Neubau: Unmengen von Unkraut

Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 12:54:20 von Frank Mollenhauer

Liebe Zielgruppe,

vor 3 Monaten habe ich den bau meines Hauses beendet.

Den Bereich hinter meinem Haus habe ich vor 3 Wochen mit einem Radlader
einigermassen eben gemacht und dabei.

Bevor das Haus stand sah es folgendermassen aus:

(Was ist das eigentlich fuer ein Kraut?)

Der markierte Bereich soll mit Rasen ausgesaeht werden.

Nun ist es 3 Wochen her, dass der Boden kompl. Unkrautfrei war.
Hatte ich alles mit dem Radlader rausgerissen.

10 qm habe ich sogar von Hand vom Unkraut befreit. Also mit Wurzel.

Nun nach 3 Wochen steht das Unkraut schon wieder 50 cm hoch.

Jetzt in der Woche werde ich nochmal alles ziehen um dann am Wochenende
Rasen zu saehen.

Nun meine Frage:
Waechst das Unkraut nicht schneller als der Rasen?
Kommt der Rasen ueberhaupt auf so einem Boden?
Er ist momentan sehr hart. Ein wenig lehmhaltig/sandig.
Aber das Unkraut waechst wie hulle.

Wenn ich nach der Aussaht nun noch waessere wird es sicher noch mehr
wachsen.
Verdraengt das Unkraut den Rasen bis zum ersten Maehen?

Neben mir ist noch ein Grundstueck unbelegt. Da wuchert das Unkraut
natuerlich weiter. Und hinter mir (da wo die Baeume anfangen) ist ein
Naturschutzgebiet, wo es auch nur so wuchtert.

Bekommt man, wenn der Rasen wirklich kommen sollte, dieses Problem in den
Griff?

Danke fuer die Hilfe.


--
Take care, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 12:54:20 von clemens pongratz

> Bevor das Haus stand sah es folgendermassen aus:
>
> (Was ist das eigentlich fuer ein Kraut?)

Das ist im Wesentlichen Beinwell und Melde - umgangssprachlich bei uns
Schwiegermutter und Franzosenkraut genannt, beides Ackerunkräuter und
keine Rasenunkräuter, daher Entwarnung auf breiter front.

> 10 qm habe ich sogar von Hand vom Unkraut befreit. Also mit Wurzel.

Verbuche es unter Rückenschulung


>
> Nun nach 3 Wochen steht das Unkraut schon wieder 50 cm hoch.
>
> Jetzt in der Woche werde ich nochmal alles ziehen um dann am Wochenende
> Rasen zu saehen.

Abmähen und Wurzeln Einfräsen ginge schneller und wäre weniger aufwendig.


> Waechst das Unkraut nicht schneller als der Rasen?
Wenn du gut wässerst sind die Gräser zumindest genauso schnell

> Kommt der Rasen ueberhaupt auf so einem Boden?
Ja, wenn du wässerst


> Er ist momentan sehr hart. Ein wenig lehmhaltig/sandig.

> Aber das Unkraut waechst wie hulle.
Mit Düngung werden die Gräser gefördert

>
> Wenn ich nach der Aussaht nun noch waessere wird es sicher noch mehr
> wachsen.
Aber auch der Rasensamen

> Verdraengt das Unkraut den Rasen bis zum ersten Maehen?
Nein, aber der Schnitt killt das Ackerunkraut, den verträgt es nämlich
nicht.

>
> Neben mir ist noch ein Grundstueck unbelegt. Da wuchert das Unkraut
> natuerlich weiter. Und hinter mir (da wo die Baeume anfangen) ist ein
> Naturschutzgebiet, wo es auch nur so wuchtert.


Freue dich, dass du so nahe an der Natur wohnst und dünge deinen Rasen
einigermassen, dann hast du einen weitgehend Unkrautfreien Rasen,
allerdings die angesprochenen Unkräuter wirst du unter keinen Umständen
im rasen haben, so oder so nicht, da diese absolut schnittunverträglich
sind. Rasenunkräuter sehen anders aus.



>
> Bekommt man, wenn der Rasen wirklich kommen sollte, dieses Problem in den
> Griff?

Nur Mut und Zeit brauchst du, lt einem unbekannten aber oft zitierten
Engläder brauchst du gerade mal 300 Jahre um einen einigermassen
passablen Rasen hinzubekommen ;-)

>
> Danke fuer die Hilfe.

Gern geschehen
--
Clemens Pongratz
Dipl.Ing.agr. Familienforschung Pongratz -- Heimatforschung Kötzting

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 15:56:02 von Frank Mollenhauer

clemens pongratz (>

>> Bevor das Haus stand sah es folgendermassen aus:
>>
>> (Was ist das eigentlich fuer ein Kraut?)

> Das ist im Wesentlichen Beinwell und Melde - umgangssprachlich bei uns
> Schwiegermutter und Franzosenkraut genannt, beides Ackerunkraeuter und
> keine Rasenunkraeuter, daher Entwarnung auf breiter front.

War auch mal ein Acker :-)

>> Jetzt in der Woche werde ich nochmal alles ziehen um dann am Wochenende
>> Rasen zu saehen.

> Abmaehen und Wurzeln Einfraesen ginge schneller und waere weniger aufwendig.

Ich koennte mir eine Motorsense (mit Messer) kostenlos leihen.
Das waere das richtige?

Was meinst Du mit "Einfraesen"?

>> Waechst das Unkraut nicht schneller als der Rasen?
> Wenn du gut waesserst sind die Graeser zumindest genauso schnell

Das beruhigt mich doch schonmal.

>> Kommt der Rasen ueberhaupt auf so einem Boden?
> Ja, wenn du waesserst

Nebenbei habe ich auf einem Teil ein Unkraut was wie Gras aussieht.
Allerdings dickere Blaetter hat.
Zudem stehen die "Blaetter" nicht einzeln, sondern vom Aufbau wie Mais.
Bloedes Beispiel. Aber etwas anderes fiel mir nicht ein. ;)

>> Er ist momentan sehr hart. Ein wenig lehmhaltig/sandig.

>> Aber das Unkraut waechst wie hulle.
> Mit Duengung werden die Graeser gefoerdert

Ab wann darf/muss ich denn das erste mal das Gras schneiden?

>> Verdraengt das Unkraut den Rasen bis zum ersten Maehen?
> Nein, aber der Schnitt killt das Ackerunkraut, den vertraegt es naemlich
> nicht.

Also ist schneiden bei dem Zeug besser als es mit Wurzeln zu ziehen?

>> Bekommt man, wenn der Rasen wirklich kommen sollte, dieses Problem in den
>> Griff?

> Nur Mut und Zeit brauchst du, lt einem unbekannten aber oft zitierten
> Englaeder brauchst du gerade mal 300 Jahre um einen einigermassen
> passablen Rasen hinzubekommen ;-)

Man hoert immer so viel Unterschiedliches.
Mein Nachbar hat sich Rollrasen legen lassen.
Dort wurde 10 cm gesiebter Mutterboden auf diesen harten Boden getan weil
auf dem angeblich nichts waechst.

Ein Bekannter von mir (hat mal Landschaftsgaertner gemacht) sagte mir das
gleiche wie Du, dass dieses Unkraut totgemaeht wird.
Und bei dem Boden meinte er, dass auf jeden Fall etwas darauf waechst.

Er wollte nur einmal mit einer Fraese durch. War das das was Du mit
durchfraesen meinst?

Aber wird dadurch das Erdreich nicht wieder zu locker fuer Rasen?

--
Bis bald, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 17:03:45 von Holger Issle

Hi,

On 17 Jul 2006 08:56:02 -0500, Frank Mollenhauer wrote:

> Ich koennte mir eine Motorsense (mit Messer) kostenlos leihen.
> Das waere das richtige?

Lieber ein Wiesenmäher, denn das Zeug fliegt gut und ist ein
Riesensauerei wenn mans im Gesicht hat.

> Was meinst Du mit "Einfraesen"?

Mit einer Fräse min. 15cm tief durcharbeiten.

> Nebenbei habe ich auf einem Teil ein Unkraut was wie Gras aussieht.
> Allerdings dickere Blaetter hat.
> Zudem stehen die "Blaetter" nicht einzeln, sondern vom Aufbau wie Mais.
> Bloedes Beispiel. Aber etwas anderes fiel mir nicht ein. ;)

Mach ein Bild davon. Aber von max. 10 Pflanzen, damit man was erkennen
kann.

> Ab wann darf/muss ich denn das erste mal das Gras schneiden?

6 Wochen nach der Saat.

> Also ist schneiden bei dem Zeug besser als es mit Wurzeln zu ziehen?

Nunja, Wurzeln killen löst einen Teil des Problems. Dann mußt Du nicht
soviel abschneiden.

> Er wollte nur einmal mit einer Fraese durch. War das das was Du mit
> durchfraesen meinst?
>
> Aber wird dadurch das Erdreich nicht wieder zu locker fuer Rasen?

Erst wird gefräst, Steine rausgelesen, eingeebnet und gewalzt. Das
besorgt den Untergrund. Dann wird oberflächlich gelockert, gesät, und
eingeharkt und wieder leicht gewalzt. Dann mußt Du nur noch feucht
halten... wie ich letztens gelesen hab täglich 15l/qm für optimalen
Rasen. Ich lebe da lieber mit einer kurzgehaltenen Kräuterumgebung
ohne wässern.
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 50 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 17:35:13 von clemens pongratz

Holger Issle schrieb:

>>Ab wann darf/muss ich denn das erste mal das Gras schneiden?
>
>
> 6 Wochen nach der Saat.

Wenn du bei der jetzigen Wärme mit genügend häufigen Wassergaben bei
der Hand bist und auch noch gedüngt wird, solltest du locker in der
halben Zeit hinkommen-
Gemäht wird wenn das Gras zwischen 8 und 12 cm hoch ist und das kann
bei einer Standartrasenmischung (es gibt Spezialgräser, die haben
schon eine Keimzeit von 21 Tagen) schon nach kurzer Zeit erreicht werden.
Nach 6 Wochen sind wahrscheinlich die Unkräuter schon wieder 30 cm
hoch ;-)
Ansonsten hat Holger ja schon die anderen Fragen beantwortet
mfg


--
Clemens Pongratz
Dipl.Ing.agr. Familienforschung Pongratz -- Heimatforschung Kötzting
DPSG Pfadfinder Stamm Sinzing www.myfamily.com username probegast
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 18:50:01 von Frank Mollenhauer

Holger Issle (>

>> Ich koennte mir eine Motorsense (mit Messer) kostenlos leihen.
>> Das waere das richtige?

> Lieber ein Wiesenmaeher, denn das Zeug fliegt gut und ist ein
> Riesensauerei wenn mans im Gesicht hat.

Danke fuer den Hinweis.
Ich werde es erstmal mit dem vorhandenen probieren.

>> Was meinst Du mit "Einfraesen"?

> Mit einer Fraese min. 15cm tief durcharbeiten.

Gut. Dann lag unser Bekannter ja richtig.

>> Nebenbei habe ich auf einem Teil ein Unkraut was wie Gras aussieht.
>> Allerdings dickere Blaetter hat.
>> Zudem stehen die "Blaetter" nicht einzeln, sondern vom Aufbau wie Mais.
>> Bloedes Beispiel. Aber etwas anderes fiel mir nicht ein. ;)

> Mach ein Bild davon. Aber von max. 10 Pflanzen, damit man was erkennen
> kann.

Werde ich nachher mal machen.

> Erst wird gefraest, Steine rausgelesen, eingeebnet und gewalzt. Das
> besorgt den Untergrund. Dann wird oberflaechlich gelockert, gesaet, und
> eingeharkt und wieder leicht gewalzt. Dann musst Du nur noch feucht
> halten... wie ich letztens gelesen hab taeglich 15l/qm fuer optimalen
> Rasen. Ich lebe da lieber mit einer kurzgehaltenen Kraeuterumgebung
> ohne waessern.

Ich will keinen englischen Rasen. Am liebsten auch nicht (kaum) giessen.
Anfangs wenn er anwachsen soll, muss man sicherlich in den sauren Apfel
beissen. Aber spaeter kann er im Sommer auch gelb sein.

Bei uns im Werk haben wir auch einen Riesen Rasen. Der wird nie gegossen.
Und ist nach der Sonnenzeit wieder wie neu.

Was muss ich unter kurzgehaltener Kraeuterumgebung verstehen?

--
Bis bald, Homepage:
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 17.07.2006 19:08:40 von Holger Issle

Hi Frank,

>>> Ich koennte mir eine Motorsense (mit Messer) kostenlos leihen.
>>> Das waere das richtige?
>
>> Lieber ein Wiesenmaeher, denn das Zeug fliegt gut und ist ein
>> Riesensauerei wenn mans im Gesicht hat.
>
> Danke fuer den Hinweis.
> Ich werde es erstmal mit dem vorhandenen probieren.

Dann nutze auf jeden Fall einen Gehör- und Gesichtsschutz! Und plane
danach zu duschen. Im Garten.

> Was muss ich unter kurzgehaltener Kraeuterumgebung verstehen?

Nun, es sind zwischen Klee, Breitwegerich und anderen
zweikeimblättrigen Pflanzen unter anderem auch einzelne Gräser zu
finden ;-)
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

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cu @

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 03:33:09 von c.p.kurzXSPAM

Frank Mollenhauer schrieb:

> Nun meine Frage:
> Waechst das Unkraut nicht schneller als der Rasen?
> Kommt der Rasen ueberhaupt auf so einem Boden?
> Er ist momentan sehr hart. Ein wenig lehmhaltig/sandig.
> Aber das Unkraut waechst wie hulle.

Das Verdichten war sicher keine gute Idee. Wieviel Fläche soll der Rasen denn
einnehmen?

Ich habe vor etwas über einer Woche eine vorher ziemlich verunkrautete
Vorgartenbrache mit Rasen angelegt. Waren nur 35qm, daher habe ich ziemlich
viel Handarbeit in das Ausmerzen des Unkrautes investiert. Zuerst habe ich die
oberen 1-2cm Erde flach mit einer Schaufel abgetragen. Danach mit einer
Grabegabel tief aufgebrochen und dabei jedes auftauchende Unkraut und
Würzelchen mit der Hand vorsichtig rausgezupft. U.a. mit bloßen Händern nach
Archäologenart eine faszinierende Hufflattichpopulation ausgemerzt.
Danach Sand eingebracht, gekrümelt, glatt gezogen. Einen Pressballen Torf drauf
verteilt, eine teure Rasenmischung gesät, 'geplättet', angesichts der aktuellen
Trockenheit sehr oft beregnet ( 3-5mal täglich).

Der Aufwand hat sich gelohnt, über eine Woche lang war kein Blättchen Unkraut
zu sehen. Jetzt zeigen sich so langsam an einigen Stellen kleine Blättchen,
aber der Rasen ist jetzt schon fast geschlossen und steht etliche cm über dem
Unkraut. Der Rest geht dann mit etwas Zupferei und regelmäßigem Mähen.

Du kannst natürlich auch einfach aussäen und irgendwann ne Ladung Gift draufkippen.

- Carsten

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 08:20:01 von Frank Mollenhauer

C.P Kurz (>

>> Waechst das Unkraut nicht schneller als der Rasen?
>> Kommt der Rasen ueberhaupt auf so einem Boden?
>> Er ist momentan sehr hart. Ein wenig lehmhaltig/sandig.
>> Aber das Unkraut waechst wie hulle.

> Das Verdichten war sicher keine gute Idee. Wieviel Flaeche soll der Rasen
> denn einnehmen?

Es sind gute 420 qm.

Wie gesagt wird ein Bekannter vorab mit einer Fraese durchgehen.

--
Regards, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 09:17:25 von unknown

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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 09:37:01 von Frank Mollenhauer

Kathinka Wenz (>

>> Ich will keinen englischen Rasen. Am liebsten auch nicht (kaum) giessen.
>> Anfangs wenn er anwachsen soll, muss man sicherlich in den sauren Apfel
>> beissen. Aber spaeter kann er im Sommer auch gelb sein.

> Wenn du in dieser Jahreszeit und bei diesem Wetter Rasen einsaest, musst
> du die ersten Wochen mindestens dreimal taeglich sprengen, sonst
> vertrocknen die Graeser, kaum dass sie gekeimt sind.

3x sprengen? Ich dachte man darf nur abends (wegen der Sonne) sprengen.

> Ich wuerde daher warten, bis es wieder regnerischer ist. Es ist im Moment
> einfach deutlich zu trocken.

Ich muss mal schauen.

--
Tschuess, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 12:20:34 von Werner Boehnke

HI,

Frank Mollenhauer schrieb:

> 3x sprengen? Ich dachte man darf nur abends (wegen der Sonne) sprengen.

Es gibt auch Gegenden, da darf man bei länger andauernder extremer
Trockenheit überhaupt nicht, oder z.B. nur einmal in der Woche,
sprengen. Das "darf" ist dann eine Frage der Regularien.

Ist man nicht an Regularien gebunden, ist es eine Frage der Vernunft.
Und da ist man wohl der Meinung, dass Sprengen in der Zeit der größten
Tageshitze mit zuviel Wasserverlust durch Verdunstung verbunden und von
daher unvernünftig ist.

Unvernünftig ist es aber auch, Pflanzen die anfällig gegen falschen
Mehltau sind, abends zu sprengen. Die Blätter können dann nicht mehr
abtrocknen und falscher Mehltau braucht zur Entwicklung Nässe über einen
Zeitraum von mehereren Stunden. Außerdem verdunstet der warme Boden
abends auch noch einen großen Teil der Feuchtigkeit und kühlt so über
Nacht zu sehr aus.

Am besten ist es in den frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 zu
sprengen, dann kühlt der Boden Nachts nicht aus, die Blätter sind bis
spätestens 9 wieder trocken und die Pflanzen haben die Feuchtigkeit die
sie zur Verdunstung während des Tages benötigen.

Wie auch immer, vom Grundsatz her ist es aber richtig, dass man Rasen
nicht während einer längeren Trockenperiode anlegen sollte.

Gruß
Werner

--
Die riesige deutschsprachige Riesenkuerbisseite
"Wenn groß nicht groß genug ist"

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 13:19:43 von Markus Proske

hw boehnke wrote:
> HI,
>
> Frank Mollenhauer schrieb:
>
>> 3x sprengen? Ich dachte man darf nur abends (wegen der Sonne) sprengen.
>
> Am besten ist es in den frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 zu
> sprengen, dann kühlt der Boden Nachts nicht aus, die Blätter sind bis
> spätestens 9 wieder trocken und die Pflanzen haben die Feuchtigkeit die
> sie zur Verdunstung während des Tages benötigen.

Das ist richtig, gilt aber für "erwachsenen" Rasen.

> Wie auch immer, vom Grundsatz her ist es aber richtig, dass man Rasen
> nicht während einer längeren Trockenperiode anlegen sollte.

....oder bei Neuanlage die Erde feucht halten, also 3-5x am Tag ein wenig
regnen und das über die ersten 3-4 Wochen des Rasens durchhalten. Dann
reduzieren und die Saison darauf wie oben.

Liebe Grüße
-Markus, der nach Bauarbeiten schon wieder einen Teil neu anlegen darf!

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 16:08:44 von c.p.kurzXSPAM

Frank Mollenhauer schrieb:

> Es sind gute 420 qm.

Uff, dafür bräuchte man große Hände. Dann lieber maschinell, am Anfang oft
mähen, nächstes Jahr vielleicht mal mit nem Rasenunkrautvernichter nen Punkt
setzen, und dann Normalität anstreben.

- Carsten

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 16:33:25 von Helmut Wollmersdorfer

Frank Mollenhauer wrote:

> Es sind gute 420 qm.

> Wie gesagt wird ein Bekannter vorab mit einer Fraese durchgehen.

Nach dem Fräsen mit einem Rechen drübergehen, Brocken zerkleinern, und
das ärgste Zeugs (Steine, Pflanzenreste) raus.

Grassamen ausbringen, mit dem Rechen leicht einarbeiten, festtreten,
giessen.

Gras mal ordentlich anwachsen lassen und dann mähen. Das Zeugs, was
jetzt dort wächst, überlebt das Mähen nicht.

Ich hätte halt (und hab das auch) einen guten Teil davon als Blumenwiese
angelegt - am Grundstücksrand heimische Büsche, 2 m breite Wege aus
Rasen rundherum. Für eine Wiese braucht der Boden nicht so fein
aufbereitet werden wie für einen Rasen, seltener Mähen, nicht wässern -
also insgesamt weniger Arbeit. Und für die Natur tut man auch etwas. Ich
hatte ~2.000 qm zu begrünen.

Helmut Wollmersdorfer

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 18:01:30 von Hannelore Goos

Am 18 Jul 2006 01:20:01 -0500 schrieb Frank Mollenhauer:

> C.P Kurz (>
>
>>> Waechst das Unkraut nicht schneller als der Rasen?
>>> Kommt der Rasen ueberhaupt auf so einem Boden?
>>> Er ist momentan sehr hart. Ein wenig lehmhaltig/sandig.
>>> Aber das Unkraut waechst wie hulle.
>
>> Das Verdichten war sicher keine gute Idee. Wieviel Flaeche soll der Rasen
>> denn einnehmen?
>
> Es sind gute 420 qm.
>
> Wie gesagt wird ein Bekannter vorab mit einer Fraese durchgehen.

Noch ein Tip - verwende Mykorrhiza. Dann brauchst du später nur halb so
viel Wasser.

--
Hannelore Goos

Franzosenkraut (was: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 19:07:12 von Frank Spreer

clemens pongratz schrieb am 17 Jul 2006 :

>> Bevor das Haus stand sah es folgendermassen aus:
>>
>> (Was ist das eigentlich fuer ein Kraut?)
>
> Das ist im Wesentlichen Beinwell und Melde - umgangssprachlich bei uns
> Schwiegermutter und Franzosenkraut genannt, beides Ackerunkräuter und
> keine Rasenunkräuter, daher Entwarnung auf breiter front.

"Franzosenkraut" scheint ein sehr vielseitig verwendbarer Begriff zu
sein. Hier wird er für das Knopfkraut verwendet, ich hab ihn aber auch
schon als Synonym für Giersch gehört.

Frank

Re: Franzosenkraut (was: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 18.07.2006 19:37:15 von unknown

Post removed (X-No-Archive: yes)

Re: Franzosenkraut

am 18.07.2006 20:32:06 von Frank Spreer

Tomªs Nªgel schrieb am 18 Jul 2006 :

>>> Das ist im Wesentlichen Beinwell und Melde - umgangssprachlich bei uns
>>> Schwiegermutter und Franzosenkraut genannt, beides Ackerunkräuter und
>>> keine Rasenunkräuter, daher Entwarnung auf breiter front.
>>
>> "Franzosenkraut" scheint ein sehr vielseitig verwendbarer Begriff zu
>> sein. Hier wird er für das Knopfkraut verwendet, ich hab ihn aber auch
>> schon als Synonym für Giersch gehört.
>
> Knopfkraut und Giersch sind ohnehin nicht auf dem Bild zu sehen, auch
> kein Beinwell.

Ich verstand clemens so, das bei ihnen die Melde den Beinamen
"Franzosenkraut" hat.

Frank

Re: Franzosenkraut

am 18.07.2006 20:44:50 von clemens pongratz

>
>
> Knopfkraut und Giersch sind ohnehin nicht auf dem Bild zu sehen, auch
> kein Beinwell. Dafür viel Beifuss,

Hallo Thomas du hast recht. das war mein Fehler, da habe ich zu
schnell geschrieben, Beifuss ist das hohe Unkraut, nicht wie von mir
geschrieben Beinwell, der sieht mit seinen breiten Blättern ganz
anders aus.
mfg
--
Clemens Pongratz
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 09:24:02 von Frank Mollenhauer

hw boehnke (>

> Am besten ist es in den fruehen Morgenstunden zwischen 5 und 7 zu
> sprengen, dann kuehlt der Boden Nachts nicht aus, die Blaetter sind bis
> spaetestens 9 wieder trocken und die Pflanzen haben die Feuchtigkeit die
> sie zur Verdunstung waehrend des Tages benoetigen.

In der vor kurzem zitierten FAQ stand genau das Gegenteil, dass der Rasen
bzw. die Wurzeln es am Morgen gar nicht so schnell aufnehmen koennen bzw.
das die Sonne, wenn sie dann kommt, zu schnell alles verpuffen laesst.

Mal sehen wie ich es machen werde. Wegen meines Rasens wollte ich ungern
frueh aufstehen ;-)

> Wie auch immer, vom Grundsatz her ist es aber richtig, dass man Rasen
> nicht waehrend einer laengeren Trockenperiode anlegen sollte.

Denke ich jetzt auch.

--
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 10:03:37 von unknown

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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 10:13:05 von Frank Mollenhauer

Helmut Wollmersdorfer (>

Hai Helmut,

> Ich haette halt (und hab das auch) einen guten Teil davon als Blumenwiese
> angelegt - am Grundstuecksrand heimische Buesche, 2 m breite Wege aus
> Rasen rundherum. Fuer eine Wiese braucht der Boden nicht so fein
> aufbereitet werden wie fuer einen Rasen, seltener Maehen, nicht waessern -
> also insgesamt weniger Arbeit. Und fuer die Natur tut man auch etwas. Ich
> hatte ~2.000 qm zu begruenen.

Wiese wuerde mir auch gefallen.

Ich nenne es immer nur Rasen. Es sollen aber ruhig Blumen darin wachsen.

Jetzt wachsen dort auch Kamille, Mohn usw.

Kann man Samen fuer eine Wiese auch kaufen?

Nicht lachen.. ich bin Laie und hatte noch nie einen Garten :-)

--
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 10:13:07 von Frank Mollenhauer

Hannelore Goos (>

>> Wie gesagt wird ein Bekannter vorab mit einer Fraese durchgehen.

> Noch ein Tip - verwende Mykorrhiza. Dann brauchst du spaeter nur halb so
> viel Wasser.

Da ich ueberhaupt nichts damit anfangen konnte (dachte erst an eine
Rasensorte) habe ich mal Wiki bemueht:


Und wo bekommt man diesen Pilz?
Streut man den als Samen aus?

--
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Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 10:13:08 von Frank Mollenhauer

Tomªs Nªgel (>

> Huflattich. Das sind alles keine Ackerunkraeuter, sondern
> Ruderalpflanzen, Pflanzen von gestoerten Standorten. Da wurde kraeftig
> mit dem Bagger geschaufelt. Der Humusgehalt der jetzt obenliegenden
> Erde wird gering sein.

"Gestoerter Standort"?
Klingt nicht gut. Oder muss ich mir keine Gedanken machen?
Hat der Boden dann keine richtigen Naehrstoffe?
--
Cu, Homepage:
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 10:23:07 von Frank Mollenhauer

Kathinka Wenz (>

> Trotzdem ist einmal taeglich waessern bei den Temperaturen bei Rasensaat
> nicht ausreichen, die frisch gekeimten Pflanzen vertrocknen innerhalb
> von Stunden.

Ich werde am Wochenende erstmal den Boden vorbereiten.

Ich finde es sehr nett, dass hier so viele Leute helfen :-)
Danke an alle.

--
Cu, Homepage:
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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 10:32:36 von Katharina Mayer

Frank Mollenhauer <> wrote:

>Da ich ueberhaupt nichts damit anfangen konnte (dachte erst an eine
>Rasensorte) habe ich mal Wiki bemueht:
>
>
>Und wo bekommt man diesen Pilz?

Zum Beispiel mit dem Azet Rasendünger von Neudorff:


Ich benutze den seit letztem Jahr und finde, dass der Grasanteil
meiner "kurzgehaltenen Kräuterumgebung" seitdem wesentlich fitter
ausieht. Ich gieße nie, die vollsonnigen Stellen trocknen zwar bei
extremer Trockenheit und Hitze (so wie jetzt) ziemlich aus, aber im
Halb-/Schatten ist es noch schön grün und weich.

Dieser Dünger hat auch den Vorteil, dass man ihn nicht einwässern muss
(wie mineralische Dünger) und dass unser Hund gleich wieder auf den
Rasen darf, weil er nicht schädlich für Tiere ist.

Katharina

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 10:37:09 von Katharina Mayer

Frank Mollenhauer <> wrote:

>Kann man Samen fuer eine Wiese auch kaufen?

Klar, siehe z.B.:


Schau, dass Du nur volldeklarierte Mischungen kaufst mit Pflanzen, die
zum geplanten Standort passen.
Und lies mal den Teilthread ab Message-ID: <e94uek$lk3$>

>Nicht lachen.. ich bin Laie und hatte noch nie einen Garten :-)

Die meisten sind hier Laien und kriegen kein Geld für's Gärtnern ;o)

Katharina

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 10:45:48 von Helmut Wollmersdorfer

Frank Mollenhauer wrote:

> "Gestoerter Standort"?
> Klingt nicht gut. Oder muss ich mir keine Gedanken machen?

Ich hatte ähnlichen Bewuchs, nachdem der Aushub vom Neubau auf den Rest
des Grundstückes per Bagger aufgeschüttet wurde. Für Rasen oder Wiese
ist das schon geeignet.

> Hat der Boden dann keine richtigen Naehrstoffe?

Für so manches Gemüse wird er sich nicht eignen. Oder es wächst zwar,
schmeckt aber nicht besonders gut.

Helmut Wollmersdorfer

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 11:13:05 von Max Thiell

Moin, moin,
meinme 2 cewnts:
Frank Mollenhauer wrote:
> Tomªs Nªgel ()in
> <44bd1c4b$0$10516$>
>
>> Huflattich. Das sind alles keine Ackerunkraeuter, sondern
>> Ruderalpflanzen, Pflanzen von gestoerten Standorten. Da wurde
>> kraeftig mit dem Bagger geschaufelt. Der Humusgehalt der jetzt
>> obenliegenden Erde wird gering sein.
>
> "Gestoerter Standort"?
> Klingt nicht gut. Oder muss ich mir keine Gedanken machen?
> Hat der Boden dann keine richtigen Naehrstoffe?

das lässt sich durch eine Bodenanalyse leicht feststellen.

Und wenn ich den Rest des Fadens so lese, hast du die typische Hast des
Häuslebauers.
Wenn du etwas mehr Zeit investieren würdest, Zeit braucht ein Garten
sowieso, täte es euch beiden gut, deinem Garten und dir.
Säe erstmal Senf aus, und nextes Jahr Bienenweide etc.
Bis dahin hasr du dann alle Fehler deiner Nachbarn gesehen, hast dein
Konzept schon 3x geändert, hast eine vernünftige Strom-, Wasser- und
Wegeinstallation und eine Boden der etwas aufgewertet ist, ohne das es große
Mühe und Kosten bereitet hat.
Solltest du allerdings so eine Neubaugebietsrasenwüste planen, ist es
schietegal. Dann vergiss die Friedhofsbäume auch nicht :-)
Gruß
max

--
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Kochen mit und ohne Wok
ohne Werbung, nur zum Spaß

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 11:17:58 von unknown

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Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 12:10:11 von Frank Mollenhauer

Max Thiell (>

> Und wenn ich den Rest des Fadens so lese, hast du die typische Hast des
> Haeuslebauers.

Hast will ich nicht sagen.
Nur wollte ich das Unkraut loswerden.
Was letztendlich drauf kommt, ist mir egal.
Ob nun Wiese oder Rasen.

> Saee erstmal Senf aus, und nextes Jahr Bienenweide etc.
> Bis dahin hasr du dann alle Fehler deiner Nachbarn gesehen, hast dein
> Konzept schon 3x geaendert, hast eine vernuenftige Strom-, Wasser- und

Mein Nachbar hat eine Firma kommen lassen und Rollrasen verlegt ;-)

Du magst Recht haben. Aber irgendwie muss man ja anfangen.

> Solltest du allerdings so eine Neubaugebietsrasenwueste planen, ist es
> schietegal. Dann vergiss die Friedhofsbaeume auch nicht :-)

Erstmal nur Rasen ;-)

--
Goodbye, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 12:10:11 von Frank Mollenhauer

Katharina Mayer (>

>> Nicht lachen.. ich bin Laie und hatte noch nie einen Garten :-)

> Die meisten sind hier Laien und kriegen kein Geld fuer's Gaertnern ;o)

Naja.. mag sein. Aber ich bin Vollblutlaie.

Die hier schreiben wissen ja scheinbar wovon sie schreiben. ;-)

--
Bis dann, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 12:10:12 von Frank Mollenhauer

Katharina Mayer (>

>> Und wo bekommt man diesen Pilz?

> Zum Beispiel mit dem Azet Rasenduenger von Neudorff:
>

> Dieser Duenger hat auch den Vorteil, dass man ihn nicht einwaessern muss
> (wie mineralische Duenger) und dass unser Hund gleich wieder auf den
> Rasen darf, weil er nicht schaedlich fuer Tiere ist.

Prima. Dann kann ich den ja kaufen.

Muss man eigentlich auch nach dem saehen duengen? Oder erst wenn der Rasen
kommt?

--
Bye, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 12:35:47 von unknown

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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 12:37:17 von unknown

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Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 12:38:07 von Katharina Mayer

Frank Mollenhauer <> wrote:

>Muss man eigentlich auch nach dem saehen duengen? Oder erst wenn der Rasen
>kommt?

Hm, dazu kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen, denn ich habe
meinen Rasen schon fertig übernommen.
Unter steht noch
einiges auch zur Neuanlage, ob man all die (teuren) Mittel aber
wirklich braucht, weiß ich nicht.

Katharina

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 13:16:32 von Holger Issle

On Wed, 19 Jul 2006 12:38:07 +0200, Katharina Mayer wrote:

> Unter steht noch
> einiges auch zur Neuanlage, ob man all die (teuren) Mittel aber
> wirklich braucht, weiß ich nicht.

In irgendeiner Gartenzeitung meiner Frau stand auch was zum Thema...
15cm grober Schotter, mit Drainagerohren versehen, verdichtet, darüber
15cm grober Sand, darüber 10cm Gemisch aus 20% Erde und 80% Sand, in
dem der Rasen gesät wird. 2 mal die Woche Bewässern bis die oberste
Schicht durch nass ist, nachts, damit die Wurzeln keinen
Temperaturschock erleiden. Sommers auf 2,5cm mähen (Spindelmäher),
Winters auf 3,5cm). Dann muß nur noch die Fußballmannschaft kommen zum
Nutzen :-)
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 50 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 13:33:03 von Frank Mollenhauer

Kathinka Wenz (>

>> Was letztendlich drauf kommt, ist mir egal.
>> Ob nun Wiese oder Rasen.

> Sicher? Wiese ist nicht trittfest, dadrauf kannst du nicht rumlaufen,
> dich mal mit dem Liegestuhl reinlegen oder drauf Fussball spielen.
> Ausserdem ist eine schoene Magerwiese richtig schwer zu erreichen, meist
> waechst nur das Gras laenger und Gaensebluemchen, Klee und Loewenzahn bluehen.
> Das ist aber noch keine Wiese, sondern nur einen ungemaehter Rasen. Und
> einfach ein paar Wiesenblumensamen verstreuen reicht auch nicht, denn
> die werden von den robusteren Sorten wieder verdraengt.

Dann doch Rasen. :)

>> Mein Nachbar hat eine Firma kommen lassen und Rollrasen verlegt ;-)

> Dann lehn dich mal zurueck und beobachte, was da passiert. Vermutlich
> wird erst der Rasen vertrocknen und dann das Unkraut Feste feiern. *g*

Vertrocknet ist er schon jetzt. Sieht aus wie Stroh. Aber der
Gartengestalter meint, dass er wieder kommt :-))

--
Man liest sich, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 13:55:37 von Sevo Stille

Kathinka Wenz wrote:

> Das ist aber noch keine Wiese, sondern nur einen ungemähter Rasen. Und
> einfach ein paar Wiesenblumensamen verstreuen reicht auch nicht, denn
> die werden von den robusteren Sorten wieder verdrängt.

Eine schöne Wiese ist mit weniger Arbeitsaufwand zu erzeugen als ein
schöner Rasen, aber schneller geht es nicht - ganz einfach 300 Jahre
lang zweimal jährlich abweiden lassen oder mähen...

Gruß Sevo

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 14:04:32 von Katharina Mayer

Holger Issle <> wrote:

>On Wed, 19 Jul 2006 12:38:07 +0200, Katharina Mayer wrote:
>
>> Unter steht noch
>> einiges auch zur Neuanlage, ob man all die (teuren) Mittel aber
>> wirklich braucht, weiß ich nicht.
>
>In irgendeiner Gartenzeitung meiner Frau stand auch was zum Thema...
(...)
>Dann muß nur noch die Fußballmannschaft kommen zum
>Nutzen :-)

;o)

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 15:06:30 von Helmut Wollmersdorfer

Kathinka Wenz wrote:

> Sicher? Wiese ist nicht trittfest, dadrauf kannst du nicht rumlaufen,
> dich mal mit dem Liegestuhl reinlegen oder drauf Fußball spielen.
> Außerdem ist eine schöne Magerwiese richtig schwer zu erreichen, meist
> wächst nur das Gras länger und Gänseblümchen, Klee und Löwenzahn blühen.
> Das ist aber noch keine Wiese, sondern nur einen ungemähter Rasen. Und
> einfach ein paar Wiesenblumensamen verstreuen reicht auch nicht, denn
> die werden von den robusteren Sorten wieder verdrängt.

Hast Du das schon probiert? IMHO kannst Du nicht aus Erfahrung sprechen,
denn meine Erfahrungen sind andere.

- er hat IMHO schon mageren Boden, denn sonst würden dort
Ackerbeikräuter wuchern.

- eine Wiese hat andere, längere Grasarten

- was robust ist, richtet sich nach Boden, Nährstoffen, Licht,
Feuchtigkeit und Mährhythmus. Für jede Kombination gibt es schöne
Blumen, welche bleiben.

- Gänseblümchen hätten in einer hohen Wiese keine Chance.

Helmut Wollmersdorfer

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 16:01:28 von jurgenex

Frank Mollenhauer wrote:
> hw boehnke (>
>
>> Am besten ist es in den fruehen Morgenstunden zwischen 5 und 7 zu
>> sprengen, dann kuehlt der Boden Nachts nicht aus, die Blaetter sind
>> bis spaetestens 9 wieder trocken und die Pflanzen haben die
>> Feuchtigkeit die sie zur Verdunstung waehrend des Tages benoetigen.
>
> Mal sehen wie ich es machen werde. Wegen meines Rasens wollte ich
> ungern frueh aufstehen ;-)

Ich auch nicht. Deshalb habe ich zwischen Wasserhahn und Schlauch eine
Zeitschaltuhr gesetzt.

jue

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 16:04:33 von search_for_signature

Kathinka Wenz schrieb:
> Frank Mollenhauer <> wrote:
>
>> Hast will ich nicht sagen.
>> Nur wollte ich das Unkraut loswerden.
>
> Und nicht den Boden verbessern?
>
>> Was letztendlich drauf kommt, ist mir egal.
>> Ob nun Wiese oder Rasen.
>
> Sicher? Wiese ist nicht trittfest, dadrauf kannst du nicht rumlaufen,
> dich mal mit dem Liegestuhl reinlegen oder drauf Fußball spielen.

Hi,
ich glaube, in dem Fall war mit Wiese nicht eine richtige Wiese oder
ein Trockenrasen gemeint sondern einfach eine Fläche auf der Rasen
wächst und auf der auch andere Pflanzen geduldet werden, die nicht mal
topfeben sein muss. Wie soll man sowas nennen? Allgebrauchs-Rasen?
Hauswiese? Hausbegleitgrün?
gh

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 19.07.2006 16:06:49 von search_for_signature

Frank Mollenhauer schrieb:
> Katharina Mayer (>
>
>>> Nicht lachen.. ich bin Laie und hatte noch nie einen Garten :-)
>
>> Die meisten sind hier Laien und kriegen kein Geld fuer's Gaertnern ;o)
>
> Naja.. mag sein. Aber ich bin Vollblutlaie.

Hihi, Vollblutlaie gefällt mir! Ich biete "genialer Dilettant" an ;)

Re: Franzosenkraut

am 19.07.2006 16:33:08 von Frank Mollenhauer

Guenter Hackel (>

Hi Guenter,

> Hausbegleitgruen?

Der Name gefaellt mir ;-)
--
Regards, Homepage:
Frank e-mail:

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 22.07.2006 03:14:18 von c.p.kurzXSPAM

Frank Mollenhauer schrieb:

>> Wie auch immer, vom Grundsatz her ist es aber richtig, dass man Rasen
>> nicht waehrend einer laengeren Trockenperiode anlegen sollte.
>
> Denke ich jetzt auch.

Wenn das Wässern kein Problem ist, kann es aber zumindest einen Vorteil haben -
schneller kommt man nur mit Rollrasen zum Ziel.

Ich hatte mit dem Vorgarten aber hochgradig Glück in Bezug auf nicht
stattgefunden habende Sturzgewitter. Gekeimt ist das Zeugs in Rekordzeit.

- Carsten

Re: Franzosenkraut

am 22.07.2006 03:30:30 von c.p.kurzXSPAM

Frank Mollenhauer schrieb:

> Du magst Recht haben. Aber irgendwie muss man ja anfangen.
>
>> Solltest du allerdings so eine Neubaugebietsrasenwueste planen, ist es
>> schietegal. Dann vergiss die Friedhofsbaeume auch nicht :-)
>
> Erstmal nur Rasen ;-)


Kauf Dir halt erstmal ne billige Rasenmischung für die Fläche. Wenn erstmal nur
das Unkraut zu aufdringlich steht, Rasen drauf und halbwegs regelmäßig mähen.
Dann ist erstmal was da und man sieht später weiter, vor allem was den Effekt
des Motorfräsens auf das Unkraut angeht.

- Carsten

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 22.07.2006 03:36:07 von c.p.kurzXSPAM

Frank Mollenhauer schrieb:

> Muss man eigentlich auch nach dem saehen duengen? Oder erst wenn der Rasen
> kommt?

In der Regel wird Starterdünger empfohlen. Wenn Du dir über die Qualität des
Bodens nicht im Klaren bist, wäre der wohl schon sinnvoll. Bodenanalyse
durchführen lassen ginge natürlich auch, kostet nur ein paar Euro.

Sand wird gemeinhin auch empfohlen, würde ich tun, wenn der Boden sehr lehmig
ist bzw. selbst kaum Sand enthält. Kostet nicht viel und macht auch nicht viel
Arbeit, bringt aber einiges. Anhaltspunkt sind so 5l/qm.

- Carsten

Re: Neubau: Unmengen von Unkraut

am 22.07.2006 09:14:51 von unknown

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