann.
>
> Und Du meinst man könne sie nach 3 bis 4 Tagen direkt vor dem Essen
> oder Verarbeiten nicht mehr in Wasser geben? Dafür hätte ich jetzt
> gerne eine Erklärung.
Gerne: die Kirschen sind dank Maden hin, bevor ich das Wasser auch nur
in Anschlag bringen könnte. Denn wie geschrieben: die Made selbst ist
der geringere Spaßverderber.
>> Daneben gibt es Menschen, die Kirschüberfluss keltern wollen.
>
> Auch das stimmt. Ich nehme zwar an, dass beim Keltern ein paar Maden
> nicht stören.
Mal abgesehen davon, dass ein paar Hundert Maden tot oben auf dem Wein
schwimmend schon was anderes sind als eine Made pro Kirsche. Und
abgesehen davon, dass man zum Keltern nur absolut einwandfreie Waren
nehmen darf, wenn man nicht möchte, dass alles umsonst war und verdirbt.
Noch mal: es ist nicht die Made, die am meisten stört, sondern ihr
Schaden. Und den behebt kein Wassereimer.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#22: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 11:33:11 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Wegen der Blattläuse mache ich mir inzwischen weniger Sorgen. Ich bin
> nicht mehr so zögerlich mit dem Spritzen.
Abgesehen von der Chemie die da eingebracht wird, nein, ich will jetzt
keinen Streit in die Richtung was und wieviel und ob überhaupt, es ist
eine zusätzliche Arbeit, die man sich sparen kann, wenn die Bohnen so
rechtzeitig gelegt werden, so dass zur Hauptsaison der Schwarzen
Blattlaus der Fruchtansatz bereits stattgefunden hat.
Zusätzlich kann man noch die Windrichtung beachten, bei uns meist
entweder Ost oder West. Also wird das Beet von West nach Ost
ausgerichtet, so dass die Blattläuse, die verbreiten sich ja mit dem
Wind, zunächst an der schmalen Seite und nicht an breiter Front
einfallen. Dort kann man dann gut und gerne 3 oder 4 Spitzen die
befallen sind abbrechen und entsorgen, dann verteilen die sich auch
nicht weiter.
Dass einzige was ich im Garten verspritze ist Fisch- oder Algendünger,
als zusätzliche Blattdüngung. Ist zwar asig teuer das Zeugs, ltr=12
'verdünnt wird 1,5 ccm auf 1 ltr Wasser', aber die Wirkung ist
phänomenal (mMn).
> Die
> Rückenspritze bevorzuge ich, weil man damit das Spritzmittel sehr viel
> gezielter und dosierter ausbringen kann, als mit diesen Handspritzen
> mit Pumpe.
Na ja, Gewohnheitssache, würde ich sagen, ich komm mit der Handspritze
gut zurecht, aber ich kenn einen, der wirft deswegen extra seinen
Kompressor an. lol
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#23: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 13:40:15 by Bernhard Albert
Hallo,
> Abgesehen von der Chemie die da eingebracht wird, nein, ich will
> jetzt keinen Streit in die Richtung was und wieviel und ob
> überhaupt, es ist eine zusätzliche Arbeit, die man sich sparen
> kann, wenn die Bohnen so rechtzeitig gelegt werden, so dass zur
> Hauptsaison der Schwarzen Blattlaus der Fruchtansatz bereits
> stattgefunden hat.
Man kann die Dicken Bohnen erst legen, wenn der Boden offen und
hinreichend abgetrocknet ist. Je nach Gegend ist Dein Vorschlag ohne
Bodenheizung und Gewächshaus nicht realisierbar. Das mit der
Windrichtung stimmt auch nur für das norddeutsche Flachland - mal
vorausgesetzt, dass dort immer Wind geht. In Gegenden, in denen es
auch mal windstill ist, fliegen die Läuse schlicht und einfach dort
hin, wohin sie Lust haben.
>> Die
>> Rückenspritze bevorzuge ich, weil man damit das Spritzmittel sehr
>> viel gezielter und dosierter ausbringen kann, als mit diesen
>> Handspritzen mit Pumpe.
>
> Na ja, Gewohnheitssache, würde ich sagen, ich komm mit der
> Handspritze gut zurecht, aber ich kenn einen, der wirft deswegen
> extra seinen Kompressor an. lol
Das mag bei Deinem Algendünger angemessen sein. Beim Einsatz von
Spritzmitteln, die möglichst gering dosiert und fein verteilt werden
sollen, ist das völlig kontraproduktiv. Ob Dein Algendünger wirklich
viel umweltverträglicher ist als meine Kaliseife und ein bißchen
Alkohol muss erst noch bewiesen werden. Wenn ich mir die chemischen
Bestandteile so anschaue, glaube ich da nämlich gar nicht dran.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#24: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 13:41:42 by Bernhard Albert
Hallo,
> Noch mal: es ist nicht die Made, die am meisten
> stört, sondern ihr Schaden. Und den behebt kein Wassereimer.
Nein - nicht nochmal - blöder Kleinkrieg! Du hast geschrieben:
>> Und jetzt eine madenseitig angebissene Kirsche auch noch in Wasser
>> zu schmeißen, damit sie noch schneller fault als sonst schon, finde
>> ich gelinde gesagt kontraproduktiv.
Und nochmal - zum Mitschreiben: Die fault nicht schneller, wenn man
sie direkt vor dem Verzehr oder der Verwertung in Wasser schmeißt.
Entweder sind sie vorher faul und unbrauchbar oder nicht. Sie werden
in jedem Fall nicht fauler oder unbrauchbarer, wenn man sie in Wasser
gibt, direkt bevor man sie verzehrt oder verwertet!
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#25: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 14:33:07 by Ina Koys
Bernhard Albert schrieb:
> Hallo,
>
>> Noch mal: es ist nicht die Made, die am meisten
>> stört, sondern ihr Schaden. Und den behebt kein Wassereimer.
>
> Nein - nicht nochmal - blöder Kleinkrieg! Du hast geschrieben:
>
>>> Und jetzt eine madenseitig angebissene Kirsche auch noch in Wasser
>>> zu schmeißen, damit sie noch schneller fault als sonst schon, finde
>>> ich gelinde gesagt kontraproduktiv.
>
> Und nochmal - zum Mitschreiben: Die fault nicht schneller, wenn man
> sie direkt vor dem Verzehr oder der Verwertung in Wasser schmeißt.
> Entweder sind sie vorher faul und unbrauchbar oder nicht.
Eben. Und deshalb interessiert mich AUSSCHLIESSLICH eine Art, Maden zu
vermeiden, bevor sie die Kirsche anbeißen. Bei vorhandenem Befall ist
jede Maßnahme ein Tropfen auf dem heißen Stein. MannIstDasSchwer.
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#26: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 15:41:23 by getuem
Hallo Werner,
hw boehnke <old.quinn@gmx.net> schrieb:
>Oder wohin mit dem 10 l Eimer voll und mehr? Immer nur verschenken, wo
>die Leut zu faul zum selber pflücken sind?
Wo und wann soll ich pflücken kommen ;-)
Ich bring auch meinen eigenen 10l Eimer mit ;-)
>Alkohol ist nicht so unser Ding.
Wenn hier mal so ein Segen von Kirschen einschlagen würde, dann würde
sich erst vom frischen Obst sattgegessen, dann würden ein paar Gläser
eingeweckt, dann kommt Marmelade-Kochen dran (ist nämlich auch gleich
ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für Oma, Opa, Mama, Papa, Tante
Onkel...) und wenn dann noch was übrig ist, wird ein Weinballon
angesetzt, der aber mit Sauerkirschen gemischt würde. Kirschsaft pur
herstellen ist auch noch ne Variante, das Zeugs zu verarbeiten. Und
die mit dem Loch kann man entweder entmaden und gleich essen oder
entmaden und in den Rumtopf werfen. Alkohol desinfiziert schließlich.
;-)
Also ich glaube, ich würde nichts den Staren überlassen.
Aber isch abe leider gar kein Kirschbaum.
Grüßle Manuela
Report this message |
#27: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 18:05:05 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Man kann die Dicken Bohnen erst legen, wenn der Boden offen und
> hinreichend abgetrocknet ist. Je nach Gegend ist Dein Vorschlag ohne
> Bodenheizung und Gewächshaus nicht realisierbar.
Na na von wegen Bodenheizung, frostfrei reicht den Dicken Bohnen und das
ist hier an der Küste meist ab Mitte März.
> Das mit der
> Windrichtung stimmt auch nur für das norddeutsche Flachland -
Stimmt, da wohne ich. ;-)
> mal
> vorausgesetzt, dass dort immer Wind geht. In Gegenden, in denen es
> auch mal windstill ist, fliegen die Läuse schlicht und einfach dort
> hin, wohin sie Lust haben.
Habe halt die Beobachtung gemacht, dass der Befall entweder im
Nordwesten oder Südosten beginnt. Aber bei uns (Elbmarschen) ist so gut
wie immer Wind.
> Das mag bei Deinem Algendünger angemessen sein. Beim Einsatz von
> Spritzmitteln, die möglichst gering dosiert und fein verteilt werden
> sollen, ist das völlig kontraproduktiv. Ob Dein Algendünger wirklich
> viel umweltverträglicher ist als meine Kaliseife und ein bißchen
> Alkohol muss erst noch bewiesen werden. Wenn ich mir die chemischen
> Bestandteile so anschaue, glaube ich da nämlich gar nicht dran.
Du kennst die chemischen Substanzen in BioBizz Alg-a-mic?
Glaube ich dir nicht.
Jedenfalls bei dem Zeug handelt es sich um kaltgepressten Algenextrakt.
Also rein biologisch. Klar, jetzt kommen ganz Schlaue und behaupten "Eh,
die Meere sind doch verseucht und Algen speichern mit Vorliebe
Schwermetalle und und und" - Ich halte es jedenfalls für
umweltverträglicher, und da es dosiert als Blattduenger verwendet wird
auch wirksamer, als wenn ich den gleichen Zweck mit kiloweise Blaukorn
zu erreichen versuchen würde, das beim nächsten Wolkenbruch in die
Gräben absickert.
Außerdem kann man sich schön mit den Pflanzen unterhalten wenn man mit
der Handpuste arbeitet. ;-)
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#28: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 18:06:14 by Werner Boehnke
Hi,
Manuela Pecks schrieb:
> Wo und wann soll ich pflücken kommen ;-)
> Ich bring auch meinen eigenen 10l Eimer mit ;-)
Wer zu spät kommt, den straft das Leben. lol
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#29: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 18:43:22 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Na na von wegen Bodenheizung, frostfrei reicht den Dicken Bohnen
> und das ist hier an der Küste meist ab Mitte März.
Das reicht nicht! Er muss auch abgetrocknet sein. Einen schweren
dichten nassen Boden bei gerade mal frostfrei akzeptieren sie nicht.
Dieses Jahr war hier bei uns erst Anfang Mai so weit, dass man den
Boden bearbeiten konnte. Vorher hätte jeder Versuch ihn nur verdichtet
und für Bohnen gesorgt, die im Boden verfaulen. Klar kenn ich da ein
paar Tricks mit Abdecken und Vorziehen. Aber wir haben hier in
Frankfurt am Main kein Extremklima. Andere Regionen hatten es
schwerer.
> Habe halt die Beobachtung gemacht, dass der Befall entweder im
> Nordwesten oder Südosten beginnt. Aber bei uns (Elbmarschen) ist so
> gut wie immer Wind.
Bei uns kann ich sagen, fängt er manchmal irgendwo in der Mitte an -
gesucht und gefunden wird die schwächste Pflanze zuerst.
> Du kennst die chemischen Substanzen in BioBizz Alg-a-mic?
> Glaube ich dir nicht.
Nein - ich weiß nur, dass die Natur keineswegs frei von Giftstoffen
ist und dabei spielen verseuchte Meere und Schwermetalle wohl mit die
geringste Rolle. Die Natur liefert die Stoffe in Mengen selbst. Und
ich gehe einfach mal davon aus, dass auch in Deinen Algen durchaus
Stoffe sein können, die irgendwelchen Lebewesen nicht zuträglich sind.
Bei Kaliseife weiß ich was drin ist und ich halte sie in geringer
Dosierung ebenso wie Alkohol für unbedenklich. Wenn Du aber der
Überzeugung bist, dass man die Dicken Bohnen auch in einem Eimer mit
Algenextrakt groß ziehen könnte oder das der Algenextrakt sich als
Getränk eignet, dann werde ich zugestehen, dass der Algenextrakt
Tieren und Pflanzen weniger schadet als meine Kaliseife mit etwas
Alkohol. Ich gehe dann allerdings auch davon aus, dass ein so
wirkungsloser Algenextrakt wenig nutzt. Wenn Du aber denkst man solle
den Dünger nicht trinken und man könnte auch nicht einfach die Pflanze
reinstellen, dann dürfte sich das in der Ökobilanz womöglich die Waage
halten.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#30: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 20:16:18 by getuem
Hallole,
hw boehnke <old.quinn@gmx.net> schrieb:
[Kirschen pflücken]
>Wer zu spät kommt, den straft das Leben. lol
Na dann leg ich jetzt das Posting auf "Wiedervorlage" für den
01/06/2007 <eg>
Grüßle Manuela
Report this message |
#31: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 21:59:35 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
>>Na na von wegen Bodenheizung, frostfrei reicht den Dicken Bohnen
>>und das ist hier an der Küste meist ab Mitte März.
>
> Das reicht nicht! Er muss auch abgetrocknet sein. Einen schweren
> dichten nassen Boden bei gerade mal frostfrei akzeptieren sie nicht.
Nun gut, das ist Deine Meinung. Ich habe da eine andere, die sich auch
auf eigene Erfahrung begründet. Dicke Bohnen kommen mit einer
Keimtemperatur von 5 -10°C aus. Nässe, soweit es keine Staunässe ist,
macht ihnen nichts aus. Und schweren, dichten Boden sollte und muß man
ja nicht unbedingt haben. Man könnte Dicke Bohnen theoretisch sogar
mitten im Winter legen. Tut nur kein Mensch, weil das Kraut nicht
unendlich frostresistent ist, leichte Bodenfröste aber anderer seits
übersteht.
> Bei uns kann ich sagen, fängt er manchmal irgendwo in der Mitte an -
> gesucht und gefunden wird die schwächste Pflanze zuerst.
Das kenn ich eigentlich nur von Schnecken, dass die sich kranke,
schwache Pflanzen aussuchen. Bei Läusen habe ich eher das Gegenteil
beobachtet.
> Bei Kaliseife weiß ich was drin ist und ich halte sie in geringer
> Dosierung ebenso wie Alkohol für unbedenklich.
Ändert aber nichts daran, dass es sich in der Regel zu 30% um Kalilauge
handelt.
> Wenn Du aber der
> Überzeugung bist, dass man die Dicken Bohnen auch in einem Eimer mit
> Algenextrakt groß ziehen könnte
Du weisst das das Quatsch ist. Nicht wegen des Konzentrats des
Düngemittels, sondern deshalb, weil Wurzeln der Leguminosen Luft benötigen.
> oder das der Algenextrakt sich als Getränk eignet,
http://www.welt.de/data/2006/07/04/943266.html
> dann werde ich zugestehen, dass der Algenextrakt
> Tieren und Pflanzen weniger schadet als meine Kaliseife mit etwas
> Alkohol. Ich gehe dann allerdings auch davon aus, dass ein so
> wirkungsloser Algenextrakt wenig nutzt.
Dass Blattduenger nur in sehr geringer Konzentration aufgebracht wird,
sollte eigentlich sogar der dümmste Bauer mit den dicksten Kartoffeln
wissen.
Gerade darin, dass er den Pflanzen nicht schadet, sondern seine
Inhaltsstoffe den Pflanzen gesunden Wuchs verleihen, liegt seine
Wirkung. Hattest du oben nicht erwähnt, dass Schädlinge schwache
Pflanzen zuerst angreifen?
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#32: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 22:29:59 by Thomas Dachbrodt
Ina Koys <muelltonne@iko-web.de> schrieb:
>Eben. Und deshalb interessiert mich AUSSCHLIESSLICH eine Art, Maden zu
>vermeiden, bevor sie die Kirsche anbeißen. Bei vorhandenem Befall ist
>jede Maßnahme ein Tropfen auf dem heißen Stein. MannIstDasSchwer.
>
>Ina
Da fällt mir nur ein, Kirschen anbauen die erste bis höchstens dritte KW
reifen oder gelbe Klebetafeln reinhängen. Ansonsten könntest du
höchstens versuchen mit Kräutermischungen zu den Hauptflugzeiten
(Eiablagezeiten) zu räuchern aber das dürfte schwierig werden. Ansonsten
alle Kirschen abnehmen und früh gefallene aufsammeln um die Anzahl der
Puppen im Boden zu verringern.
Viel Erfolg,
das tom
Report this message |
#33: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 23:02:15 by Ina Koys
Thomas Dachbrodt schrieb:
>> Eben. Und deshalb interessiert mich AUSSCHLIESSLICH eine Art, Maden zu
>> vermeiden, bevor sie die Kirsche anbeißen. Bei vorhandenem Befall ist
>> jede Maßnahme ein Tropfen auf dem heißen Stein. MannIstDasSchwer.
> Da fällt mir nur ein, Kirschen anbauen die erste bis höchstens dritte KW
> reifen oder gelbe Klebetafeln reinhängen. Ansonsten könntest du
> höchstens versuchen mit Kräutermischungen zu den Hauptflugzeiten
> (Eiablagezeiten) zu räuchern aber das dürfte schwierig werden. Ansonsten
> alle Kirschen abnehmen und früh gefallene aufsammeln um die Anzahl der
> Puppen im Boden zu verringern.
Na ja: den Baum bitten früher zu reifen kann ich nicht und an Gelbtafeln
fängt sich wohl auch deutlich mehr als nur Kirschfruchtfliegen. Räuchern
verlangt sicher mehr Sachkenntnis als ich habe. Kirschen sammeln ist
machbar - wenigstens etwas.
Hat mal einer so eine Pheromonfalle probiert?
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#34: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-13 23:30:26 by Frank Spreer
Manuela Pecks schrieb am 13 Jul 2006 :
> Wo und wann soll ich pflücken kommen ;-)
> Ich bring auch meinen eigenen 10l Eimer mit ;-)
Wenn du bist Sonntag hier warst, kannst du noch ein paar kriegen. Montag
Nachmittag geht der Rest zum Neubert, Kirschsaft draus machen.
Frank
Report this message |
#35: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 00:45:40 by Bernhard Albert
> Hat mal einer so eine Pheromonfalle probiert?
Habe ich schon probiert. Bringt halt nichts, weil immer eine
ausreichend Zahl an Weibchen befruchtet wird. Im Erwerbsanbau werden
die Pheromonfallen nur eingesetzt, um herauszufinden, wann die
Flugzeit ist und wann gespritzt werden sollte - eine Befallsminderung
kann damit nicht erreicht werden. Für den Hobbygärtner nichts weiter
als ein Placebo.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#36: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 00:55:40 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Und schweren, dichten Boden sollte und
> muß man ja nicht unbedingt haben.
Das kann wirklich nur ein Stadtgärtner schreiben, der sich den
Mutterboden liefern lässt. Selbst bei maximaler Versorgung mit Humus,
wird aus unserem schweren lehmigen Boden nie ein Boden, den man
bearbeiten kann, solange er noch so naß ist, dass man Plateausohlen
bekommt, wenn man auf den Gartenwegen herumläuft.
> Man könnte Dicke Bohnen theoretisch sogar
> mitten im Winter legen.
Könnte man nicht, weil es definitiv genug Lebewesen im Boden gibt, die
sich an den vorgeweichten Bohnen gütlich tun. Sie haben bei uns nur
dann eine Chance gegen Tausendfüßler und Konsorten, wenn sie zügig
aufkeimen können..
> Ändert aber nichts daran, dass es sich in der Regel zu 30% um
> Kalilauge handelt.
Die genau was bewirkt? Und für gewöhnlich wie mit ihrer Umwelt in
Interaktion tritt? Und kommen in der Natur keine Laugen vor?
> Dass Blattduenger nur in sehr geringer Konzentration aufgebracht
> wird, sollte eigentlich sogar der dümmste Bauer mit den dicksten
> Kartoffeln wissen.
Das trifft im Wesentlichen auch für den Einsatz eines jeglichen
Spritzmittels zu. So gering wie möglich aber oberhalb der Schwelle
unter der sie nicht mehr wirken.
> Gerade darin, dass er den Pflanzen nicht schadet, sondern seine
> Inhaltsstoffe den Pflanzen gesunden Wuchs verleihen, liegt seine
> Wirkung.
Das sagt man auch von Spritzungen mit Kaliseife.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#37: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 02:08:18 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Das kann wirklich nur ein Stadtgärtner schreiben, der sich den
> Mutterboden liefern lässt. Selbst bei maximaler Versorgung mit Humus,
> wird aus unserem schweren lehmigen Boden nie ein Boden, den man
> bearbeiten kann, solange er noch so naß ist, dass man Plateausohlen
> bekommt, wenn man auf den Gartenwegen herumläuft.
Nix Mutterboden, nur jede Menge Mist, Kompost, Sand und Kalk. Aber Du
scheinst mir eh nichts zu glauben.
> Könnte man nicht, weil es definitiv genug Lebewesen im Boden gibt, die
> sich an den vorgeweichten Bohnen gütlich tun. Sie haben bei uns nur
> dann eine Chance gegen Tausendfüßler und Konsorten, wenn sie zügig
> aufkeimen können..
Tausendfüßler fressen dicke Bohnen? Hast du das schon mal gesehen?
> Die genau was bewirkt? Und für gewöhnlich wie mit ihrer Umwelt in
> Interaktion tritt?
Ätzend!
> Und kommen in der Natur keine Laugen vor?
Aber keine Kalilauge, die wird chemisch im Elektrolyseverfahren hergestellt.
>>Gerade darin, dass er den Pflanzen nicht schadet, sondern seine
>>Inhaltsstoffe den Pflanzen gesunden Wuchs verleihen, liegt seine
>>Wirkung.
> Das sagt man auch von Spritzungen mit Kaliseife.
Dann sagt man flasch. Sie hemmt das Wachstum patogener Microorganismen
und wirkt schädigend auf das Protoplasma der Pflanzen.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#38: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 08:46:46 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Nix Mutterboden, nur jede Menge Mist, Kompost, Sand und Kalk. Aber
> Du scheinst mir eh nichts zu glauben.
Ich glaube Dir nicht, dass Du aus unserem sehr lehmigen Boden, nach 40
cm kommt reiner gelber Lehm, der sich als Baustoff eignet, einen
machen könntest, der keine Probleme mit Staunässe hat und den man
nicht erst abtrocknen lassen muss. Sand müßte in solchen Mengen
eingebracht werden, dass wir den Garen einen halben Meter höher
hätten, als die Umgebung. Der Boden ist von naturaus sehr kalkhaltig.
Mist und Kompost bringen wir nur mehr sparsam ein, weil wir eine
ausreichende Versorgung mit Kalium und Phosphor haben und nach
Dungeempfehlungen sparsam damit sein sollen.
Ich wehre mich nur gegen die Behauptung, dass ein sehr schwerer Boden
durch regelmäßige Pflege ein leichter Boden werden könnte. Jedes
Fachbuch unterscheidet zwischen verschiedenen Böden und in den
Agrarwissenschaften werden Bodenwerte bestimmt und auf Basis von
Bodenfeuchte und Bodentemperatur gesät und gepflanzt und nicht nach
einem universell gültigen Zeitpunkt für die Aussaat. Wenn bei uns die
Öko-Bauern nicht auf den Acker fahren, um die Kartoffeln zu legen,
weil der Boden zu schwer und zu nass und das nach gut 20 Jahren
ökologischer Bewirtschaftung und Versuchen zur Bodenoptimierung, dann
wird es wohl mit am vorgefundenen und nur bedingt zu verändernden
Boden liegen.
>> Könnte man nicht, weil es definitiv genug Lebewesen im Boden gibt,
>> die sich an den vorgeweichten Bohnen gütlich tun. Sie haben bei
>> uns nur dann eine Chance gegen Tausendfüßler und Konsorten, wenn
>> sie zügig aufkeimen können..
>
> Tausendfüßler fressen dicke Bohnen? Hast du das schon mal gesehen?
Das habe ich schon gesehen. Ich habe dicke Bohnen ausgegraben, die
nicht oder nur sehr schlecht hochkamen. In den Bohnen waren jeweils
20-30 winziger fast durchsichtiger Tausenfüßler mit roten Punkten an
den Seiten. Dann gibt es noch schwarze kleine Schnecken, die
unterirdisch leben, die lieben die Dicken Bohnen auch. Es ist zwar so,
dass man Dicke Bohnen durchaus früh legen kann, aber wie alle Pflanzen
keimen sie wirklich erst dann auf, wenn es warm genug für Wachstum ist
und solange haben alle Feinde beste Chancen. Offensichtlich sind sie
erst in der Lage sich durchzusetzen, wenn sie einen Wachstumsschub
haben und nicht vorher. Da die dicken Bohnen zu dem Zeitpunkt nur in
abgetrennten Bereichen Anzeichen für Fäulnis aufwiesen, aber unzählige
Fraßgänge, gehe ich mal davon aus, dass hier Bohnen während der
Keimruhe gefressen werden.
>> Die genau was bewirkt? Und für gewöhnlich wie mit ihrer Umwelt in
>> Interaktion tritt?
>
> Ätzend!
Und das bleibt so auf Dauer? Sie reagiert nicht mit anderen Stoffen
und baut sich ab?
>> Das sagt man auch von Spritzungen mit Kaliseife.
>
> Dann sagt man flasch. Sie hemmt das Wachstum patogener
> Microorganismen und wirkt schädigend auf das Protoplasma
> der Pflanzen.
Das heißt Kaliumseife ätzt mir die Bohnen weg. Das konnte ich sowas
von überhaupt noch nicht beobachten. Warum wird dann eigentlich
Kaliumseife auch als ökologisch besonders verträgliches
Reinigungsmittel gepriesen.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#39: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 11:44:38 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Ich glaube Dir nicht, dass Du aus unserem sehr lehmigen Boden, nach 40
> cm kommt reiner gelber Lehm, der sich als Baustoff eignet, einen
> machen könntest, der keine Probleme mit Staunässe hat und den man
> nicht erst abtrocknen lassen muss. Sand müßte in solchen Mengen
> eingebracht werden, dass wir den Garen einen halben Meter höher
> hätten, als die Umgebung.
Das es ist Böden gibt, mit denen man überhaupt nichts anfangen kann und
bei denen jede Bearbeitung zwecklos ist, ist mir schon klar. Solche
Böden werden ja auch meist nur, sofern dies möglich ist, als Weideland
oder Wald genutzt.
> Der Boden ist von naturaus sehr kalkhaltig.
> Mist und Kompost bringen wir nur mehr sparsam ein, weil wir eine
> ausreichende Versorgung mit Kalium und Phosphor haben und nach
> Dungeempfehlungen sparsam damit sein sollen.
Phosphor? Ich glaube du meinst Phosphat und das Phosphat auf
kalkhaltigen Böden nur langsam verfügbar ist, ist bekannt. Außerdem gibt
es bei Kalk auch Unterschiede. Nicht jeder Kalk lockert schweren Boden.
Ein Überschuss an Phosphat bedeutet ja nicht, das dieser auch für die
Pflanzen verfügbar ist und dass man auf Biomasse verzichten muß. Nur
zusätzlich Düngung mit Phosphat sollte vermieden werden.
> Ich wehre mich nur gegen die Behauptung, dass ein sehr schwerer Boden
> durch regelmäßige Pflege ein leichter Boden werden könnte.
Das habe ich auch nicht behauptet. Das wäre ja noch schöner, wenn aus
meinem schweren Marschboden plötzlich ein leichter Sandboden werden
würde. Aber man kann schweren Boden durchaus durchlässiger machen, das
heißt eine bessere Bodengare erzielen.
> Jedes
> Fachbuch unterscheidet zwischen verschiedenen Böden und in den
> Agrarwissenschaften werden Bodenwerte bestimmt und auf Basis von
> Bodenfeuchte und Bodentemperatur gesät und gepflanzt und nicht nach
> einem universell gültigen Zeitpunkt für die Aussaat. Wenn bei uns die
> Öko-Bauern nicht auf den Acker fahren, um die Kartoffeln zu legen,
> weil der Boden zu schwer und zu nass und das nach gut 20 Jahren
> ökologischer Bewirtschaftung und Versuchen zur Bodenoptimierung, dann
> wird es wohl mit am vorgefundenen und nur bedingt zu verändernden
> Boden liegen.
Wenn der Boden nicht für Kartoffeln geeignet ist, sollte man auf den
Anbau selbiger verzichten und Winterroggen oder Raps anbauen. Am besten,
wie ich oben erwähnte, Wald aufforsten.
> Und das bleibt so auf Dauer? Sie reagiert nicht mit anderen Stoffen
> und baut sich ab?
Schon klar, dass man, wenn man Seife ins Auge bekommen hat, dieses mit
klarem Wasser ausspülen kann.
> Das heißt Kaliumseife ätzt mir die Bohnen weg. Das konnte ich sowas
> von überhaupt noch nicht beobachten. Warum wird dann eigentlich
> Kaliumseife auch als ökologisch besonders verträgliches
> Reinigungsmittel gepriesen.
Selbst wenn es ökologisch besonders verträglich ist, es ist nicht mehr
als ein Reinigungsmittel.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#40: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 13:18:24 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Das es ist Böden gibt, mit denen man überhaupt nichts anfangen kann
> und bei denen jede Bearbeitung zwecklos ist, ist mir schon klar.
> Solche Böden werden ja auch meist nur, sofern dies möglich ist, als
> Weideland oder Wald genutzt.
Klar und es gibt auch schwierige Böden, bei denen sich eine
Bewirtschaftung durchaus lohnt. Wir sind halt einen Kompromiß aus
Kosten, Wegstrecken und Lage eingegangen.
> Phosphor? Ich glaube du meinst Phosphat
Ganz klar!
> und das Phosphat auf
> kalkhaltigen Böden nur langsam verfügbar ist, ist bekannt.
Keine Frage.
> Außerdem
> gibt es bei Kalk auch Unterschiede. Nicht jeder Kalk lockert
> schweren Boden.
Auch das ist keine Frage - dennoch zeigt das Ergebnis unserer
Bodenprobe mit Düngeempfehlungen, dass zusätzlich Kalkgaben nicht
empfohlen werden.
> Ein Überschuss an Phosphat bedeutet ja nicht, das
> dieser auch für die Pflanzen verfügbar ist und dass man auf
> Biomasse verzichten muß. Nur zusätzlich Düngung mit Phosphat sollte
> vermieden werden.
Die Bodenprobe hat auch erbracht, dass ausreichend pflanzenverfügbares
Phosphat vorhanden ist. Nun weiß ich, dass Kompost und Mist zum Teil
hohe Dosen an Kalium und Phosphat enthalten. Wurde in der
Düngeempfehlung auch von abgeraten. Welche Biomassen kommen denn
Alternativ sinnvoll in Frage und sind zu erschwinglichen Konditionen
verfügbar. Rindenhumus zu 14,90 für 60 Liter gehört mal definitiv
nicht dazu. Torf kommt aus ökologischen Erwägungen nicht in Frage.
Gelegentlich nehme ich gehäckseltes Stroh zum Mulchen. Zum Einarbeiten
in den Boden eignet es sich nur bedingt und frißt zudem Stickstoff.
> Das habe ich auch nicht behauptet. Das wäre ja noch schöner, wenn
> aus meinem schweren Marschboden plötzlich ein leichter Sandboden
> werden würde. Aber man kann schweren Boden durchaus durchlässiger
> machen, das heißt eine bessere Bodengare erzielen.
Klar - aber es gibt naturgegebene Grenzen.
> Wenn der Boden nicht für Kartoffeln geeignet ist, sollte man auf den
> Anbau selbiger verzichten und Winterroggen oder Raps anbauen. Am
> besten, wie ich oben erwähnte, Wald aufforsten.
Der Boden ist aber doch sehr gut für Kartoffeln geeignet. Die Erträge
sind sehr zufriendstellend. Aber es macht in manchen Jahren eben Sinn
etwas später zu legen, als in Gegenden mit anderen Böden. Warum willst
Du wegen unterschiedler Böden und Klimaverhältnisse denn gleich
überall dort Wald aufforsten, wo man später erst anbauen kann? Im Kern
ging es in unsere Diskussion darum, dass man in manchen Gegenden
einfach erst später Dicke Bohnen legen kann, aber durchaus eine Menge
gute Dicke Bohnen ernten kann - auch wenn dann leider die Bohnenlaus
zu Besuch kommt. Warum sollte man sich im Anbau von Gemüse oder
Kartoffeln nicht daran orientieren was möglich ist und einfach mit der
statt gegen die Natur agieren. Bei Deinem Blickwinkel müßte man
Ackerbau in Skandinavien glatt verbieten - weil da ja alles etwas
später dran ist.
> Selbst wenn es ökologisch besonders verträglich ist, es ist nicht
> mehr als ein Reinigungsmittel.
Stimmt es reinigt in Kombination mit Alkohol Läuse von der ihnen
eigenen Wachsschicht und fördert ihr Austrocknen. Ansonsten fand ich
in der Literatur Hinweise auf den Kaliumgehalt, der bei der chemischen
Umsetzung (mit der Kalilauge passiert eben mehr als Verdünnung) Kalium
frei wird, das blattdüngend wirken soll. Ob das Stuss ist, mag ich
aufgrund fehlender Fachkenntnis im Bezug auf chemische
Umsetzungsprozesse nicht zu beurteilen. Das kann ich glauben oder
lassen.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#41: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 20:56:30 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Die Bodenprobe hat auch erbracht, dass ausreichend pflanzenverfügbares
> Phosphat vorhanden ist. Nun weiß ich, dass Kompost und Mist zum Teil
> hohe Dosen an Kalium und Phosphat enthalten.
Naja, wenn 0,7% Phosphat und 1,3% Kali viel sind? Hinzu kommt, dass erst
nach einer Umstellungszeit von zwei, drei Jahren die Kompost-Nährstoffe
im Boden voll gelöst sind und von den Pflanzen genutzt werden können.
> Wurde in der Düngeempfehlung auch von abgeraten.
Was mMn dummes Zeug ist. Der Anteil an NPK im Kompost ist zu
vernachlässigen, bei dem Vorteil den die organische Substanz bietet,
nämlich Förderung der Microorganismen, und erst die schließen erst den
Dünger auf.
> Welche Biomassen kommen denn
> Alternativ sinnvoll in Frage und sind zu erschwinglichen Konditionen
> verfügbar. Rindenhumus zu 14,90 für 60 Liter gehört mal definitiv
> nicht dazu. Torf kommt aus ökologischen Erwägungen nicht in Frage.
Ach Gottchen, die armen Moore. Man, das sind verlandete Seen und da wo
Torf abgebaut wird entstehen oft wieder Tümpel, wunder schöne Biotope.
Wenn ich trotzdem keinen Torf verwende, dann deshalb, weil Kosten/Nutzen
in keinem Verhältnis stehen.
> Der Boden ist aber doch sehr gut für Kartoffeln geeignet. Die Erträge
> sind sehr zufriendstellend. Aber es macht in manchen Jahren eben Sinn
> etwas später zu legen, als in Gegenden mit anderen Böden. Warum willst
> Du wegen unterschiedler Böden und Klimaverhältnisse denn gleich
> überall dort Wald aufforsten, wo man später erst anbauen kann?
Irgendwo erzähltest du was von gelbem Lehm, der den Boden in 50 cm Tiefe
versiegelt, oder habe ich da was flasch verstanden?
> Im Kern
> ging es in unsere Diskussion darum, dass man in manchen Gegenden
> einfach erst später Dicke Bohnen legen kann, aber durchaus eine Menge
> gute Dicke Bohnen ernten kann - auch wenn dann leider die Bohnenlaus
> zu Besuch kommt. Warum sollte man sich im Anbau von Gemüse oder
> Kartoffeln nicht daran orientieren was möglich ist und einfach mit der
> statt gegen die Natur agieren.
Wenn ich aus Natur gegebenen Gründen meine Vegetationsperiode so
gelagert ist, dass ich bei bestimmten Fruchtarten ständig mit Ungeziefer
und Krankheiten zu kämpfen habe, dann ist das mMn agieren gegen die Natur.
> Bei Deinem Blickwinkel müßte man
> Ackerbau in Skandinavien glatt verbieten - weil da ja alles etwas
> später dran ist.
Wie kommst du denn darauf?
> Stimmt es reinigt in Kombination mit Alkohol Läuse von der ihnen
> eigenen Wachsschicht und fördert ihr Austrocknen. Ansonsten fand ich
> in der Literatur Hinweise auf den Kaliumgehalt, der bei der chemischen
> Umsetzung (mit der Kalilauge passiert eben mehr als Verdünnung) Kalium
> frei wird, das blattdüngend wirken soll. Ob das Stuss ist, mag ich
> aufgrund fehlender Fachkenntnis im Bezug auf chemische
> Umsetzungsprozesse nicht zu beurteilen. Das kann ich glauben oder
> lassen.
Dann werde ich's dir sagen, an der Luft wandelt sie sich durch Aufnahme
von Kohlenstoffdioxyd allmählich in Kalziumcarbonat (Pottaschenlösung)
um. Nun gut, da hätten wir dann den Dünger, aber ob man den wirklich
haben will?
Wenn schon spritzen, dann würde ich Neem-Öl nehmen, das wirkt nicht nur
gegen Blattläuse sondern auch gegen den, für diesen Thread
verantwortlichen, Bohnenkäfer.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#42: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-14 22:19:00 by Ina Koys
Bernhard Albert schrieb:
>> Hat mal einer so eine Pheromonfalle probiert?
> Für den Hobbygärtner nichts weiter
> als ein Placebo.
Sehen wir's positiv: Sparen wir Geld :-/
Danke,
Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Report this message |
#43: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-15 07:44:03 by Bernhard Albert
Hallo,
> Irgendwo erzähltest du was von gelbem Lehm, der den Boden in 50 cm
> Tiefe versiegelt, oder habe ich da was flasch verstanden?
Das sind/waren die Bodenverhältnisse in meinem eigenen Garten.
> Wenn ich aus Natur gegebenen Gründen meine Vegetationsperiode so
> gelagert ist, dass ich bei bestimmten Fruchtarten ständig mit
> Ungeziefer und Krankheiten zu kämpfen habe, dann ist das mMn
> agieren gegen die Natur.
Dann dürfte sich der Anbau von Zwiebeln, Möhren und Kohlarten
grundsätzlich verbieten. Wegen der jeweiligen Zwiebeln und wegen der
Vielzahl bekannter Schädlinge am Kohl. Meine Kürbis bekommen im
Spätherbst auch regelmäßig Mehltau. Und ich selbst kämpfe ständig mit
Stechmücken, Grasmilben und diversen Infektionen vor allem bei
naßkaltem Wetter. Mein Spritzmittel- und Medikamenteneinsatz ist aber
äußerst gering, weil ich mich im Anbau stark an den gegebenen
Rahmenbedingungen orientiere. Dennoch gibt es Jahre, in denen die
klimatischen Bedingungen für die eine oder andere Pflanzenart
besonders schlecht sind. Da unterstütze ich dann durch entsprechende
Spritzungen.
> Wenn schon spritzen, dann würde ich Neem-Öl nehmen, das wirkt nicht
> nur gegen Blattläuse sondern auch gegen den, für diesen Thread
> verantwortlichen, Bohnenkäfer.
Von Neemöl weiß ich wie es auf Heuschrecken und Schmetterlinge wirkt
und ich weiß nicht, wie es auf Bohnenkäfer wirkt. Es wirkt in jedem
Fall breit und ist insofern ein ziemlicher Hammer. Bei Kohl setze ich
es ein - bei Bohnen muss ich nichts weiter bekämpfen als Läuse - da
bleibe ich beim bewährten Verfahren - und wenn sich gerade Dutzende
von Läusefressern auf den Bohnen rumtreiben, was bisher allerdings
erst einmal vorkam, verzichte ich sogar darauf.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#44: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-15 12:26:19 by Werner Boehnke
Hi,
Bernhard Albert schrieb:
> Dann dürfte sich der Anbau von Zwiebeln, Möhren und Kohlarten
> grundsätzlich verbieten. Wegen der jeweiligen Zwiebeln und wegen der
> Vielzahl bekannter Schädlinge am Kohl.
Na ja, nicht gerade verbieten, man braucht ja nur der Vernunft Folge zu
leisten.
Apropo Kohl, was meinst du wohl weshalb hier in der Nähe das größte
zusammenhängende Kohlanbaugebiet Europas liegt? Der Boden ließe sich
sicher auch anders nutzen, aber man hat festgestellt, dass durch den
ständigen Wind von See her ein Befall mit Schädlingen äußerst gering ist.
Außerdem gibt es wunderbare Pflanzgemeinschaften die man beachten kann
um die Schädlinge zu irritieren. Fiel mir gerade ein, da du Zwiebeln und
Möhren in einem Satz erwähntest.
> Meine Kürbis bekommen im
> Spätherbst auch regelmäßig Mehltau.
Ja und, das ist normal. Der Kürbis ist (hierzulande) eine einjährige
Pflanze. Längste Vegetationszeit (von der Pflanzung bis zur Ernte) ca.
120 Tage. Das sind 4 Monate, Mitte Mai bis Mitte September, wo ist da
das Problem?
Es gibt aber Gärten, die in Auniederungen gelegen sind, in denen schon,
auf Grund der Feuchtigkeit in der Nacht, im Hochsommer falscher Mehltau
auftritt. Da sind schon Überlegungen über den Anbau diesbezüglich
empfindlicher Pflanzen angebracht.
> Und ich selbst kämpfe ständig mit
> Stechmücken, Grasmilben und diversen Infektionen vor allem bei
> naßkaltem Wetter. Mein Spritzmittel- und Medikamenteneinsatz ist aber
> äußerst gering, weil ich mich im Anbau stark an den gegebenen
> Rahmenbedingungen orientiere. Dennoch gibt es Jahre, in denen die
> klimatischen Bedingungen für die eine oder andere Pflanzenart
> besonders schlecht sind. Da unterstütze ich dann durch entsprechende
> Spritzungen.
Ich auch, nämlich dahingehend, dass die Pflanzen gesund und
widerstandsfähig sind. Die meisten Schädlinge greifen nämlich nur
vorgeschädigte Pflanzen an, bestes Beispiel sind die Schnecken.
Gruß
Werner
--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"
http://www.riesenkuerbis.org/index.html
Report this message |
#45: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-15 14:35:18 by Bernhard Albert
Hallo Werner,
> Ich auch, nämlich dahingehend, dass die Pflanzen gesund und
> widerstandsfähig sind. Die meisten Schädlinge greifen nämlich nur
> vorgeschädigte Pflanzen an, bestes Beispiel sind die Schnecken.
Das ist schon was dran. Aber es gibt auch Ausnahmen. Im schlimmsten
Schneckenjahr in unserer Gegend habe ich an einem Abend über 600
spanische Wegeschnecken von 200 Quadratmetern gelesen und am Morgen
nochmal 300. Bei einem solchen Massenauftreten nehmen die alles, was
sie bekommen können und in der Horde schaffen sie es auch über unsere
Schneckenzäune. Eine sitzt an der Kante, die andere kriecht drüber
weg.
Im Übrigen würde ich Jungpflanzen ich als vorgeschädigt bezeichnen,
die haben aber ohne Schneckenzäune hier gar keine Chance, auch wenn
sie vor Gesundheit nur so strotzen.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#46: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-16 10:41:39 by Rita Erfurt
> Wegen der Blattläuse mache ich mir inzwischen weniger Sorgen. Ich bin nicht mehr so zögerlich mit dem Spritzen. Einmal an einem
> sonnigen Tag kurz vor Mittag mit Spiritus und Schmierseife gerade so die Triebspitzen und die Achsen, in denen die Läuse sitzen,
> gespritzt und man hat für gut 14 Tage Ruhe.
Guten Morgen,
kannst Du bitte die Dosierung von Schmierseife und Spiritus veröffentlichen. Ich möchte das gerne auch ausprobieren. Die Blätter
meine Pflaume sind blickdicht mit grünen Blattläusen verdeckt. Sprümittel hilft nur in Grenze, weil die Läuse eine Wachsschicht um
sich produzieren, die sie vor allem schützt.
Gruß,
Rita
Report this message |
#47: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-16 11:09:15 by search_for_signature
Rita Erfurt schrieb:
>> Wegen der Blattläuse mache ich mir inzwischen weniger Sorgen. Ich bin nicht mehr so zögerlich mit dem Spritzen. Einmal an einem
>> sonnigen Tag kurz vor Mittag mit Spiritus und Schmierseife gerade so die Triebspitzen und die Achsen, in denen die Läuse sitzen,
>> gespritzt und man hat für gut 14 Tage Ruhe.
>
> Guten Morgen,
>
> kannst Du bitte die Dosierung von Schmierseife und Spiritus veröffentlichen. Ich möchte das gerne auch ausprobieren. Die Blätter
> meine Pflaume sind blickdicht mit grünen Blattläusen verdeckt. Sprümittel hilft nur in Grenze, weil die Läuse eine Wachsschicht um
> sich produzieren, die sie vor allem schützt.
Hallo
wenn ich auch helfen darf:
**** Schmierseife und Spritus
100 g Schmierseife ohne Zusätze und 150 ml Spiritus in 5l Wasser
vermischen. Blätter und Knospen mit der Spritzflasche mehrmals
einsprühen. Die Seife löst sich besser wenn man sie in etwa 1 Liter
heißem Wasser löst, dann erst erkalten lassen und mit dem Spiritus mischen.
weitere Mischungen auf meiner Website www.nabu-zoeschingen.de in der
Rubrik "GARTEN"
gh
--
-------------------- http://www.cyborgs.de --------------------
Synthesizer-Kurs, Naturheilpraxis, Infos und Therapien
Brot backen, Hund&Agility, (USA) Reisetagebücher, Flohmarkt u.a.
------- Iiihmäils an: lutz_ad_cyborgs_punkt_de ----------
Report this message |
#48: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-16 13:05:15 by Rita Erfurt
> Hallo
> wenn ich auch helfen darf:
Natürlich :)
Danke Schön.
Werd heute das versuchen.
Report this message |
#49: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-17 02:01:05 by Bernhard Albert
Hallo,
> **** Schmierseife und Spritus
> 100 g Schmierseife ohne Zusätze und 150 ml Spiritus in 5l Wasser
> vermischen. Blätter und Knospen mit der Spritzflasche mehrmals
> einsprühen. Die Seife löst sich besser wenn man sie in etwa 1 Liter
> heißem Wasser löst, dann erst erkalten lassen und mit dem Spiritus
> mischen.
Wenn man an sonnigen Tagen vor der größten Mittagshitze im Hochsommer
(Juli/August) spritzt, dann reichen 100 Gramm Schmierseife und 100 ml
Spiritus auf 10 Litere, um zu zufriedenstellenden Ergebnissen zu
kommen. Das ist deutlich weniger als oben. Das Rezept oben ist dennoch
richtig, denn umso kühler und bedeckter, um so schlechter die Wirkung
und umso höher muss die Dosierung sein. Die obige Dosis ist also
durchaus in Ordnung. Höher würde ich grundsätzlich nicht dosieren.
Eher würde ich nochmal nachgehen, wenn es plötzlich doch wolkig wurde.
Im Nachgang am Folgetag braucht man tendenziell geringere Dosierungen,
wegen der Vorschädigung.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Report this message |
#50: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-17 08:17:01 by getuem
Frank Spreer <muelleimer4711@gmx.net> schrieb:
[Kirschen]
>Wenn du bist Sonntag hier warst, kannst du noch ein paar kriegen. Montag
>Nachmittag geht der Rest zum Neubert, Kirschsaft draus machen.
Sind leider erst dieses WoEnde unten. Und da auch nur sehr kurz.
Du kommst auch auf Wiedervorlage für nächstes Jahr ;-)
Grüßle Manu
Report this message |
#51: Re: Maden in dicken Bohnen
Posted on 2006-07-18 18:08:41 by Frank Spreer
Manuela Pecks schrieb am 17 Jul 2006 :
> [Kirschen]
>> Wenn du bist Sonntag hier warst, kannst du noch ein paar kriegen. Montag
>> Nachmittag geht der Rest zum Neubert, Kirschsaft draus machen.
Nu sind so gottseidank alle!
> Sind leider erst dieses WoEnde unten. Und da auch nur sehr kurz.
Da halte ich hier die Produktion aufrecht... :)
> Du kommst auch auf Wiedervorlage für nächstes Jahr ;-)
Was weiss ich, was nächstes Jahr ist?
Letztes Jahr hatten wir von drei Bäumen einen halben Eimer... :-(
> Grüßle Manu
Gruß auch an die andere Hälfte
Frank
Report this message |